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Ausflugtipp Mallorca – Playa des Coll Baix mit Kind und Familie

Der Frühling lässt ja auf sich warten. Und was gibt es da besseres als sich die Zeit mit herrlichen Bildern mit viel Sonnenschein zu vertreiben? Ich wollte ja schon lange die Ausflugsziele unseres letzten Mallorca Trips verbloggen.. aber bisher fehlte ja immer die Zeit. Nun möchte ich aber ein absolutes Highlight zeigen. In vielerlei Hinsicht.

Der Playa des Coll baix

Diese Bucht stand schon für unseren vorletzten Mallorca Urlaub auf dem Programm, aber damals trauten wir uns noch nicht. Warum? Weil der Weg dorthin einfach total heftig ist. Das hat verschiedene Gründe. Erstens läuft man eine ganze Weile und zweitens ist es sehr gefährlich. Aber mal ganz von vorn.

Der Weg zum “Gipfel” – ab da erst mal nur noch bergab zum Meer

Der Weg zum Playa des Coll Baix. 

Also. Zunächst einmal fährt man ein ganzes Stückchen mit dem Auto. Fragt mich nicht mehr, wie wir dorthin gefunden haben. Ich glaube letztlich haben wir einfach die Koordinaten des Playa des Coll baix gegoogelt und diese dann per Navi gesucht und auch gefunden. Es gibt aber auch etliche Beschreibungen, die man im Internet ergooglen kann. Der Anfang der Straße ist noch gut asphaltiert. Doch das ändert sich recht schnell. Irgendwann schafft es dann auch der beste Mietwagen nicht mehr weiter. Wann genau, sieht man eigentlich ganz gut. Einfach da parken, wo auch der Rest am Wegesrand steht. Die Autos lassen sich ganz gut im Schatten parken. Von dort aus geht ein Weg zunächst bergauf – zu Fuß versteht sich. Nicht zu steil und im Schutz von etlichen Bäumen. Festes Schuhwerk ist hier noch nicht erforderlich, wird aber für den weiteren Weg unabdingbar. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Ziegen, die aber friedlich irgendwo fressen oder durch die Gegend laufen. Kamera nicht vergessen! Ich glaube vom Auto zur Anhöhe haben wir etwa 20 Minuten gebraucht, vielleicht auch weniger. Der Weg ab der Spitze des Berges bis zum Strand selbst dauerte trotz gutem Schuhwerk ein bisschen, nicht zuletzt weil wir jetzt keine Ausdauersportler sind. Vermutlich sind wir noch mal so 30-40 Minuten gewandert und geklettert.

Die Aussicht auf dem Weg nach “unten”

Von der Anhöhe abwärts

Ganz oben angekommen führt ein schmaler Weg rechts in eine Art Wald. Hier sollte man sich immer rechts halten, auch wenn einem das erst mal komisch vorkommt, weil man quasi von der Bucht und dem Strand weg läuft. Sollte man nicht so geübt sein, kein perfektes Schuhwerk oder gar Kinder dabei haben.. immer auf dem Hauptweg halten! Zwischendurch schlängeln sich immer wieder kleine Wege links vom Hauptweg ab. Die gehen sicherlich schneller nach unten, sind aber unsagbar steil und den ein oder anderen legte es mächtig auf die Nase. Also immer rechts halten… irgendwann macht der Weg dann kehrt und man läuft wieder nach links. Man kann es quasi nicht verpassen. Der Hauptweg ist ordentlich ausgetrampelt und eigentlich trifft man immer den ein oder anderen Wanderer.

Über steile Klippen – sehr gefährlich!

Irgendwann erreicht man dann die Klippen. Und tja… das ein oder andere Mal steht man davor und denkt sich: hier kann es nicht weiter gehen. Hier kann kein Mensch rüber kommen. Und doch musste es ja irgendwie weiter gehen. Also zack: rüber geklettert. Mein Vater meinte nur immer: “Ihr seid doch irre!” – letztlich war es das Klettern aber wert und das eigentliche Highlight. Spätestens bei den Felsen sind gute Schuhe wichtig. FlipFlops und Co. haben wir nix zu suchen, sieht man aber trotzdem immer wieder. Vor allem bei dem jungen Publikum. Die Steine sind mitunter schon etwas glatt.. uns ist nix passiert. Aber der Abgrund war zum Teil schon sehr tief, die Wellen peitschen gegen die Felsen und man war froh, wenn man die heftigsten Hindernisse ohne Probleme meisterte. Wir sahen etliche Leute umdrehen, vor allem aber die, die keine vernünftigen Schuhe an hatten. Ich wiederhole mich: Wasser und Schuhe sind hier das A und O!

Glasklares Wasser, kaum Menschen, wenige Boote

Und mit Kindern?

Tja also eigentlich sollte man am besten nur da hin kraxeln wenn man gar keine Kinder hat. Das ist auch der Grundtenor, den man so liest oder aus Gesprächen mit bekommt. Denn: es ist einfach krass gefährlich. Einem selbst kann dort fix was passieren. Mit Kindern ist das Ganze noch mal eine ganz andere Hausnummer. Uns war klar: wenn wir dort hin wandern und klettern, dann nur wenn das Kindlein in der Trage ist. Nun war sie zum Zeitpunkt des Urlaubes 4 Jahre alt und wog etwa 15 kg. Auszuhalten – am besten in der Manduca mit Stegverbreiterer. Dennoch: festes Schuhwerk ist unabdingbar. Besonders, wenn man noch einen kleinen Passgier auf dem Rücken trägt. Die Klippen waren teilweise schwer zu überwinden und man brauchte ein Minimum an Ausdauer und Können um da rüber zu können. Ich habe dort sonst kaum Kinder gesehen… es gab welche, keine Frage…aber die meisten wurden wirklich mit Tragesystemen dorthin transportiert. Alles andere ist fahrlässig. Im Nachhinein fand ich es ziemlich grenzwertig, trotz dieser atemberaubenden Erlebnisse dorthin und direkt vor Ort.

Wanderung nach “unten”

Dennoch würde ich rückblickend eher von der Wanderung mit kleinen Kindern abraten. Auch bei größeren Kindern frage ich mich, wie sie das packen. Sollte doch etwas passieren, so kann man nicht mal eben jemanden anrufen… es gibt keine Rettungswacht oder ähnliches. Bis zum Auto dauert es ewig, der Handyempfang ist super schlecht. Es ist und bleibt gefährlich. Sollte es zu viel werden, zwischendurch lieber noch mal umdrehen.

Highlights des Playa des Coll Baix

1. Ruhe

Ein Geheimtipp ist die Bucht schon lange nicht mehr. Aber was ist das schon auf Mallorca? Mittlerweile ist dort alles recht überlaufen und selbst kleinste Buchten sind bekannt und überlaufen. Wir hatten im September immerhin den Vorteil der Nebensaison. Dennoch war die Insel voll. Nicht aber so die Playa des Coll baix. Dies hat vor allem zwei Gründe. Erstens ist der Weg dorthin so heftig, dass viele umgedreht sind oder es gar nicht erst versucht haben. Zweitens gibt es keinen reinen Sandstrand. Vielmehr kleine Minikiesel säumen dieses schöne Fleckchen Erde. Egal. Jedenfalls sorgten diese zwei Gründe für eine sehr leere Bucht. Menschen waren anwesend, keine Frage, aber es war sooo viel Platz und überhaupt nicht überfüllt. Es war ruhig und entspannt. Hin und wieder kam ein Touri Boot vorbei, schmiss einmal 30 Menschen ins Wasser und zog nach weniger als einer Stunde wieder ab.

Papa und das Kindlein

2. Ziegen

Auf dem Weg zur Bucht trifft man ja schon wie beschrieben die ein oder andere Ziege. Aber in der Bucht wird es dann etwas… nun ja… persönlicher. Wenn man das so sagen kann. Die Ziegen dort sind sehr sehr penetrant. In vielen Bewertungen habe ich das als harsche Kritik an der Bucht gelesen. Wir sahen das nicht so. Es war einfach ein Highlight so auf Tuchfühlung mit den einheimischen Tieren zu gehen. Man muss allerdings wachsam sein. Essen und Getränke sollten gut beaufsichtigt oder sehr sehr gut verpackt sein. Die Ziegen schrecken auch nicht davor zurück in Beuteln und Rucksäcken zu kramen. Haben wir alles erlebt. Das Kindlein fand die Tiere natürlich super spannend. Und auch wir empfanden sie eher als Bereicherung und nicht als störend. Sie sind leicht weg zu scheuchen und waren zu keinem Zeitpunkt aggressiv.

