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Kinderglück

14 Wochen Baby M. – 14 Wochen zu Viert!

Die letzte Woche war seltsam. Erstens: es war gefühlt die schnellste Woche in meinem ganzen Leben. Keine Ahnung warum, aber diese sieben Tage waren ein einziger Wimpernschlag. Schwups, war die Woche rum. Einfach war es nicht, denn…Zweitens: Baby M. begann wieder mit Schreien. Aber nur abends.. und auch nicht immer. Teilweise begann das Drama schon gegen 16 oder 17 Uhr. Für Mama war das natürlich wieder ein ziemlicher Drahtseilakt mit Großkind und so. Ansonsten ist Baby M. ziemlich oookay drauf, wenn man das so sagen kann. Kinderwagenrunden klappen aktuell nur mit Fön-App und Schnuller. Das Abholen vom Kindlein aus der Kita gestaltet sich mal teilweise echt schwierig.. ansonsten haben wir mal wieder schöne Bilder gezaubert. Hach, dieses Laub!

Kurz mal fürs Bild abgelegt von der bösen Mama 😉

Skills:

  • auf die Seite drehen klappt besser – vom Bauch auf den Rücken nach wie vor tadellos
  • du wurdest das erste Mal ein paar Meter von deiner großen Schwester durch die Gegend getragen
  • wir waren 2x je 30 Minuten mit dem Kinderwagen im Wald unterwegs und du warst dabei wach!
  • Du hast das erste Mal abgepumpte Muttermilch getrunken. Freu!

Das magst du:

  • wenn man mit dir vor dem Spiegel Quatsch macht
  • du magst es sehr gern vor dem warmen Kamin nackig massiert zu werden
  • die bunten Bäume im Wald anschauen
  • Kinderwagenrunden werden eh immer besser.. zwar immer noch viel Gemotze, aber hey.. kein Einschreien mehr

Das Kindlein will Blätter für Baby M. regnen lassen. 

Das magst du nicht:

  • Abends zur Ruhe kommen ist aktuell mal mehr und mal weniger ein Problem
  • müde sein.. die alte Geschichte. Oft bist du nach 20 Minuten schon wieder so dermaßen unleidlich, dass Mama dir ins nächste Traumland hilft

Ansonsten gibt es aktuell nicht so viel von Baby M. zu berichten. Sie übt fleißig das Greifen, ebenso das Drehen – egal in welche Richtung. Sie schläft, lacht, ist jeden Tag wenigstens eine Runde draußen und liebt es immer noch sehr, wenn die Schwester ihr etwas vor tanzt. Sie ernährt sich liebend gerne von Muttermilch! Und: ich habe das erste Mal abgepumpt! Jawohl! Ich war mit dem Kindlein beim Schwimmkurs und habe vorsichtshalber – denn – man – weiß – ja – nie lieber etwas abgepumpt. Und siehe da, der Schwimmkurs zog sich ewig hin und Baby M. bekam tatsächlich Hunger. UND: man mag es nicht glauben, aber sie hat die Flasche angenommen. Ein Umstand, der beim Kindlein niemals hätte eintreten können. Und dann nimmt das Baby die Flasche. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Dem Frisörbesuch nächstes Wochenende steht nix mehr im Weg. Hach!

Neun Wochen Baby M. – Neun Wochen zu Viert!

Die letzte Woche war mal wieder eine Runde Berg und eine Runde Tal. Wir hatten einen wirklich guten Tag an dem ich echt Bäume hätte ausreißen können. 4 Stunden Schlaf am Stück in der Nacht und den Tag darauf war das Kind zwar fast durchgehend wach, aber echt gut drauf. Kaum Geschrei, kein Einbrüllen. Ich jubelte drauf los: lass uns ins Möbelhaus und ins Shoppingcenter. Nun ja. Fragt nicht nach dem Tag danach. Überhaupt hat sich Baby M. nun seltsam eingependelt.. einen Tag ist sie 12 Stunden „wach“ (mit 4-5 Naps à 15-30 Minuten) und den Tag darauf verschläft sie quasi komplett. Und so geht das immer so weiter.

Die Mama immer mit den nervigen Küsschen.

Skills:

  • orale Phase hallo: du hast deine Faust aktiv zum Lutschen und Ansabbern entdeckt
  • wir knallen nun – nach vielen Tagen Abstinenz – die Windel endlich wieder fast täglich voll
  • das muss jetzt auch mal gesagt werden: du schaffst es ziemlich gut uns in den Wahnsinn zu treiben
  • Popelqueen – Luft holen ist manchmal echt schwer
  • deine Haare wachsen ziemlich schnell – bald kann ich Zöpfchen flechten
  • Kleidergröße 68! 62 wird hier nun aussortiert

Das magst Du:

  • tanzende Menschen vor Deiner Nase
  • Spielebogen erfolgreich eingeweiht
  • von Mama in den Schlaf gewippt werden
  • wenn jemand mit einem Spucktuch vor deinem Gesicht wedelt

Kuscheln mit Mama

Das magst Du nicht:

  • Müde sein und Verdauungsbeschwerden – die alte Geschichte

Merke:

  • auf einen wachen folgt stets ein verschlafener Tag
  • auf einen guten folgt stets ein schlechter Tag
  • ein Spaziergang darf maximal 20 Minuten dauern, sonst hört das andere Ende der Stadt, dass du mal wieder versuchst mit dem Baby eine Runde zu drehen

Spielebogenliebe – wird langsam.

September 2018 – Rückblick Kindlein

SEPTEMBER 2018 – KINDLEIN – 5 JAHRE UND 2 MONATE

Ach ja.. wir haben die letzten Sommertage so gut es ging versucht zu genießen. Das ist mit Schreibaby M. nicht so einfach und geht auch am Kindlein nicht spurlos vorbei. Unser Mädchen ist nämlich auch hin und wieder genervt vom Gebrüll der kleinen Schwester. Kann man ihr nicht verübeln. Wenn nix mehr geht, darf sie mit Kopfhörern Fernsehen schauen. Was willste‘ auch sonst machen? Ansonsten war das Kindlein im September auf 2 Kindergeburtstagen, mit der Kita viel wandern und mit Opa im Wald Rehe durch’s Fernglas beobachten. Es ist momentan nicht soooo leicht ihr gerecht zu werden. Sie fordert nicht wirklich etwas ein, dennoch hat man durch Baby M. immer das Gefühl, dass sie zu kurz kommt. Was in ihren Augen vermutlich gar nicht der Fall ist – dennoch, schlechtes Gewissen bei den Eltern und so.

