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5. Jahr

Oktober 2017 – Rückblick

Der Oktober 2017 war kein schöner Monat. Dazu vielleicht irgendwann mal mehr. Mein Fünkchen Hoffnung in der Zeit: die Kreißsaal-Arbeit begann wieder. Und ich wurde nicht enttäuscht… ein neuer, deutlich kleinerer Saal wartete auf mich und trotz einjähriger Abwesenheit kam ich ganz schnell wieder rein und fühlte mich im Team sehr sehr wohl. Es machte unheimlich Spaß, die Frauen und Familien zu begleiten und ich bin dankbar für viele viele tolle Erfahrungen und Momente.

Auch beim Kindlein tut sich momentan ganz viel. Sie geht ziemlich ab was Zahlen und Buchstaben angeht… saugt alles auf wie so ein kleiner Spongebob. Und ich sitze etwas hilflos mit dem Mann daneben und weiß nicht so recht, wie ich sie bei dieser von ihr gewünschten Lernphase helfen kann. Ich durchstöbere schon fleißig das Netz nach entsprechenden Materialien.. so recht fündig werde ich aber nicht. Nun gut, jetzt aber erst mal der Oktober.

KINDLEIN UND DIE ZAHLEN UND BUCHSTABEN

Das Äffchen ist so ziemlich vernarrt in alles, was auch nur ansatzweise wie ein Buchstabe oder wie eine Zahl aussieht. Ihren Namen schreibt sie nun schon seit Wochen einwandfrei in Großbuchstaben, vertauscht hier auch keine Buchstaben mehr. Mittlerweile kann sie noch Mama, Papa und die Namen von zwei Freundinnen aus der Kita schreiben. Es kommen also immer mehr Wörter hinzu.. was auch ganz niedlich ist: sobald sie irgendwo einen Buchstaben sieht, den sie aktiv als Teil dieser bereits geschriebenen Wörter erkennt, zeigt sie drauf und sagt: „Guck mal, das kommt in meinem Namen vor!“ Sie erkennt also den Buchstaben als solchen und malt nicht nur was vor sich hin. Darf ich hinzufügen, dass ich stolz bin und so? Hehe.

Mit den Zahlen ist es ähnlich. Sie rechnet jetzt seit Wochen fröhlich vor sich hin. Man kann ihr kleine Rechenaufgaben stellen, die sie ziemlich easy löst. Sie zählt fröhlich vor sich hin… neuerdings in Zwillingsschritten. „Zwillinge, Drillinge, Vierlinge, Fünflinge…“ keine Ahnung, wo sie das schon wieder her hat. Abgesehen vom Rechnen an sich, fängt sie jetzt auch an, die Zahlen zu schreiben. Ach und sie erkennt diese an sich. Beispiel: wir machen einen Spaziergang mit der Omi und laufen an einem Haus vorbei. Am Pfeiler vom Zaun ist ein Schild mit der Hausnummer. Kindlein: „Das ist Haus Nummer 5.“ Stimmte.

LATERNE LATERNE

Der diesjährige Laternenumzug in der Kita stand an. Und Papa war nicht da. Der weilte auf Messe weit weit weg von uns. Immerhin Oma unterstützte das Kindlein und mich. Wir haben uns den Bauch ziemlich krass mit Kürbissuppe voll geschlagen. Kindlein hat davon natürlich – wie soll es anders sein – nichts gegessen. Hat sich statt dessen eine Scheibe Brot geschnappt und zweimal dran geknabbert. Das war’s. Ansonsten war ich dieses Mal bezüglich Laterne und so weitaus besser vorbereitet. Letztes Jahr habe ich ja den Fail des Jahrhunderts gelandet: Ich habe dem Kind einfach so ein Set aus Leuchtstab und Anna und Elsa Laterne zum Aufklappen gekauft. Wollte Zeit und Nerven sparen. Nun nieselte es letztes Jahr zum Umzug. Ich glaube ungefähr drei Tropfen hat diese Laterne überlebt.. und fiel dann wie so ein Zellstofftaschentuch in sich zusammen. Kindlein flennte und lief anschließend nur noch mit dem Stab durch die Gegend. Nur einen Tag später bastelten wir also letztes Jahr die Laterne für 2017. Stabil. Die würde einen Schneesturm überleben. Ich pimpte das Teil noch am Tag des Umzuges und schnitt ziemlich komplizierte Blattschablonen aus. Das Kindlein war jedenfalls ziemlich happy. So muss das.