3. Landschaft und Co.

Hach… also diese Aussicht. Sie beginnt schon beim Abstieg zur Bucht. Zwischendurch musste ich immer und immer wieder anhalten um die Kamera zu zücken. Es war einfach zu schön. Der Tag war nicht komplett windstill, aber auch nicht super stürmisch. Das Wasser schlug dennoch keine Wellen und lag ganz flach und glasklar vor uns. Diese Farben. Es war atemberaubend schön. Noch auf dem höchsten Punkt der Wanderung ist man ganz hin und weg. Unten angekommen bleibt es dabei. Das Wasser ist klar, herrlich sauber und wir hatten an dem Tag keine einzige Welle. Gerade bezüglich Wellengang liest man im Internet sehr unterschiedliches. Bei uns jedenfalls war alles ruhig. Für kleine Minikinder ohne Schwimmärmel ist der Strand zumindest zum seichten Hineinlaufen ins Wasser nicht geeignet. Es geht recht schnell recht steil ins Wasser. Das Kindlein zeigte sich mit 4 Jahren ziemlich unbeeindruckt davon. Die mitgebrachte Luftmatratze wurde hinein geworfen und los ging der Spaß. Der Strand hat wie gesagt keinen feinen Sand – die Kieselchen sind ziemlich heiß wenn die Sonne mit voller Wucht drauf scheint. Da rennt man auch schon mal zum Wasser. Badeschuhe würde ich trotzdem nicht unbedingt empfehlen. Das Kindlein jedenfalls lief ohne Probleme umher.

Und sonst so?

Handyempfang

Tja.. also das mit dem Empfang.. das kann man da unten getrost vergessen. Zumindest fast. Schon während ich beim Absteigen zur Bucht die ersten Bilder an diverse Familienchats versenden wollte, merkte ich.. das wird so schnell nix. Entweder hatte ich gar keinen Empfang oder nur sehr sehr spärlichen, der kaum zum Versand von einem Bild reichte. Unten in der Bucht wurde es nicht besser. Eher schlechter. Wir hatten an dem Tag noch zwei Nachkümmlinge zu verbuchen, die sich etwas schwer taten den Weg zu finden. Und so wirklich kommunizieren konnten wir nicht. Die meiste Zeit war der Empfang komplett weg. telefonieren kann man quasi gleich streichen. Wer also kaltes Bier und Co. ordern will, der sollte auf eine Brieftaube umsteigen oder wie viele der Besucher von einer Ecke in die nächste laufen, immer mit der Hoffnung auch nur einen Balken Empfang zu erhaschen.

Das Bild ist eigentlich noch harmlos – Klettern über die Felsen – Kindlein auf dem Rücken

Verpflegung und Co.

Es gibt weder eine Verpflegung vor Ort, noch sanitäre Einrichtungen. Auf der Anhöhe, kurz vor dem eigentlichen Abstieg gab es ein kleines Toilettenhäuschen – wenn ich mich jetzt recht erinnere. Mehr aber nicht. Man kann nichts zu Essen und nichts zu Trinken kaufen. Wichtig also: alles mitschleppen! Vor allem an Wasser sollte man nicht sparen, nicht zuletzt weil der Aufstieg zum Schluss wieder echt heftig wird. So manch einer kam mit knallrotem Kopf wieder auf der Anhöhe an. Mir inklusive – so ganz by the way. Mein Kreislauf wollte zwischendurch sogar mal kurz nicht mehr und ich musste mich hin und wieder hinsetzen. Wieder oben auf der Anhöhe angekommen, geht es ganz entspannt zurück bergab zum Auto. Der deutlich entspanntere Teil.

Fazit Playa des Coll baix mit Kind

Wenn ich mir all die gemachten Bilder so ansehe.. kommen diese dennoch nicht annähernd an diese beeindruckende Landschaft heran. Die Dimensionen wirken auf den Bildern immer so “falsch”.. diese Bucht war wirklich groß und imposant und der Weg dorthin war ein echtes Abenteuer mit der ganzen Familie. Es machte riesig Spaß, es entstanden tolle Bilder und vor allem: Geschichten, über die man sich noch Jahre unterhalten kann. Nie werden wir diesen Ausflug vergessen. Zu krass war das Klettern und diese berauschende Natur auf dem Weg zur und in der Bucht selbst. Wie oben beschrieben: mit kleinen Kindern würde ich es vermutlich nicht noch mal machen… es ist schon sehr gefährlich. Sobald die Kinder älter sind (ich habe hier leider keine Erfahrung) könnten sie selbst klettern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, steuert die Bucht per Boot an, auch das ist möglich. Tolles Erlebnis, sehr sehenswert!

Familienurlaub Österreich im Kleinwalsertal – Wandertipp! Familienberg Söllereck

Huch – nun sind wir schon wieder aus unserem Griechenland Urlaub zurück und ich habe es trotzdem noch nicht ganz geschafft unseren Österreich Urlaub zu verbloggen… Aber hier nun: eine Reise auf den Familienberg Söllereck!

Eigentlich wollten wir an dem Tag mit der Nebelhornbahn im Kleinwalsertal abheben.. standen quasi schon an der Kasse… und sind dann aufgrund der Preise erst einmal nach hinten umgekippt. Also schnell zurück auf den Parkplatz, Google anwerfen und etwas anderes suchen. Wir waren ein paar Tage zuvor schon mal am Söllereck gewesen um mit der Sommerrodelbahn zu fahren. Also war schnell klar: hier geht es noch einmal hin!

Söllereck_Collage_1

Was gibt es zu sehen?

SOMMERRODELBAHN

Das Wort Söllereck fiel eigentlich immer parallel zur “Sommerrodelbahn”. Und die gibt es da – und was für eine! Wenn ich mich recht entsinne, kostete eine Fahrt einen 5er. Wer öfter fährt, der spart, ebenso Studenten und Schüler. Wir waren an einem Tag mit leichtem Nieselregen auf der Bahn und mussten so nur um die 5-10 Minuten an der Schlange anstehen. Zwei Tage später sind wir dann mit der Gondel direkt auf den Berg, da das Wetter wesentlich besser war. Entsprechend war auch die Schlange zur Sommerrodelbahn sehr lang. Spaß macht das Teil auf jeden Fall – und kann auch bei Regen befahren werden. Dafür wird eine Art Regenschutz montiert was sehr sehr praktisch ist. Mit Kindern fahren ist auch kein Problem. Kind zwischen die Beine und los geht der Spaß. Das Kindlein mit seinen 3 Jahren hatte jedenfalls mächtig Spaß und rief nur “Ich will nochmal fahrn!”

Söllereck_Collage_4

SPIELPLATZ – FUTTERN – KLETTERWALD

Nach der Fahrt mit der Gondel (maximal 6 Personen in einer Gondel, Kinderwagen können mit einer Lastengondel ebenfalls nach oben befördert werden) waren wir auf dem schönen Söllereck angekommen. Oben erwartete uns – ähnlich wie im Tal bei der Sommerrodelbahn – ein toller Spiellatz. Da wir alle schon Hunger hatten, wollten wir nicht lange warten und zogen ganz fix am Spielplatz vorbei. Es gab übrigens eine Spielecke für die ganz ganz Kleinen und einen Bereich für die etwas größeren Kinder. Das Kindlein türmte zunächst auf den Mini-Spielplatz, stieg dann aber lieber in die Manduca zur Mama.

Wir orientierten uns fix… und starteten unsere Route. Laut Aussage der Ticketverkäuferin würde es uns etwa 4 Stunden kosten, den längeren Weg nach unten zu gehen. Es gäbe einen sehr schnellen, aber auch sehr steilen Rückweg, den wir jedoch ausschlossen. Mit Kind doof und so, ne? 🙂 Jedenfalls gibt es neben unserem etwas längerem Abstieg auch noch einen Panoramawanderweg, der einen jedoch nicht wieder an den Parkplatz zurück führt, sondern in einen nächsten Ort von dem man mit dem Bus zurück zum Parkplatz muss. Also entschieden wir uns für den längeren Wanderweg, vorbei an einer neuen Skisprungschanze und dem schönen Freibergsee.