Das wohl letzte Mal nackig rum rennen

SCHULE UND SO

„Wenn ich neun bin, dann ist Baby M. vier Jahre alt!“

Tja, dann stehst du als Eltern erst mal da und schaust wie ein Auto in der Gegend herum. Ja, sie zählt. und ja, sie rechnet auch schon ein bisschen. Aber für Zusammenhänge solcher Art muss ja sogar ich mein Hirn anstrengen. Mathe war nie so mein Ding *hust* Mathe ist hier Papas Sache. Genauso wie die Küche. Aber ich schweife ab. Das Kindlein zählt ja schon ewig, mittlerweile ist das Ganze in aktives Rechnen übergegangen. Vier plus Vier und Fünf minus Zwei? Hier alles kein Thema mehr. Überhaupt ist so langsam alles auf Schule eingestellt. Erst letzte Woche hat uns die Location zum Essen gehen nach der feierlichen Zeremonie kontaktiert und wollte eine Bestätigung für unsere Reservierung. Die Kita plant eifrig schon das Abschlussfest ihrer Gruppe. Und wenn Oma im November ihren Urlaub einreicht, dann müssen hier tatsächlich schon die Herbstferien 2019 bedacht werden. Es ist plötzlich alles sehr real. So nah. Wir schauen auch hin und wieder nach Schultüten und Schulranzen.. was es so gibt, was es kostet (hust, da wird einem ja schlecht) und was sie sich so wünscht. Nicht mehr lang und wir haben hier tatsächlich ein richtiges Schulkind. Das wird eine riesige Umstellung für alle.

Tschüssi warmer Sommer!

GESPROCHEN

„M wie Motorboot!“ Aha.

„Papa, gibt es einen echten Weihnachtsmann?“
Oh oh, fängt das jetzt schon an?

Kinder rennen mit Bastelscheren durch die Gegend.
Mama: „Kindlein, was wollt ihr mit den Scheren schneiden?“
Kindlein: „Mama, ich rede gerade mit R., da kannst du nicht einfach dazwischen quatschen!“
Ähm. Nun ja. 

Süßester Versprecher.
„Das sind Papas Ladebatschen!“

„Baby M, liebes Baby M. du bist ja so süß. Du machst uns so glücklich!“
Ist sie nicht toll?

Mama tobt sich in den Haaren aus – kuscheln und spielen mit Baby M. – schreiben üben

DEIN ERSTES TELEFONAT

Ach ja. Dieses Telefon. Bisher hat das Kindlein am Festnetztelefon mehr zugehört als selbst gesprochen. Wenn sie etwas bejahte, dann nickte sie.. und verstand nicht sofort, dass die Person am anderen Ende der Leitung dies ja gar nicht sieht. Nun ist sie ja im Juli fünf Jahre alt geworden.. und auch hier hat sich einiges getan. Neulich hat sie tatsächlich ihr allererstes Telefonat geführt. Papa und ich haben danach fast geheult vor Rührung. Ich habe Papas Nummer gewählt und ihr den Hörer gegeben, den sie an ihr Ohr hielt. Anschließend folgte die erste via Telefon geführte Unterhaltung mit dem Papa. Es war soooo sooooo süß. Sie beendete es mit den Worten:

„Ich überreiche Dich jetzt an Mama, Papa!“

Anschließend gab sie mir das Telefon, an dem mich der säuselnde Papa erwartete. Er war hin und weg von seiner Maus und freute sich wie ein Keks über diese kurze Unterhaltung. Ich sage Euch. Morgen macht sie den Führerschein und übermorgen zieht sie aus. Ich weiß schon ganz genau, weshalb wir noch ein drittes Kind möchten.

GEDICHT VOM DRACHEN

Neulich kam das Kindlein nach Hause und begann mit dem Aufsagen eines Gedichtes. Einfach so. Von gleich auf jetzt. Ich war etwas perplex.. erstens weil es so plötzlich kam.. und zweitens weil es so lang war. Viele Strophen..so gefühlt. Es ist natürlich nicht das erste Gedicht, welches das Kindlein kann. Aber eben das erste längere mit etlichen Reimen. Nachdem ich beinahe eine Träne verdrückt habe, musste sie sich von ihrer rührseligen Mutter mal wieder anhören, wie toll sie ist und wie stolz wir alle auf sie sind. Da das Gedicht so schön zum Herbst passt, anbei die Zeilen, welche nun beinahe alle Familienmitglieder mindestens einmal gehört haben.

Einen Drachen bau ich mir
aus vier Leisten und Papier.
Male ihm mit Tusche bunt
einen riesengroßen Mund.
Auch die Augen fehlen nicht
und die Nase im Gesicht.

Troddeln hat er, wunderschön,
wie zwei Ohren anzusehn.
Hinten hängt ein Schwänzchen dran,
dass er richtig steuern kann.
Und am Ende knüpf ich auch
eine Schnur an seinen Bauch.

Wenn das Wetter mir gefällt,
trag ich ihn hinaus aufs Feld.
Wo die ersten Hügel sind,
spürt mein Drachen schon den Wind.
Ganz allein im Blauen nur
schwebt mein Drachen an der Schnur.

Acht Wochen Baby M. – Acht Wochen zu Viert!