LIEBLINGSMENSCH KINDLEIN

Mein liebes Kindlein
Geduld ist momentan nicht Deine Stärke
Du gehst sehr schnell und vor allem sehr gerne an die Decke
und sagst auf jegliche Kritik nur noch:
„Ist mir doch egal“
verschränkst dabei ganz niedlich die Arme 
und guckst zur Seite
du kleiner Stinkstiefel
bist momentan selten zufrieden zu stellen
und antwortest entsprechend mit deinen Lieblingssätzen
„Das ist langweilig“ oder wahlweise
„Das ist doch dumm und doof“
nur um eine Sekunde später der größte Mauseschatz zu sein
der gerne malt, bastelt und singt
Bücher nicht so toll, den Fernseher umso toller findet *augenroll*
sich nach wie vor Geschichten ausdenkt
und in kleine Zauberwelten mit Spielzeugen versinkt
keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita macht
und noch beim Einschlafen „Ich bin nicht müde“ sagt
Du bist und bleibst die Liebe unseres Lebens

QUATSCHERZÄHLERIN

Das Kindlein ist momentan etwas cholerisch. Jaaa… Geduld ist nicht ihre Stärke. Entsprechend ist diesen Monat auch die Ausbeute an sprachlichen Highlights. Ähm. Tja. Oftmals ohne Worte. Hat sie natürlich alles nicht von uns. Natürlich nicht! Hust. Aber sie kann auch ganz zauberhaft sein, siehe Zitate. Herzmädchen.

„Ihr seid die tollsten Eltern! Bis in den Weltraum!“

Sieht ein Bild von Paris:
„Guck mal, der Eichelturm. Der Ist im Paradis!“

Zur Oma:
„Du bist ne‘ alte Sterbeoma.“
Nun ja… ähm…

Spielt mit ihren Puppen.
„Das ist so doof. Dieses scheiß dumme Mädchen!“

„Verdammte Hühnerkacke!“

Guckt Abends im Bett den Sandmann, das Internet ist langsam und der Film stoppt.
„Dieses scheiß Internet! Warum geht das nicht?“

Sieht wie Papa seine guten Schuhe, passend zum Anzug, einpackt.
„Was sind denn das für nutzlose Schuhe?“

Kindlein: „Ich habe Hunger!“
Mama: „Was möchtest du denn essen?“
Kindlein: „Gehst du mal zum Kühlschrank und bietest mir was an?“

Papa schlägt dem Kindlein vor, baden zu gehen.
Papa: „Dann schnuppert die Mama an Dir und sagt: Oh, wer riecht denn hier so frisch?“
Kindlein: „Nein, ich will nicht baden. Dann schnuppert die Mama an mir und sagt: Oh, wer riecht denn hier nach Käse? Ich mag Käse!“

September 2017 – Rückblick

Der September war 2017 wie eine Hassliebe… warum?… dazu vielleicht später irgendwann mal mehr. Grundsätzlich war er aber ganz schön, nicht zuletzt weil wir mit der ganzen Familie in den Urlaub fuhren und immerhin ein paar Tage entspannen konnten. Ich hatte zudem 4!!! Wochen Urlaub… die ich auch dazu nutzte, so viel Zeit mit dem Kindlein wie möglich zu verbringen. Großes Mädchen! Immerhin steht ja bald das Examen zur Hebamme an und die kommenden Monate werden vor allem eines: anstrengend. Und nun gar nicht viel weiter reden.. September 2017!

