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Kinderglück

April 2018 – Rückblick

Oh du geiler April.. anders kann man es ja nicht ausdrücken, oder? Letztes Jahr noch der kälteste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, dieses Jahr der wärmste. Es war einfach herrlich. Entsprechend waren wir viel draußen, unter anderem schon direkt am See und überall und nirgendwo. Nach dem eiskalten März kam der Wechsel ziemlich überraschend, war aber dafür umso mehr ein Ausgleich für den langsamen Beginn des Frühlings. Das Kindlein ist momentan sehr angenehm, aber ich glaube, das schreibe ich schon seit den letzten Monaten immer wieder. Aber nun ab, mit dem April.

Das Kindlein

Ach ja. Das Kindlein. Nun schon bald fünf Jahre alt. Nicht mehr lang und mein Mädchen wird wieder ein Jahr älter. In den letzten Tagen und Wochen sind mein Mann und ich gefühlt noch verliebter in diesen kleinen Menschen. Keine Ahnung ob das an den Schwangerschaftshormonen liegt… jedenfalls ist sie einfach so ein tolles Mädchen, dass wir unser Glück nicht selten kaum fassen können. Wird das mal anders? Hehe… Sie ist emphatisch, liebenswürdig, vorsichtig, einfühlsam.. nimmt sich vieles sehr zu Herzen, was uns hin und wieder wiederum unsere Herzen bricht. Aber gut, das ist leider das Leben. Wir bestärken sie so gut es geht. Sie darf/muss sich sehr oft anhören, wie sehr wie sie lieb haben und das sie für uns das tollste Mädchen der Welt ist.

Sie freut sich nach wie vor sehr auf das kleine Baby, welches da noch in Mamas Bauch wuselt. Jeden Morgen beim Abschied und Abends vor dem Bettchen gehen bekommt mein Bauchi ungefragt einen Kussi. Sie ist sehr vorsichtig, dennoch bekommt meine Wanne beim Spielen hin und wieder einen Kick ab, der aber nicht weiter schlimm ist. So, und jetzt fasse ich das Wichtigste noch mal schnell zusammen.

ist am liebsten zu Hause
draußen sein ist ok, aber nicht ihr Favorit
Rollenspiele sind nach wie vor der Hit
sie verwüstet das Haus binnen weniger Sekunden
und räumt es nicht wieder auf
zählt bis 40
schreibt etliche Namen
malt neuerdings Giraffen und Affen und andere tolle Dinge
trägt fast ausschließlich 122/128
Schuhgröße 29
Haare kämmen ist kein Problem mehr
guckt Papa gerne beim Fussball spielen zu
liebt es zu tanzen

Eine neue Sache muss noch extra erwähnt werden: sie bindet sich seit kurzem selbst Zöpfe. Das ist so niedlich, dass Mama und Papa immer nur grinsend daneben stehen wenn sie ihre Haare zu einem Zopf formt und sich so niedlich die Strähnen nach hinten zieht. Sie schafft es tatsächlich einen Haargummi um den Zopf zu binden.. und dieser hält auch. Anfangs war sie ziemlich schnell frustriert. Mittlerweile weiß sie (und äußert das selbst auch so), dass sie nur Ruhe und Geduld braucht. Großes, kleines tolles Zaubermädchen.

Noch eine neue Sache hat sie gelernt, bzeiehungsweise sich getraut: Eier aufschlagen. Bei jedem Kuchen, der hier gebacken wurde, weigerte sie sich, die Eier aus der Schale zu schlagen. Irgendwann traute sie sich dann doch und was soll ich sagen: seitdem muss jedes Ei von ihr kaputt geschlagen werden. Sie war mächtig stolz auf sich und wir natürlich auch auf sie. So neue Sachen sind ja nach wie vor nicht ihr Ding und es bedarf immer einiges an Überzeugungsarbeit, bis sie sich etwas traut.

Ansonsten waren wir im April einfach wahnsinnig oft draußen. Am See, bei Opa auf dem Geburtstag, regelmäßig auf Spielplätzen. Es wurde gegrillt, gefeiert und gefuttert. Wir haben die Oma viel besucht, die sich am Fuß operieren hat lassen und daher ziemlich in ihrer Mobilität eingeschränkt war. Die Sonne in diesem April tat einfach richtig gut und erfreute vor allem mein Herz. Ich bin doch so ein Wettermensch. Schlechtes Wetter schlägt mir arg aufs Gemüt. Und so entschädigte der April für diesen mistigen Anfang des Jahres. Es war einfach herrlich.

Scharlach für alle

Ach ja.. Herr Scharlach stattete uns auch noch einen Besuch ab. Nachdem der letzte Fall in der Kita bereits über einen Monat zurück lag machte ich mir eigentlich keine Gedanken mehr.. und dann wachte das Kind irgendwie warm, aber gut gelaunt auf. Das Thermometer zeigte 37,7.. das war für mich eh schon ein Grund sie zu Hause zu lassen. Dann aber klagte sie zusätzlich noch über Halsschmerzen. Und ja, wir haben oft Husten, aber nie nie Halsschmerzen. Meine Alarmglocken klingelten und ich schickte den Mann mit Kind zur Ärztin. Ich wollte mich schwanger nicht in die Keimhölle setzen. Ergebnis: Streptokokken A positiv. Das kann ja grundsätzlich erst mal vieles sein.. eine Angina, aber eben auch Scharlach, auf das ich eher tippte. Zwei Tage nach dem Arztbesuch bildete ich mir jede Menge Punkte auf ihrem Bauch und Oberkörper ein und fühlte mich mit Scharlach ziemlich bestätigt. Jedenfalls stieg das Fieber dann fleißig an, das Antibiotikum tat allerdings sein Übriges und es ging ihr schnell besser. Ich ließ sie zur Vorsicht noch lang zu hause, so dass sie sich richtig erholen konnte. Insgesamt war die Krankheitswelle 2018 bisher sehr human, wofür wir sehr dankbar sind.

Quasselschnutchen

Isst einen riesigen Stapel Gurkenscheiben, die übereinander liegen.
Mama: „Was machst du denn da?“
Kindlein: „Schweinerei!“

Sie sieht das neueste Bild des Geschwisterchens ihrer guten Freundin:
„Ohhhh, ich will auch so einen süßen Fratz haben!“

„Ich träume, dass eine Zombiefrau in ein Flugzeug steigt und Seifenlauge in Bayern ausschüttet.“
Wir haben lange versucht dieses Zitat zu deuten, gelungen ist es uns nicht.

„Warte doch nicht so lang du altes Angsthühnchen!“

„Papa, ich habe die Polizei gesehen, also nicht so schnell fahren!“

Papa: „Und hattest du viel Spaß auf dem Spielplatz?“
Kindlein: „Viel mehr Spaß als wenn man auf dem Mond die Schwerkraft überwindet.“

„Mein Knopf geht nicht zu. Aber ich brauche einfach nur Geduld und Ruhe.“

März 2018 – Rückblick

März. Nun ja. Der steht ja bekanntlich für Frühling. Also rein theoretisch. In der Praxis hatten wir mehr Schnee als den ganzen Winter über. Und auch jede Menge kalte Temperaturen. Himmel. Von Frühling keine Spur. Aus dem letzten Jahr habe ich T-Shirt-März-Bilder. Dieses Jahr ist es dann zum größten Teil doch der Schneeanzug geworden. Das Kindlein war im März nicht besonders viel in der Kita. Zum einen weil sie krank war und zum anderen weil sie nicht gehen wollte. Wir nehmen das ernst.. und so durfte sie viel Zeit mit uns verbringen. *herz* Für die nächsten Monate stehen viele tolle Dinge an… Vorfreude.. zunächst einmal auf besseres Wetter.

Kalt, kälter – mit Oma auf dem See.

Krank

Tja.. Januar gesund. Februar gesund. Check. Und dann krachte es im März doch noch einmal ordentlich. Dabei haben wir wirklich alles versucht um all die Viren und Bakterien von unserem Mädchen fern zu halten. Und dann kam es doch wie es kommen musste und sie steckte sich scheinbar irgendwo an. 41,0 war unser bester Freund und 3 Tage hohes Fieber zogen nicht spurlos an ihr vorbei. Sie hat wieder etwas an Gewicht verloren und hing einige Tagen wie ein Häufchen Elend in der Ecke. Aber geschafft ist geschafft. Dank Abstand und anhaltender Desinfektion meiner Hände bin ich in der Schwangerschaft drum herum gekommen. Nun ist das Kindlein wieder gesund. Und wenn denn jetzt endlich mal besseres Wetter kommt hält dieser Zustand hoffentlich auch eine Weile an.

