Juni 2018 – Rückblick – 2 Jahre & 11 Monate

Der Juni war ein ganz komischer Monat. Er zog sich wie Kaugummi und ging doch irgendwie ganz schnell vorbei. Ist vermutlich so ein Schwangerending – keine Ahnung. Aber es geht ja in diesen Rückblicken vor allem um unser Kindlein. Fünf verrückte Jahre wird sie im Juli. Daher jetzt schnell der Juni Rückblick. Das Kindlein ändert sich gerade. Dazu werde ich im Juli Rückblick noch mal einen für uns sehr historischen Tag verbloggen. Aber abgesehen davon ist sie einfach kein Kleinkind mehr – und zeigt uns das jeden Tag. Müssen wir wohl akzeptieren, auch wenn es schwer fällt.

Erdbeeren pflücken auf dem Feld. 

KINDERTAG

Am 01.06. war Kindertag. Ein Tag, der in unserer Region groß gefeiert wird. Die Kita wurde geschmückt und es wurde ein großes Frühstück auf der Terrasse vorbereitet. Dann regnete es kurz und heftig.. trotzdem wurde gefeiert. Das Kindlein bekam ein tolles Playmobil-Auto, welches wir im örtlichen Spielzeuglagen sehr sehr günstig geschossen hatten. Sie liebt das Auto,  nicht zuletzt da es pink/rosa ist… es ist auch einfach sehr „real“. Ein richtiges Familienauto eben. Jedenfalls kann ich es uneingeschränkt weiter empfehlen. Ich mag ja so „echte“ Sachen. Mal keine Feenwelt.. nein, eine richtige Familie in einem normalen Auto. 

GEREDE

Mama: „Ich bin so stolz auf Dich!“
Papa: „Ich bin auch sooo stolz auf Dich!“
Kindlein: „Jetzt streitet euch doch nicht wer stolzer ist!“

„Och Mensch Mama“ plus Augenrollen!

„Tante J., warum hast du noch nicht geheiratet, bevor du so alt geworden bist?“

Papa: „Mama würde gerne mal mit dir kuscheln.“
Kindlein: „Och man, ich hab hier jetzt zu tun!“

„Du bist die blödeste Mama auf der ganzen Welt.“

Streit um die Bezeichnung eines Fisches. Kindlein will nicht akzeptieren, dass Clownfische eben Clownfische und nicht – wenn es nach ihr geht – Nemofische heißen. Der Versuch es zu erklären, eskaliert kläglich und sie brüllt während sie die Tür donnert „Du bist ja noch dooferer als ich dachte!“

Sommer. Immer, überall. 

UND SONST

Das erste Mal auf der großen Bühne. Das Kindlein hatte quasi die Ehre auf dem örtlichen Stadtfest zusammen mit ihrer Kita ein Liedchen zu singen. Und dann lief sie da hoch, stand neben ihren Freunden, begann zu singen. Und ich? Begann zu flennen während meine Kamera heiss lief. Gut, ich war schwanger und voll mit Hormonen. Trotzdem. Ergriffen stand ich da und musste echt drei Mal schlucken. Mein Mädchen. Mein Kindlein. So gross und doch so klein. Ich glaube, genau SO fühlt sich echter Stolz an. Der Mann rollte nur wieder die Augen über die rührselige Ehefrau. Aber was soll ich auch machen? Da steht mein Kind und singt zur Eröffnung des Festes und ich stehen wie ein Groupie in der ersten Reihe. Schön war es. Das ganze Fest. Und überhaupt.

Es gab ein neues Zimmer. Finanziell gesehen war das gerade nicht so toll, nachdem wir in letzter Zeit so einiges in andere Dinge investiert hatten. Aber es half ja nix.. denn Baby M. im Bauch benötigt ja auch irgendwie Möbel. Und die hatte das Kindlein. Und die waren zudem mittlerweile auch viel zu klein. Alles wurde gequetscht und gedrückt. Also stellte ich ein Konzept für das neue Zimmer zusammen. Und eines Tages fuhren wir dann zum Möbel Schweden und kauften kräftig ein. Außerdem strich der Papa das Zimmer neu, Möbel wurden verrückt und neu aufgebaut. Es war irgendwie alles sehr anstrengend und zeigte mir mehr als 1x, dass ich mich ausruhen muss. Drei Stunden Ikea? Etliche Wehen und Schmerzen am Abend. Das mich das so fertig macht. Es ist echt heftig. Jedenfalls hat das Mädchen jetzt genau das, was es wollte: einen rosa Mädchentraum. Ich habe mich bemüht und es eher altrosa und Pastell eingerichtet. Wir finden es jedenfalls wunderschön und das Kindlein ist total glücklich.