URLAUB – HUCH, SCHON WIEDER MALLORCA

Der Plan für 2017 war ganz klar: Sardinien! Wooop wooop… doch der Plan blieb ein Plan, denn: wir hatten keine Lust auf Touribunker und wollten lieber wieder etwas individuelles. Verwöhnt durch die Möglichkeiten auf Mallorca, begann ich mit der Suche nach einem Haus und wurde.. hm.. schnell enttäuscht. Es gab nicht wirklich viele Angebote, die Flugverbindungen waren auch nicht so der Hit und auch sonst verlor ich immer mehr die Lust auf den geplanten Trip. Zum Spaß schaute ich auf der Webseite, auf der wir schon unsere erste Finca buchten… und was soll ich sagen? Es gab soooo tolle Häuser, so bezaubernde Anlagen… Zum Spaß sagten wir noch: „Ihr werdet schon sehen, wenn wir nix finden, dann fahren wir wieder nach Malle.“ Kollektives Augenrollen. Irgendwann wurden unsere Pläne konkreter, die Flüge günstiger.. es passte einfach alles. Und so haben wir es dann einfach gemacht… und nahmen uns vor den Rest der Insel zu erkunden. Und das haben wir auch gemacht. Das Verbloggen der – zum Teil sehr sehr abenteuerlichen – Ausflüge steht dann für die nächsten Wochen und Monate auf dem Programm.

URALUB – VIEL UNTERWEGS

Wie oben beschrieben, hatte ich vier Wochen am Stück Urlaub. Ein Hauch von Erholung. Und da das kommende Jahr besonders anstrengend wird, habe ich die Zeit mit der Minnimaus ganz intensiv verbracht. Klar, wir waren zusammen mit der Family eine Woche so richtig richtig im Urlaub. Aber auch sonst habe ich mir das Kindlein oft geschnappt und wir sind dann hier oder da hin gedüst. Oft nur wir zwei. So waren wir zum Beispiel in einer größeren Stadt und hatten einen sonst völlig überfüllten Spielplatz nur für uns. Enten haben wir da auch gefüttert (nein, nicht mit Brot) und haben noch zwei tolle neue Spielplätze entdeckt, die wir gar nicht kannten.

Außerdem wurde es Ende September Zeit für Kastanien. Die Dinger liegen mittlerweile total verstreut in unserem Garten und der Rasenmäher freut sich schon auf nächstes Jahr – nicht. Meine Bemühungen, die braunen Kugeln einzusammeln, endeten mit erneutem Verstreuen im Gras. Hab es aufgegeben. Ach und auf einem Mittelalterfest waren wir auch noch. War kalt und grau, regnete aber immerhin nicht. Kindlein und eine Freundin hatten entsprechend viel Spaß, wurden geschminkt, haben fleißig getanzt und genascht und fielen am Ende des Tages müde in ihre Betten. So muss das.

U8 PLUS IMPFUNG / Entwicklungsgespräch

Nach unserem Urlaub stand die U8 auf dem Plan… was soll ich sagen? In meinem zukünftigen Berufsstand der Hebamme werden diese U-Untersuchungen ja zum Teil heiß diskutiert. Ob zu Recht oder Unrecht, da will ich gar nicht urteilen. Ich bin jedenfalls ganz froh über diese Untersuchung, was vor allem daran liegt, dass ich grundsätzlich die Kinderärztin mal wieder sprechen kann. Wir sehen sie nämlich sonst kaum, da das Kindlein zumindest die letzten Monate (abgesehen vom Sturz) recht gesund war.

Man schaut sich auch mal wieder den Impfstatus an… das nächste Fass, was ich hier jetzt definitiv nicht öffnen mag. Ich habe schon einmal lang und breit über unsere Einstellung zum Thema Impfen gebloggt.. und diese Einstellung hat sich auch nicht geändert. Wir sind vorsichtig, warten lieber länger, impfen aber. Dieses Mal haben wir uns für die Meningokokken C Impfung entschieden. Das Kindlein hat diese wunderbar vertragen und zeigte keinerlei Nebenwirkungen. Wieder etwas auf der Checkliste abgehakt.

Und sonst so? Jaaa… also sonst war quasi nix zu beanstanden bei der U8. Das Kindlein meisterte alle an sie gestellten Anforderungen… Das wurde uns beim jährlichen Entwicklungsgespräch in der Kita ebenfalls so vor Augen geführt. Der Erzieherin war es sichtlich unangenehm uns zu erzählen, dass sie in vielen Dingen ihrem Alter weit voraus ist. „Ja also beim malen… also da zeichnet sie schon sehr genau.. und da ist sie schon.. ähm… am weitesten.“ Naja.. ist mir eigentlich schnuppe wie weit sie da ist. Ich denke vor allem an die Einschulung 2019 und daran, dass das Kindlein da erst knapp 6 Jahre sein wird. Immerhin wurden meine Sorgen durch die vielen positiven Entwicklungsschritte so ziemlich weg gepustet :).

