Der letzte Kurzurlaub vor der Geburt – ab ans Meer!

Vor einigen Tagen sind wir noch mal ein paar Kilometer durchs Land gedüst. Ziel: das Meer. Und: ein letzter Kurzurlaub. Denn: die Geburt unserer zweiten Tochter steht im August an. Und da ich danach sicher nicht so schnell irgendwo hin fahren/fliegen werde, wollten wir unserem kleinen großen Mädchen noch mal so etwas wie einen Miniurlaub bieten. Sie fragt hin und wieder wann wir denn wieder in den Urlaub fahren.. und nun haben wir einfach ganz spontan von einen auf den anderen Tag gebucht.

EXTREM SPONTAN

Ja genau, einen Tag vorher klickte ich mich durch diverse Anbieter im Netz und stieß auf ein Familien Wellness Hotel an der Ostsee. Es klang alles so toll, die Bewertungen waren super und es war vor allem für Kinder bestens geeignet. Oma hatte zudem Urlaub und so klingelte ich spontan bei ihr durch und einige Stunden später war das ganze Ding gebucht. Wir packten die Sachen und machten uns quasi einen Tag später auf den Weg. Auf dem Hinweg machten wir noch einen Abstecher zu einem der vielen Karls Erlebnisdörfer und entspannten hier in der Sonne.

Sonne ist sowieso das Stichwort. Wer hier regelmäßig mitliest der weiß: wenn ich eines nicht mag, dann ist es schlechtes Wetter. Ich bin ein Wettermensch durch und durch. Ich zahle ganz ungern Geld für einen Urlaub, in dem es dann nur regnet oder bei 15 Grad und grauer Suppe am Himmel vor sich hin dümpelt. Auch deshalb haben wir so spontan gebucht. Die Wettervorhersage war einfach toll und wir konnten uns auf drei Tage Sonne satt freuen. Und so ungenau wie die Vorhersagen heutzutage manchmal erscheinen mögen.. sie behielten Recht und wir hatten einen wunderschönen blauen Himmel mit jeder Menge Wärme auf der Haut.

VIELE BILDER & VIEL SONNE

Ich habe die Tage auch noch einmal genutzt und extrem viele Bilder geschossen. Mit etwa 800 Schnappschüssen kamen wir wieder zu Hause an.. nach radikalem Aussortieren blieben immer noch jede Menge Fotos übrig. Wenn ich Fotos machen darf, dann bin ich glücklich. Und es sind tatsächlich etliche neue Lieblingsbilder entstanden. In vollem Sonnenschein. Denn was diese gelbe Kugel da am Himmel anbelangt.. darüber konnten wir uns wirklich nicht beschweren. Manchmal ist es gar nicht so einfach schöne Bilder bei strahlendem Sonnenschein zu knipsen.. aber das liegt in erster Linie daran das ich kein Profi bin. Für das kommende Fotobuch zum fünften Geburtstag vom Kind ist dennoch einiges an Material entstanden.

SCHWANGERSCHAFT UND KURZURLAUB

Ich hatte ja schon berichtet: ich leider unter allerlei Wehwehchen. Und blieb auch am Meer nicht davon verschont. Zur Zeit der Reise befand ich mich in der 28. Schwangerschaftswoche. Gefühlt befinde ich mich jedoch kurz vor dem Ende. Ich bin kugelrund und fühle mich dank der anhaltenden Hitze hier im Osten ziemlich aufgeschwemmt und schwer. Schwer ist wirklich ein gutes Wort um das Ganze zu beschreiben. Nicht nur meine Bewegungen fühlen sich schwer an.. mein ganzer Körper hat irgendwie ein Level erreicht.. nicht mehr feierlich. Dank leichter Brise am Meer waren die Temperaturen aber sehr angenehm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl wegen eben dieser noch mal zusätzlich aufzuschwemmen. Im Gegenteil. Der Wind flatterte durch die Haare und um den Körper und es war sehr sehr angenehm.