HALLELUJA

Es gab seit Wochen mal wieder einen Tag ohne Einschreien. Also geschrien hat Baby M. schon.. aber sie hat sich nicht mehr so schrill weg gebrüllt wie die Tage zuvor. Woran das jetzt lag.. es ist und bleibt ein reines Rätselraten. Waren es die Tropfen für den Bauch, die neuen regelmäßigen Massagen, doch der Osteopath oder vielleicht einfach nur Glück? Ein abgeklungener Schub oder ein besseres Abpassen der müden Phasen? Man sieht.. es kann im Grunde alles sein. Und genau so sehen wir unseren Alltag mittlerweile. Wir warten einfach ab und sehen was der Tag bringt. Nach wie vor zu Hause und so gut wie nie unterwegs. Damit mag ich noch ein bisschen warten. Denn direkt nach dem Tag der Ruhe gab es den schlimmsten Schreitag ihres bisherigen Daseins. Alles schlimm, alles wie immer. *gähn*

Skills:

  • Du hast das erste mal 5 Stunden am Stück geschlafen!
  • was mir die letzten Wochen aufgefallen ist: du schläfst beim Stillen nur noch ganz selten ein. Das war ganz zu Beginn anders. Jetzt ist die Federwiege oder eine Trage die beste Möglichkeit für Dich zur Ruhe zu kommen.
  • Du gibst jetzt ganz aktiv „Laut“… da ist schon mal ein „wahh“ oder ein „uäh“ dabei
  • du streckst ganz gezielt Deine Zunge heraus
  • du hast das erste Mal so lang gebrüllt, dass du dich davon übergeben musstest
  • Du drückst Dich mit den Füßchen vom Boden weg und schiebst dich so nach oben
  • Deine Haare sind ziemlich lang geworden
  • Spielzeuge sind hier langsam sinnvoll – werden angeschaut und genau verfolgt

Das magst Du:

  • Mamas neue Trage – beste Investition
  • wenn wir „oooohhhh“ oder „aaaaaahhh“ sagen – dann versuchst du es nachzumachen und grinst ganz verschmitzt
  • wenn Mama mit den Fingernägeln über den Stoff des Sessels kratzt – da hörst du ganz genau hin

Das magst Du nicht:

  • müde sein und nicht einschlafen können – ach ja…
  • in den Kinderwagen gelegt werden – erst einschuckeln lassen und dann abgelegt werden!

Und sonst so?

Motor Federwiege

Davon hatte ich noch gar nichts erzählt und muss es nun unbedingt nachholen. Von einer Freundin habe ich mir einen tag vor der Geburt von Baby M. noch eine Federwiege insgesamt Gestell ausgeliehen. Das Baby liebt das Ding heiß und innig und es war von Beginn an ein Garant fürs Einschlafen. Nur sobald man mit dem Wippen aufhörte… hörte auch Baby M. mit dem Schlafen auf. Das Ende der Geschichte: irgendwer saß immer daneben und wippte. Und wippte.. und wippte. Ewig. Was war also die Lösung? Wir schauten nach einem Motor für die Federwiege. Da uns Angebote aus Deutschland viel zu teuer waren, wurden wir im Ausland fündig. Dank verschiedener Blogbeiträge und guten Tipps rund um das Thema Motor und Federwiege konnten wir eine Woche nach der Bestellung das Teil sehr gut „installieren“… nun ja. Es mag etwas seltsam krass aussehen wie Baby M. darin schaukelt.. heftig und schnell irgendwie (auch wenn man die Intensität einstellen kann).. aber dieser Motor rettet mir die Tage und vor allem auch die Nächte. Das Baby liegt aber natürlich nicht nur darin. Hier findet ein lustiger Wechsel zwischen Wippe, Wiege, Arm, Kinderwagen und Trage statt. Vielleicht finde ich irgendwann mal die Muße euch den Motor genauer zu zeigen. Momentan kann ich mir das Babyleben ohne das Ding nicht mehr vorstellen. Aber auch hier gilt ja bekanntlich: kommt Zeit, kommt Rat!

Immer noch nur zu Hause

Tja, wir trauen uns nach wie vor nicht aus dem Haus. Also nicht so richtig. Ich als Mama brauche aber unbedingt Bewegung und auch frische Luft. Da Baby M. momentan ein großer Fan von kleinen Naps (so 20-30 Minuten) ist, nehme ich die Beine in die Hand und laufe mit dem Kinderwagen oder der Trage wie eine Verrückte durch die Gegend um so viel Weg wie möglich zu schaffen. Letzt Woche wollte ich etwas weiter – musste einen Brief einwerfen. Kurz nachdem ich mein Ziel erreicht hatte, eskalierte Baby M… das Ende der Geschichte war eine Stillrunde kniend im Wald, nach der Baby M. aber weiterhin brüllt und ich sie so nur im Fliegergriff und einhändig den Kinderwagen fahrend nach Hause bekam. Das nervt soooo… aber sie ist wach einfach nach wie vor kein glücklicher Mensch. Kannste‘ nix machen.

Jedenfalls vermeiden wir nach wie vor Geburtstage oder ähnliche Veranstaltungen. Meist schicke ich dann den Papa mit dem Kindlein hin.. ich beiße in den sauren Apfel und verweile mit Baby M. zu Hause. Ich kann nicht leugnen: es nervt. Aber die Alternative ist mitgehen.. und wie das endet weiß ich einfach. Schon zu Hause ist es ein Drahtseilakt dieses Kind halbwegs ohne größere Schreiorgien durch den Tag zu begleiten. Also friste ich weiterhin mein Dasein zu Hause… und ich weiß: es kommen auch wieder ganz andere Zeiten.

 

Sieben Wochen Baby M. – Sieben Wochen zu Viert

Ach ja. Sieben Wochen ist das zweite Mädchen, unser Baby M. nun schon alt. Noch etwas über eine Woche und wir machen die zwei Monate voll. Komisch. Die Zeit vergeht. Ich bin weder traurig noch glücklich über diesen Umstand. Ich bin gefühlt beides. Traurig darüber, dass wir diese ersten tollen Wochen nicht so recht genießen können. Unser Schreimädchen macht das beinahe unmöglich. Es gibt sehr sehr wenige Momente in denen sie einfach nur schaut und ruhig ist. Die kann ich über den Tag verteilt an einer Hand abzählen. Daher gibt es so etwas wie Glück in meinem Bauch wenn ich darüber nachdenke das sie wächst und älter wird. Denn: irgendwann wird der Spuk ein Ende haben.