UND SONST? FAKTEN!

Kindlein pfeift
Jaaaa, unser Mädchen kann tatsächlich pfeifen. Zu Beginn noch etwas zögerlich, dann immer mehr. Sie versuchte es selbst ganz spontan. Und dann plötzlich.. klappte es einfach. Mama ist natürlich mächtig stolz. Das hat auch einen guten Grund: ich selbst kann bis heute ausschließlich nach innen pfeifen, und das auch nicht besonders gut. Nach außen pfeifen – bekomme ich nicht hin. Und nun kann mein Mädchen schon pfeifen. Verrückte Sache.

Kindlein schnaubt
Ist das zu fassen? Mit etwas mehr als vier Jahren kann das Kindlein endlich endlich schnauben. Ja, es ist noch zögerlich und sicherlich nicht mit 100% voller Power. Aber sie holt ganz doll Luft, hält diese inne und drückt alles fleißig durch die Nase nach draußen. Das ist für uns echt ein Meilenstein. All die Infekte, in denen ihre Nase leicht verstopft war.. was stand ich stundenlang mit ihr in der Duschkabine… der Wasserdampf löste immer ganz gut den Schnodder. Und nun ist das Thema endlich durch. Wir freuen uns.

Kindlein wächst
Und wie sie wächst! Wir messen hier jetzt einen Meter und sechs Zentimeter: 106cm!!! Die Füße wachsen auch ganz fleißig nach vorn – allerdings auch nur nach vorn. Sie hat sehr schmale Füße, da ist nichts mit Breite. Das aktuelle Gewicht weiß ich gar nicht, allerdings isst sie in letzter Zeit deutlich mehr. Die Auswahl hat sich nicht verändert, dafür allerdings die Portionsgrößen. Hebe ich das Kindlein hoch, so spürt man deutlich, dass da nun etwas mehr Gewicht ist. Wird Zeit, mal wieder die Waage raus zu holen.

QUASSELMAUS

„Das hat relativ doll weh getan!“

„Warum wissen Eltern immer, dass es schon hell ist?“

„Tante J., weißt du, ich hab Dir noch gar nicht gesagt, dass ich Dich lieb hab‘!“

„Meine Kacka-Wurst hat sich angehört wie ein Fleischklops.“
Humor hat sie.

„Papa, darf ich auch mal alleine in einem Bett schlafen, ohne Euch?“
(Anm. d. Red.: ist nie passiert, hehe)

„Manno, das geht nicht! Dieses Scheiß-Ding!“
Geduld kann sie!

„Mama und Papa, ihr beide seid schon verliebt. Und ihr seid in mich verliebt.“

Papa: „Sollen wir aufstehen?“
Kindlein schüttelt mit dem Kopf: „Es ist so schön im Bett!“

„Ich mache eine Pier-Jurette.“
Es ist so niedlich, wie sie das ausspricht.

August 2017 – Rückblick

AUGUST 2017 – RÜCKBLICK

Der August war… ich weiß nicht so recht. Mir fehlen die Worte. Es ist sehr viel passiert. Nicht alles kann und will ich hier offen legen. Irgendwann vielleicht? Ich weiß es nicht. Ein Ereignis bekommt ganz bald einen eigenen Blogpost: der Unfall des Kindleins. Vollnarkose und so. Ja genau. Die andere Sache versuche ich gerade erfolgreich zu verarbeiten – oder auch zu verdrängen? Ich wiederhole mich: ich weiß es nicht. Aber nun kommen wir mal zum August. Ein Monat den ich – abgesehen von dem was ich da so andeute – sehr gern hatte. Ich war noch im Externat und es gefiel mir immer besser. Außerdem stand der Urlaub schon mit einem Bein in der Tür.  Im September stehen vier Wochen Urlaub auf dem Programm. Flüge gebucht, Haus gebucht, Mietwagen auch am Start. Vorfreude und so. Und nun ab damit:

NEUE NACHBARN BRAUCHT DAS KINDLEIN

Ich glaube ich hatte noch zu keiner Zeit erwähnt das wir neue Nachbarn bekommen. Ja richtig – das noch unbebaute Grundstück neben uns wird endlich ein Haus bekommen. Das wirklich Schöne: die Bauherrin kenne ich noch von der Schule, den Bauherren eigentlich auch. Und das Wunderschöne: Ihre Tochter ist nur ein halbes Jahr jünger als unsere. Und nun das wahrlich Zauberhafte: die Kinder verstehen sich ausgesprochen gut. Sie bezeichnen sich mittlerweile selbst als Zwillinge. Gut, sie sind beide blond. Das war es aber rein optisch auch schon. Demnächst teilen sie sich eine Straße, das gibt einen Punkt mehr auf der Zwillings-Skala – oder? Wie dem auch sei… ich fotografiere brav den Baufortschritt und habe unendlich viele Bilder von den Kindern zusammen, da die künftigen Nachbarn oft auf ihrem Grundstück werkeln. Gut für uns: das Kindlein ist beschäftigt. Allein spielen ist schon hin und wieder drin. Dennoch ist es noch mal etwas anderes, wenn ein anderes Kind dabei ist. Eltern wissen was ich meine. Hoffentlich (!!!!). Jedenfalls stehen uns aufregende Monate bevor, nächstes Jahr wird Einzug sein. Wir sind gespannt und das Kindlein ist mega happy mit ihrer neuen ganz festen Freundin.

BRITZER GARTEN

Anfang August haben wir in der Hauptstadt den Britzer Garten besucht. Ich meine mich zu erinnern, dass die Sonne schien. Die Bilder bestätigen das. Ich weiß aber auch noch, wie verdammt stürmisch es war. Stand man in der falschen Wundschneise, konnte man sich schon mal ne‘ Winterjacke drüber werfen. Das Kindlein schlief jedenfalls irgendwann nach der zweiten Runde Eis und Waffeln erschöpft im Buggy ein. Zuvor hatten wir noch Spaß auf dem Wasserspielplatz und einen kleingroßen Eklat, da das Babybrüderchen unseres Spielbegleiters es wagte ihr soeben eigenhändig verstautes Sandspielzeug wieder auszuräumen. Oje. Und das auch noch müde. E-s-k-a-l-a-t-i-o-n. Viele Tränen auf der zuckersüßen Wange und 10 Minuten später entflog mein Äffchen ins Traumland. Der Papa zog derweil mit seiner Firma von einer Straße in die andere. Die Frauen hatten also viel Zeit zum Vergnügen, besuchten das Chaos der Männer noch kurz und entflohen dann weiter in Richtung Grill. Den schmissen wir schon mal an und warteten anschließend auf die männlichen Grillmeister. Gelungener Tag, gelungener Abschluss eines aufregenden Tages.

UNFALL – MIT GANZ VIEL HERZRASEN

Der Vorgang bekommt einen eigenen Blogpost. Daher nur kurz. Unfall in der Kita. Beim Abholen durch den Papa. Mama in einer anderen Stadt. Handy im Auto, Mama am Eisstand, plaudernd. Erstarrt zu Eis – welch Ironie – beim Blick auf das Handy. Notaufnahme, Ärzte, Blut, Gedanken an Narben, sichtbare Narben. Naht. Entschluss zur OP. Unter, ja.. unter Vollnarkose. Blick auf das Foto vom Papa. Tausend Gedanken, aufsteigende Tränen, Bleifuß. Rennen rennen rennen. Tür auf, Kind in die Arme. Warten auf die OP. Herzrasen. Abgabe im OP. Tür zu. Mama weinend in Papas Armen. Snackautomat mit viel Schoki. Essen, Trinken, weinen. Reden mit der Kinderchirurgin. Narben bleiben. Kindlein wohlauf. Tür auf. Gehen wird zum schnellen Laufen. Am Bett. Ganz viele Gedanken im Kopf und doch nur Leere. Hand halten vom Kindlein. Monitore, Piepsen, Atmung, schlafendes Mädchen. Völlig von der Narkose abgeschossener liebevoller Kerl neben ihr. Erst mal setzen. Starren, warten, kuscheln und vor allem: realisieren. Langsames Erwachen. Quengeln. Tränen auf allen Seiten. Warten. Warten. Lieben. Zurück auf die Station. Schlaflose Nacht. Kopfkino. Kindlein im Arm, so fest im Arm. Nächster Morgen. Papa endlich zurück, vereint. Nur noch raus raus raus. Entlassung. Und doch ist nichts mehr so wie es war. Narben erinnern. Angst, immer diese Angst. Aber so viel Demut vor anderen Schicksalen. Und nun: nur noch bergauf.