Ostern

Die Wettervorhersage für Ostern war ja… nun ja… Der Freitag war wunderschön. Viel Sonne und es war richtig warm. Das Kindlein holte mit ihrer Freundin in voller Vorfreude sogar das Planschbecken aus dem Schuppen. Mussten wir erst einmal erklären, dass die Temperatur doch noch nicht ganz ausreicht. Da für Samstag Regen und für Sonntag sogar Schnee mit kalten Temperaturen angesagt war, haben wir unsere Geschenksuche fix auf Freitag verschoben. Wir nehmen es da nicht so genau.. hatten echt keine Lust im Schnee Eier zu suchen. Und so durfte sich das Kindlein schon am Freitag über ihre Ostersachen freuen.

Was gab es denn da so schönes vom Osterhasen?
Ostergeschenke sind mit Affiliate-Links versehen

Toniebox
Viele können den Hype ja nicht verstehen. Ich auch nicht so recht… aber nachdem unser Kindlein mehr und mehr auf Hörspiele steht, dachten wir – warum nicht? Und so ergatterten wir durch viel Glück und einen Zufall eine der Boxen kurz vor Ostern. Die sind ja nach wie vor irgendwie überall ausverkauft und man bekommt selten die Wunschfarbe. Wie dem auch sei: das Kindlein liebt das Teil. Es war und ist das beste Geschenk und hat daher demnächst auch noch einen eigenen Post verdient!

Tonies
Passend zur Box gab es auch direkt 3 Tonies. Einen Kreativ-Tonie zum selbst bespielen und zwei weitere kleine Hörspiele. Kindlein lässt sich aktuell am liebsten vom Papa jeden Abend eine neue Geschichte auf den Kreativ-Tonie spielen. Mal sehen wie lang das noch so weiter geht.
Es gab:
Mia and me – Mia und die Elfen Tonie
Benjamin Blümchen – ein Törö für alle Fälle Tonie
Kreativ Tonie Sängerin

Buntstifte
Ja, denn hier wird in letzter Zeit soooo viel gemalt. Mittlerweile waren einige Buntstifte so kurz, dass man sie kaum noch in der Hand halten konnte. Also mussten neue her… das Kindlein mag sie sehr gerne. Und ich auch. Bei Buntstiften kann man ja auch mal ziemlich daneben liegen (ich mag die vom Ikea zum Beispiel gar nicht, krümeln mir zu sehr.)

Plitsch-Platsch-Pinguin
Bei real,- sind ja aktuell dann Treuemarken-Aktion einige Spiele im Angebot. Und so landete Plitsch-Platsch-Pinguin in unserem Einkaufskorb. Das Kindlein ist aktuell noch so semi-begeistert. Zumal sie es nicht so witzig findet, wenn bei ihr die Pinguine abstürzen – verständlicherweise. Aber gut, was nicht ist, kann ja an Begeisterung noch werden.

Schokolade
Brauche ich nicht viel zu sagen, oder?

Ja ist denn heute schon Weihnachten?

Du kleiner Wüterich

Manchmal. Tja.. manchmal da kann ich unser Mäuschen ganz schwer einschätzen. Beispiel: sie möchte Gurke, ich schneide welche auf und will als Überraschung noch ein paar Stücken Paprika mit auf den Teller legen. In ihrer aktuellen Gefühlslage habe ich nun mit zwei Reaktionsmöglichkeiten zu rechen. Erstens: strahlendes Gesicht, ein dickes „Danke Mama!“ und schwupp ist das Essen im Bauchi verschwunden. Tja.. aber es kann auch folgendes passieren. Zweitens: Kind sieht die Paprika und eskaliert dezent. „Ich wollte doch keine Paprika. Ich habe Gurke gesagt!“ und dazu ein weinerliches Gesicht mit jammerndem Unterton. Dann wird die Gurke nicht von dem Teller gegessen weil da eben diese rote Paprika mit drauf lag und überhaupt sollte Muddi am besten wieder ganz von vorn anfangen. Wirste nicht schlau draus, ne? Das macht es unberechenbar und.. hm.. spannend ist vielleicht das falsche Wort.. interessant trifft es gegebenenfalls eher. Aber wir reden ruhig mit ihr.. und es hilft. Eskalationen gibt es hier wirklich ganz ganz selten. Na und geschrien wird sowieso nicht.

Ein paar Kindlein Fakten

110 cm
fast 17 kg
Schuhgröße 29
zählt rückwärts
schläft 10-12 Stunden, braucht selten einen Mittagsschlaf
baut am liebsten aus allerlei Kram kleine Häuser und Höhlen und spielt dabei Rollenspiele
isst wieder schlechter und noch ausgewählter (wenn das überhaupt möglich ist)
groooooße Vorfreude auf das Geschwisterchen, nach wie vor

Mit der Freundin im Sand.

Gequatsche im März

„Ich spreche leider kein Italisch.“

„Mama, weißt du wie lieb ich Dich hab‘?“
„Wie lieb?“
„Bis nach Bayern!“

„Kindlein, möchtest Du auf dem Weg zur Oma im Auto einschlafen?“
„Ach Mama, wir werden doch sehen ob ich einschlafe!“

„Mama, du behandelst mich wie ein Baby!“
Ja, weil du auch immer mein Baby bleiben wirst. Punkt!

Sitzt am Tisch und fängt an zu essen, bevor alle anderen da sind.
Mama: „Mausi, wir warten eigentlich bis alle am Tisch sind.“
Kindlein: „Dann habt ihr wohl Pech gehabt!“
Ähm.

„Weißt Du Mama, der Schlitten vom Weihnachtsmann muss ja ganz schön schnell sein, wenn er in einer Nacht die ganze Welt bereist. Das ganze Berlin, das ganze Paris und das ganze Afrika!“

„Mama, woraus wird Farbe gemacht?“
Dinge, die ich erst mal googlen muss.

„Manno, jetzt ist mir meine Meinung ausgefallen. Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich machen wollte!“

 

Februar 2018 – Rückblick

Oh man, was bin ich froh, dass wir endlich März haben. Der Februar und ich – das ist nix und das wird auch nie was werden. Im Februar lechzen alle nach Wärme, Sonne und dem Frühling… so ergeht es mir auch. Ich hab einfach keine Lust mehr auf Winter, Regen, Schnee, grau, Matsch und kalt. Der Februar bedeutet für mich immer das ersehnte Ende einer langen Durststrecke auf dem Weg in den Frühling und den Sommer. Endlich wird es länger hell und man bekommt wieder bessere Laune. Aber dieser Februar… es war so verdammt kalt. Sonne, ja, die hatten wir zu Genüge. Aber wenn man es trotz derer und langer Unterwäsche kaum länger als eine Stunde auf dem Spielplatz aushält, dann macht das auch keinen Sinn. Ich bin jedenfalls einfach nur froh, dass dieser ätzend kalte Monat endlich ein Ende hat. Punkt.

KALT KÄLTER FEBRUAR

Ich habe es ja schon oben geschrieben. Februar – wer braucht dich? Abgesehen von der ätzenden Krankheitswelle, die in diesem bescheidenen Monat jährlich ihren Höhepunkt erreicht (dieses Jahr Gott sei dank nur um uns herum), war es einfach so richtig richtig kalt. Arschkalt um genau zu sein. Es war beinahe die Überlegung wert, das Auto mal in die Garage zu stellen, da der Diesel ja ab einer bestimmten Temperatur einzufrieren droht. Der Ofen/Kamin im Haus war jeden Tag an und der Blick in die Wetterapp schon gefühlt stündliche Routine. Man zählte die Tage, bis endlich der Februar vorbei war. Gut, dass der eh nur 28 Tage hat. Meine Mama hat im Februar Geburtstag und was soll ich sagen? Sie hasst es…aber gut, ist ja nicht Thema. Jedenfalls bin ich ja ein Mensch der Wärme.. das Kindlein auch. Sie friert schnell, ganz die Mama.

INFLUENZA FÜR ALLE?

Da holst du nichts ahnend dein Kind aus der Kita… wochenlang wurde die Einrichtung verschont.. und dann hing er doch da. Dieser Zettel. Influenza Typ B.  Man kann ja wirklich so fast alles gebrauchen.. aber das nicht! Die Konsequenz? Wir nahmen das Kind aus der Kita. Für über eine Woche. Und es war scheinbar die richtige Entscheidung. Etwa 10 Kinder hatten letztlich nachgewiesen die echte Grippe, keine Ahnung wie viele es noch inoffiziell betraf. Andere Eltern erzählten mir nur von leer gefegten Räumen.. Neben der richtigen Influenza grassierte wohl noch ein anderer grippaler Infekt. Auch davon wurden wir im Februar komplett verschont. Der ganze Monat lief ohne irgendwelche Krankheiten ab. Das ist für uns ja eher untypisch.. für das Kindlein jedoch Balsam für den Körper. Wenn ich da so an die letzte Wintersaison denke, wird mir ganz schlecht. Ständige Infekte, die sich dank mehrfach durchlebter RSV Erkrankung immer auf die Lunge legten, schafften unser Mädchen zusehends. Sie nahm ab, war blass und schlitterte von einer Erkrankung zur nächsten. Dieses Jahr ist das ganz anders. Das Mädchen hat endlich endlich etwas zugenommen und der sonst ständige Begleiter namens Husten war nur ganz selten zu Besuch. Man kann ihr richtig dabei zusehen, wie sie sich erholt und ihr Körper stärker wird.