Oben neben dem Spielplatz gibt es einen WAHNSINNIG tollen Kletterwald.. wir konnten nur vorbei laufen und staunen, selbst geklettert sind wir nicht. Das sind so Momente, in denen man sich wünscht, dass das Kindlein schon größer wäre ;). Meine Mama und ich sind totale Kletterjunkies und haben dem tollen Kletterwald ein bisschen nachgetrauert. Aber da wir eine größere Gruppe waren und das Kindlein schon quengelnd auf meinem Rücken hin – keine Chance. Wer die Möglichkeit hat: machen!

NATURERLEBNISPFAD

Unser Wanderweg: Es beginnt alles mit einem Naturerlebnispfad, auf dem man quasi startet… wir hatten uns von diesem ehrlich gesagt mehr erwartet. Ich war vor nicht allzu langer Zeit auf einem Pfad im schönen Bayern, der weitaus mehr bot.. aber gut, es machte trotzdem Spaß. Als erstes stapften wir über eine Art Holzsteg, der auch dringend notwenig war, da es darunter modrig und ziemlich sumpfig war.

Söllereck_0mit Oma unterwegs

Danach ging es weiter… und recht schnell in den Wald. Zwischendurch gab es kleine Tafeln, die etwas erklärten oder ein Musikinstrument mitten im Baum. Da unser Kindlein jedoch schon ziemlich müde war und dauernd quengelte, hetzten wir mehr schlecht als recht durch den Naturerlebnispfad. Was wir ganz nett fanden, war die Station mit dem Specht: hier konnte man den Vogel mit Hilfe einer Wippe dazu bringen, ein Loch in den Baum zu hauen. Das Kindlein erbarmte sich für 5 Minuten und war gut drauf. Immerhin. Danach ging es jedoch schnell wieder in die Trage zurück zu Mama. Einschlafen wollte sie aber trotzdem nicht, das kleine Mäuschen.

Söllereck_00auf dem Naturerlebnispfad mit einem Specht ein Loch in den Baum hämmern

Was wir als sehr angenehm empfunden haben: trotz Hochsaison und Ferienzeit war der Berg absolut nicht überlaufen. Die Sonne schien hin und wieder sehr angenehm und Regen war weit und breit nicht in Sicht. Hin und wieder traf man mal jemanden oder lief eine Weile zusammen den Berg hinab. Aber sonst war es schön einsam: ganz genau so wie wir es mögen. Der Abstieg war übrigens zum größten Teil Kinderwagen-freundlich – auch wenn hier natürlich auf jeden Fall ein Geländekinderwagen zu empfehlen ist. Ansonsten wie immer: Kraxe!

UND SONST?

Unsere erste richtige Station war eine Hütte, in welcher man wirklich toll essen konnte. Opa war schon vorgelaufen und sonnte sich bei einem frischen Bierchen, während wir alle nach und nach eintrudelten. Direkt neben der Hütte erklungen die altbekannten Glocken der Kühe.. die Kinder hatten somit zwischendurch ein bisschen was zu gucken, kletterten auf den Zaun und beobachteten die Kühe. An denen geht man – wie fast überall wo wir waren – einfach so vorbei. Keine Zäune, keine Absperrungen. Natur pur quasi. So wie es sein soll. Ansonsten stärkten wir uns mit typischer Hausmannskost und zogen anschließend weiter. Da uns bereits die ersten Leute aus der Reisegruppe verließen teilten wir uns an dieser Stelle. Wir liefen den längeren Weg, während Freunde den steileren Weg wählten und anschließend in Richtung Heimat fuhren.

Söllereck_Collage_2

Was sonst geboten wird ist vor allem eines: Die Aussicht. Es gibt immer wieder Stellen an denen man förmlich atemlos stehen bleibt und den Blick in die Weite schweifen lässt. Die Berge, der Wald, die Natur. Also eines nicht vergessen: Fotos machen! Leider wollte das Kindlein die meiste Zeit getragen werden, schlief zwischendurch auch ein, war aber auch nach dem Nickerchen nicht bester Laune. Daher mühten Papa und ich uns ziemlich ab, trugen abwechselnd das Kindlein auf dem Arm oder in der Manduca.

Irgendwann erreicht man den Freibergsee, der total idyllisch mitten im Wald liegt. Es gibt dort – soweit konnten wir es erspähen – einen Steg mit einigen Booten und eine Art Café… wir besuchten jedoch beides nicht, da unser Wanderweg uns in eine andere Richtung führte und wir somit quasi einfach vorbei schlenderten.

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Irgendwann wird es steil – sehr sehr steil. Nicht aber der Gehweg, der bleibt relativ eben… aber neben den Wegen kann man tiiiiiief blicken. Ein Teil der Strecke an den verschiedenen Hängen ist ganz gut mit Holzplanken abgetrennt. Trotzdem fand ich es schon nicht soooo sicher und war in vielen Momenten froh, die Trage dabei und das Kind darin verstaut zu haben. Ansonsten findet man immer wieder kleine Wasserfälle, es plätschert quasi an jeder Ecke. An einigen Stellen rauscht das Wasser auch pompös in das Tal… die Kinder können auf der Brücke stehen und Steine ins Wasser werfen. Zwischendurch kommt man dann an der Baustelle für die neue Skisprungschanze vorbei… vielleicht ist diese mittlerweile auch schon fertig, das kann ich gar nicht sagen. Das Teil ist jedenfalls ziemlich hoch und auch ziemlich beeindruckend. Man mag gar nicht so recht glauben, dass da Menschen auf Skiern runter huschen. Verrückte Geschichte.

Söllereck_000bei Mama in der Manduca

FAZIT

Der Berg heißt nicht umsonst “Familienberg“… wir hatten viel viel Spaß. Der Wanderweg ist abwechslungsreich, es gibt immer eine Kleinigkeit zu sehen und das Kindlein war wirklich gut beschäftigt. Trotz Quengelei und Müdigkeit haben wir den Wanderweg gut gemeistert und sind danach schlappi ins Auto gefallen und haben den Weg zurück zur Hütte angetreten. Die Preise fanden wir – verglichen mit der Nebelhornbahn und Co. – noch erträglich. Besonders wenn man bei der Gondel nur die Fahrt nach oben wählt und anschließend nach unten wandert spart man einiges. Es gibt sonst das Übliche: Kühe, Wasser, gutes Essen und tolle Wanderwege :). Also: hopp hopp, hinauf den Berg!

Söllereck_0000schlafen bei Papa

Familienurlaub Österreich im Kleinwalsertal – Wandertipp! Ifenbahn-Melköde-Schwarzwasserhütte

Ich mag Euch mitnehmen… in ein wirklich wunderschönes Land.. ab nach Österreich! Genauer gesagt mag ich mit Euch unsere Familienerlebnisse im herrlichen Kleinwalsertal teilen *herz*

Einen Tag nach meiner letzten Prüfung machten wir uns auf ins schöne Bayern, übernachteten bei der lieben Omi (die ganz nebenbei erwähnt, ein zauberhaftes Frühstück zubereitete) und fuhren einen Tag später direkt in Richtung Berge! Der Wetterbericht erzählte Geschichten von Sonne und viel Regen, von 9 Grad Maximaltemperatur und anderen bösen Dingen. Egaaaaal…. wir brachen bei Sonnenschein auf und kamen bei Sonnenschein an.

Der erste Tag lief noch etwas chaotisch – der Blick aus unserer Hütte entschädigte aber allemal. Innerhalb des Tages trudelten Omi und Opi, Tante mit Onkel in spe und natürlich der Hund ein. Zusammen mit Freunden waren wir schon angekommen und so war das Hüttchen voll. Das gute Häuschen war quasi leer, so dass wir aufgrund von Selbstverpflegung und Co. jedes noch so kleine Utensil mitbringen durften. Das reichte vom Klopapier, über den Schneebesen bis zum Teller. ALLES mussten wir mitschleppen. Das Auto meiner Eltern war bis unter’s Dach voll gepackt, der Hund musste auf Omis Schoß sitzen.