ETWAS SONNE – ERLEBTES

Im Waldbad und am See

Im August gab es hin und wieder etwas Sonne. Hin und wieder trifft es glaube ich auch ganz gut. Und jetzt wieder: Wetter ganz weit weg aus meinen Gedanken schieben. Jedenfalls schafften wir es an kleinen, vereinzelten Tagen mal in Richtung Wasser. Einmal ins Waldbad. Das ist aber immer so kalt, dass das Kind danach wie auf Knopfdruck krank wird. Ich glaube dieses Mal hatten wir fleißig Husten und Schnupfen. Ich schaffe es kaum mit der Hacke in das Wasser, da planscht mein Kind schon quer durch die Anlage. Oma ist ebenfalls deutlich härter im Nehmen und hüpft hinterher, während ich versuche mich von spritzenden Kindern fern zu halten und mich Zentimeter für Zentimeter Richtung Bauchnabel vor kämpfe. Da ist dann meistens eh Schluss. Da könnte ja auch die Kamera nass werden. Also bleibe ich stehen, beobachte das rege Treiben, mache ein paar Bilder und winke dem Mädchen. So muss das. So ist das gut.

Am See sieht es schon anders aus. Da geht es ganz ganz langsam ins Tiefe. Das Wasser ist seicht und auch deutlich wärmer. Hier habe ich andere Aufgaben. Aufgrund des Sandes darf ich Burgen bauen und buddeln. Ist ja auch nicht schlecht. Macht auch Spaß. Dennoch: 2017 war bisher das Jahr mit den wenigsten Seebesuchen ever. Seitdem das Kind auf der Welt ist versteht sich. Davor habe ich heiße Tage glaube ich auch favorisiert zu Hause auf der Couch verbracht. Mit kaltem Eistee und der Fernbedienung in der Hand. Was waren das Zeiten. Andere, keine schlechteren. Nun rennt man mit anderen Mamas durch den Sand und versucht den Wasserkanonen gekonnt auszuweichen. Ich vermisse den See und alles, was mit ihm einhergeht. 2018 wird hoffentlich wieder mehr zu unserem See- und Wasserjahr.

Auf dem Barfußpfad

Wir haben hier in der Nähe einen tollen Barfußpark. Ich glaube in den letzten Wochen haben wir ihn um die 3x besucht. Es macht auch wirklich viel Spaß… Ende August habe ich den Papa mit Kindlein und deren bester Kitafreundin samt Anhang dorthin verfrachtet. Ich versuche mich zu erinnern, weshalb ich nicht dabei war. Aber mein Kopf mag das nicht rekonstruieren. Lernen schließe ich aus. Vielleicht musste ich arbeiten? Keine Ahnung… ist ja auch egal. Der Papa hatte die Kamera dabei. 90% verschwommen, aber mit Liebe gemacht, denke ich. Und so konnte ich anhand der Bilder doch irgendwie dabei sein, so ein bisschen. Die Kinder hatten definitiv Spaß und matschten mit ihren süßen Füßen über und durch allerlei Zeug. An dieser Stelle muss ich wieder aufpassen, dass ich nicht abdrifte in eine Lobeshymne auf die süßen kleinen großen Füßchen vom Kindlein. Trotz Stinkesocken sind es immer noch die besten und niedlichsten Füße der Welt, an denen ich sie so gern kitzle. Hach. Ist es nicht schön?

Auf Geburtstagen

Ach ja, auf Geburtstagen waren wir auch noch. Da gibt es eigentlich auch nicht so viel zu berichten. Außer: Kuchen, Sonne, Kinder, Spaß. Gerne wieder, bald. So, es ist schon spät. Bilder bearbeite ich morgen und dann geht auch dieser Blogpost endlich raus.