Wohl das letzte Mal Kurzarm in diesem Jahr?!

Skills:

  • Du hast jetzt Deine eigenen Dankeskarten, die auch schon fleißig verschickt wurden! Yeah!
  • Du hast Dich erneut zwei Mal vom Bauch auf den Rücken gedreht/ fallen lassen. Ob das jetzt weiterhin nur Zufall ist? Hm…
  • Du hast Dir deinen ersten wirklich blutigen Kratzer auf der Nase verpasst
  • ich kann wohl bald die Größe 62 aussortieren… du wächst wie verrückt
  • ebenso bei den Windeln: wir nähern uns Größe 3 unaufhaltsam!
  • bisher hast Du keinen Haarausfall – ich hoffe, dass das auch so bleibt.

Papa hält Dich ganz fest

Das magst Du:

  • auf dem Stillkissen liegen und in der Welt umher schauen – zumindest für 3 Minuten!
  • Bäume anschauen
  • wenn Mama dein Bäuchlein mit Windsalbe massiert
  • auf deinem neuen Hochstuhl liegen (bzw. auf dem Aufsatz dafür) – hier kann man so schön schauen

Das magst Du nicht:

  • nackig bei Mama im Bonding liegen. Habe ich in meiner Verzweiflung während eines Schreianfalls versucht. Keine Chance.
  • Fingernägel schneiden findest Du echt so semi

Dieser süße Wirbel auf dem Kopf *hach*

Und sonst so?

Zweiter Termin beim Osteopath

Da war er nun. Der zweite Termin. Neues Spiel, neues Glück.. so heisst es doch immer. Baby M. hatte pünktlich zum Termin perfekt ausgeschlafen und so stieg unsere Hoffnung, dass alles gut wird. Erst mal: die Behandlung war mit der ersten nicht zu vergleichen. Es erfolgte endlich eine richtige Anamnese. Sofort fühlten wir uns diesbezüglich richtig aufgehoben. Und auch die Behandlung danach war mit Osteopath Nummer 1 nicht vergleichbar. Ziemlich lang wurde Baby M. unter den Händen von Herrn K. hin und her bewegt. Sie machte erstaunlich gut mit und schrie erst zum Ende hin so richtig laut auf. Laut seiner Aussage hat sie tatsächlich im hinteren rechten Halsbereich eine Blockade. Ob dem nun so ist/war, kann ich nicht sagen.

Der Tag nach der Behandlung war die Hölle. Baby M. schrie sich gleich wieder um Kopf und Kragen – und das schon vormittags. Und auch die Tage danach wurden nicht sooo viel besser. Ich habe bis heute nicht das Gefühl das es etwas gebracht hat. Wir haben noch einen zweiten Termin bei ihm.. aber ich frage mich wirklich ob es Sinn macht, diesen wahr zu nehmen. Ich bin ja eh eher Skeptikerin.. mittlerweile sitze ich es einfach weiter aus, massiere das Bäuchlein mit Windsalbe (vermutlich Werbung da Markennennung) und versuche das Schreien so gut es geht auszuhalten. Sie wird größer, wächst, wird schwerer und aufmerksamer. Irgendwann wird es sich von allein legen. Mir fehlt durch Schlafmangel und Kopfweh dank Schreiattacken auch einfach die Kraft weiter Ursachenforschung zu betreiben. *gähn*

Sechs Wochen Baby M. – Sechs Wochen zu Viert

Die Woche war seltsam… ein Auf und Ab. Mal wieder. Baby M. schrie wieder sehr viel. Und wir? Versuchten alles um dieses quengelnde Kind „abzustellen“.. das klingt seltsam. Aber mir ist es einfach unheimlich wichtig, dieses Geschrei los zu werden. In erster Linie weil sie durch das schrille Schreien einfach noch mehr Luft auf den eh schon so geplagten Bauch schluckt. Und ich mag ihr einfach helfen. Egal wie. Mein armes kleines Babymädchen. Es ist wirklich oft nicht leicht. Doch gerade vormittags wirkt sie mittlerweile hin und wieder recht entspannt. Schaut umher, betrachtet draußen die Bäume oder schaut der Schwester beim Tanzen zu. Hin und wieder traue ich mich sogar etwas Musik an zu machen.. auch wenn ich ständig in der Angst lebe, ihre Reizschwelle damit zu überfordern.

Skills:

  • Du hast dich gedreht! Das erste Mal vom Bauch auf den Rücken.. bist zwar mehr gefallen.. aber hey… Meilenstein!!!
  • ich meine das erste Glucksen/Brabbeln/wasauchimmer von Dir vernommen zu haben
  • du erfüllst mittlerweile alle Punkte um als Schreibaby eingestuft zu werden – ist das jetzt bei Skills richtig?

Das magst Du:

  • es bleibt dabei: Fön, Tragetuch, Brust, Federwiege
  • wenn Deine Schwester für Dich tanzt
  • Schnuller wird hier – Gott sei dank – immer beliebter!

Das magst Du nicht:

  • hm… die Welt? Dein Leben? Uns? Alles? Keine Ahnung. In den meisten Fällen entsteht deine Unruhe und das Schreien wohl durch deine Bauchprobleme und wenn du wirklich wirklich müde bist. Zumindest ist das unsere Theorie.
  • 3 Tage keine volle Windel. Dein armer armer Bauch.
  • Windelexplosion nach einem Tag ohne Muttermilchstuhl… da half nur die Dusche!

Und sonst so?