WANDERUNG I
IFENBAHN – MELKÖDE – SCHWARZWASSERHÜTTE

Der Tag nach unserer Ankunft musste genutzt werden – die Sonne schien und es hatte ungefähr 25 Grad. Ein Blick in die Wetterapp zeigte: letzter schöner Tag. Also packten wir alles zusammen und brachen vormittags zu einer wunderschönen Wanderung auf. Wir starteten von unserer Hütte, liefen über einen kleinen Hügel und standen direkt vor der Ifenbahn. Von da aus ist ein Wanderweg in Richtung Melköde quasi konsequent ausgeschildert. Steht man vor der Ifenbahn hat man noch einen ganz schönen Blick direkt auf den Ifen (auf den wir es bis zum Schluss nicht geschafft haben). Der Wanderweg bis zur Melköde ist weder besonders steil noch abschüssig. Man wandert eben so vor sich hin. Kinderwagentauglich ist der Weg allemal, wir hatten zusätzlich trotzdem noch die Kraxe dabei, da das Kindlein erst einmal nur da rein wollte. Mit ihren 13kg war es dann aber schon ganz schön schwer für den Papa-ohne-Kondition.

Kleinwalsertal_Collage

Trotzdem hielt der tapfer durch… und erreichte mitsamt der Truppe gleich mal eine Großbaustelle am Boden der Ifenbahn. Fragt mich nicht mehr was da genau gebaut wird. Ich habe es mir durchgelesen, hab sogar einen Flyer mitgenommen. Der Flyer ist mittlerweile irgendwo in der Mülldeponie namens Auto verschwunden und mein Hirn ist einfach mal schon 30 Jahre alt. Ich hab’s einfach wieder vergessen. Jedenfalls ist da eine imposante Grube ausgehoben und die Kipplaster fahren ständig munter steil bergab. Die Männer blieben entsprechend erst mal stehen und fachsimpelten eine Runde vor sich hin. Irgendwann konnten wir uns dann losreißen und wanderten einfach weiter. Und weiter. Und weiter. Vorbei an schnieken Bäumen, umsäumt von Bergen und natürlich der Sonne.

Kleinwalsertal_0

War schon hübsch anzusehen, keine Frage. Abgesehen davon sind die Natur und ich ja eh SO *ichüberkreuzegeradezweiFinger*. Ich stehe 10x lieber auf einer grünen Wiese als zwischen Häuserfronten. Es war auch nicht zu voll – man traf quasi kaum jemand anderen. Irgendwann erreichten wir dann die Melköde. Eine Hütte am Fuße eines steilen Aufstiegs zur Schwarzwasserhütte. Das Kindlen war mittlerweile ziemlich müde, hielt aber noch tapfer durch. Direkt neben der Hütte rauscht ein großer Wasserfall zwischen imposanten Steinen in das Tal. Davor ist ein kleiner Spielplatz – perfekt also für Eltern! In der Melköde gab es tolles Essen, unter anderem Naturjoghurt mit frischen Früchten, Knödelsuppe, eine Käse-Brotzeit *sehrsehrgeil* und Kuchen. Wir setzten uns also auf eine der vielen Bänke und ließen es uns zum Mittag so richtig gut gehen.

Kleinwalsertal_00

Frische Getränke gab es natürlich auch… Nun stellte sich für uns danach die Frage: und nun? Schaute man sich die Karten an, so gab es eigentlich nur genau den gleichen Weg zurück. Öde, dachte ich und wollte unbedingt weiter auf den Berg wandern. Wir fragten bei den Ladies in der Hütte nach, doch die winkten bei der Frage nach dem zum Buggy umfunktionierten Fahrradanhänger ganz schnell ab. Treppen gäbe es da oben und sehr sehr unebenes Gelände. Zähneknirschend wollte ich es trotzdem versuchen… Ich wurde jedoch überstimmt, die Männer hatten nämlich keine Lust mehr und traten dann mit dem nach Mama brüllenden Kindlein den Heimweg an. Kindlein war extrem übermüdet und schlief nach 5 Minuten direkt im Anhänger ein.

Wir Mädels + ein Mann traten dann den Wanderweg zur Schwarzhütte an. Und an dieser Stelle muss ich einfach einen kleinen Exkurs schreiben.

WANDERN MIT CHUCKS.

Ja, richtig. Chucks. Ich mag zwar die Natur – die passende Wanderausrüstung besitze ich trotzdem nicht. Ich hab keine Fleecejacke. Und keine Softshelljacke. Wanderschuhe habe ich entsprechend auch nicht. Auch keinen Rucksack von deuter oder anderen namhaften Herstellern. Von Wanderstöcken ganz zu schweigen. Oder diese Outdoorhosen, bei denen man mit einem Reißverschluss das halbe Bein abnehmen kann. Hab ich alles nicht. Nicht mal ansatzweise. Bei unserem Mallorca Urlaub letztes Jahr bin ich schon mit Chucks gewandert und fand diese erstaunlich bequem. Und so habe ich die abgewetzten Teile auch dieses Mal wieder in den Koffer geschmissen.

Schwarzwasser_Collage

Das Ding ist nur:… hm… ich war echt die Einzige ohne diese Ausrüstung. Ohne Witz! Ich habe keinen einzigen Menschen gesehen, der da nicht multifunktional ausgestattet durch die Gegend gegurkt ist. Niemanden!!!! Das höchste der Gefühle waren Laufschuhe – und die trug wohlgemerkt meine Schwester. Der Rest ist da ausschließlich mit voll Hightech Wanderschuhen unterwegs gewesen. Sogar Kinder. Hab mich jedes Mal gefragt was das wohl kostet – die Kinder da jedes Jahr mit einer neuen Größe zu versorgen. Na wie dem auch sei. Nach dem ersten Tag dachte ich noch: aber morgen siehst du mal jemanden, der wie du durch die Pampa stapft. Weit gefehlt. Bis zum letzten Tag war ich die einzige, die mit Bluse und Cardigan die Berge erklomm. Am ersten Tag hatte ich immerhin noch eine wandertaugliche kurze Hose an. Das war es aber auch schon.

Und ich war nicht die einzige, der dieser Umstand auch tatsächlich auffiel. Am ersten Tag wanderten wir zum Teil wirklich steile Berge hinauf. Unterwegs hörte ich einen kleinen Jungen sagen:

“Mit Chucks. Wie krass!”

Ich sagte: nix. Meine Mutter konnte es sich nicht nehmen und rief “geht auch so!” hinterher. Und wie es ging. Ich lief und lief. Rutsche kaum weg und wanderte fröhlich vor mich hin. Am Ende des Tages hatte ich keine einzige Blase oder rote Stelle an den Füßen. Diese Schuhe hatten mal wieder gezeigt, was in ihnen steckt. Tschaka! Man muss wirklich dazu sagen, dass der Weg von der Melköde hinauf zur Schwarzwasserhütte nicht ohne ist. Es ist sehr unwegsam, steil und auch anstrengend. Auf der anderen Seite bin ich schon verrücktere Sachen gewandert. Dennoch kann ich nur bestätigen, was die Damen in der Melköde gesagt haben: nicht mit Buggy da hoch. Nur mit Kraxe oder anderen Tragemaßnahmen sollte man den Weg beschreiten. Alles andere wäre verrückt bei dem Zustand des Weges.

Unterwegs hat man teilweise atemberaubende Aussichten und man trifft vor allem eines: Kühe. Man hört sie aufgrund der überdimensionalen Glocken schon vorab. Gestreichelt haben wir sie auch. Aber Obacht: wenn sie mit ihren Köpfen mal wieder nach einer Fliege schlagen kann man auch ziemlich schnell mal ein Hörnchen zwischen den Rippen hängen haben. Sie bewegen sich so schnell und kraftvoll – da ist Vorsicht mehr als angebracht. Zwischendurch muss man sie auch mal von einer Brücke treiben, die der einzige Weg ist um weiter voran zu kommen. Herrlich war das.

Schwarzwasser_0

Oben auf der Schwarzwasserhütte kann man dann wieder herrlich essen und trinken – und trifft ein paar mehr Leutchen, die aus der anderen Richtung kommen: vom Ifen selbst. Eigentlich wollten wir so gerne dort entlang, ließen es aber nach einigen Gesprächen mit anderen Wandern sein. Sehr steil werde es, so richtig mit Klettern und Seilen und Metallstreben an denen man sich festhalten müsse. Wir haben bis heute keine Ahnung ob das wirklich so ist, sind aber sicherheitshalber den Rückweg angetreten. Nach unten dauerte es natürlich nicht ansatzweise so lang. Besonders schön auf dem Weg zur Schwarzwasserhütte ist der Fluss, der sich mal langsam, mal schneller parallel zu uns durch das Tal schlängelte. An vielen Stellen konnte man kurz ans Ufer und sich die vom heißen Wetter angeschwollenen Finger abkühlen. Herrlich!

