Hallo Du drittes Wunder!

Pssst… ich mag heute ein kleines Geheimnis mit der ganzen Welt teilen. Eigentlich zwei Geheimnisse. Wobei sie in meinem Umfeld gar keine Geheimnisse mehr sind. Das Kindlein wird große Schwester. Endlich. Nach einem – für uns – langem Leidensweg bin ich aktuell in der 21. Schwangerschaftswoche. Für mich ist damit meine persönliche, magische Grenze von 28 Wochen noch nicht erreicht. Und so beherrscht Angst mein Leben. Warum? Das sagt der Titel.. „drittes Wunder“.. letztes Jahr im Oktober haben wir unser zweites Krümelchen verloren. Wann genau, das kann ich eigentlich gar nicht sagen. Festgestellt wurde es Ende der zehnten Woche.. es muss jedoch schon länger nicht mehr gewachsen sein. Ich möchte diesem zweiten Krümel einen Extra Post widmen. Und mich nun ganz auf Nummer 3 konzentrieren.

Denn: Ja, wir sind wieder schwanger!!!

Zweiter Strich nun ganz deutlich. 

Anfang Dezember habe ich positiv getestet. Ich stand ziemlich perplex da. Immerhin war es der erste Monat nach meiner Ausschabung und dem Ende der Fehlgeburt. Und schwups, war ich plötzlich wieder schwanger.. und bin es geblieben. Nummer 3 hat sich fest gekrallt. Ganz fest. Die ersten Wochen beherrschten pure Angst und Verzweiflung meine Tage. Ich rechnete fest mit einem erneuten Abgang. Warum? Schon am Abend des zweiten Testes habe ich plötzlich Schmierblutungen bekommen. Da stand für mich fest: auch dieses kleine Etwas verabschiedet sich. Ich nahm es sogar noch gelassen. Denn: wo nix gewachsen ist, muss nix ausgeschabt bzw. muss nicht auf eine kleine Geburt gewartet werden. Doch die Schmierblutungen gingen nach 3 Tagen wieder. Die Ärztin wollte dennoch wissen, was da los war und schallte.. es war Ende der 5. Woche. Doch außer der hoch aufgebauten Schleimhaut war so kurz vor Weihnachten nichts zu sehen.  In der Schwangerschaft davor hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon ganz deutlich die Fruchthöhle sehen können. Nach langem Schallen fanden wir doch etwas. Es war schwarz, sah aber von der Form und Größe nicht aus wie die typische Höhle in der unser Baby wachsen sollte. Es war nach wie vor ein Hämatom, welches nach der Ausschabung einfach nicht verschwinden wollte. Die Zeichen standen also nicht so besonders. Und so wollte mich die Ärztin – auch um eine Eileiterschwangerschaft ausschließen zu können – wenige Tage später noch einmal sehen. Und da war sie dann: die kleine schwarze Höhle. Das Hämatom hatte sich plötzlich verkleinert.. aber war nach wie vor übermächtig gegen diese kleine schwarze Höhle unseres Babys.

In der 15. Schwangerschaftswoche schon so eine Murmel. 

Doch beim nächsten Termin war es fast ganz verschwunden. Auch diesen musste ich wieder außerplanmäßig wahr nehmen. Warum? Hallo Übelkeit.. ich erinnere nur zu gern an meine erste Schwangerschaft. Bereits in der 8./9. Schwangerschaftswoche lag ich für eine Woche im Krankenhaus, da ich es einfach nicht schaffte etwas zu essen oder gar zu trinken. Übergeben musste ich mich nie. Aber es ging eben nix rein und so konnte ich bald nicht mehr aufstehen oder irgendetwas machen. Und auch in dieser dritten Schwangerschaft ging es ganz schnell in diese Richtung, so dass ich noch mal den Rat meiner Ärztin hören wollte… bezüglich von Medikamenten. Alles andere weiß ich aufgrund der Ausbildung zur Hebamme ja eh. Ich hatte noch einen Einsatz im Kreißsaal abzuschließen und überlebte dieses halbwegs gut mit Medikamenten. Der anschließende Einsatz im OP endete allerdings schon an Tag 1.. mein Körper rebellierte und ich kollabierte auf der Toilette. Also ab nach Hause, krank geschrieben.. weiß nicht ob das so gut war, die Arbeit lenkte doch immer etwas ab. Und so Begann ein Marathon auf der Couch. Ich vegetierte auf dieser vor mich hin, immer den Eimer in der Hand, falls doch was oben raus will. Aber es kam schon wie beim letzten Mal nix.

