Herbstvorbereitungen für das Kindlein und überhaupt…

Oh man – was soll das mit dem Herbst? Wir haben Sommer! Jaahaaa… aber wir hier im Nordosten haben schon seit Anfang April durchgehend Sommer. Kaum Regen, kaum Wolken, viel Sonne und ständige Hitze. Und das macht etwas mit einem. Es keimen ungeahnte Wünsche auf. Wünsche, von denen ich nie dachte, sie zu haben, auszusprechen oder gar mit der Welt zu teilen. Ich dachte erst: das muss schwangerschaftsbedingt sein. Aber je mehr ich darüber nachdenke… neee… diese Gefühle haben damit vermutlich eher weniger zu tun. Schieben wir die Hormone also mal beiseite und widmen uns etwas ganz Neuem:

Dem Herbst!

Ja, der Herbst. Lieber Herbst. Ich kann es kaum fassen, aber ich freue mich auf Dich. So richtig. Ich freue mich auf bunt gefärbte Blätter, später auf kahle Bäume, auf frischen Wind, auf Regen (das ich das noch mal sage), auf Nebelschwaden über kalten Feldern, auf kühlere Temperaturen, auf tolles, tiefes Licht beim Fotografieren, auf eine heiße Tasse Tee (bei der ich zur Abwechslung mal nicht Schweißausbrüche bekomme). Ach, ich könnte ewig so weiter aufzählen. Und das ist eigentlich extrem untypisch für mich. Ich – die nie Geld für einen Urlaub ausgeben würde, in dem es regnen könnte. Ich – die Hitze und Sonne über alles liebt. An manchen Tagen muss ich mich kneifen. Aber gut, so ist es nun mal. Ich freue mich auf die kühlere Jahreszeit.

Vorher darf noch unser zweites Mädchen mitten im Hochsommer schlüpfen. Und da ich mich so unendlich auf das Tragetuch freue, gibt es hier einen Grund mehr, sich auf sinkende Temperaturen zu freuen. Denn: ein kleines Wärmekissen am Bauch bei brütender Hitze = suboptimal.

Meine Herbstvorbereitungen für das Kindlein

Generell muss ich sagen: ich habe das Gefühl für kalte Temperaturen völlig verloren. Was weiß ich wie sich 10 Grad anfühlen? En wolkenverhangener Himmel? Kleine Regentropfen? Als wir neulich das Zimmer vom Kindlein renoviert haben und hierfür auch Schränke aussortierten, fielen mir so manche Dinge in die Hand, die ich schon beinahe vergessen hatte. Also deren Existenz. Einfach weil man hier seit Monaten nicht mehr daran denkt und maximal mit FlipFlops durch die Gegend rennt. Was bitte sind feste Schuhe? Socken? Oder gar Kniestrümpfe? Kopfbedeckungen beschränken sich aktuell auf einen sehr dünnen Sonnenhut oder ein Basecap. Aber auch diese Sachen werden hier extrem sporadisch genutzt.

Ihr seht: In erster Linie geht es also um Bekleidung. Jahaaa… neulich hielt ich ihre Matschhosen in den Händen und war doch etwas erschrocken darüber, wie kurz die Dinger geworden sind. Ja, sie wächst, das ist mir schon klar. Aber so? So schnell? So hoch? Und überhaupt: wann habe ich mein Kind das letzte Mal in einer Matschhose gesehen? Nachdem ich das alljährliche Fotobuch pünktlich vor ihrem 5. Geburtstag Anfang Juli in den Händen hielt, sah ich: letzten Sommer trug das Mädchen ziemlich oft so eine Hose. Gut, der letzte Sommer war ja quasi auch kein wirklicher Maßstab, da nass und nass und eigentlich nur nass. Aber dieses Mal.. wir brauchen da auf jeden Fall etwas Neues. Bestenfalls ohne Träger – die das Kindlein hasst – aber trotzdem eng am Bund. Das ist hier unsere persönliche Challenge, die wir in den meisten Fällen übrigens verlieren.

Eine neue Regenjacke brauchen wir auch. Am besten nicht so etwas Dünnes. Eine Kombi aus Regen-, Matsch-, Herbst- und Winterjacke wäre toll. Denn ich habe eine Vermutung: es wird nicht langsam kühl. Vermutlich haben wir im September oder im Oktober dann einen feinen Sturz von 25 auf 5 Grad. Exakt so steil, wie es im April nach dem eiskalten März plötzlich so heiß wurde. Das freut die einen und lässt die anderen ächzen. Dabei gibt es doch dieses tolle Wort „Übergangsjacke“. Ich habe in den letzten Jahren so ein bisschen das Gefühl, dass man solche Übergangskleidungsstücke gar nicht mehr braucht. Da es einfach keinen Übergang mehr gibt. Es gibt ein Entweder oder ein Oder. Wie das klingt. Hehe. Warm oder kalt. Regen oder Sonne. Wo sind denn nur die Schäfchenwolken geblieben, wenn man sie mal braucht. Jedenfalls ist das der Grund, warum ich kein mitteldünnes Zeug mehr anschaffe.