Melköde_Collage

FAZIT

Mit Kind/ern ist der Wanderweg bis zur Melköde herrlich und dauert vielleicht bei mäßiger Geschwindigkeit 1 1/2 bis 2 Stunden. Dort findet man einen Spielplatz, Kühe, einen tollen Wasserfall, etwas zu Essen und zu trinken und viele andere tolle Dinge, die es in der Natur zu bestaunen gibt. Viele Familien mit geländetauglichen Buggys nutzten diesen Weg und wanderten ganz entspannt durch das schöne Kleinwaldertal. In jedem Fall bei schönem Wetter sehr sehr empfehlenswert! *herz* Ab der Melköde sollte man aber auf jeden Fall auf Buggy und Co. verzichten und entweder das Kind mit Papa wieder in die andere Richtung zur Ifenbahn schicken oder es in einer guten Trage mit schleppen. 🙂 Viel Spaß!

Mallorca mit Kind und Kegel…Cap de ses Salines – Platja d’es Caragol – Cala en Tugores

Mallorca mit Kleinkind: Cap de ses Salines – Platja d’es Caragol – Cala en Tugores

Eigentlich wollten wir gar nicht zum Cap de ses salines… Leuchtturm angucken? Hmm… ok! *hehe*… da aber die Cala en Tugores (unser eigentliches Ziel) mehr oder weniger nur über diesen Punkt zu erreichen war, haben wir uns auf den Weg zur südlichen Spitze Mallorcas gemacht. Der Fahrtweg war zum Ende hin sehr “rustikal”…Parken kann man kurz vor dem Leuchtturm an den Seiten der Straße (siehe Bild). Macht nicht den Fehler und fahrt bis zum Ende vor.. Ja, hier kann natürlich auch noch ein Parkplatz frei sein, so dass man nicht so weit laufen muss. Man kann aber auch – wie wir – Pech haben und plötzlich vor dem Tor zum Leuchtturm stehen, eingekeilt zwischen den am Rand parkenden Autos.. und nicht mehr richtig heraus kommen. Nach Ewigkeiten des Manövrierens konnte ich dann rückwärts raus und habe irgendwo weiter am Anfang geparkt. So weit mussten wir gar nicht laufen, immerhin waren wir außerhalb der Ferienzeit auf Mallorca.

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Am Leuchtturm angekommen (den man sich übrigens nicht mal richtig ansehen kann – nervig) erwartet einen eine imposante Felsenlandschaft… und natürlich das Meer. Die Wellen peitschen ordentlich gegen das Gestein.. überall wurden kleine Türmchen gebaut. Steinchen auf Steinchen. Es ist wunderschön… Man hält sich aber gar nicht lang am Leuchtturm auf, da es hier eigentlich nicht wirklich etwas anzuschauen gibt. Das cap de ses salines ist an sich – unserer Meinung nach – also nicht wirklich eine Reise wert. Dafür aber das “Tor” zu anderen tollen, sehenswerten Orten. Wenn man am Leuchtturm steht, geht man anschließend nach rechts.. von dort aus geht es zu den Zielen.. den eigentlichen Stränden. Man kann sich zu Beginn gar nicht vorstellen, dass da irgendwann mal Sand kommt. Immerhin steht man nur in Gestein. Überall nur Steine.. Steine Steine…Je weiter man in Richtung Strand läuft, umso weniger werden diese tollen Steinchengebilde. Man kann den Weg zum Platja d’es Caragol und zur Cala en Tugores übrigens gar nicht verfehlen. Man läuft immer entlang eines Zaunes… auf einem Weg, der deutlich als solcher zu erkennen ist. Es gibt hier und da mal mehrere Pfade.. verlaufen kann man sich aber nicht!

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In dieser kargen, steinigen und doch so schönen Landschaft trifft man dennoch immer wieder auf geniale Fotomotive… wie diesen alten Bunker? Also wir vermuten einen Bunker… es sah alles danach aus. Falls nicht – ich lasse mich gerne berichtigen. Oma nutzte die Chance und ließ von mir ein neues Profilbild schießen *hehe*. Man kann also unterwegs hin und wieder die Kinder klettern lassen… Vorsicht sollte trotzdem angesagt sein. Teilweise geht die Steinküste steil ins Wasser. Kinder sollten niemals unbeaufsichtigt irgendwo rumturnen. Unsere Maus entspannte gott sei Dank einen Großteil des Weges in der Kraxe.

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Unser eigentliches Ziel war ja die Cala en Tugores… eine kleine Minibucht, die im Internet vielversprechend klang. Dabei passierten wir auf dem etwa 4km langen Weg entlang der Küste den Platja d’es Caragol. Ein wunderschöner Strand, einsam, abgelegen, keinerlei Möglichkeit dort mit dem Auto hin zu gelangen. Entsprechend leer war der lange Strand. Es gibt Mülleimer, so dass es keinerlei Vermüllung gab. Toiletten sind keine vorhanden… leider :/ Dafür feiner Zuckersand, glasklares und warmes Wasser… tolle Menschen… alles sehr entspannt. Aber dazu später mehr.. denn eigentlich wollten wir ja zur Cala en Tugores.

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Die Cala en tugores sollte noch eher ein Geheimtipp sein.. und so liefen an dem schönen Strand vorbei… und liefen und liefen… und standen irgendwann in einer Bucht, die es wohl sein sollte. Das Problem: es gab keinen Strand. Lediglich Türme von Seegras versperrten alle Wege. Wir dachten erst, wir hätten uns geirrt. Ich studierte Karten, Google und diverse andere Quellen. Ich war mir sicher: wir waren in der richtigen Bucht. Nur leider war die so gar nicht toll… Beschreibung im Netz hin oder her. Die Cala en tugores war wie “ausgefressen” vom Meerwasser… Das, was noch von der Bucht übrig war, war über und über mit dem stinkenden Seegras bedeckt. Uns war schnell klar: hier brauchen wir nicht bleiben. Entnervt machten wir kurz Rast… nur um den Rückweg anzutreten. Wir liefen also wieder los… auf zum Platja d’es Caragol.

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Der Platja d’es Caragol ist wie gesagt ein Traum von einem Strand.. Ja, auch hier gibt es das doofe Seegras.. da der Strand im Privatbesitz ist und aufgrund dessen eher weniger “gemacht” wird. Trotzdem hielt sich das Zeug in Grenzen und man hatte immer wieder große Abschnitte, an denen man ins Wasser kam.. der Strand fiel extrem flach ab. Perfekt für Kleinkinder. Unser Kindlein turnte wie eine Verrückte umher und sprang von einer Ecke des Wassers in die nächste. Wir konnten ganz viele tolle Bilder machen *herz*. Ich empfehle unbedingt eine Strandmuschel oder einen Sonnenschirm. Es gab keinerlei Schatten! Dafür peitschte der Wind ordentlich an den Strand, so dass Schattenspender auch ordentlich befestigt werden mussten.

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Ebenfalls wichtig: man kann dort keine Getränke und kein Essen kaufen! Ihr müsste also für Euch und Eure Kleinen Mäuse definitiv genug Proviant mitnehmen! Daher sind auch Rücksäcke angesagt… Der Weg vom Cap de ses salnies zum Platja d’es Caragol beträgt in etwa etwas über 2km. Die wollt ihr nicht mit schweren Taschen laufen. Der Weg ist teilweise sehr steinig, es geht vorbei an vielen Büschen und kann auch kurzfristig mal etwas eng werden. Ein Hoch auf den Rucksack.

Am Strand ankern auch einige Schiffe.. sie kommen und gehen… zwischendurch haben wir noch einige Kanufahrer getroffen. Ansonsten trifft man nur auf Spaziergänger und Leute, die Erholung abseits vom Massentourismus suchen. Je weiter man gen Westen läuft, umso weniger werden die Spaziergänger… je weiter man wieder in Richtung Leuchtturm geht, umso mehr werden sie wieder. Trotzdem ist die Ecke (September) absolut kein Massentouripunkt. Es war eher menschenleer.. auch wenn das Foto mit den parkenden Autos am Anfang täuschen mag. Wir waren die meiste Zeit komplett allein unterwegs und konnten weder vorn noch hinter uns irgendwen erspähen.

