Im Wald

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Wir haben das letzte Wochenende vor allem für eines genutzt: draußen sein! Der Sonntag war ja nicht mehr ganz so schön… aber so zusammengefasst war es doch ganz nett. Die Tante, meine Wenigkeit und das Kindlein machten also einen kleinen Ausflug zum Waldspielplatz. Und weil ich – wie ich finde – sooo viele schöne Bilder gemacht habe, muss ich das einfach teilen. Mal etwas Off-topic… schon vor der Geburt hat mir jeder erzählt, dass Kinder ganz fasziniert von der Natur wären. Das stimmt schon… in gewisser Weise. Das Kindlein fand Bäume für 3 Sekunden ganz interessant. Als sie dann begann zu laufen dachte ich: jetzt gehts los! Startschuss! Meine Idee: mit dem Kind in den Wald, absetzen, zugucken wie sie alles entdeckt. Nur interessierte sich das Kind monatelang nicht für den ganzen Kram, der da so rum lag. Borke? Langweilig. Baum? Pffff… Tiere waren noch ganz cool, der Rest absolut irrelevant. Mittlerweile hat sich da einiges getan. Nicht zuletzt weil auf dem Spielplatz ein selbstgebautes großes Tipi stand, was sie sofort inspizieren musste. Und nicht nur das. Neuerdings greift sie auch mal nach Stöckchen, Steinen und allerlei Krempel, der vorher nicht mal mit einem Hauch Aufmerksamkeit begutachtet wurde. Nun sammelt sie auch mal, zeigt es uns, lässt sich Dinge erklären und klopft dann fleissig alles irgendwo gegen, um den Sound zu testen. Borke wird nun gerne vom Baum gepult und die Oma bekommt einen halben Herzinfarkt wenn das Kind wieder mit den Fingernägeln in der Erde kratzt. “waaaaah” sagt sie dann immer und kann gar nicht hinsehen.

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Auf jeden Fall finden wir diese Entwicklung natürlich super…Vermutlich hilft die Sprache auch einfach und tut ihr übriges. “Baum” kann sie ja schon halbwegs sagen und der Rest kommt schon noch. Einige Schmetterlinge hatten sich auch auf den Spielplatz verirrt und flatterten vor unserer Nase herum. Alles was fliegt ist hier gerade der Hit. Hört sie ein Flugzeug oder einen Hubschrauber wird laut “da” gerufen und in den Himmel gezeigt. Ob sie das noch so toll findet, wenn wir erst selbst fliegen? Das ist nämlich der Plan für Ende des Jahres. Aber Mutti schweift schon wieder ab. Den Waldspielplatz haben wir übrigens meistens für uns ganz allein… was sehr angenehm ist. So können sich Elternteile und etwaige Angehörige nämlich auch zum Klops machen, wenn sie versuchen irgendetwas zu erklimmen und dabei augenscheinlich ziemlich bescheuert aussehen. Die Tante baumelte letztlich aber super an einem der Seile umher und verknotete sich beim Versuch herunter zu klettern fürchterlich mit ihrem Bein. Da hing sie nun und rief mich… ging aber alles gut. Das Kind stapfte derweil weiter durch die Landschaft und erkundete. Auch auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: aber ich liebe es, dass das Kindlein in so einer Umgebung aufwachsen kann und darf. Kein Lärm, kein Auto, keine Menschenmassen. Nur Stille, die Natur, unsere Augen… Entdecken, ansehen, erzählen, singen – hin und wieder legt sie ja auch ein Tänzchen hin. Es ist zu schön um es zu glauben. In diese Sinne: kommt alle gut durch den Tag!

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