REDEN KANN SIE

„Ich muss für heute Nacht noch ein paar wichtige Dinge einpacken!“
Packt Holzpommes in eine Tasche.
„Falls ich Hunger habe!“
Man kann ja nie wissen.

Mama zum Kindlein: „Wir haben doch gestern erst Ordnung gemacht und hier alles frei geräumt. Und du räumst alles wieder hin und man kann nirgendwo mehr lang laufen!“
Kindlein: „Tja, so ist das halt!“
Was rege ich mich eigentlich auch so auf?

„Papa, du heißt Majo und Mama heißt Ketchup. Und ich bin Pommes.“
Wenn sie nur wüsste. Hehe.

„Papa, darf ich runter gehen und Mama einen Kuss geben?“

Mama und Kindlein malen ein Bild aus. Mama hat vorab die Haare von der Maus hübsch gemacht.
Mama: „Du musst dir gleich noch deine Haare im Spiegel ansehen!“
Kindlein: „Aber ich kann jetzt hier nicht meine Zukunft im Stich lassen. Ich will vielleicht Malerin werden!“

„Vielleicht kann ich ja, wenn ich groß bin, eine Schlauköpferin werden. Weil ich weiß ja ganz viel!“

Papa: „Wollen wir vor der Kita noch ne Runde Schlitten fahren?“
Kindlein hockt an der Duplo-Kiste: „Nein, ich muss das Haus noch fertig bauen.“

NEUES HOBBY? SCHWIMMBAD!

Ja wer hätte das gedacht? Das Kindlein steht auf Wasser! In letzter Zeit fragte sie immer mehr von allein nach einem Schwimmkurs und möchte mit Papa bevorzugt ins Schwimmbad. Da war sie mit ihm nun auch in den letzten Wochen das ein oder andere Mal. Sie ist nach wie vor zögerlich und macht nur die Dinge, die sie kennt. Neues auszuprobieren benötigt viel Zeit und Überredungskunst. Hat sie sich dann doch getraut, ist natürlich alles super und sie will gleich noch mal. Ihr Ziel ist das Seepferdchen.. Da sehen der Mann und ich noch schwarz, da sie selbst mit Taucherbrille nicht so richtig unter Wasser geht. Aber erst mal soll sie richtig schwimmen lernen. Das Seepferdchen hat ja auch noch Zeit und für uns absolut keine Eile.

Januar 2018 – Rückblick

Husch husch… ganz schnell noch der Januar… bevor der Februar auch schon rum ist. Hier ist so viel passiert die letzten Wochen. Ich mag soooo viel erzählen und zeigen… bald bald. Wenn es die Zeit und mein Herz zulassen. Der Januar war ansonsten nichts besonderes. Ich quälte mich durch einen Praxiseinsatz im Kreißsaal, erlebte Aufregendes, war kaputt vom Schichtdienst und begann mit den ersten Vorbereitungen für das anstehende Examen. Das Kindlein macht es uns in den letzten Wochen und Monaten recht leicht. Kleiner fröhlicher Sonnenschein. Quasi nie krank diese Saison, gute Schläferin und Läuferin (jaaaa, siehe weiter unten). Macht uns glücklich, dieses Kind.

EIN PAAR NEUE FAKTEN UND ERRUNGENSCHAFTEN

Das Springseil und das Kindlein
In einer von diesen völlig überteuerten hässlichen Kinderzeitungen fand sich einen schönen Tages ein Springseil. Pink, glitzernd, Plastik. Kindlein wollte es, Kindlein bekam es. Das Teil diente lange Zeit vor allem als Absperrung diverser eigens kreierter Häuser und Höhlen. Hin und wieder versuchte sie ihr Glück mit dem Springseil springen, was allerdings mehr schlecht als recht funktionierte. Im Januar klappte es nun erstmals doch. Noch nicht so flüssig und oft peitscht sie das Teil ziemlich durchs Haus, aber hey… sie hüüft drüber und freut sich wie ein Keks.

Zählt – jetzt bis 30
Zählen tut sie ja schon lang‘. Aber neuerdings bis 30 und manchmal auch darüber hinaus. Ich vermute, sie hat das System durchschaut *hehe*… kleines tolles Mädchen. Steht einfach da beim verstecken spielen und zählt und zählt. Und dir als Eltern schlackern die Ohren und du fragst dich, wann sie das bitte alles gelernt hat. Neuerdings quatscht sie einen mit Rechenaufgaben zu.. „Mama, zwei plus zwei sind vier.“ Solche kleinen Aufgaben löst sie ja auch schon länger, thematisiert werden sie aber nun noch mehr.

Berufswunsch: Erzieherin
Ja, richtig. Sie möchte, wie sie es nennt – Kita-Erzieherin – werden. Schon ein paar Wochen manifestiert sich dieser Wunsch und ich bin gespannt, wann er sich ändert oder eben nicht. Ihre Tante ist ja auch Erzieherin, zudem geht das Kindlein momentan sehr gern in die Kita und liebt praktisch alles, was damit zu tun hat. Entsprechend handelt es sich hierbei um einen Herzenswunsch von unserem Mädchen.

Tragen? Nein danke.
Neulich meinte irgendwer wieder zu mir, dass es ja ach so doof wäre, dass unser Kindlein so schlecht und wenig läuft. Ich kam ins Grübeln. Vor ein paar Monaten hätte ich das komplett unterstrichen. Aber es ist einiges passiert. Und ich grübelte weiter und begann ein Gespräch mit dem Herzmann darüber. Und dabei fiel uns beiden auf, dass wir nicht einmal mitbekommen haben, dass das Kindlein eigentlich gar nicht mehr getragen wird. Wir schauten uns ziemlich bedeppert an. Früher, Shoppingcenter, nach 10 Metern wurden die Arme nach Mama oder Papa ausgestreckt. Immer und überall wollte sie irgendwann getragen werden. Wie, war ihr egal. Auf dem Arm, auf der Schulter, in der Trage, geschoben im Anhänger. Bloß nicht zu weit gehen. Aber das hat aufgehört. So schleichend, dass wir es selbst nicht mitbekommen haben. Ich kann mich, abgesehen vom letzten Urlaub, in dem sie auch schon 3km am Stück lief, an keinen Moment erinnern, an dem ich sie wirklich weit tragen musste. Es hat aufgehört. Verrückt. Unser Mädchen.

QUASSELMAUS

Kindlein: „Mama, hast Du ein Baby im Bauch?“
Mama: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“
Kindlein: „Na weil du jetzt zum Arzt gehst.“
Kinderlogik.

Mama: „Mäuschen, bevor du deine Kramkiste raus holst, räum doch wenigstens dein Playmobil erst mal weg.“
Kindlein: „Nein, möchte ich nicht. Ich gucke wenigstens kein Fernsehen.“
Kinderlogik zwei Punkt Null.

Papa: „Maus, hast Du da gekleckert?“
Kindlein: „Ich weiß gar nicht, wovon Du sprichst!“

„Elmo, kommst du mit mir zur Verreisung?“

Zu Papa: „Heute ist Rasier-Verbot!“

Kindlein: „Mama, ich habe ein Geheimnis, das darfst Du Papa auch nicht erzählen!“
Mama: „Was denn?“
Kindlein, flüstert: „Ich habe eine Alles-Maschine. Die kann alles herstellen.“

Mit einem Stück Hähnchen in der Hand: „Das schmeckt nach geschossenem Schwein.“

„Ich spreche mit Carrence immer geistisch.“

„Machen wir jetzt ein Foto-Schnuting?“ Süßester Versprecher.

Mama: „Kindlein, wollen wir dieses Jahr in den Urlaub fahren?“
Kindlein: „Ja sofort!“
Mama: „Und wohin?“
Kindlein: „Ins Sauerland.“
Wir haben nicht den Hauch eines Schimmers, woher sie das hat.“

Mama singt bei einem Lied im TV mit: „Hör auf damit, du zerstörst mein Lied.“

Kindlein: „Ich will Peppa Wutz auf dem iPad gucken.“
Papa: „Aber wir gucken doch jetzt nicht vor der Kita Fernsehen.“
Kindlein: „So ist nun mal mein Leben.“

„Kann mir jemand helfen, sonst hab ich gleich die Schnauze voll!“

Genervt: „Ahhh, ich hab’s vermasselt.“

„Ich kann noch nicht mit einem Computer umgehen.“

Zu Mama: „Papa hat gesagt, ich darf kein Fernsehen… aber eigentlich bist du doch hier der Oberbestimmer.“

Dezember 2017 – Rückblick

Ach ja, du seltsames 2017. Brachtest so viele Tränen mit… aber auch ganz viel Lächeln. Das war wirklich wirklich nicht unser Jahr. Warum, darüber werde ich ganz bald berichten. Ich war froh, dass das Jahr sich endlich dem Ende neigte. Silvester verbrachte ich mit dem Kindlein im Bettchen, während Papa arbeitete. Zuvor hatten wir ein komisches Weihnachten gefeiert und waren anschließend etliche Kilometer zur Familie gefahren um auch dort zu feiern. So richtig feiern wollte ich nie, aber gut, gehört ja irgendwie dazu. Und nun beenden wir 2017 mit diesem Monatsrückblick. Tschüssi 2017, ich bin froh, dass du vorbei bist!

Mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt – inklusive Spielplatz. 

Weihnachten im Geiste von Magen-Darm

Nein, uns hatte es nicht erwischt. Aber einen Teil der Familie. Wir wollten Weihnachten 2017 nämlich etwas größer feiern.. mit der Familie des Freundes meiner Schwester. Alles war einkauft, es kam aber wie es kommen musste. Der Freund meiner Schwester holte sich einen Tag vor Weihnachten einen Magen-Darm-Infekt. Als Mutter denkst du da nur noch: weg mit Euch. Ich muss dazu sagen, dass wir eigentlich mindestens einmal im Jahr so einen Infekt/Virus abgreifen. Ich kenne es nicht anders. Immer so um September oder Oktober rum öffnen sich im wahrsten Sinne des Wortes alle Schleusen. Und so blieb mir nur eines übrig, nachdem wir 2017 scheinbar wirklich bisher verschont geblieben waren: abzusagen. Ja, wir sagten ab.. all denjenigen, die eben Kontakt mit ihm hatten. Und so wurde es eine kleine, aber feine Runde. Nur wohin mit all dem Essen? Wir vereinbarten eine Art Übergabe, die mit viel Sterilium unter widrigsten Bedingungen erfolgte. Meine Schwester kam vorbei und holte sich die Hälfte von Gans und Co. In einer Art Schleuse… vielleicht schaffen wir es ja dann 2018 mal alle zusammen zu kommen.

2017 – DER VERSUCH EINES RÜCKBLICKES

Hach ja.. du seltsames 2017. Das hier soll gar kein langer Rückblick werden. Es war zusammengefasst nicht so ganz unser Jahr. Für mich bedeutete das sich zu Ende neigende Jahr vor allem ein Endspurt in Sachen Studium zur Hebamme. Zwei Urlaube verbrachten wir jeweils in Italien und einmal wieder auf der tollen Insel Mallorca. Das Kindlein hatte einen schweren Unfall in der Kita und musste operiert werden. Ich erlitt einen schweren persönlichen Verlust, über den ich bald mehr schreiben mag. Der Sommer war vom Wetter furchtbar… ich sehe es an meinen Bildern. Nicht einmal Freibad und auch die Besuche am See kann ich an einer Hand abzählen. Das Kindlein wurde 4, was wir mit zwei großen Feiern so richtig zelebrierten. Es wäre müßig alles aufzuschreiben, einige Dinge gehören nach wie vor einzeln verbloggt. Wenn denn mal mehr Zeit ist. 2018 kann kommen, ich freue mich so wahnsinnig auf dieses Jahr. Denn: es kann nur besser werden.

ALLE GESUND

Was ist da los möchte man meinen. Und ja, tatsächlich. Wir sind hier alle nach wie vor echt gesund. Ich glaube in der Wintersaison 2017 hat es das Kindlein bisher einmal so richtig erwischt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das viiiiiiiel weniger. Wir halten uns wacker.. sogar der Ehemann, der es sonst auch ziemlich heftig mit Lunge und Co. zu tun hat. Mich erwischt es ja eher seltener, aber wenn, dann richtig. Dafür hatte ich mit anderen körperlichen Wehwechen zu kämpfen – dazu aber später mehr.

Das sind übrigens Bibi und Tina auf ihren Pferden.

Das sind alles meine Freunde

Das Kindlein hat ja so eine Art imaginäre Ansammlung von Freunden. Es ist jetzt nicht so, dass sie den ganzen Tag mit ihnen spielt oder spricht. Sie erwähnt sie hin und wieder. Jedenfalls wird die Anzahl allmählich mehr. Zeit, mal alle aufzuführen. Man kann dazu sagen, dass sie sich bei den Charakteren an Dingen orientiert, die sie kennt. So wohnen einige von ihnen an Orten, an denen auch reale Freunde wohnen. Es ist irgendwie ganz zauberhaft. Sorgen mache ich mir keine. Eben weil sie sie nicht so häufig erwähnt. Um folgende Personen handelt es sich:

Carrence
Apple Jack
Felice
Melona
Igor

Carrence ist dabei die gefühlte Nummer 1. Er (ja, eine männliche Person) wurde als erster benannt und kommt in all ihren Erzählungen auch am häufigsten vor. Ich glaube Felice und Apple Jack (natürlich bei my little Pony abgeschaut) sind momentan gleichauf. Melona stiess zusammen mit Igor als letztes hinzu.

Mit der besten Kitafreundin unterwegs.

QUASSELMAUS

Kindlein: „Darf ich Fernsehen gucken?“
Mama: „Lass uns doch lieber etwas basteln!“
Kindlein: “ Au ja, lass uns einen Fernseher basteln damit wir Fernsehen gucken können.“

Beim Anschnallen im Auto drückt sie dem Papa von allein einen Knutschi auf.
Papa: „Warum bist du denn heute so gut drauf?“
Kindlein: „Weil ich so aufgeregt bin!“
Papa: „Warum das denn?“
Kindlein: „Weil ich die Musikschule so maaaaag!“

Papa: „Du darfst noch Fernsehen gucken!“
Kindlein: „Yeah yeah! Ihr seid die besten Eltern der Welt!“

Nach einem Streit:
„Du bist drobsdem noch der beste Papa!“
Ich liebe es einfach wie sie stur dieses Wort so niedlich ausspricht!

„Der Muffin schmeckt wie ein Stern in der Badewanne!“

Beim Spielen etwas aggro:
„Versteck Dich jetzt oder ich werf‘ Dich in den Müll.“

Ist mit Papa auf dem Dorf unterwegs, umringt von fremden Leuten. Sagt darauf hin zu Papa:
„Es gibt ein riesiges Problem. Apple Jack, Felice, Igor, Carrence und Melona sind ja Geister. Nicht, dass sich hier alle erschrecken, wenn die kommen!“

Es geschehen noch Zeichen und Wunder:
„Duplo spielen macht mehr Spaß als Fersehgucken!“

Und wie schon so oft in den letzten Wochen macht ihr das Thema „Tod“ sehr zu schaffen.
„Wenn ihr sterbt, wer sind dann meine Eltern?“

„Ich will nicht, dass ihr mal sterbt!“

„Wenn ich mal sterbe, kann ich gar kein Fernsehen mehr gucken!“

„Wenn ihr gestorben seid, gucke ich dann die ganze Zeit eure Bilder an.“

November 2017 – Rückblick

Nun haben wir schon Ende Dezember und Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür. Das ist so verrückt.. 2017 war echt nicht mein/unser Jahr und irgendwie freue ich mich auch, dass dieses Jahr sich nun endlich dem Ende neigt. „Ende“ ist auch ein echtes Stichwort… Das Kindlein beschäftigte sich im November ganz viel mit dem Thema „Tod“… einfach so, von einem Tag auf den anderen. Ansonsten war der November aber ein recht entspannter Monat, auch wenn das Kindlein den ein oder anderen Tag eher ungemütlich war. Sie ist hin und wieder eine richtig kleine Motzkönigin, wobei hin und wieder manchmal untertrieben ist. Aber nun ab mit dem November.

DER TOD UND SO

Das Kindlein beschäftigt sich plötzlich mit dem Tod. Es kam relativ plötzlich… ich habe im Nachhinein noch versucht einen bestimmten Moment auszumachen, der eine Art Auslöser war. Kann mich aber an nichts erinnern. Es passierte einfach. In erster Linie macht sie sich Gedanken um die Endlichkeit, spürt, dass Menschen älter werden… auch dass sie selbst älter wird. Und sie weiß, dass es ganz junge und ganz alte Menschen gibt. Neulich sagte sie Folgendes zu mir:

Kindlein: „Mama, sterben alle Leute irgendwann?“
Mama: „Ja, irgendwann ja. Man kann nicht ewig leben.“
Kindlein: „Dann stirbt meine Uroma bald. Sie ist nämlich schon richtig alt.“

Da hatte ich natürlich erst einmal einen ganz dicken Kloß im Hals. Ja, ihre Uroma ist wirklich schon alt. Und sie kann auch nicht mehr so richtig gut laufen. Aber das Gespräch ging dann noch weiter. Das Kindlein wollte ziemlich wissbegierig wissen, ob denn ihre Uroma noch arbeitet. Papa erklärte ihr darauf hin den Begriff „Rentner“, was schon ziemlich niedlich war. Jedenfalls rissen die Gedanken um das Thema Vergehen, Sterben und Tod nicht ab. Ich hätte in wenigen Wochen ein kleines Heftchen mit all den sprüchen füllen können. Wir sind gespannt, wie das Kindlein weiterhin damit umgeht.