Fazit: Ich habe keine Ahnung ob sich die Cala en tugores irgendwie “erholen” wird.. dafür müsste ja erst einmal jemand die Seegrasmassen weg räumen. Und wer soll das machen? Die Bucht ist – soweit gelesen – ebenso in privatem Besitz. Also wird vermutlich erst einmal alles so bleiben wie es ist. Und unserer Meinung nach ist die cala en tugores damit kein Besuch wert. Dafür aber der Platja d’es Caragol weitaus mehr. Auch wenn er an diesem Tag nur unsere zweite Wahl war… es hat sich gelohnt. Wir konnten entspannt am Strand rumtollen. Dadurch, dass der Strand so extrem flach abfiel, konnte sich die Maus austoben und in Knöchelhohem Wasser planschen. Der Platja d’es Caragol ist wirklich sehr abseits, es gibt nichts zu kaufen und man sollte definitiv alles mitnehmen, was man so für einen Strandtag braucht. Dann ist es dort einfach nur wunderschön!

Mallorca mit Familie – Teil III – Cala Varques

So viel sei vorweg gesagt: die Cala Varques ist leider schon lange kein Geheimtipp mehr. Lange Zeit galt sie als dieser, verzeichnet aber in letzter Zeit stark gesteigerte Besucherzahlen. Uns selbst betraf das eigentlich kaum, da wir im September außerhalb der absoluten Hochsaison reisten. Trotzdem war die Cala Varques gut gefüllt – aber nicht überfüllt. Hier nun unser Erfahrungsbericht von der Cala Varques 🙂

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Was ist der Cala Varques?

Die Cala Varques ist eine kleine Bucht im Osten der Insel Mallorcas. Wir hatten von unserer Autovermietung eine tolle Karte der Insel bekommen, auf der nahezu alle Buchten eingezeichnet waren. Und so setzte ich mich in unserer Finca an den Rechner und suchte und suchte.. nach der perfekten Bucht. Ziel: feiner Sandstrand, tolles, glasklares Wasser, wenig Leute, ein paar Möglichkeiten zum Wandern. Irgendwie sind wir dann bei der Cala Varques hängen geblieben. Die Infos im Netz lasen sich herrlich: Geheimtipps, überall Hippies, entspanntes Flair.

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Wie komme ich zur Cala Varques?

Man kann die Bucht nicht direkt mit dem Auto anfahren – am Ende bleibt noch eine Wanderstrecke von etwa einem Kilometer, die über eine ziemlich eigenwillige Piste geht. Es geht ruuuuunter… und der Weg ist gespickt mit Stolperfallen, da überall Minifelsen aus ihm herausragen. Mit der Kraxe war das alles wie immer kein Problem. Feste Schuhe sind nett, aber kein Muss (haben danach noch schlimmere Wege hinter uns gebracht).

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Bevor man jedoch den Wanderweg entlang läuft, kann man entweder direkt an der Hauptstraße (MA-4014 zwischen Porto Cristo und Portocolom – keine Sorge, man kann es nicht verpassen, die Autos an der Hauptstraße werden euch den Weg weisen) parken, an einem Parkplatz in der Kurve oder man fährt den kleinen schottrigen Feldweg bis zu einem großen Eisentor (hier beginnt der Wanderweg). Hier parken am Ende des Feldweges jede Menge Autos – die Reifen eures Autos werden es euch aber nicht danken – der Weg ist schrecklich.

Das Eisentor ist mit einer Kette halbherzig verschlossen. Man kann alle darauf stehenden Warnungen ignorieren und hindurch schlüpfen. Anschließend beginnt auch schon die Wanderung durch eine wirklich schöne Natur *hach*. Vor uns wanderten drei verrückte italienische Mädels, die mehr als nur gut drauf waren und in einer Tour sangen. *hehe* Irgendwann hört man schon das Meer rauschen und ehe man sich versieht biegt man um die Ecke und steht mitten in der Cala Varques.

Was gibt es zu sehen?

Der Strand in der Cala Varques ist bunt gemixt. Eigentlich ist die Bucht aber “fest in der Hand” einiger Hippies, die auch neben dem Wanderweg campen (was eigentlich strikt verboten ist). Ansonsten gibt es Familien, Paare, viel junges Gemüse, Kletterer… Franzosen, Italiener, Deutsche, Spanier. Eine Gruppe hat dort eine Slackline und ein Volleyballfeld aufgebaut, es gibt eine Bar mit Snacks und firschen Getränken – ja sogar Cocktails konnte man in der provisorischen Bar kaufen. Der Strand ist fein und sehr hell, das Wasser ist glasklar und erstrahlt in 1000 Farben. Die Liegefläche ist begrenzt, aber man sollte in jedem Fall ein Plätzchen finden. Die Wellen waren mittelmäßig, der Strand fiel nicht zuuuu steil ab, aber auch nicht so leicht, wie es vielerorts beschrieben war. Es ging erst mal einen ordentlichen Weg runter und dann blieb es lange Zeit konstant “flach”.

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Steht man dem Meer zugewandt, führen links davon mehrere Kletterwege auf die Felsen hinauf. Meine Mama und ich haben es gewagt und sind hoch gekraxelt – natürlich in FlipFlops *hihi*. Ich hatte nämlich davon gelesen, dass es hier ein ganz besonderes Fotomotiv geben soll – eine Art Brücke. Im Internet sah das ziemlich nice aus und so war schnell klar: hier will ick hin! Unterwegs haben wir zwei Männer gefragt, wann denn die gute Brücke endlich kommt. Sie meinten, wir hätten schon den halben Weg geschafft. So war es am Ende leider nicht ganz, aber die Miniwanderung war definitiv auszuhalten.

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Nach einer Weile kommt man schon mal in eine Minibucht, in welcher viele Hängematten der Wildcamper baumeln. Gegenüber sieht man die schon Leute einen steilen Pfad herunter klettern (siehe Foto oben) – zu viel für meine Mama und mich. Wir haben uns also links gehalten und haben tatsächlich einen zweiten, anderen Weg gefunden, der uns weiterbrachte. Jedoch sah man kaum etwas am Horizont und wir wollten nach einigen Minuten schon umdrehen… bis… ja bis sich das geniale Motiv vor uns auftat. Als erstes rannte ich herum und meine Mama knipste, anschließend wechselten wir. Die Aussicht war bombastisch, der Wind wehte, das Wasser peitschte in die Bucht direkt unter uns. Als meine Mutter sich auf die Klippe setzte blieb ganz kurz mein Herz stehen… 😉

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Während dessen baute das Kind mit Papa Sandburgen, die Tante bräunte sich dezent in der Strandmuschel und Musik hallte ganz leise über den Strand.

Mein Fazit:

Schade schade schade, dass dieser Strand nicht mehr soooo geheim ist. Es gibt viel zu entdecken… es herrschte zu jeder Zeit reges Treiben. Immer wieder kamen Wanderer den Weg von anderen Buchten und machten Rast. Es war eine tolle Atmosphäre, die nicht zuletzt an den Wildcampern lag, die dort leben. Die Stimmung war locker, leicht und die Hälfte der Leute rannte nackig durch die Gegend (FKK ist in jedem Fall erlaubt). Wer etwas mehr möchte als nur den ganzen Tag am Strand zu liegen ist hier genau richtig. Man kann wild durch die Gegend klettern und wandern, trifft immer wieder neues und sehenswertes. Der Wanderweg zur Bucht ist recht abenteuerlich und macht gerade deshalb so viel Spaß! Immer wieder gerne! Jawohl!

Mallorca mit Familie – Teil II – Sa Calobra / Torrent de Pareis

Heute möchte ich Euch mitnehmen auf eine atemberaubende Reise die wir sicher niemals vergessen werden. Es geht in den Gebirgszug Serra de Tramuntana, der sich im Nordwesten Mallorcas befindet. Das Weltkulturerbe erfüllte im Vorhinein ganz unsere Ansprüche an den ersten Ausflugstag: Ruhe, keine Touris, Geheimtipps abgrasen.

Und dann googelt man und schaut auf Karten… und liesst immer von Sa Calobra und vom Torrent de Pareis, einem Sturzbach, der sich durch Schluchten schlängelt. So viel sei vorweg gesagt: von einem STURZbach haben wir nix gesehen. Dafür aber eine atemberaubende Natur, Ziegen, Felsen, Steine, Kletterer, eine tolle Bucht, einen Strand, Höhlen, Kurven, Serpentinen… Es war einfach der Wahnsinn! Sa Calobra ist das kleine Dorf, welches mit einer Bucht inklusive Hafen endet.