1 Herz für Papa, 1 Herz für Mama, 1 Herz für sie selbst und 1 Herz für die kleine noch ungeborene Schwester. 

BALD GANZ GROSSE SCHWESTER

Hach ja. Ich hatte ja schon oft über die Vorfreude des Kindleins gesprochen. Und eigentlich verdient das Bild einen eigenen Post. Aber ich komme aus zeittechnischen Gründen einfach nicht dazu noch mehr zu bloggen. Da sitzt das Kindlein am großen Tisch, malt Herzen und beginnt diese auszuschneiden. Ich denke mir nichts dabei, bis sie mir ihr Ergebnis präsentiert: 4 Herzen. Für jeden eines. Und auch ihre kleine, noch nicht geborene Schwester Baby M. vergisst sie nicht. Ich war natürlich gleich am Rand zum Heulen, riss mich aber fleissig zusammen. Ist das nicht toll? Im Alltag geht die Schwangerschaft und auch das bald kommende Geschwisterchen mittlerweile eher unter. Das Kindlein küsst zwar immer noch meinen Bauch zu jedem Abschied und auch morgens nach dem Aufstehen.. ja, sie legt auch mal die Hand rauf und sagt „M. du darfst die Mama nicht so doll treten.“ .. aber sonst… nun ja. Sie ist eben mit anderen Dingen beschäftigt. Umso schöner sind diese kleinen Momente. 4 Herzen. Bald nur noch drei, wenn meines weiterhin in diesem Tempo schmilzt. Vielleicht ja irgendwann auch 3 kleine Miniherzen. Wir werden sehen.

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Erste Schwangerschaft vs. Zweite Schwangerschaft – vergessen und verdrängt?

Ach ja… das wird hier so ein kleiner Jammerpost. Denn irgendwie läuft es nicht so richtig rund. Wobei ich selbst ziemlich rund geworden bin. Über einen Meter Umfang misst mein Bauch nun in der 33. Schwangerschaftswoche. Und letzte Woche bin ich nun schon in die 34. Schwangerschaftswoche gekugelt. Dabei fällt mir immer mehr auf, wie sehr ich einige Dinge vergessen und verdrängt habe. Vieles wiederum ist total anders. Anderes total identisch. Es ist verrückt. Eines kann ich jedoch in meinem aktuellen Zustand sagen: ich mag nicht mehr wirklich schwanger sein. So gar nicht. Warum? Das kann man unten ganz gut nachlesen. Viel Spaß. Ich ziehe mal wieder auf die Couch.

Pipi Alarm

Vorbereitung ist ja bekanntlich alles, oder? Dieses Baby in mir bereitet mich jedenfalls sehr sehr gut auf den bevorstehenden Schlafmangel vor. Denn: Nachts ist meine Zeit! Ach was rede ich.. auch tagsüber kann man mich sozusagen auf dem Klo anbinden. Da esse ich Abends einen Teller Kirschen: 8x!!!! bin ich die Nacht aufgestanden.. binnen 6 Stunden. Schlaf? Was ist das? Durchschlafen? Alles vorbei. Das Köpfchen liegt jetzt, in der 33. Schwangerschaftswoche schon sehr tief im Becken (die Hebi hat getastet).. und drückt ordentlich nach unten. Das merke ich an Wehen, dem Druck im allgemeinen und natürlich auch an meinen Toilettengängen.

Ist lustig.. nicht. Sitzt man da, macht Pipi, steht auf.. und allein bei dieser Bewegung spürt man den Drang schon wieder. Überhaupt gaukelt einem der Körper ja vor, dass man quasi gleich die Niagara Fälle raus lassen muss. Letztlich reicht es für ein Rinnsal. Ein paar mickrige Tröpfchen. Und du sitzt aufm Pott und könntest nur noch heulen. Ätzend. Nachts taumele ich also weiter gen Klo und stoße mir wahlweise die Schultern und Arme an Türrahmen, Wänden oder Schränken. Letzte Nacht bin ich gegen einen an die Wand gelehnten, vom Mann zerstörten Stuhl gerannt. Der Zeh pochte darauf hin ordentlich und ich legte mich mit schmerzverzerrtem Gesicht zurück ins weiche Federbett.

Schlafen? Ähm. Was bitte?