„Ich sterbe noch nicht, ich bin ja noch viel zu jung. Aber meine Uroma, die wird nicht mehr lange leben.“

BRRRR…. SO KALT

Was war der November kalt? Jaaaa… so richtig kalt kalt. Weihnachten sind fast 10 Grad in unserer Region angesagt, aber der November.. der hatte es echt in sich. Auch wenn meine Collagen und Bilder mal wieder trügen. Die meiste Zeit tollte sie eben nicht in der Fleece-Jacke, sondern vielmehr schon im Schneeanzug die Gegend. Außerdem war es trist und grau – meistens. Der Dezember ist ja bisher auch nicht viel besser. So langsam merkt mein Körper auch das fehlende Tageslicht. Es wird Zeit für Sonne und Frühling. Oder?

LIEDER – KANN SIE

Unser Mäuschen hatte ja schon immer eine ziemlich.. hm… interessante Fantasie. Neben kleinen Geschichten, denkt sie sich mittlerweile auch Songtexte aus und komponiert in ihrem Köpfchen dazu eine kleine Melodie. Eine Melodie, die vermutlich weit von einer eigentlichen Melodie entfernt ist, aber wen interessiert das schon? Mich jedenfalls nicht *hehe*.. und so durfte ich mir neulich folgenden Song anhören (und auch gleich aufschreiben weil schön und so):

„Wir sind eine Familie,
tralallalaaa…
wir werden uns niemals trennen…
ihr seid die besten Eltern…
tralalalaaallaaaaa“

QUASSELSCHNUTE

Bekommt den Strampler der Puppe nicht zu:
„So, ich schmeiße die blöde Baby Born jetzt in den Mülleimer.“
Geht anschließend in die Küche und will sie tatsächlich wegschmeißen.

Wirft noch hinterher:
„Baby Born gehört nicht mehr zur Familie!“
Aha.

Wir spielen Arzt. Kindlein kuschelt lieber an Mamas Oberweite.
Mama: „Frau Ärztin, sie kuscheln ja nur an der Brust, was sind sie denn für eine Ärztin?“
Kindlein: „Ich bin eine Brustärztin, ich behandle Brüste.“

„Lieber guter Nikolaus, liefer mich nicht aus!“

„Gib die Gitarre her, weil ich bin hier die Bestimmerin!!!!“

Ist sehr sehr sehr sehr wütend:
„Ihr seid gar nicht die richtigen Eltern! Ihr habt euch nur so verkleidet.“

„Papi, man kann Pippi, strulllllln oder Pullern sagen.“
Synonyme kann sie.

„Mama, wenn man Profis Profis Profis Profis Profis Profis sagt… dann wird der Mund ganz trocken.“

Oktober 2017 – Rückblick

Der Oktober 2017 war kein schöner Monat. Dazu vielleicht irgendwann mal mehr. Mein Fünkchen Hoffnung in der Zeit: die Kreißsaal-Arbeit begann wieder. Und ich wurde nicht enttäuscht… ein neuer, deutlich kleinerer Saal wartete auf mich und trotz einjähriger Abwesenheit kam ich ganz schnell wieder rein und fühlte mich im Team sehr sehr wohl. Es machte unheimlich Spaß, die Frauen und Familien zu begleiten und ich bin dankbar für viele viele tolle Erfahrungen und Momente.

Auch beim Kindlein tut sich momentan ganz viel. Sie geht ziemlich ab was Zahlen und Buchstaben angeht… saugt alles auf wie so ein kleiner Spongebob. Und ich sitze etwas hilflos mit dem Mann daneben und weiß nicht so recht, wie ich sie bei dieser von ihr gewünschten Lernphase helfen kann. Ich durchstöbere schon fleißig das Netz nach entsprechenden Materialien.. so recht fündig werde ich aber nicht. Nun gut, jetzt aber erst mal der Oktober.

KINDLEIN UND DIE ZAHLEN UND BUCHSTABEN

Das Äffchen ist so ziemlich vernarrt in alles, was auch nur ansatzweise wie ein Buchstabe oder wie eine Zahl aussieht. Ihren Namen schreibt sie nun schon seit Wochen einwandfrei in Großbuchstaben, vertauscht hier auch keine Buchstaben mehr. Mittlerweile kann sie noch Mama, Papa und die Namen von zwei Freundinnen aus der Kita schreiben. Es kommen also immer mehr Wörter hinzu.. was auch ganz niedlich ist: sobald sie irgendwo einen Buchstaben sieht, den sie aktiv als Teil dieser bereits geschriebenen Wörter erkennt, zeigt sie drauf und sagt: „Guck mal, das kommt in meinem Namen vor!“ Sie erkennt also den Buchstaben als solchen und malt nicht nur was vor sich hin. Darf ich hinzufügen, dass ich stolz bin und so? Hehe.

Mit den Zahlen ist es ähnlich. Sie rechnet jetzt seit Wochen fröhlich vor sich hin. Man kann ihr kleine Rechenaufgaben stellen, die sie ziemlich easy löst. Sie zählt fröhlich vor sich hin… neuerdings in Zwillingsschritten. „Zwillinge, Drillinge, Vierlinge, Fünflinge…“ keine Ahnung, wo sie das schon wieder her hat. Abgesehen vom Rechnen an sich, fängt sie jetzt auch an, die Zahlen zu schreiben. Ach und sie erkennt diese an sich. Beispiel: wir machen einen Spaziergang mit der Omi und laufen an einem Haus vorbei. Am Pfeiler vom Zaun ist ein Schild mit der Hausnummer. Kindlein: „Das ist Haus Nummer 5.“ Stimmte.

LATERNE LATERNE

Der diesjährige Laternenumzug in der Kita stand an. Und Papa war nicht da. Der weilte auf Messe weit weit weg von uns. Immerhin Oma unterstützte das Kindlein und mich. Wir haben uns den Bauch ziemlich krass mit Kürbissuppe voll geschlagen. Kindlein hat davon natürlich – wie soll es anders sein – nichts gegessen. Hat sich statt dessen eine Scheibe Brot geschnappt und zweimal dran geknabbert. Das war’s. Ansonsten war ich dieses Mal bezüglich Laterne und so weitaus besser vorbereitet. Letztes Jahr habe ich ja den Fail des Jahrhunderts gelandet: Ich habe dem Kind einfach so ein Set aus Leuchtstab und Anna und Elsa Laterne zum Aufklappen gekauft. Wollte Zeit und Nerven sparen. Nun nieselte es letztes Jahr zum Umzug. Ich glaube ungefähr drei Tropfen hat diese Laterne überlebt.. und fiel dann wie so ein Zellstofftaschentuch in sich zusammen. Kindlein flennte und lief anschließend nur noch mit dem Stab durch die Gegend. Nur einen Tag später bastelten wir also letztes Jahr die Laterne für 2017. Stabil. Die würde einen Schneesturm überleben. Ich pimpte das Teil noch am Tag des Umzuges und schnitt ziemlich komplizierte Blattschablonen aus. Das Kindlein war jedenfalls ziemlich happy. So muss das.

LIEBLINGSMENSCH KINDLEIN

Mein liebes Kindlein
Geduld ist momentan nicht Deine Stärke
Du gehst sehr schnell und vor allem sehr gerne an die Decke
und sagst auf jegliche Kritik nur noch:
„Ist mir doch egal“
verschränkst dabei ganz niedlich die Arme 
und guckst zur Seite
du kleiner Stinkstiefel
bist momentan selten zufrieden zu stellen
und antwortest entsprechend mit deinen Lieblingssätzen
„Das ist langweilig“ oder wahlweise
„Das ist doch dumm und doof“
nur um eine Sekunde später der größte Mauseschatz zu sein
der gerne malt, bastelt und singt
Bücher nicht so toll, den Fernseher umso toller findet *augenroll*
sich nach wie vor Geschichten ausdenkt
und in kleine Zauberwelten mit Spielzeugen versinkt
keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita macht
und noch beim Einschlafen „Ich bin nicht müde“ sagt
Du bist und bleibst die Liebe unseres Lebens

QUATSCHERZÄHLERIN

Das Kindlein ist momentan etwas cholerisch. Jaaa… Geduld ist nicht ihre Stärke. Entsprechend ist diesen Monat auch die Ausbeute an sprachlichen Highlights. Ähm. Tja. Oftmals ohne Worte. Hat sie natürlich alles nicht von uns. Natürlich nicht! Hust. Aber sie kann auch ganz zauberhaft sein, siehe Zitate. Herzmädchen.

