Mit Baby zur Physiotherapie

Unser Kindlein hatte ja von Anfang an eine absolute Lieblingsseite beim Schlafen. Das machte sich dann schon bei der U3 an einer minimalen Verformung bemerkbar und die Ärztin gab uns eine Überweisung zur Physiotherapie, um mögliche Blockaden zu lockern. Wir haben das erst mal – ehrlich gesagt – nicht so super ernst genommen und dachten: “das gibt sich schon.” Tatsächlich wurde es kurzfristig besser, aber eben nur kurzfristig. Und so haben wir uns dann nach ein paar Wochen des Zögerns doch durchgerungen und sind mit ihr für sechs Sitzungen jeden Dienstag zum Mann mit den großen Händen :D.

Tatsächlich hatte sie ein paar Blockaden im Nacken und eine in der Wirbelsäule, die er relativ schnell lösen konnte. Ida benahm sich bei fünf von sechs Sitzungen fast tadellos. Nur einmal war sie nicht ausgeschlafen und so gab es Gemecker und Gequengel und wir mussten das Ganze schon nach 10, statt nach 20 Minuten beenden.

Wie lief das Ganze ab: Das Kindi wurde als erstes mal nackig gemacht :D. Das war schon die erste Hürde, denn besonders beim Ausziehen wird ja oft gemault bis es kein Halten mehr gibt. Mutti also völlig panisch, da die anderen Kabinen ja nur durch einen Vorhang getrennt waren und dort unter anderem Massagen zur Entspannung angeboten wurden. Und so hörte man von nebenan oft den Satz “und jetzt entspannen sie sich!” Dazu lief dann leises Geplätscher vor sich hin. Schon wenn das Kind begann zu quengeln, standen uns oft die Schweißperlen auf der Stirn – wollten wir doch auf gar keinen Fall die anderen Behandlungen stören. Und so wurde geschuckelt und geklappert und geflüstert und ständig machte einer von uns beiden “shhhhh”!  Hatten wir es dann in die nackte Position geschafft, kam der Mann mit den großen Händen und schäkerte mit dem Kindlein, so dass es hin und wieder auch mal ein Lächeln auf den Lippen hatte. Und es wurde gedreht und gedrückt und massiert und so weiter und so fort. Das Anziehen danach kann man gerne als mittlere Katastrophe bezeichnen da dort IMMER gemeckert wurde.

Ida schläft mittlerweile gerne auf beiden Seiten. Ob das allerdings von den sechs Sitzungen kommt – keine Ahnung. Geschadet hat es ihr auf jeden Fall nicht und wir wurden durch die Anstrengung immer mit etwas Schlaf belohnt :D.

Physiotherapie_Collage

Autor