Uroma wurde 90

Am Tag unserer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde Kindleins Uroma 90. Und die Familie war ziemlich weit angereist. Tja.. da stehst du dann vor der Entscheidung: mitgehen, ja oder nein? Und das einen Tag nach der OP – die ja erst sehr spät Abends war. Die Verwandtschaft wusste noch nicht mal Bescheid. Ich brachte es nicht übers Herz meine Oma nicht zu sehen und fuhr mit dem Kindlein hin. Papa folgte von Arbeit mit einem zweiten Auto. So hatten wir stets die Option: sofort gehen. Und die wurde auch nach einer Stunde genutzt. Das Kindlein war nicht gut drauf – verständlicherweise. Die Narkose und die unruhige Nacht hingen ihr noch nach (nach mir hat ja eh keiner gefragt). Papa machte sich also auf den Weg und wir blieben noch. Mir war nicht wohl dabei. Aber ich war zerrissen. Meiner Omi geht es schon lang nicht mehr so gut und man weiß nie wo und wann der Weg endet. „Froh sein“ ist gar kein Ausdruck wenn ich über mein Gefühl spreche, welches ich beim erneuten In den Arm nehmen des Kindleins hatte. Wieder zu hause, alles geschafft. Endlich.

QUASSELTANTCHEN – BEST of AUGUST 2017

Die Sache mit der Möhre:

„Ich hab Opa R. gaaaaanz lieb. Noch lieber als wenn eine Möhre in der Pfanne gewendet wird!“

Mama: „Vielen Dank für Deine Geduld.“
Kindlein: „Gerne doch.“

Mädchen im Schwimmbad: „Willst Du meine Freundin sein?“
Kindlein. „Nö.“

Papa: „Aus welchen Farben mischt man grün?“
Kindlein: „Gelllllb und bllllllau.“

Auf dem Weg nach Bayern: „Hier stinkt’s so in Bayern.“

Und ehe ich es vergesse: sie malt Herzen und schneidet diese auch recht genau aus.

Juli 2017 – Rückblick

Wie immer, viel zu spät… der Rückblick für den Juli 2017. Dieses Mal kam ich auch kaum zum Vorschreiben und habe entsprechend nicht so wahnsinnig viele Daten und Fakten. Außerdem gab es zwei große Highlights, die ich definitiv extra verblogge. Das ist zum einen der vierte Geburtstag von unserem Mädchen und zum anderen unsere erste Urlaubsreise nach Italien. Im Juli begann mein Externat im Zuge der Hebammenausbildung und ermöglichte mir einen halbwegs normalen Tagesablauf. Kein Schichtdienst, was so herrlich war. Nun aber versuche ich einen kleinen Einblick in den Juli 2017 zu geben. Viel Spaß.

VIER JAHRE

Ich will hier eigentlich gar nicht so wahnsinnig viele Worte zum 4. Geburtstag verlieren… der Blogpost dazu steht schon fast komplett und wird durchaus umfangreich. Trotzdem will ich es im Rückblickpost für den Juli auch nicht komplett außer Acht lassen: das Mädchen ist verdammte vier Jahre alt geworden. Und was haben wir getan? Richtig! Wir haben kräftig gefeiert! An insgesamt drei Tagen haben wir fleißig Parties geschmissen und es uns gut gehen lassen. Das Kindlein wurde reich beschenkt und tat sich zwischenzeitlich ziemlich schwer mit all dem Trubel. Sie hat sich zwar etwas geändert seit der Geburt, aber eben nicht komplett. Mein zauberhaftes, großes, riesiges Mädchen. Ich kann es nicht anders sagen: wir lieben Dich einfach über alles. 4 Jahre.. unglaublich!

ITALIEN – WIR SIND DA!