„Ihr seid die tollsten Eltern! Bis in den Weltraum!“

Sieht ein Bild von Paris:
„Guck mal, der Eichelturm. Der Ist im Paradis!“

Zur Oma:
„Du bist ne‘ alte Sterbeoma.“
Nun ja… ähm…

Spielt mit ihren Puppen.
„Das ist so doof. Dieses scheiß dumme Mädchen!“

„Verdammte Hühnerkacke!“

Guckt Abends im Bett den Sandmann, das Internet ist langsam und der Film stoppt.
„Dieses scheiß Internet! Warum geht das nicht?“

Sieht wie Papa seine guten Schuhe, passend zum Anzug, einpackt.
„Was sind denn das für nutzlose Schuhe?“

Kindlein: „Ich habe Hunger!“
Mama: „Was möchtest du denn essen?“
Kindlein: „Gehst du mal zum Kühlschrank und bietest mir was an?“

Papa schlägt dem Kindlein vor, baden zu gehen.
Papa: „Dann schnuppert die Mama an Dir und sagt: Oh, wer riecht denn hier so frisch?“
Kindlein: „Nein, ich will nicht baden. Dann schnuppert die Mama an mir und sagt: Oh, wer riecht denn hier nach Käse? Ich mag Käse!“

September 2017 – Rückblick

Der September war 2017 wie eine Hassliebe… warum?… dazu vielleicht später irgendwann mal mehr. Grundsätzlich war er aber ganz schön, nicht zuletzt weil wir mit der ganzen Familie in den Urlaub fuhren und immerhin ein paar Tage entspannen konnten. Ich hatte zudem 4!!! Wochen Urlaub… die ich auch dazu nutzte, so viel Zeit mit dem Kindlein wie möglich zu verbringen. Großes Mädchen! Immerhin steht ja bald das Examen zur Hebamme an und die kommenden Monate werden vor allem eines: anstrengend. Und nun gar nicht viel weiter reden.. September 2017!

URLAUB – HUCH, SCHON WIEDER MALLORCA

Der Plan für 2017 war ganz klar: Sardinien! Wooop wooop… doch der Plan blieb ein Plan, denn: wir hatten keine Lust auf Touribunker und wollten lieber wieder etwas individuelles. Verwöhnt durch die Möglichkeiten auf Mallorca, begann ich mit der Suche nach einem Haus und wurde.. hm.. schnell enttäuscht. Es gab nicht wirklich viele Angebote, die Flugverbindungen waren auch nicht so der Hit und auch sonst verlor ich immer mehr die Lust auf den geplanten Trip. Zum Spaß schaute ich auf der Webseite, auf der wir schon unsere erste Finca buchten… und was soll ich sagen? Es gab soooo tolle Häuser, so bezaubernde Anlagen… Zum Spaß sagten wir noch: „Ihr werdet schon sehen, wenn wir nix finden, dann fahren wir wieder nach Malle.“ Kollektives Augenrollen. Irgendwann wurden unsere Pläne konkreter, die Flüge günstiger.. es passte einfach alles. Und so haben wir es dann einfach gemacht… und nahmen uns vor den Rest der Insel zu erkunden. Und das haben wir auch gemacht. Das Verbloggen der – zum Teil sehr sehr abenteuerlichen – Ausflüge steht dann für die nächsten Wochen und Monate auf dem Programm.

URALUB – VIEL UNTERWEGS

Wie oben beschrieben, hatte ich vier Wochen am Stück Urlaub. Ein Hauch von Erholung. Und da das kommende Jahr besonders anstrengend wird, habe ich die Zeit mit der Minnimaus ganz intensiv verbracht. Klar, wir waren zusammen mit der Family eine Woche so richtig richtig im Urlaub. Aber auch sonst habe ich mir das Kindlein oft geschnappt und wir sind dann hier oder da hin gedüst. Oft nur wir zwei. So waren wir zum Beispiel in einer größeren Stadt und hatten einen sonst völlig überfüllten Spielplatz nur für uns. Enten haben wir da auch gefüttert (nein, nicht mit Brot) und haben noch zwei tolle neue Spielplätze entdeckt, die wir gar nicht kannten.

Außerdem wurde es Ende September Zeit für Kastanien. Die Dinger liegen mittlerweile total verstreut in unserem Garten und der Rasenmäher freut sich schon auf nächstes Jahr – nicht. Meine Bemühungen, die braunen Kugeln einzusammeln, endeten mit erneutem Verstreuen im Gras. Hab es aufgegeben. Ach und auf einem Mittelalterfest waren wir auch noch. War kalt und grau, regnete aber immerhin nicht. Kindlein und eine Freundin hatten entsprechend viel Spaß, wurden geschminkt, haben fleißig getanzt und genascht und fielen am Ende des Tages müde in ihre Betten. So muss das.

U8 PLUS IMPFUNG / Entwicklungsgespräch

Nach unserem Urlaub stand die U8 auf dem Plan… was soll ich sagen? In meinem zukünftigen Berufsstand der Hebamme werden diese U-Untersuchungen ja zum Teil heiß diskutiert. Ob zu Recht oder Unrecht, da will ich gar nicht urteilen. Ich bin jedenfalls ganz froh über diese Untersuchung, was vor allem daran liegt, dass ich grundsätzlich die Kinderärztin mal wieder sprechen kann. Wir sehen sie nämlich sonst kaum, da das Kindlein zumindest die letzten Monate (abgesehen vom Sturz) recht gesund war.

Man schaut sich auch mal wieder den Impfstatus an… das nächste Fass, was ich hier jetzt definitiv nicht öffnen mag. Ich habe schon einmal lang und breit über unsere Einstellung zum Thema Impfen gebloggt.. und diese Einstellung hat sich auch nicht geändert. Wir sind vorsichtig, warten lieber länger, impfen aber. Dieses Mal haben wir uns für die Meningokokken C Impfung entschieden. Das Kindlein hat diese wunderbar vertragen und zeigte keinerlei Nebenwirkungen. Wieder etwas auf der Checkliste abgehakt.

Und sonst so? Jaaa… also sonst war quasi nix zu beanstanden bei der U8. Das Kindlein meisterte alle an sie gestellten Anforderungen… Das wurde uns beim jährlichen Entwicklungsgespräch in der Kita ebenfalls so vor Augen geführt. Der Erzieherin war es sichtlich unangenehm uns zu erzählen, dass sie in vielen Dingen ihrem Alter weit voraus ist. „Ja also beim malen… also da zeichnet sie schon sehr genau.. und da ist sie schon.. ähm… am weitesten.“ Naja.. ist mir eigentlich schnuppe wie weit sie da ist. Ich denke vor allem an die Einschulung 2019 und daran, dass das Kindlein da erst knapp 6 Jahre sein wird. Immerhin wurden meine Sorgen durch die vielen positiven Entwicklungsschritte so ziemlich weg gepustet :).

UND SONST? FAKTEN!

Kindlein pfeift
Jaaaa, unser Mädchen kann tatsächlich pfeifen. Zu Beginn noch etwas zögerlich, dann immer mehr. Sie versuchte es selbst ganz spontan. Und dann plötzlich.. klappte es einfach. Mama ist natürlich mächtig stolz. Das hat auch einen guten Grund: ich selbst kann bis heute ausschließlich nach innen pfeifen, und das auch nicht besonders gut. Nach außen pfeifen – bekomme ich nicht hin. Und nun kann mein Mädchen schon pfeifen. Verrückte Sache.

Kindlein schnaubt
Ist das zu fassen? Mit etwas mehr als vier Jahren kann das Kindlein endlich endlich schnauben. Ja, es ist noch zögerlich und sicherlich nicht mit 100% voller Power. Aber sie holt ganz doll Luft, hält diese inne und drückt alles fleißig durch die Nase nach draußen. Das ist für uns echt ein Meilenstein. All die Infekte, in denen ihre Nase leicht verstopft war.. was stand ich stundenlang mit ihr in der Duschkabine… der Wasserdampf löste immer ganz gut den Schnodder. Und nun ist das Thema endlich durch. Wir freuen uns.

Kindlein wächst
Und wie sie wächst! Wir messen hier jetzt einen Meter und sechs Zentimeter: 106cm!!! Die Füße wachsen auch ganz fleißig nach vorn – allerdings auch nur nach vorn. Sie hat sehr schmale Füße, da ist nichts mit Breite. Das aktuelle Gewicht weiß ich gar nicht, allerdings isst sie in letzter Zeit deutlich mehr. Die Auswahl hat sich nicht verändert, dafür allerdings die Portionsgrößen. Hebe ich das Kindlein hoch, so spürt man deutlich, dass da nun etwas mehr Gewicht ist. Wird Zeit, mal wieder die Waage raus zu holen.

QUASSELMAUS

„Das hat relativ doll weh getan!“

„Warum wissen Eltern immer, dass es schon hell ist?“

„Tante J., weißt du, ich hab Dir noch gar nicht gesagt, dass ich Dich lieb hab‘!“

„Meine Kacka-Wurst hat sich angehört wie ein Fleischklops.“
Humor hat sie.

„Papa, darf ich auch mal alleine in einem Bett schlafen, ohne Euch?“
(Anm. d. Red.: ist nie passiert, hehe)

„Manno, das geht nicht! Dieses Scheiß-Ding!“
Geduld kann sie!