Federbett ist das Stichwort. Abgesehen von den dauerhaften Unterbrechungen durch die Klogänge schlafe ich einfach auch total beschissen. Ja richtig gehört. Matratze zu weich oder zu hart.. Lege ich mich auf die Seite, kickt das Mädchen in mir kräftig dagegen. „Muddi, dreh dich mal bitte wieder um!“ scheint sie zu rufen. Legst du dich auf die andere Seite: gleiches Spiel. Gut, dann doch auf den Rücken.. aus meiner Hebammenausbildung weiß ich, was dabei passieren kann. Durch das Gewicht können große Gefäße abgeklemmt werden, was allerlei Folgen haben kann. Ich jedenfalls leide dann unter Atemnot und fühle mich einfach schrecklich. Rücken ist also auch eher semi optimal. Halb seitlich liegend? Ach was habe ich nicht alles versucht. Aus logistischen Gründen (Zimmer werden gerade renoviert) schlafe ich aktuell im Familienbett neben unseren Mädchen. Der Papa macht es sich oben im zukünftigen Babymädchenzimmer bequem. Daher habe ich durch meine kleine Nachbarin regelmäßig kleine süße Kinderfüße im Gesicht. Ich liebe ihre Füßchen ja, nur nicht so auf die Nase gerammt.

Gegen den Bauch kommt sie auch mal, aber da passe ich indirekt auf. Meistens schläft sie quer. Oder sonst wie.. als würde sie nachts eine Turnstunde absolvieren. Aber dieses morgendliche kuscheln, wenn sie gerade wach wird und ganz dicht an einen ran rutscht und die Arme um einen legt… unbezahlbar! Und so genieße ich diese letzten Momente mit unserem Mädchen. Nur wir zwei. Kuschelnd. Ich bringe sie in letzter Zeit auch wieder ins Bettchen- Eine Sache, die seit fast zwei Jahren nur der Papa übernommen hatte. Zuvor war ich – auch dank Stillen – die Bettchenbringmama. Nun darf ich wieder, lange undenkbar, da sie nur ihren Papa neben sich wollte. Aber unserem Mädchen kann man eigentlich alles gut erklären. Und so war es reicht leicht davon sie zu überzeugen.. Mama schläft dort besser weil.. und so weiter und so fort. Und so nutze und koste ich das Mädchen neben mir weiter aus. Kuscheln, Küssend, Händchen haltend. Ich greife so gern nach ihrer Hand.. hach. Hormone und so.

Beweglichkeit

Ein Hoch auf den Sommer seit April. FlipFlops und Schlupfschuhe – ihr seid meine wahren Helden. So einfach, so unkompliziert, so schnell. Denn: Bücken ist hier definitiv nicht mehr meine Stärke. Ich kleines großes Walross. Nun war es ja zwei, drei Tage etwas kühler und ich habe mich mal wieder an Sport Sneaker gewagt. An dieser Stelle möchte ich mich doch sehr bei unserem Schuhlöffel bedanken. Was wäre meine Welt gerade ohne dich? Eine ziemlich schlechte. Nun warte ich auf die angesagten, wärmeren Temperaturen.. kommt bitte ganz schnell. Ich mag mich nicht mehr bücken müssen. Papa ist daher übrigens momentan auch regelmäßig im Aufräummodus. Denn: Spielzeug aufheben ist schon eine kleine Herausforderung. Beim Kindlein weiß ich nur noch: hey… ich grabe noch schnell den Garten um und bewege Pflastersteine von A nach B. Ach und den Rasen mähe ich noch. Und dann noch dies und das und überhaupt. Und jetzt? Oh Gott, wie so eine alte Frau.

Neulich bin ich mit dem Kindlein eine kleine Runde Fahrrad gefahren. Wir wollten Erdbeeren kaufen und machten uns auf den Weg. Dieser Bauch.. ich konnte ja kaum treten, so unbeweglich war ich. Bein Hoch beim Treten – Wanne im weg. Beine runter, ahhh.. Entspannung. Jedenfalls kam ich mir doch sehr blöd vor. Wenn ich im Haus Staub sauge oder die Treppe hoch und runter laufe kann man mich anschließend unter ein Sauerstoffzelt legen. Es ist wirklich furchtbar. Ich bin beinahe instant aus der Puste und jauchze vor mich hin. Entsprechend oft nehme ich die liegende Position ein. Sitzen ist nämlich aufgrund von Schmerzen auch nicht mehr so nice.