  • wir haben einen neuen Termin bei einem anderen Osteopathen gemacht, nachdem der erste Versuch (siehe Rückblicke) so ein Reinfall war.. zu verlieren haben wir nichts.
  • dein Hals ist so derart speckig, dass es in den Falten schon ganz rot ist, da zu wenig Luft ran kommt und es wirklich schwer ist diesen Bereich auf Dauer sauber zu halten
  • wir hatten letzte Woche aus Verzweiflung versucht dir etwas gegen die Verdauungsprobleme zu geben.. aus der Apotheke. Es wurde dadurch leider nur noch schlimmer, so dass wir damit ganz schnell wieder aufgehört haben.

Hüftsonografie

Ich hatte wirklich Panik vor dem Termin. Letztlich recht unbegründet. Babyschale an Babyschale reihte sich in der Praxis aneinander. Und da wussten wir sofort: das kann eine Weile dauern. Nun ist ja Warten nicht gerade die Stärke von Baby M. Und kaum hatten wir unsere Autoschale abgestellt, ging die Sirene auch direkt wieder an. Im Fliegergriff habe ich es dann wippend und „shhhh“ singend auf dem Flur ganz gut hinbekommen. Die Untersuchung selbst war dann zu Beginn auch wieder sehr sehr laut, da unser zweites Mädchen klar äußerte, dass ihr die Position missfiel. Der Schnuller rettete uns vor einer absoluten Eskalation. Und das Beste: die Ergebnisse sind alle super. Keine Kontrolle, kein breit Wickeln, keine Schiene. Mit dem Kindlein mussten wir damals vor 5 Jahren nach der ersten Untersuchung noch zwei Mal zur Kontrolle und wurden erst dann endgültig entlassen. Dieses Mal: Zack, fertig. Kleiner Lichtblick am Schreihimmel.

Tag und Nacht Rhythmus & die Nächte

Ich mag noch kurz berichten, wie die Nächte und der Rhythmus mit unserem sechs Wochen alten Mädchen so sind. Die Nächte sind vor allem eines: sehr stillreich. Alle ein bis zwei Stunden muss ich ran.. und die Milchbar öffnen. Immer öfter schafft sie die erste oder auch die zweite Runde schon drei Stunden am Stück. Das klappt nicht immer, aber hin und wieder dann doch. Und so drei Stunden am Stück schlafen ist schon ganz nett. Ansonsten hat sie tatsächlich einen richtigen Rhythmus. Vormittags ist sie – bis auf wenige Naps zwischendurch – sehr viel wach. Dann beginnt der verschlafene Nachmittag und Abends ist sie auch noch mal wach. Leider schläft sie besonders tagsüber aufgrund der Probleme mit dem Bauch oft sehr unruhig. Da ist die Federwiege sehr oft der Retter in der Not. Eine feste Zeit haben wir für Baby M. übrigens nicht. Mal geht sie 21 Uhr ins Bettchen, mal sind die Augen nach viel Geschrei erst 23 Uhr final zu.

 

August 2018 – Rückblick Kindlein

AUGUST 2018 – UNSER KINDLEIN

GROSSE SCHWESTER – HURRA!

Das Baby ist da. Das Kindlein wurde im August große Schwester. Nach langem Wunsch kam der Tag der Tage für unser großes Mädchen. Wir hatten sie vorab gut darauf vorbereitet – sobald sie neben der Oma wach werden würde, wäre das Geschwisterchen da. Und so war es auch. Gegen 2 Uhr nachts machten wir uns auf den Weg in die Klinik und die Oma nahm den Platz neben dem Kindlein. Um 4:28 Uhr war Baby M. ja dann auch schon da. Das Kindlein schlug morgens die Augen auf und freute sich sofort wie verrückt. Der Papa war kurz nach dem Aufstehen auch schon wieder da.. ging alles ziemlich fix. Kurz darauf stand das Kindlein mit dem Papa schon im Zimmer auf der Station und betrachtete die kleine Schwester. Das Grinsen war aus ihrem Gesicht gar nicht mehr weg zu bekommen. Liebevoll knutschte sie das kleine Bündel ab und streichelte das Köpfchen. Die erste Begegnung haben wir gefilmt… Herzmomente. Für immer.

Die kleine Schwester ausführen. 

IM ZUGE DESSEN

Ach Kindlein
bist so verliebt in deine kleine Schwester
zeigst nicht ein bisschen Eifersucht
bis heute nicht!
Streichelst sooo gern ihr Köpfchen
und nimmst es in die Hand
bist ganz vorsichtig mit ihr
und hälst sie ganz zaghaft in deinen Armen
knabberst seit der Geburt Fingernägel
und zeigst uns so doch, dass es dich bewegt
und dein Köpfchen arbeitet
liebst deine kleine Schwester aber ganz offensichtlich
leider auch wenn sie endlich schläft
da hilft kein Reden und Bitten
denn du willst kuscheln bis der Arzt kommt
singst ihr Lieder vor und dichtest dazu Texte
bist diesbezüglich echt ein Mauseschatz!

DAUMENLUTSCHERKINDLEIN

Ich hatte ja schon öfter geschrieben das unser Mädchen ein Daumenlutscherkindlein ist. Das hat sich bis heute auch nicht geändert.. allerdings versuchen wir nun auch schon seit Jahren zu intervenieren. Ich glaube nach unserem letzten Zahnarzt Besuch hatte ich noch mal in einem der Rückblicke geschrieben, dass es wirklich besser wurde. Die letzten Monate hat sie sich unsere Ansagen und die der Zahnärztin wirklich zu Herzen genommen. Tagsüber wird hier gar nicht mehr genuckelt. Nur noch Abends zum Einschlafen oder wenn man eben nachts mal wach wird und wieder einschlafen muss. Das ist ein riesiger Fortschritt und war die erste der beiden Vereinbarungen. Abgemacht war ein Geschenk, sobald sie tagsüber nicht mehr nuckelt. Da dies nun geschafft ist, suchte sich das Kindlein etwas von Playmobil aus. Ergebnis: die Kita Sonnenschein, die seitdem sehr gut bespielt wird.

UND DIE NÄCHSTEN MONATE?