„Mama und Papa, ihr beide seid schon verliebt. Und ihr seid in mich verliebt.“

Papa: „Sollen wir aufstehen?“
Kindlein schüttelt mit dem Kopf: „Es ist so schön im Bett!“

„Ich mache eine Pier-Jurette.“
Es ist so niedlich, wie sie das ausspricht.

August 2017 – Rückblick

AUGUST 2017 – RÜCKBLICK

Der August war… ich weiß nicht so recht. Mir fehlen die Worte. Es ist sehr viel passiert. Nicht alles kann und will ich hier offen legen. Irgendwann vielleicht? Ich weiß es nicht. Ein Ereignis bekommt ganz bald einen eigenen Blogpost: der Unfall des Kindleins. Vollnarkose und so. Ja genau. Die andere Sache versuche ich gerade erfolgreich zu verarbeiten – oder auch zu verdrängen? Ich wiederhole mich: ich weiß es nicht. Aber nun kommen wir mal zum August. Ein Monat den ich – abgesehen von dem was ich da so andeute – sehr gern hatte. Ich war noch im Externat und es gefiel mir immer besser. Außerdem stand der Urlaub schon mit einem Bein in der Tür.  Im September stehen vier Wochen Urlaub auf dem Programm. Flüge gebucht, Haus gebucht, Mietwagen auch am Start. Vorfreude und so. Und nun ab damit:

NEUE NACHBARN BRAUCHT DAS KINDLEIN

Ich glaube ich hatte noch zu keiner Zeit erwähnt das wir neue Nachbarn bekommen. Ja richtig – das noch unbebaute Grundstück neben uns wird endlich ein Haus bekommen. Das wirklich Schöne: die Bauherrin kenne ich noch von der Schule, den Bauherren eigentlich auch. Und das Wunderschöne: Ihre Tochter ist nur ein halbes Jahr jünger als unsere. Und nun das wahrlich Zauberhafte: die Kinder verstehen sich ausgesprochen gut. Sie bezeichnen sich mittlerweile selbst als Zwillinge. Gut, sie sind beide blond. Das war es aber rein optisch auch schon. Demnächst teilen sie sich eine Straße, das gibt einen Punkt mehr auf der Zwillings-Skala – oder? Wie dem auch sei… ich fotografiere brav den Baufortschritt und habe unendlich viele Bilder von den Kindern zusammen, da die künftigen Nachbarn oft auf ihrem Grundstück werkeln. Gut für uns: das Kindlein ist beschäftigt. Allein spielen ist schon hin und wieder drin. Dennoch ist es noch mal etwas anderes, wenn ein anderes Kind dabei ist. Eltern wissen was ich meine. Hoffentlich (!!!!). Jedenfalls stehen uns aufregende Monate bevor, nächstes Jahr wird Einzug sein. Wir sind gespannt und das Kindlein ist mega happy mit ihrer neuen ganz festen Freundin.

BRITZER GARTEN

Anfang August haben wir in der Hauptstadt den Britzer Garten besucht. Ich meine mich zu erinnern, dass die Sonne schien. Die Bilder bestätigen das. Ich weiß aber auch noch, wie verdammt stürmisch es war. Stand man in der falschen Wundschneise, konnte man sich schon mal ne‘ Winterjacke drüber werfen. Das Kindlein schlief jedenfalls irgendwann nach der zweiten Runde Eis und Waffeln erschöpft im Buggy ein. Zuvor hatten wir noch Spaß auf dem Wasserspielplatz und einen kleingroßen Eklat, da das Babybrüderchen unseres Spielbegleiters es wagte ihr soeben eigenhändig verstautes Sandspielzeug wieder auszuräumen. Oje. Und das auch noch müde. E-s-k-a-l-a-t-i-o-n. Viele Tränen auf der zuckersüßen Wange und 10 Minuten später entflog mein Äffchen ins Traumland. Der Papa zog derweil mit seiner Firma von einer Straße in die andere. Die Frauen hatten also viel Zeit zum Vergnügen, besuchten das Chaos der Männer noch kurz und entflohen dann weiter in Richtung Grill. Den schmissen wir schon mal an und warteten anschließend auf die männlichen Grillmeister. Gelungener Tag, gelungener Abschluss eines aufregenden Tages.

UNFALL – MIT GANZ VIEL HERZRASEN

Der Vorgang bekommt einen eigenen Blogpost. Daher nur kurz. Unfall in der Kita. Beim Abholen durch den Papa. Mama in einer anderen Stadt. Handy im Auto, Mama am Eisstand, plaudernd. Erstarrt zu Eis – welch Ironie – beim Blick auf das Handy. Notaufnahme, Ärzte, Blut, Gedanken an Narben, sichtbare Narben. Naht. Entschluss zur OP. Unter, ja.. unter Vollnarkose. Blick auf das Foto vom Papa. Tausend Gedanken, aufsteigende Tränen, Bleifuß. Rennen rennen rennen. Tür auf, Kind in die Arme. Warten auf die OP. Herzrasen. Abgabe im OP. Tür zu. Mama weinend in Papas Armen. Snackautomat mit viel Schoki. Essen, Trinken, weinen. Reden mit der Kinderchirurgin. Narben bleiben. Kindlein wohlauf. Tür auf. Gehen wird zum schnellen Laufen. Am Bett. Ganz viele Gedanken im Kopf und doch nur Leere. Hand halten vom Kindlein. Monitore, Piepsen, Atmung, schlafendes Mädchen. Völlig von der Narkose abgeschossener liebevoller Kerl neben ihr. Erst mal setzen. Starren, warten, kuscheln und vor allem: realisieren. Langsames Erwachen. Quengeln. Tränen auf allen Seiten. Warten. Warten. Lieben. Zurück auf die Station. Schlaflose Nacht. Kopfkino. Kindlein im Arm, so fest im Arm. Nächster Morgen. Papa endlich zurück, vereint. Nur noch raus raus raus. Entlassung. Und doch ist nichts mehr so wie es war. Narben erinnern. Angst, immer diese Angst. Aber so viel Demut vor anderen Schicksalen. Und nun: nur noch bergauf.

ETWAS SONNE – ERLEBTES

Im Waldbad und am See

Im August gab es hin und wieder etwas Sonne. Hin und wieder trifft es glaube ich auch ganz gut. Und jetzt wieder: Wetter ganz weit weg aus meinen Gedanken schieben. Jedenfalls schafften wir es an kleinen, vereinzelten Tagen mal in Richtung Wasser. Einmal ins Waldbad. Das ist aber immer so kalt, dass das Kind danach wie auf Knopfdruck krank wird. Ich glaube dieses Mal hatten wir fleißig Husten und Schnupfen. Ich schaffe es kaum mit der Hacke in das Wasser, da planscht mein Kind schon quer durch die Anlage. Oma ist ebenfalls deutlich härter im Nehmen und hüpft hinterher, während ich versuche mich von spritzenden Kindern fern zu halten und mich Zentimeter für Zentimeter Richtung Bauchnabel vor kämpfe. Da ist dann meistens eh Schluss. Da könnte ja auch die Kamera nass werden. Also bleibe ich stehen, beobachte das rege Treiben, mache ein paar Bilder und winke dem Mädchen. So muss das. So ist das gut.

Am See sieht es schon anders aus. Da geht es ganz ganz langsam ins Tiefe. Das Wasser ist seicht und auch deutlich wärmer. Hier habe ich andere Aufgaben. Aufgrund des Sandes darf ich Burgen bauen und buddeln. Ist ja auch nicht schlecht. Macht auch Spaß. Dennoch: 2017 war bisher das Jahr mit den wenigsten Seebesuchen ever. Seitdem das Kind auf der Welt ist versteht sich. Davor habe ich heiße Tage glaube ich auch favorisiert zu Hause auf der Couch verbracht. Mit kaltem Eistee und der Fernbedienung in der Hand. Was waren das Zeiten. Andere, keine schlechteren. Nun rennt man mit anderen Mamas durch den Sand und versucht den Wasserkanonen gekonnt auszuweichen. Ich vermisse den See und alles, was mit ihm einhergeht. 2018 wird hoffentlich wieder mehr zu unserem See- und Wasserjahr.

Auf dem Barfußpfad

Wir haben hier in der Nähe einen tollen Barfußpark. Ich glaube in den letzten Wochen haben wir ihn um die 3x besucht. Es macht auch wirklich viel Spaß… Ende August habe ich den Papa mit Kindlein und deren bester Kitafreundin samt Anhang dorthin verfrachtet. Ich versuche mich zu erinnern, weshalb ich nicht dabei war. Aber mein Kopf mag das nicht rekonstruieren. Lernen schließe ich aus. Vielleicht musste ich arbeiten? Keine Ahnung… ist ja auch egal. Der Papa hatte die Kamera dabei. 90% verschwommen, aber mit Liebe gemacht, denke ich. Und so konnte ich anhand der Bilder doch irgendwie dabei sein, so ein bisschen. Die Kinder hatten definitiv Spaß und matschten mit ihren süßen Füßen über und durch allerlei Zeug. An dieser Stelle muss ich wieder aufpassen, dass ich nicht abdrifte in eine Lobeshymne auf die süßen kleinen großen Füßchen vom Kindlein. Trotz Stinkesocken sind es immer noch die besten und niedlichsten Füße der Welt, an denen ich sie so gern kitzle. Hach. Ist es nicht schön?

