Oh Gott – was wären wir entspannter…

ZweiNeulich kam ich im Gespräch mit einer Freundin auf das Thema “mögliches zweites Kind”… Hmm… Nach der Schwangerschaft und vor allem der Geburt des Kindleins habe ich ein zweites Kind seeeehr schnell kategorisch ausgeschlossen. Zu sehr waren all die Wehwehchen, die Sorgen und Ängste nach wie vor präsent. Wenige Tage nach der Geburt, hatte ich einen derart krassen Hormonflash – ich hätte auf der Stelle fünf oder zehn weitere Kinder haben können. In der ganz schlimmen Schubphase unseres Äffchens hätte ich wieder im Traum nicht an mehr Kinder gedacht. Und heute – mit etwas Abstand versteht sich – ist ein zweites Kind eigentlich schon eine fest geplante Sache. Geplant im Sinne von: ja, wird es geben.

Wann? Keine Ahnung… aber noch ist der Schmerz der Geburt zu präsent in meinem Kopf… ich hätte schon lieber so vier oder fünf Jahre Abstand. Und wer weiß ob es dann klappt und ob wir dann überhaupt noch eines zweites Kindlein wollen. Aber eines steht schon mal fest:

Wir wären absolut entspannt!

Nicht was die Schwangerschaft anbelangt… das was danach kommt! Ich meine – wir haben ja nun mit dem ersten eigentlich fast jeden Mist durch. Wir wissen das sie schreien, würgen, stinken, kotzen, schimpfen, sich den Kopf anstossen und so weiter und so fort. Man hat eigentlich alle Utensilien zu hause… muss nicht mehr stundenlang amazon Rezensionen lesen um in Erfahrung zu bringen welcher Schnuller und welche Wippe denn nun die besten sind. Man hat alles zu hause! Man weiß, wie man ein Tragetuch bindet und wie man die Manduca Babytrage einstellt. Vor allem aber weiß man was da auf einen zukommt. Zu sehr haben sich die Augenringe in mein Gedächtnis gebrannt wenn ich wieder einmal stündlich von Frau Maus geweckt wurde. Ich kenne mittlerweile jeden Punk im Haus, an dem sie sich hochziehen kann. Ich weiß, was Verstopfung auslösen kann und wie man die bekämpft. Wir haben uns laaaaange mit dem Thema Impfen beschäftigt und sind auch hier zu einer Lösung gekommen. Das Stillen klappte sofort, wird wohl beim Zweiten auch kein Problem. Wir wissen wo man Schnäppchen macht, haben die Klamotten schon (Mama kauft ja neutral) und jede Menge gute Apps auf dem Handy um das Kind zur Not zu bespassen. Die Kohle haben wir also schon ausgegeben – günstig wird es also in jedem Fall *hehe*. Wir haben das Haus, das Zimmer, den Garten. Um es auf den Punkt zu bringen:

Wir sind absolut abgehärtet und ausgestattet!

Da verstehe ich sogar Mamas, die sich für einen geringen Altersabstand beim Geschwisterchen entscheiden. Ich glaube ich würde auch nicht mehr ständig versuchen so riesige Erwartungen an mich selbst zu stellen. Das ist schon manchmal anstrengend.. man will um jeden Preis alles richtig machen. Zumindest geht es mir so. Gibt keinen Brei, keinen Zucker, keine Gewürze, viel Tragetuch, Einschlaf- und Langzeitstillen, kein ständiges “nein” Gebrülle, kein Schnuller und und und. Rückblickend haben wir viele Sachen vielleicht auch zu verkrampft angepackt – keine Ahnung. Wichtiger als die Theorie war ja schon immer das Bauchgefühl. Und das war bisher immer das richtige.

Der Schritt zu einem zweiten Kind scheint einfach.. über ein drittes wollen wir nicht sprechen – denn dann wird es wirklich anstrengend. Ich sag nur: neue Karre und so *hust*. Was mich aber vor allem reizt sind die Unterschiede. Wie wäre Nummer zwei? Was wäre anders? Und vor allem: was würden wir als Eltern anders machen? Fest steht in jedem Fall das ein Zweites her muss. Ich meine, sind wir mal ehrlich: es ist doch viel zu schön um es nur einmal zu erleben!!! *herz*

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