Das Seepferchen ruft! Ganz laut ruft es nach uns. Viele ihrer Altersgenossen haben das Abzeichen schon.. ob die Kids dann wirklich sicher schwimmen können sei mal dahin gestellt. Sieht man sie im Schwimmbad vor sich hin planschen, so ist das gefühlt mehr ein Strampeln um sich über Wasser zu halten. Aber ist ja auch egal. Das Kindlein möchte nun auch zum Club der Seepferdchen gehören. Entsprechend haben wir sie zu einem Seepferchen Kurs angemeldet. Die Idee stand schon länger im Raum, allerdings war das Mädchen definitiv noch nicht soweit… diesen Sommer hat sie sich – was das Element Wasser angeht – rasant weiterentwickelt. Sie sprang plötzlich ins Wasser. Erst mit Taucherbrille, irgendwann ohne. Erst nur mit Schwimmflügeln, dann mit Bauchgurt und dort wo sie stehen konnte sogar ohne alles. Stolz und so. Irgendwann sprang sie auch in richtig tiefes Wasser, teilweise mit enormer Fallhöhe. Sie ist soweit, das steht fest und wir freuen uns auf den Abschnitt Schwimmen!

„Ich trau‘ mich!“

WACKELZAHNPARTY

Das Kindlein wünscht sich momentan nichts sehnlicher als einen Wackelzahn zu bekommen. Ein Mädchen in der Kita hat bereits ihren ersten Zahn verloren.. seitdem fragt sie beinahe täglich ob denn auch schon einer ihrer Zähne wackelt. Andere Kinder erzählen ihr, dass man bei Wackelzähnen zudem Zahnschmerzen bekommt. Schwups, hat sie Zahnschmerzen. Die kommen und gehen nun. Das Ganze ist ihr so wichtig, dass sie eine Wackelzahnparty geben möchte. Einladungen hierfür wurden bereits eifrig mit den Freunden in der Kita gebastelt. Eine Zahnlücke fehlt hier echt.. denn in der Zahnlückenpubertät ist sie definitiv angekommen. Hach ja. Es gibt wirklich schwierige Momente. Sie kann einen momentan so wunderbar ignorieren. Darin ist sie wirklich Weltmeisterin!

Langhaarmädchen – Zahlenmädchen – Schwester – Babybademädchen – Sprengermädchen

REDEN REDEN REDEN

„Guck mal, ich trinke wie ein Gentleman!“ nippt an einer Tasse und spreizt den kleinen Finger ab.

Rülpst wie verrückt. Einige Sekunden später: „Iiiiiiih, das stinkt!“

Singt der Schwester vor: „Baby M, gewöhne Dich dran hier bei uuuuhuuuuns zu sein!“

Über Baby M. „Sie sieht aus wie ein Jungem ist aber ein Mädchen, stimmt’s Mama?“

Wälzt sich nachts im Bett auf die andere Seite und brabbelt im Schlaf: „Alter Schwede!“

Fünf Wochen Baby M. – Fünf Wochen zu Viert

Die letzte Woche war zum weg werfen. Ich finde kaum Worte.. was in erster Linie an meinem leeren Kopf liegt. Habe gerade versucht mit dem Herzmann zu telefonieren. Aber die Worte, die ich sagen wollte, verließen kaum meinen Mund. Komische Sache.. aber der Schlafmangel und die Beschallung durch das viele Schreien machen einen nicht nur körperlich sondern auch geistig irgendwie kaputt. Wir sind hier jedenfalls alle am Rande der Verzweiflung, da Baby M. geplagt ist von was auch immer. Sie schreit. Immer. Außer sie schläft. Das Schreien kann dabei in verschiedene Stufen eingeteilt werden. Von Meckern mit kleinen Schreiattacken zwischendurch bis zum exzessivem Einschreien über viele Minuten mit klatschnassem Kind ist alles dabei. Wir wissen uns aktuell kaum zu helfen und hangeln uns von Tag zu Tag. Kann mir aktuell nicht vorstellen, dass es noch schlimmer kommen kann. Aber bergab kann es ja bekanntlich immer noch irgendwie gehen.

Skills:

  • Du lächelst uns an – bewusst und ganz genau.
  • Der erste Tag mit 4 Attacken schrillem Schreien. Eine Bewährungsprobe.
  • Du hast das erste Mal drei Stunden am Stück geschlafen – blieb bei einem Mal.
  • Es verging der erste Tag an dem in der Windel KEIN Muttermilchstuhl war – die Windelexplosion am nächsten Tag musste ich selbstverständlich fotografisch festhalten
  • Deine Augen verfolgen uns mittlerweile ganz genau.
  • Du bist vormittags gut und gerne mal 3-5 Stunden am Stück wach.

Das magst Du:

  • Ich wiederhole mich, aber so ist es eben: stillen
  • Den Fön. Wenn Du Baden warst, magst Du es unheimlich anschließend mit warmer Luft trocken gepustet zu werden. Den Fön haben wir mittlerweile an der Wickelkommode geparkt, da du auch sonst sehr gut damit beim Wickeln zu beruhigen bist.
  • Du bist mir die letzten 2 Tage im Fliegergriff eingeschlafen – vielleicht endlich mal eine Position die du nicht zum schreien findest.

Das magst Du nicht:

  • den Kinderwagen, auf den Arm genommen zu werden, Blähungen, Schuckeln, allein irgendwo liegen, senkrecht sein, Bäuerchen, Musik, Lärm, Stille… jeder Tag ist neu und anders mit Dir. Da weiß man nicht ob man lachen oder weinen soll?!
  • Senkrecht auf dem Arm sein – ist immer noch nicht dein Fall.

Und sonst so?

  • Hier ist gerade ziemlicher Ausnahmezustand da du so extrem unruhig und unzufrieden bist. Ach Baby M. – wüssten wir nur was dich genau plagt. Wir schieben ganz viel auf den Bauch, wissen es aber letztlich doch nicht und rätseln uns verrückt. Nach einem wirklich wirklich schlimmen Tag war mein einziges Ziel für den kommenden Tag: kein schreiendes Kind. Der Wechsel zwischen Brust, Schnuller, Fliegergriff, Federwiege und Wippe hat dann tatsächlich funktioniert und du hast dich immerhin nicht komplett weg geschrien. Kann nur besser werden hier.