Übelkeit

Das Thema hatte ich zu Beginn des Blogbeitrages beinahe vergessen. Denn: aktuell ist mir nicht übel. Aber es ist ja noch gar nicht so lang her, da weinte ich jeden Tag… einfach weil diese dauerhaft anhaltende Übelkeit nicht enden wollte. Wie schon in der ersten Schwangerschaft schlug die nämlich voll zu. In your face! In der zweiten Schwangerschaft mit der Fehlgeburt hatte ich zwar auch damit zu kämpfen, als diese jedoch weniger wurde war mir recht schnell klar, was da los war. Dieses Mal ging es auch wieder wenige Tage nach dem positiven Test los. Und wie. Einige Tage später lag ich nur noch vegetierend irgendwo herum und wusste nicht mehr wo oben und wo unten ist. In der Schwangerschaft mit dem Kindlein lag ich schon um die 8. Woche im Krankenhaus, da ich weder essen noch trinken konnte. Übergeben musste ich mich nie. Auch wenn ich mich darum bemühte – immer mit Hoffnung auf Besserung. Dieses Mal bin ich um das Krankenhaus drum herum gekommen. Aber auch nur, weil ich mich wirklich wirklich extrem gezwungen habe. Getränke mussten gut ausgewählt sein, dann ging es halbwegs. Und Flüssigkeit ist ja die halbe Miete. Jedenfalls habe ich – wie schon beim ersten Mal – ordentlich abgenommen. Netter Nebeneffekt, aber das war es auch schon. Mir ging es beschissen. Irgendwann ist man so leer, dass man kaum noch klare Gedanken fassen kann. Es scheint, als sei das ganze Hirn völlig im Winterschlaf. Sätze formen fällt schwer und man redet sehr langsam. Beim ersten Mal konnte ich kaum noch allein laufen. Das habe ich dieses Mal vermeiden können. Juhu! Nichts desto trotz kamen auch dieses Mal böse Gedanken. Gedanken, die man – gerade nach einer Fehlgeburt – nicht haben möchte. Aber es war wieder so schlimm, dass ich jeden Abend weinend zu Bett ging und mich mit der Höchstdosis Vomex abschoss… einfach nur um Einzuschlafen. Vergessen, ausblenden, nichts mehr fühlen. Nur weg mit diesem ekligen Übelkeitsgefühl. Und ich dachte wieder wie damals: dann geh doch du Baby! Geh! Natürlich wollte ich, dass es bleibt. Aber wenn es einem Wochenlang so mies geht, dann schleichen sich doch solche Sachen kann. Ich bin soooo dankbar und froh, dass das ein Ende hat. Auch wenn es dieses Mal erneut bis weit in die 20er Schwangerschaftswochen anhielt. Irgendwann war es nur noch Abends und somit halbwegs zu ertragen.

Klamotten – was ziehe ich an?

Ja dieses Mal wiege ich einige Kilos mehr als zur Schwangerschaft des Kindleins. Das liegt wohl in erster Linie an der Futterei. Denn gestartet bin ich mit dem gleichen Ausgangsgewicht. Na ist ja auch egal. Aber so langsam weiß ich einfach nicht mehr, was ich noch anziehen soll. Seit April leben wir ja quasi in der Sahara.. momentan ist es etwas kühler. Aber die Hosen, die wollen sich nicht mehr so recht um das Becken legen. Und dann versuche ich mich zu erinnern: wie war das bei dem Kindlein? Erst heute habe ich alte Bilder der Schwangerschaft raus gekramt und angesehen. Tja.. ich hatte scheinbar genug Kleidung. Da das Wetter auch mal so und mal so war. Wie ich bereits geschrieben habe: seit April herrschen ja hier eher Zustände wie am Äquator. Es ist heiss. Durchgehend. Und so bin ich doch etwas eingeschränkt. Kann ja bei schwülen 31 Grad schlecht eine lange Hose anziehen. Also ich kann schon. Aber das ausdehnende Gewebe macht mir dann recht schnell einen Strich durch die Rechnung. Ich fühle mich furchtbar eingeengt, will mir alles vom Leib reißen und nackig im frisch gewachsenen Bettchen liegen.

Und so läuft die Waschmaschine quasi im Dauerbetrieb. Muss das wenige, was ich anziehen kann, ja ständig waschen. Aktuell versuche ich mir eine Art Wochenbett Garderobe zuzulegen. Gar nicht so leicht. Und auch hier krame ich alte Erinnerungen heraus, die so eingestaubt sind, dass ich sie auch als unbrauchbar deklarieren könnte. Keine Ahnung was ich damals so getragen habe die ersten Wochen nach der Geburt. Ich gehe daher aktuell auf Nummer sicher und shoppe: Schlabberlook. Kann ja nicht falsch sein, hoffe ich.

