September 2018 – Rückblick Kindlein

SEPTEMBER 2018 – KINDLEIN – 5 JAHRE UND 2 MONATE

Ach ja.. wir haben die letzten Sommertage so gut es ging versucht zu genießen. Das ist mit Schreibaby M. nicht so einfach und geht auch am Kindlein nicht spurlos vorbei. Unser Mädchen ist nämlich auch hin und wieder genervt vom Gebrüll der kleinen Schwester. Kann man ihr nicht verübeln. Wenn nix mehr geht, darf sie mit Kopfhörern Fernsehen schauen. Was willste‘ auch sonst machen? Ansonsten war das Kindlein im September auf 2 Kindergeburtstagen, mit der Kita viel wandern und mit Opa im Wald Rehe durch’s Fernglas beobachten. Es ist momentan nicht soooo leicht ihr gerecht zu werden. Sie fordert nicht wirklich etwas ein, dennoch hat man durch Baby M. immer das Gefühl, dass sie zu kurz kommt. Was in ihren Augen vermutlich gar nicht der Fall ist – dennoch, schlechtes Gewissen bei den Eltern und so.

Das wohl letzte Mal nackig rum rennen

SCHULE UND SO

„Wenn ich neun bin, dann ist Baby M. vier Jahre alt!“

Tja, dann stehst du als Eltern erst mal da und schaust wie ein Auto in der Gegend herum. Ja, sie zählt. und ja, sie rechnet auch schon ein bisschen. Aber für Zusammenhänge solcher Art muss ja sogar ich mein Hirn anstrengen. Mathe war nie so mein Ding *hust* Mathe ist hier Papas Sache. Genauso wie die Küche. Aber ich schweife ab. Das Kindlein zählt ja schon ewig, mittlerweile ist das Ganze in aktives Rechnen übergegangen. Vier plus Vier und Fünf minus Zwei? Hier alles kein Thema mehr. Überhaupt ist so langsam alles auf Schule eingestellt. Erst letzte Woche hat uns die Location zum Essen gehen nach der feierlichen Zeremonie kontaktiert und wollte eine Bestätigung für unsere Reservierung. Die Kita plant eifrig schon das Abschlussfest ihrer Gruppe. Und wenn Oma im November ihren Urlaub einreicht, dann müssen hier tatsächlich schon die Herbstferien 2019 bedacht werden. Es ist plötzlich alles sehr real. So nah. Wir schauen auch hin und wieder nach Schultüten und Schulranzen.. was es so gibt, was es kostet (hust, da wird einem ja schlecht) und was sie sich so wünscht. Nicht mehr lang und wir haben hier tatsächlich ein richtiges Schulkind. Das wird eine riesige Umstellung für alle.

Tschüssi warmer Sommer!

GESPROCHEN

„M wie Motorboot!“ Aha.

„Papa, gibt es einen echten Weihnachtsmann?“
Oh oh, fängt das jetzt schon an?

Kinder rennen mit Bastelscheren durch die Gegend.
Mama: „Kindlein, was wollt ihr mit den Scheren schneiden?“
Kindlein: „Mama, ich rede gerade mit R., da kannst du nicht einfach dazwischen quatschen!“
Ähm. Nun ja. 

Süßester Versprecher.
„Das sind Papas Ladebatschen!“

„Baby M, liebes Baby M. du bist ja so süß. Du machst uns so glücklich!“
Ist sie nicht toll?

Mama tobt sich in den Haaren aus – kuscheln und spielen mit Baby M. – schreiben üben

DEIN ERSTES TELEFONAT

Ach ja. Dieses Telefon. Bisher hat das Kindlein am Festnetztelefon mehr zugehört als selbst gesprochen. Wenn sie etwas bejahte, dann nickte sie.. und verstand nicht sofort, dass die Person am anderen Ende der Leitung dies ja gar nicht sieht. Nun ist sie ja im Juli fünf Jahre alt geworden.. und auch hier hat sich einiges getan. Neulich hat sie tatsächlich ihr allererstes Telefonat geführt. Papa und ich haben danach fast geheult vor Rührung. Ich habe Papas Nummer gewählt und ihr den Hörer gegeben, den sie an ihr Ohr hielt. Anschließend folgte die erste via Telefon geführte Unterhaltung mit dem Papa. Es war soooo sooooo süß. Sie beendete es mit den Worten:

„Ich überreiche Dich jetzt an Mama, Papa!“

Anschließend gab sie mir das Telefon, an dem mich der säuselnde Papa erwartete. Er war hin und weg von seiner Maus und freute sich wie ein Keks über diese kurze Unterhaltung. Ich sage Euch. Morgen macht sie den Führerschein und übermorgen zieht sie aus. Ich weiß schon ganz genau, weshalb wir noch ein drittes Kind möchten.

GEDICHT VOM DRACHEN

Neulich kam das Kindlein nach Hause und begann mit dem Aufsagen eines Gedichtes. Einfach so. Von gleich auf jetzt. Ich war etwas perplex.. erstens weil es so plötzlich kam.. und zweitens weil es so lang war. Viele Strophen..so gefühlt. Es ist natürlich nicht das erste Gedicht, welches das Kindlein kann. Aber eben das erste längere mit etlichen Reimen. Nachdem ich beinahe eine Träne verdrückt habe, musste sie sich von ihrer rührseligen Mutter mal wieder anhören, wie toll sie ist und wie stolz wir alle auf sie sind. Da das Gedicht so schön zum Herbst passt, anbei die Zeilen, welche nun beinahe alle Familienmitglieder mindestens einmal gehört haben.

Einen Drachen bau ich mir
aus vier Leisten und Papier.
Male ihm mit Tusche bunt
einen riesengroßen Mund.
Auch die Augen fehlen nicht
und die Nase im Gesicht.

Troddeln hat er, wunderschön,
wie zwei Ohren anzusehn.
Hinten hängt ein Schwänzchen dran,
dass er richtig steuern kann.
Und am Ende knüpf ich auch
eine Schnur an seinen Bauch.

Wenn das Wetter mir gefällt,
trag ich ihn hinaus aufs Feld.
Wo die ersten Hügel sind,
spürt mein Drachen schon den Wind.
Ganz allein im Blauen nur
schwebt mein Drachen an der Schnur.

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