Spontan habe ich mich verliebt, in diese tolle Jacke von Planet Sports, schaut mal:

Jetzt stellt sich nur noch die Frage, wie ich meinem Mann den Preis klar mache. Im Alter des Kindleins kann man ja schon mal die Karte „die passt ihr ganz lang, sie wächst ja jetzt nicht mehr so schnell!“ ziehen.  Ob ich damit Glück haben werde? „Ist neutral Schatz“ ist auch noch eine Option. Falls es irgendwann ein drittes Baby mit anderem Geschlecht geben sollte (aktuell sind wir ja noch mit dem zweiten Mädchen schwanger). Oder ich sage: „Ist eine tolle Marke, denk‘ nur an den Wiederverkaufswert!“. Einen von drei Punkten werde ich wohl hoffentlich erhaschen und ihn somit überzeugen. Und sie ist wie schon oben beschrieben: kein Mittelmaß. Sieht fest und dick und vor allem robust aus. Ach und schön ist sie auch noch. Ein für mich nicht ganz unwichtiger Punkt.

Und sonst? Jaaaa… sonst sind da noch Schuhe. Ich freue mich nicht nur auf Matschgelage in Pfützen, sondern auch auf Plitschplatsch Matschsauereien mit Gummistiefeln. Auch hier müssen wir immer schauen. Denn: Kindlein hat sehr schmale Füße. In den meisten Fällen baumeln die Gummistiefel daher seltsam an ihren Füßen. Was ich auch nicht mag: so ganz ganz schwere Gummistiefel. Kennt ihr die? Die, die beim Anheben an eine Hantel mit 5kg Gewicht erinnern. Kann man machen, muss man aber nicht. Abgesehen von den Gummiteilen benötigen wir natürlich auch noch festes Schuhwerk für den Herbst. Gleiches Problem wie bei den Stiefeln: schmale Füße.

Was ich mir für das Kindlein auch noch wünsche: ein neuer Rucksack. Allmählich hat der Kindergartenrucksack nämlich ausgedient. Nicht das sie zu alt wäre für den roten Rucksack mit den weißen Tupfen – das denke ich nicht. Aber er kommt vom Platz doch langsam an seine Grenzen. Momentan geht das Mädchen ganz oft mit der Kita in das Schwimmbad, hat entsprechend Handtuch, Badezeug und kleine Snacks dabei. Der Rucksack ist voll – bis obenhin. Nun suche ich daher einen neuen Rucksack, etwas größer, dezent in der Farbe und praktisch. Und jetzt schaut euch mal diesen Rucksack an. Ist er nicht toll? Die Farbe!!! Mir stellt sich noch die Frage nach der Praxis.. also ob er zum Wandern so wirklich geeignet ist. Wobei „Wandern“ auch das falsche Wort ist. Ich brauche eher etwas für kleinere Ausflüge. Ja genau. Das klingt schon besser. Jedenfalls steht der Rucksack ganz oben auf meiner Liste für den Herbst. Er sieht auch irgendwie schon so herbstlich aus. (in diesem Moment wächst meine Vorfreude mal wieder.)

Vermutlich heule ich nach zwei Regentagen wieder rum: mimimimi, ich will den Sommer zurück und so. Kann schon sein, so bin ich eben. Aber erst einmal ist da Vorfreude. Ich kann mir sogar vorstellen mich über Schnee zu freuen. Oder über einen Tag nur Regen. Das aus meinem Mund! Ich erkenne mich ja selbst kaum wieder. Als es neulich nach (ich glaube) 2 Monaten mal wieder einen Tag regnete, saß ich wie so ein Freak am Fenster und habe mir die Nase an der Scheibe platt gedrückt. Es war einfach nur schön. Ganz sanft fiel der Regen auf den Boden…

Ich möchte also zusammenfassen – wir brauchen/möchten:

Matschhose
Regenjacke oder Regenmantel
Softshelljacke
Gummistiefel
feste Schuhe für den Herbst
ein neuer Rucksack

Gleichzeitig geht im Herbst ja noch etwas anderes wieder von vorn los… jahaaa.. braucht man gar nicht beiseite schieben das Thema.. Erkältungswelle oder gern auch Krankheitswelle genannt. Der erste Schnupfen ist bestimmt näher als man denkt. In unserem Fall ist es Husten, aber das ist ja auch wieder ein ganz anderes Thema. Ich mag jetzt hier auch nicht aufzählen, dass ich mich mit Taschentüchern und einer neuen Runde Fiebersaft eindecken werde. Hihi. Wir versuchen es daher einfach wie nächstes Jahr zu halten: geht etwas in der Kita um, nehmen wir sie nach Möglichkeit raus. So war das Kindlein die gesamte letzte Krankheitssaison nur einmal krank – und das erst im März.

Ansonsten versuchen wir bei unserem Frostmädchen einfach viel über Kleidung zu regeln. Sie friert schnell und muss entsprechend dick eingepackt werden. Allein deswegen lohnt es sich, sich schon einmal Gedanken über den Herbst und den Winter zu machen. Jawohl! Und bis der Herbst so richtig da ist, muss ich mich an wenigen einzelnen Bildern erfreuen, die zumindest was den Niederschlag angeht, schon mal so etwas wie ein Herbstbild zaubern. Vor etlichen Wochen prasselte es hier nämlich kurz mal runter. Und keine fünf Minuten später konnten die Kinder in riesigen Pfützen spielen. Ach ja… wäre auch in Gummistiefeln und Matschhose ein schöner Anblick gewesen.

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