Schmerzen

Wenn eines anders ist, dann das: Schmerzen. In der ersten Schwangerschaft war ich ziemlich aktiv. Resultat: 1x Fahrrad Sturz in der 12. Schwangerschaftswoche, 1x Treppensturz mit Grill in der Hand in den mittleren 30er Schwangerschaftswochen und 1x Krankenhausaufenthalt aufgrund vorzeitiger Wehen dank Arbeit im Garten. Ja, ich habe es krachen lassen. Ich war unterwegs, immer mit dem Hund auf Achse, bin über Stock und über Stein. Dieses Mal .. nun ja. Nach der Fehlgeburt kam diese Schwangerschaft sehr plötzlich und schnell und mein Körper hatte sich vermutlich noch nicht ansatzweise wieder regeneriert. Zumindest fühlte es sich so an. Es tut einfach alles weh. Da unten, in den Leisten, an der Syphyse, der Druck des Köpfchens. Drei Stunden bei Ikea bummeln? Bedeuten für mich in Folge zwei Tage Couch. Das Umdrehen nachts im Bett schaffe ich nur mit sehr zusammen gebissenen Zähnen. Auf einer Hochzeit vor einigen Wochen brach ich zwischendurch in Tränen aus weil ich nicht mehr sitzen/stehen/liegen konnte. Es ist nicht mehr schön. Ich kann mich körperlich nun offiziell als Wrack bezeichnen. So blöd ist das alles. Zwischenzeitlich dachte ich, es würde wieder besser werden. Aber dann mache ich einen Tag mal etwas und werde spätestens am Abend böse dafür abgestraft. Von den nächsten Tagen ganz zu schweigen. Ihr seht: es wird einfach nicht besser.

Purzelbäume im Bauch

Also… ganz ehrlich. Keine Ahnung ob das bei unserem Kindlein auch schon so heftig war. Ich erinnere mich nur noch daran, dass ich immer das Kicken im Bauch gemeckert habe. Und auch dieses Mal ist es so. Es tut weh, es ist unangenehm und hat nix mit zarten kleinen süßen Babytritten zu tun. Dieses Mädchen in meinem Bauch hat Kraft. Und was für eine! Sie tritt mich wirklich um den Verstand. Es gibt Abende, da liege ich stöhnend auf der Couch, einfach weil es wirklich schmerzhaft ist. Und das nicht zu knapp. Mein Mann, das Kindlein und meine Mama haben regelmäßig die Hände auf dem Bauch und sind jedes Mal doch sehr erstaunt darüber, welche Bewegungsparty da drin abgeht. Wenn wir hier über 5 Minuten reden würden – hey, kein Thema. Aber dieses – scheinbar sportliebende – Mädchen in mir macht gerne Übungen über Stunden. Und das tut weh. Romantisch über den wachsenden Bauch streicheln? Hier hat es sich echt ausgestreichelt. Ja, ich bin dankbar für die Bewegungen, zeigen sie mir doch: Mama, ich bin hier, ich lebe. Nach der Fehlgeburt letztes Jahr für mich wie ein sicherer Hafen.. aber trotzdem. Madame hat einfach wahnsinnig viel Platz im Bauch, ist zudem sehr groß geschätzt (darauf gebe ich übrigens gar nichts).. zum Wuseln hat sie jedenfalls ordentlich viel Freiraum.. den sie.. nun ja, ausgiebig nutzt.

Schluckauf

Jaaa.. ich kann mich sehr gut daran erinnern, dass das Kindlein ständig Schluckauf im Bauch hatte. Und auch dieses Mal ist er ein treuer Begleiter in der Schwangerschaft. Ich weiß noch, dass es mich in der ersten Schwangerschaft furchtbar nervte. Und jetzt werde ich daran erinnert, warum das so ist. Es ist einfach wahnsinnig unangenehm. Zumindest empfinde ich es so. Da ist nix mit großen Abständen. Mal alle 30 Sekunden? Pf, Pustekuchen. Teilweise im Sekundentakt hickst dieses Kind in mir. Manchmal mitten in der Nacht, kurz nachdem ich mal wieder eine meiner vielen Runden zum Klo gedreht habe. Schlafen? Fehlanzeige. Ich finde es sogar so unangenehm, dass ich dann zumeist umher laufe oder mich in irgendeiner Art und Weise anders beschäftigen muss. Sonst drehe ich durch. Dieses Pochen an einer Stelle.. das ist einfach nicht mein Ding. Umso mehr freue ich mich auf ein glucksendes Baby in meinen Armen. Denn sind sie einmal geschlüpft.. ist der Schluckauf einfach nur noch zauberhaft und zuckersüß.