Auf Geburtstagen

Ach ja, auf Geburtstagen waren wir auch noch. Da gibt es eigentlich auch nicht so viel zu berichten. Außer: Kuchen, Sonne, Kinder, Spaß. Gerne wieder, bald. So, es ist schon spät. Bilder bearbeite ich morgen und dann geht auch dieser Blogpost endlich raus.

Uroma wurde 90

Am Tag unserer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde Kindleins Uroma 90. Und die Familie war ziemlich weit angereist. Tja.. da stehst du dann vor der Entscheidung: mitgehen, ja oder nein? Und das einen Tag nach der OP – die ja erst sehr spät Abends war. Die Verwandtschaft wusste noch nicht mal Bescheid. Ich brachte es nicht übers Herz meine Oma nicht zu sehen und fuhr mit dem Kindlein hin. Papa folgte von Arbeit mit einem zweiten Auto. So hatten wir stets die Option: sofort gehen. Und die wurde auch nach einer Stunde genutzt. Das Kindlein war nicht gut drauf – verständlicherweise. Die Narkose und die unruhige Nacht hingen ihr noch nach (nach mir hat ja eh keiner gefragt). Papa machte sich also auf den Weg und wir blieben noch. Mir war nicht wohl dabei. Aber ich war zerrissen. Meiner Omi geht es schon lang nicht mehr so gut und man weiß nie wo und wann der Weg endet. „Froh sein“ ist gar kein Ausdruck wenn ich über mein Gefühl spreche, welches ich beim erneuten In den Arm nehmen des Kindleins hatte. Wieder zu hause, alles geschafft. Endlich.

QUASSELTANTCHEN – BEST of AUGUST 2017

Die Sache mit der Möhre:

„Ich hab Opa R. gaaaaanz lieb. Noch lieber als wenn eine Möhre in der Pfanne gewendet wird!“

Mama: „Vielen Dank für Deine Geduld.“
Kindlein: „Gerne doch.“

Mädchen im Schwimmbad: „Willst Du meine Freundin sein?“
Kindlein. „Nö.“

Papa: „Aus welchen Farben mischt man grün?“
Kindlein: „Gelllllb und bllllllau.“

Auf dem Weg nach Bayern: „Hier stinkt’s so in Bayern.“

Und ehe ich es vergesse: sie malt Herzen und schneidet diese auch recht genau aus.

Juli 2017 – Rückblick

Wie immer, viel zu spät… der Rückblick für den Juli 2017. Dieses Mal kam ich auch kaum zum Vorschreiben und habe entsprechend nicht so wahnsinnig viele Daten und Fakten. Außerdem gab es zwei große Highlights, die ich definitiv extra verblogge. Das ist zum einen der vierte Geburtstag von unserem Mädchen und zum anderen unsere erste Urlaubsreise nach Italien. Im Juli begann mein Externat im Zuge der Hebammenausbildung und ermöglichte mir einen halbwegs normalen Tagesablauf. Kein Schichtdienst, was so herrlich war. Nun aber versuche ich einen kleinen Einblick in den Juli 2017 zu geben. Viel Spaß.

VIER JAHRE

Ich will hier eigentlich gar nicht so wahnsinnig viele Worte zum 4. Geburtstag verlieren… der Blogpost dazu steht schon fast komplett und wird durchaus umfangreich. Trotzdem will ich es im Rückblickpost für den Juli auch nicht komplett außer Acht lassen: das Mädchen ist verdammte vier Jahre alt geworden. Und was haben wir getan? Richtig! Wir haben kräftig gefeiert! An insgesamt drei Tagen haben wir fleißig Parties geschmissen und es uns gut gehen lassen. Das Kindlein wurde reich beschenkt und tat sich zwischenzeitlich ziemlich schwer mit all dem Trubel. Sie hat sich zwar etwas geändert seit der Geburt, aber eben nicht komplett. Mein zauberhaftes, großes, riesiges Mädchen. Ich kann es nicht anders sagen: wir lieben Dich einfach über alles. 4 Jahre.. unglaublich!

ITALIEN – WIR SIND DA!

Im Juli waren wir zu einer Hochzeit am schönen Gardasee geladen. Diese Einladung nutzten wir für einen verlängerten kleinen Miniurlaub. Es war nicht mein erstes Mal Italien, allerdings mein erstes Mal Gardasee. Ich habe eigentlich vor, diese Reise noch extra zu verbloggen, befürchte aber, dass mir wie immer die Zeit dafür fehlen wird. Daher hier fix ein paar Fakten und Erinnerungen: Zusammen mit einer befreundeten Familie reisten wir bereits Mittwoch an, Samstag war dann die Hochzeit. Unsere Unterkunft hatte einen riesigen Pool, was besonders die Kinder freute. Das Essen war toll, das Wetter war toll und auf eine sehr charmante Art und Weise war auch Italien ziemlich toll. Ich kannte das so gar nicht, wenngleich es auch sehr sehr voll und touristisch überlaufen war. Trotzdem war da jede Menge Charme. Die Hochzeit, die das Kindlein in der Kirche übrigens verschlief, war wunderschön und wir sind sehr dankbar, dass wir ein Teil dieser sein durften. Nach der Trauung ging es unter Jubelrufen durch die Stadt zur Location. Das war schon ziemlich magisch. Das Kindlein fand das alles auch ziemlich super und schlief irgendwann gegen 00.00 Uhr sehr erschöpft ein. Den Flug meisterte unser Mädchen wie immer ohne Probleme, während ich meinem Mann wieder halb die Hand zerquetschte und mir die Panik vermutlich auch ins Gesicht geschrieben war. 🙁

AUSFLUG – BARFUSSPARK & DER BAUMWIPFELPFAD

Der Juli bot ja – abgesehen von all den nassen Perioden – hin und wieder auch ganz schönes Wetter. Wenn auch nur ein Tag in diesem Wetterchaos schön war, so musste er echt genutzt werden. Also ab raus, Ausflug! Und so gingen wir als erstes Heidelbeeren pflücken, anschließend auf den Barfußpark und danach an den sich anschließenden Baumwipfelpfad. Das Beste: die Location ist quasi nur 10 Minuten von unserem Wohnort weg. Das Kindlein jedenfalls hatte mächtig Spaß, nicht zuletzt weil sie stundenlang barfuß umher laufen konnte. Das war für uns Erwachsene schon erst einmal eine ziemliche Umstellung. Aber nach wenigen Metern hatte man sich ganz gut dran gewöhnt. Sehr ihr auf dem Bild, wie dürr das Kindlein ist/war? So richtig tut sich ja nichts am Gewicht, aber aktuell habe ich schon das Gefühl, dass es nicht mehr ganz so schlimm ist (Verhältnis Größe zu Gewicht).

UND SONST SO?

Das Kind reimt den lieben langen Tag.. das kann man schon nicht mehr nur Phase nennen. Am Anfang waren es nur Wörter, die aufeinander folgten. Mittlerweile sind es sinnvolle Sätze, die da aus ihrem Mund huschen. Verrückte Sache! Einige schöne Beispiele:

„Mama, Pamma, Schlamma, Kamma!“

„Liebe, Schniebe, Kiebe, Riebe!“

„Maus, Haus, Schnaus, raus!“

Papa: „Vielen Dank Mausi.“
Kindlein: „Bitteschön Klausi.“

Ansonsten haben wir hier natürlich nach wie vor unser Quasselmädchen. Die extrem lustigen Sprüche werden allerdings auch eher weniger – nicht zuletzt, da das Kindlein einfach einwandfrei spricht. Das wird uns von vielen Seiten bestätigt. Das macht natürlich auch irgendwie stolz. Hach, du tolles Mädchen du!

Papa: „Mäuschen, mit dem Radiergummi bekommst Du nicht jeden Stift weg. Nur Bleistift.“
Kindlein: „Jeder macht doch mal einen Fehler!“

„Was wollte ich denn sagen? Jetzt sind mir die Ideen ausgefallen.“

„Das ist eine Urinie.“ (sie wollte Ruine sagen hehe)

Wir spielen mit Stickern:
Mama: „Schau mal, ist das ein schöner Schmetterling.“
Kindlein total abgebrüht: „Das ist doch eine Libelle Mama.“
Sie hatte Recht.

Kurz vorm McDonalds:
„Riechst du auch diesen tollen McDonalds Duft Mama?“

Im Rollenspiel:
Kindlein: „Komm, wir müssen zurück kehren!“
Mama: „Wohin?“
Kindlein: „In das Land der Liebe!“