Im Juli waren wir zu einer Hochzeit am schönen Gardasee geladen. Diese Einladung nutzten wir für einen verlängerten kleinen Miniurlaub. Es war nicht mein erstes Mal Italien, allerdings mein erstes Mal Gardasee. Ich habe eigentlich vor, diese Reise noch extra zu verbloggen, befürchte aber, dass mir wie immer die Zeit dafür fehlen wird. Daher hier fix ein paar Fakten und Erinnerungen: Zusammen mit einer befreundeten Familie reisten wir bereits Mittwoch an, Samstag war dann die Hochzeit. Unsere Unterkunft hatte einen riesigen Pool, was besonders die Kinder freute. Das Essen war toll, das Wetter war toll und auf eine sehr charmante Art und Weise war auch Italien ziemlich toll. Ich kannte das so gar nicht, wenngleich es auch sehr sehr voll und touristisch überlaufen war. Trotzdem war da jede Menge Charme. Die Hochzeit, die das Kindlein in der Kirche übrigens verschlief, war wunderschön und wir sind sehr dankbar, dass wir ein Teil dieser sein durften. Nach der Trauung ging es unter Jubelrufen durch die Stadt zur Location. Das war schon ziemlich magisch. Das Kindlein fand das alles auch ziemlich super und schlief irgendwann gegen 00.00 Uhr sehr erschöpft ein. Den Flug meisterte unser Mädchen wie immer ohne Probleme, während ich meinem Mann wieder halb die Hand zerquetschte und mir die Panik vermutlich auch ins Gesicht geschrieben war. 🙁

AUSFLUG – BARFUSSPARK & DER BAUMWIPFELPFAD

Der Juli bot ja – abgesehen von all den nassen Perioden – hin und wieder auch ganz schönes Wetter. Wenn auch nur ein Tag in diesem Wetterchaos schön war, so musste er echt genutzt werden. Also ab raus, Ausflug! Und so gingen wir als erstes Heidelbeeren pflücken, anschließend auf den Barfußpark und danach an den sich anschließenden Baumwipfelpfad. Das Beste: die Location ist quasi nur 10 Minuten von unserem Wohnort weg. Das Kindlein jedenfalls hatte mächtig Spaß, nicht zuletzt weil sie stundenlang barfuß umher laufen konnte. Das war für uns Erwachsene schon erst einmal eine ziemliche Umstellung. Aber nach wenigen Metern hatte man sich ganz gut dran gewöhnt. Sehr ihr auf dem Bild, wie dürr das Kindlein ist/war? So richtig tut sich ja nichts am Gewicht, aber aktuell habe ich schon das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist (Verhältnis Größe zu Gewicht).

UND SONST SO?

Das Kind reimt den lieben langen Tag.. das kann man schon nicht mehr nur Phase nennen. Am Anfang waren es nur Wörter, die aufeinander folgten. Mittlerweile sind es sinnvolle Sätze, die da aus ihrem Mund huschen. Verrückte Sache! Einige schöne Beispiele:

„Mama, Pamma, Schlamma, Kamma!“

„Liebe, Schniebe, Kiebe, Riebe!“

„Maus, Haus, Schnaus, raus!“

Papa: „Vielen Dank Mausi.“
Kindlein: „Bitteschön Klausi.“

Ansonsten haben wir hier natürlich nach wie vor unser Quasselmädchen. Die extrem lustigen Sprüche werden allerdings auch eher weniger – nicht zuletzt, da das Kindlein einfach einwandfrei spricht. Das wird uns von vielen Seiten bestätigt. Das macht natürlich auch irgendwie stolz. Hach, du tolles Mädchen du!

Papa: „Mäuschen, mit dem Radiergummi bekommst Du nicht jeden Stift weg. Nur Bleistift.“
Kindlein: „Jeder macht doch mal einen Fehler!“

„Was wollte ich denn sagen? Jetzt sind mir die Ideen ausgefallen.“

„Das ist eine Urinie.“ (sie wollte Ruine sagen hehe)

Wir spielen mit Stickern:
Mama: „Schau mal, ist das ein schöner Schmetterling.“
Kindlein total abgebrüht: „Das ist doch eine Libelle Mama.“
Sie hatte Recht.

Kurz vorm McDonalds:
„Riechst du auch diesen tollen McDonalds Duft Mama?“

Im Rollenspiel:
Kindlein: „Komm, wir müssen zurück kehren!“
Mama: „Wohin?“
Kindlein: „In das Land der Liebe!“