Und die Bewegung: wir planten keine Wanderungen oder Ähnliches. Auch der Weg zu Fuß zum Strand sollte nicht zu weit sein. Nach einigen 100 Metern merke ich wieder hier und da ein Ziehen und nervige Schmerzen, die sich dann am Abend so richtig entladen. Entsprechend tummelten wir vor allem am Strand rum. Ich lag Foto knipsend in der Strandmuschel, während Papa und Oma das Kind bespaßten. Und während meine Lieben Abends noch durch den Innenpool und die Saunalandschaft tobten, lag ich im Hotelzimmer vor dem Fernseher und genoss die Ruhe. Wichtig war uns auch, dass wir minimal versorgt waren. Das hieß: Hotel statt Ferienwohnung. Wir hatten nur Frühstück dazu gebucht, was aber über den Tag verteilt ziemlich gut ausreichte, da wir danach sowieso nur unterwegs waren. So konnte ich mich immerhin diesbezüglich etwas entspannen und musste kein Frühstück machen. Das Essen war dort wirklich ganz ganz toll.. wir schwärmen noch heute davon.

Problematisch war dagegen die Autofahrt. Wir benötigten etwas über drei Stunden um unser Ziel zu erreichen. Auf dem Hinweg lief alles noch halbwegs gut, Dank kleinem Zwischenstopp. Ich bin ja kein Freund von Anhalten.. ich will ankommen. Und so fuhren wir den Rückweg komplett durch. Das Resultat: ziemlich geschwollene Füße, Knöchel und Unterschenkel. Also hoch die Beine. Die Schmerzen beim Ein- und Aussteigen sind jedenfalls wieder ziemlich schlimm. Ich muss richtig fest die Zähne zusammenbeißen, so unangenehm ist das Ganze. Da ist es übrigens egal ob ich vorab lang gelaufen bin oder nicht.

UND DAS KINDLEIN

Tja.. unser süßes Mäuschen ist ja eigentlich ein Freund von „zu Hause“. Sie mag es sehr gerne in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und äußert das auch sehr klar. In so manchen Urlauben oder auch während Ausflügen kamen immer mal wieder die Worte „ich will nach Hause“ über ihre Lippen. Doch dieses Mal… nix. Ich denke das lag an verschiedenen Dingen. Zunächst einmal hatten wir die Oma zum Bespaßen dabei. Das hilft, wenn Mama und Papa ihr zu langweilig werden. Oma ist immer noch unangefochtene Rollenspielkönigin und steht beim Kindlein sehr hoch im Kurs. Auf der anderen Seite waren unsere Tage wirklich ziemlich spannend. Es gab quasi keinen Leerlauf und das kleine Mädchen war nicht zuletzt durch diese wirklich schöne Hotelanlage rundum beschäftigt. Aber ihr reichen diese paar Tage allemal. Erst heute haben wir über den Urlaub nächstes Jahr gesprochen, der wieder etwas größer ausfallen soll… und was sagt das Mädchen? „Schon wieder Urlaub? Nicht jetzt! Wir waren doch erst an der Ostsee!“ Bescheidenes kleines Ding.

Dank allgemeiner Anfälligkeit des Kindleins kam es natürlich wie es kommen musste. Das Äffchen nieste die ersten zwei Tage fleißig vor sich hin, nachdem es ein Bad mit den Füßen im Meer genommen hatte. Hinzu kamen die Nutzung des Innenpools und viel Wind. Am letzten Tag hustete sie schon. Aber gut, wir kennen es nicht anders und haben es auch gar nicht anders erwartet. Aber nun, wenige Tage später ist alles wieder gut und das Kindlein hatte nicht mal Fieber oder andre Begleiterscheinungen.

WAS HABEN WIR UNTERNOMMEN?

Ja also wie ich schon erwähnt habe, haben wir den ersten Stop auf der Hinreise auf einem der vielen Karls Erlebnisdörfern gemacht. Und ich muss wirklich sagen: ich war total positiv überrascht. Das Kindlein hatte rundum seinen Spaß, es war nicht zu voll und nicht zu leer. Dennoch wollten wir ja dann irgendwann unser eigentlich Ziel – die Insel Usedom – erreichen und machten uns daher nach nicht allzu kurzer Zeit auf den Weg in Richtung Wasser.