VERZWEIFLUNG?

Tja.. diese Verzweiflung über all die momentan so ätzenden Umstände ist ziemlich groß. Das führt dazu, dass man quasi nach jedem noch so kleinen Strohhalm fasst. Nun hat der Mann nach durchwachten Nächten, an denen er quasi ununterbrochen an der Federwiege wippen musste, von einen auf den anderen Tag einen Motor für eben diese bestellt. Damit man seinen gefühlten Radius von einer Armlänge mal wieder verlassen kann. Ich vegetiere bisher tagsüber ebenso in genau diesem Radius vor mich hin. Und man mag auch ganz gern mal wieder einen anderen Raum im eigenen Haus betreten. Hoffen wir also, dass das Teil unsere Träume wahr macht.

Ansonsten reagiert mittlerweile auch das Kindlein auf das Gebrüll und schreit auch mal kurz zurück.. Baby M. lässt sich davon selbstverständlich nicht beirren und kreischt weiter in einer Tour. Wir haben das ganze Drama natürlich auch per Video festgehalten. Und gleich mal an alle ungläubigen Verwandten verschickt. Die anschließenden Ratschläge der Umgebung sind zu herrlich und sollten eigentlich einen eigenen Blogbeitrag bekommen. Finde es immer wieder erstaunlich, wie Menschen einem fünf Wochen alten Säugling tatsächlich böse Absichten oder gar Manipulation unterstellen. Einfach nur verrückt.

Vier Wochen Baby M. – Vier Wochen zu Viert

Mal sehen ob wir ab jetzt noch im wöchentlichen Rhythmus bleiben… Jetzt aber erst einmal zur vierten Woche. Eine kleine Berg- und Talfahrt liegt in dieser Woche hinter uns. Baby M.. nun ja. Ich sag’s mal so: es ist kompliziert. Sehr kompliziert. Das Baby kreischt sich herrlich durch den Tag, kotzt und stillt in herrlich kurzen Abständen und auch sonst ist gerade eigentlich alles nur sehr bescheiden. Ich laufe den ein oder anderen Tag extrem auf dem Zahnfleisch. Hinzu kommen diverse Krankheitswellen bei allen Familienmitgliedern. Es läuft einfach nicht rund. Am schlimmsten? Keine Frage, die Nächte. Aber dazu wird es noch mal einen extra Post geben. Nun erst einmal schnell: Woche vier mit Baby M.

Skills:

  • Ich hatte es bisher noch gar nicht erwähnt, daher dann jetzt: du kannst mit der Zunge schnalzen. Ein typisches Stillzeichen, wie ich in meiner Ausbildung gelernt habe. Zuckersüß wenn Du das machst.
  • Trägt Mama die Haare offen, so verfängst Du dich zu gern darin. Panisch suche ich danach alles nach losen Haaren an deinen Fingerchen ab.. liesst man ja auch grausame Dinge von amputierten Zehen etc. Himmel!
  • Hatte ich es schon geschrieben? Weiß gar nicht.. jedenfalls nimmst du einen Schnuller. Und das sehr sehr gut. Letzte Woche haben wir damit einen Stau auf der Autobahn erfolgreich überbrückt.

Das magst Du:

  • Deine Federwiege
  • ansonsten findest Du eigentlich alles ziemlich doof

Das magst Du nicht:

  • Das erste Mal Shopping Center. Ich hatte es schon im Blut. Und ich sollte Recht behalten. Du bist wohl doch ein ähnliches Sensibelchen wie deine große Schwester. Am Abend war Schreialarm.. wir taten alles um es Dir leichter zu machen all die Eindrücke zu verarbeiten. Letztlich heisst es jetzt erst mal: wir bleiben zu hause. Punkt.
  • Wach sein.. so generell… wach bedeutet hier oft: quengelig. Gut, wir kennen es nicht anders von Deiner Schwester damals. Aber es ist schon ziemlich anstrengend diese Wachphasen zu überstehen, wenn da nur Gezappel, Gemecker und Gebrüll ist.
  • Mit den Fingern (von denen Du noch gar nicht weißt das sie überhaupt zu Deinem Körper gehören) die eigenen Haare am Hinterkopf fassen und dran ziehen wie verrückt. Was für ein Gebrüll.

Und sonst so?

  • Du kleiner Streuselkuchen.. die Neugeborenenakne hat unser zweites Mädchen voll im Griff. Entsprechend verrückt und bunt siehst du momentan im Gesicht aus.
  • Ich weiß auch nicht. Du bist – wie Deine Schwester – KEIN Anfängerbaby. Oft unzufrieden und vom Bauch geplagt, bist du die meiste Zeit eher unleidlich. Da helfen meistens nur die Möppis von Mama oder die Federwiege, die wir mittlerweile keineswegs mehr missen möchten.
  • Du spuckst deutlich mehr als in den Wochen zuvor – warum auch immer. Wir stillen daher jetzt hauptsächlich halb aufrecht und achten auf ein Bäuerchen.
  • Du hattest Besuch aus Bayern und bist nun um 1x Windelsponsoring und 1 Kuscheltier reicher.

Die U3

Eckdaten:

Gewicht: 5120g – Gewicht grosse Schwester damals im selben Zeitraum: 4200g
Größe: 56cm – schon 1cm gewachsen
Kopfumfang: 38,5cm – im Vergleich zur Geburt: 36cm
Vitamin K: check
Entwicklung: völlig zeitgerecht, alles so wie es sein soll

Melancholie:

Ich musste tatsächlich schon die gesamte Größe 50-56 aussortieren. Tja. Das kannste Dir nicht ausdenken. In der vierten Woche ist das Kind gefühlt über Nacht so heftig gewachsen, dass plötzlich von einem Tag auf den anderen die Klamotten nicht mehr passten, die wir doch so gern noch etwas länger an ihr gesehen hätten. Stattdessen liegen diese nun in einem Wäschekorb und warten darauf, in der Garage in eine größere Kiste zu kommen und eingemottet zu werden. Verrückt. In mir macht sich Melancholie breit.. die nicht so schlimm ist, da ein drittes Kind nach wie vor im Raum steht und in unseren Herzen schon jetzt einen Platz hat. Hach.