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Der Weg ist das Ziel – diese Redewendung trifft hier ganz besonders zu… denn der Weg zum Torrent de Pareis beziehungsweise nach Sa Calobra ist nichts für ungeübte Fahrer. Da unser Mietwagen ausschließlich auf mich zugelassen war, musste Muddi ran. Und so kuppelte ich was das Zeug hielt und schlängelte die ganze Truppe hoch und runter. Zwischendurch kam uns eine Karawane von 10 Bussen entgegen. Hier hatte ich für einen kurzen Moment einen minimalen Herzinfarkt, der aber schnell wieder abflaute. Die Straße ist einmalig und unterwegs gibt es immer wieder Aussichtspunkte, die dennoch nur einen Teil dieser wunderschönen Natur einfangen können. Die Straße führt einen durch heftige Schluchten, oftmals passt nur ein Auto auf die Straße. Die Kurven sind schon ziemlich extrem – hin und wieder droht man auch mit dem Auto aufzusetzen, da das Gefälle zu heftig ist. Am Straßenrand grasen Ziegen und Schafe und hin und wieder trifft man Wanderer.

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Iiiiiiirgendwann hat man es dann geschafft und gelangt auf einen monströsen Sammelparkplatz (wir haben 7,80 EUR bezahlt) und stellt sich in Reih und Glied mit 23768568 anderen Menschen. Da das Gebiet um den Torrent de Pareis aber so weitläufig ist, hatten wir nie das Gefühl, dass es überfüllt ist. Zudem zahlte sich die Fahrt im Monat September aus: nicht sooo viele Massen. Auch in Sa Calobra selbst hielten sich die Massen sehr in Grenzen.

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Jedenfalls läuft man ganz gemächlich zum Hafen, vorbei an Restaurants und einigen Häusern, die in der kleinen Bucht stehen. Der Torrent de Pareis ist super ausgeschildert und man biegt im Grunde genommen nur einmal nach rechts ab. Und dann geht es nuuuuuur noch gerade aus. Man erahnt die Schönheit der Gegend schon am Hafen: das Wasser ist türkisblau – herrlich! Irgendwann führt einen der Weg zum ersten Höhlenweg (Papa musste sich mit der Kraxe nur minimal an wenigen Stellen ducken). Innen sind Markierungen im Boden eingelassen, die einem den zum Torrent de Pareis Weg weisen (wer sich hier verirrt muss schon einen über den Durst getrunken haben – es geht nur geradeaus).

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Irgendwann sieht man dann die tolle Bucht von weitem und in ihr die ersten Badegäste. Umringt wird das Ganze von riiiiiesigen Felsen. Das Meer ist nach wie vor blau und glasklar. Es ist wunderschön!

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Nach dem zweiten Tunnel ist man dann da… und steht mitten im Kies. Liebe Eltern mit Kinderwagen: keine gute Idee! Vor uns haben mehrere Paare verzweifelt versucht ihre Wägen über den Kies zu zerren. Vermutlich leiden sie noch heute unter einen Sehnenscheidenentzündung oder sind recht schnell den Rückzug angetreten. Also ab an die Tragen! Man steht da also mitten im Nirgendwo umzingelt vom Gebirge. Links der Strand, an dem sich einige Leute tummeln und rechts ein scheinbarer Weg ins Nirgendwo. Wir entschieden uns zuerst zu wandern und liefen einfach drauf los.

Zwischendurch versperrte uns der eigentliche Sturzbach dann kurz den Weg und es hieß Schuhe ausziehen. Schuhe sind auch das Stichwort: FlipFlops sind nicht soooo gut geeignet. Die Höhlen zum Torrent de Pareis sind sehr glatt und ich musste selbst mit Turnschuhen höllisch aufpassen, dass ich mich nicht lang lege.

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Wir liefen und liefen.. es gab tolle kleine Höhlen und nach jeder Ecke etwas neues zu entdecken. Entweder toll gestapelte Steine, Ziegen die durch die Gegend liefen, Sträucher, Bäume, Felsformationen, Wanderer die von der anderen Seite bereits 5 Stunden unterwegs waren. Langweilig wurde es jedenfalls nie. Zwischendurch schnabulierten wir ein paar Snacks und ließen das Kindlein auch außerhalb der Rückentrage durch die Gegend rennen. Die Kamera war natürlich mein ständiger Begleiter… und obwohl ich Millionen Fotos gemacht habe, habe ich dennoch das Gefühl diese Schönheit nicht ansatzweise festgehalten zu haben. Das menschliche Auge ist durch eine Kamera eben doch nicht zu ersetzen. Irgendwann endete die lange Schlucht scheinbar. Es gab eine Art Minisee und viel Geröll – auch die unterste Barriere genannt. Wir fanden noch einen kleinen Weg, der seitlich vorbei ging, aber eher etwas für geübte Kletterer war. An der Stelle endete die Wanderung und wir traten den Rückzug an. Das Kind entspannte derweil wieder in der Kraxe. Durch die Schlucht gibt es immer wieder Schatten, der das Laufen erträglich macht.

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Auf dem Rückweg genehmigten wir uns noch ein Eis und schlenderten gemütlich zum Auto zurück. Der Rückweg mit dem Auto war wesentlich einfacher als erwartet – man weiß ja was auf einen zukommt und ist daher nicht mehr so angespannt. Vorweg ließt man ja nur Horrormeldungen zur Straße.

Mein Fazit: 

Wunderschön! Sehenswert! Einmalig! Auch für Familien! Beachtet bitte, dass die Anfahrt zum Torrent de Pareis aufgrund der Straße recht lang dauert und die Kiddies ggf. quengelig werden könnten. Wir hatten den Mittagsschlaf des Kindlein abgepasst und sie schlief trotz dem ewigen rechts und links wie eine Eins. Unten in Sa Calobra angekommen, empfehle ich definitiv eine Trage. Man sah viele Eltern mit Tragehilfen, die total entspannt alles ansahen. Die Eltern mit Kinderwagen waren seeehr genervt von der Beschaffenheit des Bodens in der Bucht (große Kieselsteine).

Festes Schuhwerk ist defintiv besser – Schuhe die nass werden können sind ein i-Tüpfelchen (es gab wie gesagt eine Stelle an welcher man nicht um flaches Wasser drum herum kam). Zum Baden ist das ganze sicher toll – wir wollten jedoch lieber einen Sandstrand und haben den ersten Ausflug ins Wasser daher auf den kommenden Tag verlegt.

Wer geile Fotos machen will ist hier auch absolut richtig – es gibt gefühlte 285232528 Motive. Essen und Trinken sollte man für die kleine Wanderung schon parat haben. Wer nix dabei hat, kann sich auch etwas in einem der vielen Shops im Hafen etwas kaufen (allerdings sind hier die Preise auch echt salzig).

An die Fahrerei hatte ich mich recht schnell gewöhnt und so war der Rückweg recht schnell durch. Muskelkater vom Schalten hatte ich minimal am nächsten Tag – ging aber recht schnell wieder weg.

Wer nach Mallorca will – einen Besuch ist Sa Calobra mit dem Torrent de Pareis allemal wert!

Mallorca mit Kleinkind und Kegel – eine Übersicht

Hach.. ich sage Euch. Das war wohl einer der schönsten Urlaube meines Lebens – unseres Lebens. Die letzten beide Male haben mein Mann und ich noch richtig groß auf den Malediven geurlaubt (ohne Kind versteht sich). Letztes Jahr waren wir eine Woche an der Ostsee, mehr hatten wir uns mit einem einjährigem Kind noch nicht zugetraut. Und nun gab es so viele Premieren – kein Pauschalurlaub, der erste Flug für das Kindlein, das erste Mal mit dem Mietwagen unterwegs, eine eigene Finca… Jedenfalls haben wir jeden Tag neu geplant, sind viel über die Insel gefahren und haben versucht, nur Dinge zu tun, die menschenleer sind. Sprich: kaum Touristen, viel Natur. Unsere Rechnung ging ganz gut auf und ich möchte Euch mitnehmen auf eine ganz ganz tolle Reise. Ich habe einfach mal alles aufgeschrieben, bevor ich es wieder vergesse. Chronologisch mag ich eigentlich nicht vorgehen – habe nämlich schon einen elend langen Bericht über den Torrent de Pareis geschrieben. Und damit fange ich dann auch an. Viel Spaß!