Auf der Insel Usedom gibt es ja allerhand zu entdecken. Ich glaube ich habe am ersten Tag im Hotel eine Tonne Flyer mit aufs Zimmer getragen und zusätzlich parallel im Netz geschaut, was es da so gibt. Die Angebote wie Schmetterlingsfarm und schiefes Haus klangen allesamt super. Waren aber auch – für unser Empfinden – wahnsinnig überteuert. Und so investierten wir unser Geld lieber in Eisbecher, Autofahrten zum nächsten Strand oder in Aktivitäten für das Kindlein. Letztlich hätte wohl auch die Zeit für mehr gefehlt. Das Wetter und die Anlage waren einfach zu schön. Man war für die wenigen Tage vollends beschäftigt. Am liebsten war das Kindlein eh im Innenpool des Hotels. Tja, kannste nix machen, ne?

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch im viel ausgeschilderten „Wald der Sinne“ an. Vorsicht wer das vorab googeln möchte. Es gibt einen Naturlehrpfad, der in Österreich ist und exakt den selben Namen trägt. Habe ich zwar schnell bemerkt.. änderte aber nichts daran, dass man das verwechseln kann. Denn wirklich gute Bewertungen hat der Naturlehrpfad oder auch Wald der Sinne nicht verdient. Das Ganze ist kurz und knapp und recht ungepflegt. Ein Wald der Sinne ist es jedenfalls nicht. Vielleicht bin ich auch von unserem Naturlehrpfad in Bayern verwöhnt, keine Ahnung. Letztlich hätten wir mal lieber die zwei Pfade näher am Meer besucht, die auf unserer Hotelkarte ausgewiesen waren. Egal, wir haben es uns angeschaut und sind danach ganz entspannt nach Hause gefahren.

Ansonsten waren wir wie gesagt vor allem am Meer. Das Kindlein hatte Spaß im und am Meer oder hopste in einem dieser Trampoline, die man gerne überteuert für einige Minuten aufsuchen kann. Sie jagte Möwen oder rannte mit Oma ins Wasser. Überhaupt war Oma der perfekte Spielkamerad. Papa konnte dadurch immer mal wieder in der Strandmuschel einschlafen und Mama durfte Bilder knipsen. Alles so wie es sein sollte.

KLEINES FAZIT

Das war er nun wohl. Der letzte kleine Miniurlaub vor der Geburt. Ich kann mir – körperlich gesehen – nicht vorstellen in vier Wochen oder später noch mal eine Reise zu unternehmen. Eine der vielen Dinge, die dieses Mal so anders sind als in der Schwangerschaft mit dem Kindlein. Da lag ich kurz vor der Geburt noch äußerst entspannt im Pool oder arbeitete im Garten, ging mit dem Hund spazieren oder putzte irgendetwas. Dieses Mal bin ich.. ein ziemliches Wrack… was den Körper angeht. Rund, murmelig, kugelig, schwer, unbeweglich und von etlichen Schmerzen begleitet. Und das jeden einzelnen Tag.

Das Herz sagt natürlich etwas anderes. Das möchte hinaus in die weite Welt. Nach Bali, Florida oder auf die Seychellen. Aber das muss warten. Bis mindestens nächstes Jahr. Und auch da werden wir uns wohl etwas zum Entspannen suchen. Es wird der letzte Urlaub vor der Einschulung des Kindleins und das mit Mini Kleinkind. Wir werden sehen wo es hingeht. Fest steht: so eine kleine Auszeit kann richtig richtig gut tun. Und das hat sie. Ich fühle mich gut, bin aber auch froh wieder zu Hause zu sein. Das haben das Kindlein und ich dann doch gemeinsam: wir mögen unser zu Hause und alles Drumherum. Bis zum nächsten Mal du schönes Meer.

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2 comments

  1. Liebe Kathi,
    ein letzter Urlaub kurz vor der Geburt klingt vernünftig – und wie schön, dass ihr so gutes Wetter hattet!
    In welchem Hotel wart ihr denn auf Usedom? Wir suchen auch noch nach einem schönen Ziel für den Herbst/Winter und an die Ostsee fahren wir immer wieder gerne.
    Liebe Grüße,
    Franziska

    1. Hallo liebe Franziska,

      es handelte sich hierbei um das Familien Wellness Hotel Seeklause 🙂

      Kann ich nur weiter empfehlen.

      Liebste herzliche Grüße,

      Kathi

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