Mai 2018 – Rückblick

4 Jahre und 10 Monate ist unser Kindlein nun alt. Nicht mehr lang.. und der fünfte Geburtstag steht vor der Tür. Kurz darauf die Geburt unserer zweiten Tochter. So schön der Mai auch war… wir haben viel erlebt.. umso glücklicher bin ich, dass wir nun Juni haben. Denn August ist weniger weit weg vom Juni als vom Mai. Und so rückt die Ankunft von Nummer zwei immer näher. Ich freue mich wie irre, habe aber gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen ganz viel Angst. Aber dazu irgendwann mehr. Nun erst mal zum Kindlein. Denn das hat auch so einiges Neues zu bieten.

SCHLAF KINDLEIN…

Das Kindlein macht in der Kita schon seit sie vier Jahre alt ist keinen Mittagsschlaf mehr. Das war ein ziemlich harter Kampf, dieses Thema endlich bei den Erziehern so durchzusetzen. Schon Monate, beinahe Jahre zuvor… war das Kindlein immer die Letzte beim Einschlafen, tat sich schwer mit dem Schläfchen in der Kita. Das Resultat waren Abende bis 22.00 oder 23.00 Uhr. Immer. Jeden Abend lag das Kindlein stundenlang wach und fand nicht in den Schlaf. Sie bemühte sich, aber es klappte einfach nicht. Heute haben wir folgende Situation. Mittagsschlaf gibt es nicht mehr. Eigentlich. Manchmal allerdings sammelt das Kindlein über Tage hinweg ein derartiges Defizit an, dass dann irgendwann doch die Augen zuklappen. Einfach so. Irgendwo. Bevorzugt im Auto auf dem Weg irgendwo hin. Denn das Auto war schon immer ein Garant zum Einschlafen. Nun sind wir ja schon einige Zeit zuvor immer mal wieder Abends kilometerweit gefahren.. das hatte irgendwann ein Ende. Gut so. Oft schläft das Kindlein Abends erst 21.00 Uhr oder 21.30 Uhr ein. Und ist morgens so gegen 7.30-8.00 Uhr am Start. So sammelt sich über die Tage einiges an Schlafmangel an. Und der wird entweder mit einem Abend in dem es früh ins Bett geht kompensiert.. oder eben mit einem Schlaf im Auto. Neulich hatte sie ihr iPad beim Fahren und reicht es mir mit dem Wort „müde“ zurück nach vorn. 30 Sekunden später war sie tief und fest im Traumland. Passiert. Und ist zuckersüß.

NEUES?

Ihre Malskills sind ziemlich genial geworden. Menschen werden immer präziser, Tiere ebenso. Außerdem werden seit neuestem immer ein Himmel und ein Boden dazu gemalt. Der Boden ist immer Gras und grün, der Himmel ist ein sattes blau. Überhaupt ist Malen und Zeichnen hier echt total angesagt. Da hatte sie zu Ostern erst neue Buntstifte bekommen… sind die jetzt schon wieder ziemlich kurz. Ebenso ganz neu: Helden aus dem Fernsehen malen. Der Sandmann hat es schon auf ein Blatt Papier geschafft, eben so die PJ Masks und Bibi Blocksberg. Ach und das Kikaninchen. Und diverse andere Fantasietiere.

Außerdem hat sie uns neulich damit überrascht, dass sie Hüpfkästchen auf den Boden gemalt hat. Mit Kreide. Und in die Kästchen hat sie einfach Zahlen hinein geschrieben. Hab leider vergessen es zu fotografieren. Aber sie hüpfte drauf herum und plapperte fleißig vor sich hin. Was sie übrigens sehr gern den ganzen Tag macht. Also reden. Über alles Mögliche. Bevorzugt über ihre imaginären Freunde. Tageserlebnisse muss man ihr schon aus der Nase ziehen. Fragen danach werden zumeist mit Ignorieren oder den Worten „weiß ich nicht mehr“ quittiert.

Kleine Klettermaus. Sie macht neuerdings Schweinebaumel ohne Festhalten – wie sie ganz stolz betont. Außerdem versuchen wir weiterhin an einem Radschlag zu arbeiten, ebenso gibt es erste Fortschritte in Sachen Handstand. Trotzdem ist sie immer noch sehr sehr vorsichtig was neue Dinge angeht. Auch beim Klettern. Während unseres Kurzurlaubes kletterte sie in so einer Art Röhre durch die Gegend und brauchte letztlich ganz konkrete Anweisungen vom Papa, da sie sich hier und da nicht weiter traute. Aber gut. Vorsichtiges Mädchen eben. Ist ok und mir lieber als ein Kamikaze Kind in der Notaufnahme.