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Teil I – Hinflug – Mietwagen – Finca – Abstecher Cala Millor

Teil II – Sa Calobra / Torrent de Pareis in der Serra de Tramuntana

Teil III – Cala Varques

Teil IV – Cap de ses Salines – Platja d’es Caragol – Cala en Tugores

Teil V – Cala Magraner

Teil VI – Pollenca – Calvario – Platja de Muro

Teil VII – Rückflug

Sonderteil – unsere Finca

Sonderteil – welchen Sitz fürs Flugzeug?

Sonderteil – Erfahrungsbericht Kraxe deuter Kid Komfort III

Restaurant Tip “La Pinta”

Das ist jetzt alles was mir so auf die Schnelle eingefallen ist. Ich hoffe ich kann ein paar Leute von dieser wunderschönen Insel begeistern.. wer “Mallorca” hört, denkt ja zunächst nicht an einen Traum aus Stein und Meer. Vielmehr kreisen die Gedanken um Alkohol und den Ballermann. Dabei betrifft das nur einen ganz kleinen Teil der Insel, den wir auch gar nicht kennenlernen wollten :). Die Insel selbst ist nicht sooo groß – man kommt recht schnell von A nach B und kann so mehrere Küsten besuchen. Es gibt natürlich viele Touristenorte, aber eben auch viele kleine abgeschiedene Buchten, tolle Wanderwege und eine herrliche Natur, die trotz ihrer Kargheit immer grün vor sich hin schimmert. Wir waren jedenfalls total begeistert von diesem magischen Stückchen Erde und haben tolle Sachen erlebt.

Ausflugtipp Brandenburg – Landpartie!

Letztes Wochenende sind wir aufgebrochen… zur Landpartie! Die “sogenannte” Landpartie gibt es nicht nur in Brandenburg. Auch in anderen Bundesländern öffnen Bauernhöfe für ein Wochenende ihre Tore und verwöhnen ihre Gäste mit allerlei Futter und vielen Spielmöglichkeiten für die Kinder. Ich selbst bin ja Dorfkind und habe viele Jahre in einem 200 Seelen Ort gewohnt. Es gab exakt eine Straße, eine Bushaltestelle, eine Dorfschenke und sonst viel Grün, Wiesen, Tiere und all das Zeug. Ich fand es herrlich. Ruhe, kein Beton und vor allem Platz! Nun leben mir in einer Kleinstadt, aber immer noch direkt am Waldrand. Mit dem Dorfleben kann man das aber nicht so ganz vergleichen und das ist ja ein Grund mehr mit dem Kindlein mal ein paar Kühe gucken zu gehen.

Erst einmal musste ich für diesen Tag beinahe meine Abnehmpläne über den Haufen werfen.. der Kuchenstand war übervoll und meine Lieblingssorte – Rhabarber – leider auch vorhanden. Den bereits verlorenen 5kg hat es keinen Abbruch getan und so konnte ich mal wieder ordentlich schlemmen. Das Kind hüpfte während dessen auf einer Hüpfburg oder saß begeistert auf einem der vielen Traktoren. Zwischendurch musste man sie von den Schafen, Kälbern und Schweinen weg reißen um eine Kremserfahrt durchs Dorf zu machen. Dann waren wir noch auf dem Spielplatz und naschten zum Abschluss Pommes. Die Hitze war beinahe unerträglich und so schüttete ich jede Menge Wasser in mich und das Kindlein. Außerdem habe ich noch zwei Mädels von meinem Abijahrgang getroffen… und das nach 10 Jahren. Wahnsinn, wie die Zeit vergeht.

Hier gibt es mehr Informationen zur Brandenburger Landpartie. Vielleicht mag jemand nächstes Jahr vorbei schauen?

Und nun: Impressionen!

Schafe! Das Kindlein war wie immer sehr begeistert von all den Tieren.

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Der Storch – nein, ich bin nicht schwanger 🙂

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Bei der Fahrt um’s Dorf wehte immer ein kleines Lüftchen… Das Kindlein schrie während dessen immer ganz begeistert “Loooooos”, wenn der Traktor es wagte langsamer zu fahren. Ein anderes Kind verlangte gar, dass wir bitte auf die Autobahn fahren mögen. 

Landpartie_00Das Kindlein hing die meiste Zeit auf der Hüpfburg oder beobachtete andere Kinder beim Springen. Geschminkt werden wollte sie übrigens nicht… Opa leistete zwar gute Überzeugungsarbeit, die aber nicht recht wirken wollte. 

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Zwischendurch durfte ein bisschen “Wissensvermittlung” natürlich nicht fehlen… und so schlenderten wir durch allerhand Agrarzeugs und kletterten auf diesen und jenen Trecker. Kindlein fand es spitze. 

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Und sonst so?

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Naturkind

Wer ein bisschen länger mitliest weiß, dass wir eher ländlich leben. Der Wald ist direkt hinter unserem Grundstück, keine 300 Meter entfernt liegt ein See und auch sonst ist alles eher ländlich und idyllisch. Die aktuelle Jahreszeit nutzen wir vor allem für das Sammeln von Kastanien und Eicheln. Das Kindlein liebt diese einfachen Spielsachen und sortiert sie mit großer Freude hin und her… rein in die eine Schüssel, raus aus der anderen. Und rumgetragen wird das Zeug auch… und natürlich probiert, wie viele Kastanien in eine Hand passen. Momentaner Rekord: 3! 🙂 Letzte Woche war das Wetter ja nicht ganz so schön… trotzdem sind wir raus in den Wald, haben Stöckchen und Kienäpfel gesammelt und haben uns zwischen den Bäumen einen kleinen Platz zum entspannen gesucht.

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Kienäpfel sind soooo toll!

Das Kindlein spielt ja momentan grundsätzlich überhaupt nicht mit Spielzeug – also mit Dingen, die als solches vom Einzelhandel deklariert werden. Hoch im Kurs stehen eher Alltagsgegenstände und eben Naturkrimskrams. Ich mache mir da machmal meine Gedanken… wenn sie mal wieder zwei Kastanien in den Mund stopft und ich mir denke “Himmel Kind, was ist da wohl dran!” Bin ich da zu überängstlich? Ich will nämlich gar nicht wissen, was ich mir als Kind so in den Mund gepackt habe. Immerhin bin ich genau im selben Wald zum Spielen gegangen.

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Im Wald mit Mama.

Vom Basteln sind wir übrigens noch eine ganze Ecke entfernt. Bisher ist eher sammeln und sortieren angesagt. Ich freue mich schon auf die Zeit, in der ich aus Kastanien kleine, dicke und nicht definierbare Pummelschweinchen bauen kann. Dann darf ich endlich die Zahnstocher auspacken und in die vorgebohrten Löcher friemeln. Habe ich als Kind schon geliebt.

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Mit beiden Füßen fest auf dem Naturboden *herz*

In die Beeren… Ausflug!

Es ist Heidelbeerzeit! Und wir lieben es! Und weil wir auf dem schönen Land leben… ist nur 3 Minuten mit dem Auto eine Heidelbeerselbstpflücke entfernt. Menschenleer… und sooo viele Sträucher voll mit dicken, blauen Beeren. Das Kindlein rannte durch die Gegend, zupfte eigenhändig die Blaubeeren und stopfte sie sich gierig in ihren Mund. Das Langarmshirt ist jetzt lila und blau… aber den Spass war es wert! Oma, Tante und Papa waren auch mit dabei und naschten die ein oder andere Beere. Einen Tag später habe ich amerikanische Blaubeermuffins mit Zimtkruste gebacken und muss sagen: sooo lecker! *herz*

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Ich finde Selbstpflücken sowieso ganz toll, da es ein riesiger Spaß für die ganze Familie ist. Es ist so ein schönes Ausflugsziel! Und man kann sich so herrlich nebenher den Bauchi voll schlagen. Am Ende standen wir alle da, haben uns gegenseitig die Zungen raus gestreckt um zu sehen, wer wohl am meisten nebenher gefuttert hatte. Das Kindlein hatte jedenfalls nicht gewonnen. Dafür hatte sie am Ende des Ausflugs ganz blaue Füßchen… ich versuche sie ja so viel wie möglich barfuß herum laufen zu lassen. Männe und ich haben ganz schlechte Füße und ich habe viel über das barfuß laufen gelesen. Daher habe ich auch dort sofort die Socken und die Schuhe von ihren niedlichen Füßchen gerissen und sie tapsen lassen. Natürlich landet da auch die ein oder andere Blaubeere auf dem Boden.. aber wen interessiert das? Die Maus fand es super!

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