Der Osteopath

Ähm nun ja. Ein Kapitel, welches wir gerne hinter uns lassen möchte. Ich mag trotzdem kurz berichten. Sowohl von meiner Hebamme als auch von unserer Kinderärztin wurde uns eine bestimmte Ostepathin in der nächst größeren Stadt empfohlen. Für uns gab/gibt es mehrere Gründe, einen Osteopathen aufzusuchen. Baby M. hat beim Liegen eine Lieblingsseite.. wie schon die große Schwester damals. Zudem kamen/kommen sehr schlimme Verdauungsgeschichten, unruhige Nächte und vor allem ein sehr seltsamer Schlaf. Baby M. schläft nämlich immer so 10 Minuten, drückt dann wie verrückt, ist unruhig, schläft wieder ein und dann beginnt das Ganze von vorn. Gut, dachten wir… gehen wir mal zum Osteopathen. Leider war besagte Ärztin/Ostepathin aber gar nicht da. Es wurde auch nicht kommuniziert. Jedenfalls war die fahrt dahin schon eine einzige Tortour für Baby M. und ich wieder einmal kurz vor einem Heulkollaps. Die „Behandlung“ war nicht besser. Anamnese? Was ist das? Damit ging es schon los. Die einzigen Ratschläge waren das Kind von der anderen Seite anzusprechen und selbst nichts Blähendes zu essen. Aha. Die Frau wirkte völlig überfordert, erzählte 3x das Gleiche und war auch sonst eher unbemüht. Ich heulte im Treppenhaus auf dem Weg zum Auto sofort los und flennte noch den gesamten Weg nach Hause. Es war sooo umsonst. Eine einzige Qual fürs‘ Baby und für uns. Nun denken wir uns: aussitzen und Tee trinken. Hat beim Kindlein damals auch am besten geholfen. Denn: irgendwann wird alles besser. Irgendwann.

Drei Wochen Baby M. – Drei Wochen zu Viert

Die dritte Woche war… nun ja. Schwierig. Ich sag’s mal so: ich saß nachts schon mal heulend im Bett und versuchte verzweifelt das Kind in den Schlaf zu wiegen. Funktionierte natürlich nicht. Baby M. ist momentan sehr sehr unruhig. Schläft ein, wird 3 Minuten später wach, gibt seltsame Geräusche von sich und macht mich in einer Tour wach. Entweder kotzt sie leise vor sich hin, quakt, heult, brüllt, dreht sich hin und her oder sucht nach der nächsten Portion Milch. Tja.. und dann liegst Du da.. und fragst dich.. wie es bitte so schnell 4 Uhr werden konnte und du doch erst 30 Minuten geschlafen hast. Überhaupt ist man ja im Halbschlaf nicht mehr Herr seiner Sinne. Und so verzweifelt man in so mancher Nacht. Und ließt dann auf sozialen Netzwerken von furchtbar schlimmen Schicksalen.. die einen erden.. und glücklich stimmen.. dass das eigene Kind sich überhaupt meldet. Tja, so ist das. Das Leben kann furchtbar ungerecht sein. Daher versuche ich irgendwie Kraft zu sammeln. Aus Baby M. Wie auch immer das auf lange Sicht funktionieren soll. Denn ich bin ehrlich: ich bin sehr sehr sehr müde und somit extrem erschöpft.

Skills:

  • in Bauchlage hebst Du Dein Köpfchen wirklich toll und winkelst auch Deine Beine kräftig an!
  • Du Speckmaus! In zwei Wochen hast du sage und schreibe etwa 700g zugenommen. Zu Beginn von Woche drei hast Du 4480g auf die Waage gebracht. Haben wir nicht schlecht gestaunt.
  • Grundsätzlich siehst Du deutlich größer und speckiger aus.. wir haben Bilder mit Deiner Schwester von damals verglichen.. du wirst wohl deutlich mehr Speckröllchen entwickeln. Ach, da freue ich mich!
  • Windelgröße 1 wird wohl zeitnah durch Windelgröße 2 ersetzt
  • Diese Geräusche… wie ein Meerschwein quiekst Du – bevorzugt im Schlaf – vor Dich hin.

Das magst Du:

  • Baden wird hier weiterhin sehr gut angenommen. Die große Schwester ist ab sofort die Waschlappen-Beauftragte und meistert ihre Aufgabe mit Bravour.
  • Deine Federwiege rettet uns wirklich hin und wieder manch ausweglose Situation. Du liebst es darin zu liegen und zu schaukeln.

Das magst Du nicht:

  • Bauchlage findest Du eher semioptimal
  • nach drei Wochen kann man sagen: Gewickelt werden gehört nicht zu Deiner Lieblingsbeschäftigung.
  • Dein Popo war etwas wund, so dass wir mit Windelwechsel und Heilwolle der Hebamme reagiert haben. Seitdem ist es deutlich besser.
  • Blähungen

Und sonst so?

  • Besuch: wir hatten allerlei Besuch die letzten Tage. Entsprechend gab es Abends die ein oder andere Schreistunde.
  • Größe 50 ist aussortiert und wir gehen stramm auf die 62 zu… zu Hilf!
  • Wir haben Dich das erste Mal über dem Waschbecken abgehalten – und siehe da: Muttermilchstuhl für alle!

Und die Mama?

  • Ich erhole mich eher langsamer als beim ersten Mal. Das liegt vor allem am niedrigen Hb Wert, dem ich fleißig mit allerlei Zeug entgegen wirke. Dennoch: mir wird schnell mal schwarz vor Augen. Auch unterzuckere ich wahnsinnig fix aufgrund des Stillens und brauche wirklich alle paar Stunden etwas zu essen.
  • MÜDE!!!!