ERLEBTES

Männertag

Zum Männertag war der Mann – verständlicherweise – unterwegs. Mit dem Fahrrad und vielen anderen männlichen Mitbürgern. Hehe. Und Mama verabredete sich mit den Freundinnen am See. Da eine Freundin direkt ein Seegrundstück hat, macht es deutlich einfacher. Und so tummelten sich die Kinder, während sich die Mamas begrillen ließen. Herrlich. Das Kindlein war abends entsprechend früh im Bett und der Tag dank Sonne und Hitze perfekt.

Kurzurlaub am Meer

Dazu habe ich ja schon einen ausführlichen Post verfasst. Daher brauche ich hier ja nicht mehr viel schreiben. Jedenfalls war das der letzte Kurzurlaub vor der Geburt des zweiten Mädchens. Mehr schaffe ich einfach nicht mehr. Das ist nervig, aber ich kann es leider auch irgendwie nicht ändern. Schmerzen und allerlei Wehwehchen zwingen mich regelrecht dazu. Und ich gebe allmählich zu: ich mag gar nicht mehr schwanger sein, Genießen kann man das mittlerweile nicht mehr nennen. Aber dazu dann später mehr im Schwangerschafts-Update.

Die erste Zecke

Das Erlebnis der anderen Art. Es war soooo igitt igitt. Überhaupt finde ich diese kleinen Krabbler so ekelhaft.. bäh. Und dann entdecke ich beim Kindlein eine am Rücken. Schon fest. Freitag späten Abend. Und weil ich mir schon einen kleinen roten Rand drum herum einbildetet fuhren wir zum Kindernotdienst. Der Papa direkt von Arbeit, da er dummerweise ihre Krankenkarte hatte und Mama von Oma aus bei der wir gerade zum Eis essen waren. Alles etwas hektisch und überstürzt. Das Kindlein wusste zwischendurch gar nicht wie ihm geschieht. Habe es aber immer und immer wieder erklärt. Für die Zukunft wissen wir jetzt dank sehr netter Ärztin was zu tun ist und auf was wir achten müssen. Muss ich so schnell nicht wieder haben. Bäh.

UND BALD

Der Geburtstag steht vor der Tür. Das für mich letzte Fest vor der Geburt von Baby M. Nach langem Hin und Her hat sich Madame nun für einen Unterwasserwelt Geburtstag entschieden. Nun plane ich natürlich schon eine Weile dafür. Die Einladungskarten sind gerade in der Produktion (selbst gemacht).. und werden dann demnächst verteilt. Ich versuche es klein zu halten.. keine Ahnung ob das gelingt. Da ich aufgrund der fortschreitenden Schwangerschaft ziemlich mit Schmerzen geplagt bin, schaffe ich es wohl nicht, die Party zu organisieren, die das Kindlein verdient hat. Aber gut. Ich gebe mein Bestes und hoffe, es gefällt ihr. Fischernetze und Co. sind schon auf meinem Wunschzettel…

GEREDET WURDE AUCH

„Jetzt fängst du auch noch damit an Mama. Jetzt reicht’s mir langsam!“ Ooooookayyyy….

Mama: „Mausiiiiiiii!“
Kindlein: „Was denn? Schon wieder kuscheln oder was?“
Es wird so was von Zeit für Nummer 2.

„Ich bin brilliant.“

„Ich habe meinen Papa lieb, er ist mein größter Gurkendieb.“

Zieht die Beine an und steckt sich die Knie unter das T-Shirt.
„Guck mal, ich hab schon Brüste.“
Ah ja.

„Ich will helfen, ich will helfen!“
Tatsächlich ein oft verwendeter Satz.

„Mama, du hast da Falten oben auf der Stirn!“
Kind günstig abzugeben. 

Der letzte Kurzurlaub vor der Geburt – ab ans Meer!

Vor einigen Tagen sind wir noch mal ein paar Kilometer durchs Land gedüst. Ziel: das Meer. Und: ein letzter Kurzurlaub. Denn: die Geburt unserer zweiten Tochter steht im August an. Und da ich danach sicher nicht so schnell irgendwo hin fahren/fliegen werde, wollten wir unserem kleinen großen Mädchen noch mal so etwas wie einen Miniurlaub bieten. Sie fragt hin und wieder wann wir denn wieder in den Urlaub fahren.. und nun haben wir einfach ganz spontan von einen auf den anderen Tag gebucht.

EXTREM SPONTAN

Ja genau, einen Tag vorher klickte ich mich durch diverse Anbieter im Netz und stieß auf ein Familien Wellness Hotel an der Ostsee. Es klang alles so toll, die Bewertungen waren super und es war vor allem für Kinder bestens geeignet. Oma hatte zudem Urlaub und so klingelte ich spontan bei ihr durch und einige Stunden später war das ganze Ding gebucht. Wir packten die Sachen und machten uns quasi einen Tag später auf den Weg. Auf dem Hinweg machten wir noch einen Abstecher zu einem der vielen Karls Erlebnisdörfer und entspannten hier in der Sonne.