Heute in der 21. Woche leide ich nach wie vor unter Übelkeit… aber nur noch Abends. Leider lässt sich diese fast ausschließlich mit Essen bekämpfen was sich auch in meinem Gewicht niederschlägt. Ich würde mich gern mehr bewegen, habe aber leider auch immer wieder Wehen seit der 19. Woche. Und so schone ich mich und lege mich bei Wehen rasch hin. Nicht so leicht mit krankem Kind. Ich habe rückblickend ein paar für uns wichtige Daten und Fakten zusammen getragen. Immerhin möchte auch Nummer 2 ein tolles Fotobuch mit entsprechenden Einträgen haben. Und so sammelt Mama fleißig.

Meilensteine

07.12.2017 – ich teste positiv – Deine Tante erfährt nach deinem Papa als erste von deiner Existenz
08.12.2017 – ich teste ein zweites Mal positiv – der Strich ist noch viel stärker

14.12.2017 – die Übelkeit setzt so richtig ein – früh wie eh und je

23.12.2017 – die Übelkeit erreicht besonders Abends echte „Höhepunkte“

03.01.2018 – Gyn- Termin – dein Herz blubbert ganz kräftig, -4kg in 2 Wochen dank Übelkeit

16.01.2018 – Arzttermin – ich sehe das erste Mal deine Arme rudern

07.02.2018 – Wir erfahren dank Bluttest welches Geschlecht Du haben wirst
14.02.2018 – Frühe Feindiagnostik – wir erzählen dem Kindlein von deiner Existenz – ein besonderer Moment

16. Woche – ich spüre dich endlich täglich in mir wuseln
22.03.2018 – Papa spürt dich das erste Mal von außen

20. Woche – ich habe immer wieder erste Kontraktionen und muss mich mehr schonen
28.03.2018 – Ende 20. Schwangerschaftswoche Gyn Termin. Du wiegst ungefähr 360g und bist 28cm groß. Es ist alles so wie es sein soll.

Ich erinnere mich noch an einen meiner letzten Posts, in dem ich ganz klar kommuniziert hatte, dass ich erst das Studium/Ausbildung zur Hebamme beenden möchte.. und dann nachlegen mag. Nun ja.. das Herz hat meinen beziehungsweise unseren Kopf überstimmt. Und dann kam diese Fehlgeburt. Und ich dachte: ein Zeichen, du solltest es erst zu Ende machen. Und dann war da plötzlich wieder dieser – völlig unerwartet – positive Test. Und jetzt ist nach diesen furchtbar bangen Wochen plötzlich alles in Ordnung. Und doch bleibt diese Angst. Davor, dass wieder etwas schief gehen wird. Aber das werde ich in einem Post über unsere Missed Abortion noch mal ganz genau auffassen. Bis dahin mag ich gerne weiterhin über meine Schwangerschaft berichten. Denn so langsam stellt sich ein kleines bisschen Vorfreude ein. Nur ein bisschen, aber immerhin. Sie ist da. Diese Freude auf ein zweites kleines Menschlein.

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2 comments

  1. Hallo allerliebste Kathi 🙂 herzlichen Glückwunsch an euch alle drei 🙂
    wie wunderschön und ich hab es mir irgendwie gedacht durch deine Anspielungen 😉
    Sowohl das eine als auch das andere. Warum? Keine Ahnung.
    Wir können uns die Hand reichen, auch wenn ich mir beiden ein paar Monate früher dran war/bin. Wir verloren unser zweites Wunder ebenfalls in der 10ssw – bei uns war es genau der Tag des Termins wo das Herzchen einfach aufhörte zu schlagen 🙁 wir warteten ein paar Wochen ob es von allein abgeht und haben dann mit Tabletten eingeleitet. Zu Hause. Dies war für uns der Weg 🙂
    Bei uns war es nicht direkt danach das ich wieder schwanger wurde, ich wollte meinem Kopf und Herz noch etwas Zeit geben und habe deshalb nicht geschaut wann mein ES ist. Und dann schlich sich unser drittes Wunder kurz vor meinem Geburtstag ein, erfahren US bemerkt hab ich es erst nach meinem Geburtstag 🙂 ich bin 11 Wochen weiter als Du.
    Ich freu mich für euch 🙂 und wüsche dir das die Angst der
    Freude immer mehr Platz macht.
    Ganz ganz liebe Grüße

    1. Liebe Kathy,

      dann auch Euch herzlichen Glückwunsch. Ich schreibe bald mal einen ausführlichen Bericht über „unseren“ Weg mit der Fehlgeburt… wir haben nämlich auch erst abgewartet. Ganze 11 Wochen weiter bist du.. das ist so toll… dann hast du quasi alle kritischen Phasen rum. Darum beneide ich dich aktuell ein bisschen 😉 Aber heute ist die 22. Woche erreicht und somit bin ich meinem Etappenziel – der 28. Woche – wieder ein Stück näher gekommen! Ich wünsche Euch alles alles Gute!

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