Sonne ist sowieso das Stichwort. Wer hier regelmäßig mitliest der weiß: wenn ich eines nicht mag, dann ist es schlechtes Wetter. Ich bin ein Wettermensch durch und durch. Ich zahle ganz ungern Geld für einen Urlaub, in dem es dann nur regnet oder bei 15 Grad und grauer Suppe am Himmel vor sich hin dümpelt. Auch deshalb haben wir so spontan gebucht. Die Wettervorhersage war einfach toll und wir konnten uns auf drei Tage Sonne satt freuen. Und so ungenau wie die Vorhersagen heutzutage manchmal erscheinen mögen.. sie behielten Recht und wir hatten einen wunderschönen blauen Himmel mit jeder Menge Wärme auf der Haut.

VIELE BILDER & VIEL SONNE

Ich habe die Tage auch noch einmal genutzt und extrem viele Bilder geschossen. Mit etwa 800 Schnappschüssen kamen wir wieder zu Hause an.. nach radikalem Aussortieren blieben immer noch jede Menge Fotos übrig. Wenn ich Fotos machen darf, dann bin ich glücklich. Und es sind tatsächlich etliche neue Lieblingsbilder entstanden. In vollem Sonnenschein. Denn was diese gelbe Kugel da am Himmel anbelangt.. darüber konnten wir uns wirklich nicht beschweren. Manchmal ist es gar nicht so einfach schöne Bilder bei strahlendem Sonnenschein zu knipsen.. aber das liegt in erster Linie daran das ich kein Profi bin. Für das kommende Fotobuch zum fünften Geburtstag vom Kind ist dennoch einiges an Material entstanden.

SCHWANGERSCHAFT UND KURZURLAUB

Ich hatte ja schon berichtet: ich leider unter allerlei Wehwehchen. Und blieb auch am Meer nicht davon verschont. Zur Zeit der Reise befand ich mich in der 28. Schwangerschaftswoche. Gefühlt befinde ich mich jedoch kurz vor dem Ende. Ich bin kugelrund und fühle mich dank der anhaltenden Hitze hier im Osten ziemlich aufgeschwemmt und schwer. Schwer ist wirklich ein gutes Wort um das Ganze zu beschreiben. Nicht nur meine Bewegungen fühlen sich schwer an.. mein ganzer Körper hat irgendwie ein Level erreicht.. nicht mehr feierlich. Dank leichter Brise am Meer waren die Temperaturen aber sehr angenehm und ich hatte zu keiner Zeit das Gefühl wegen eben dieser noch mal zusätzlich aufzuschwemmen. Im Gegenteil. Der Wind flatterte durch die Haare und um den Körper und es war sehr sehr angenehm.

Und die Bewegung: wir planten keine Wanderungen oder Ähnliches. Auch der Weg zu Fuß zum Strand sollte nicht zu weit sein. Nach einigen 100 Metern merke ich wieder hier und da ein Ziehen und nervige Schmerzen, die sich dann am Abend so richtig entladen. Entsprechend tummelten wir vor allem am Strand rum. Ich lag Foto knipsend in der Strandmuschel, während Papa und Oma das Kind bespaßten. Und während meine Lieben Abends noch durch den Innenpool und die Saunalandschaft tobten, lag ich im Hotelzimmer vor dem Fernseher und genoss die Ruhe. Wichtig war uns auch, dass wir minimal versorgt waren. Das hieß: Hotel statt Ferienwohnung. Wir hatten nur Frühstück dazu gebucht, was aber über den Tag verteilt ziemlich gut ausreichte, da wir danach sowieso nur unterwegs waren. So konnte ich mich immerhin diesbezüglich etwas entspannen und musste kein Frühstück machen. Das Essen war dort wirklich ganz ganz toll.. wir schwärmen noch heute davon.

Problematisch war dagegen die Autofahrt. Wir benötigten etwas über drei Stunden um unser Ziel zu erreichen. Auf dem Hinweg lief alles noch halbwegs gut, Dank kleinem Zwischenstopp. Ich bin ja kein Freund von Anhalten.. ich will ankommen. Und so fuhren wir den Rückweg komplett durch. Das Resultat: ziemlich geschwollene Füße, Knöchel und Unterschenkel. Also hoch die Beine. Die Schmerzen beim Ein- und Aussteigen sind jedenfalls wieder ziemlich schlimm. Ich muss richtig fest die Zähne zusammenbeißen, so unangenehm ist das Ganze. Da ist es übrigens egal ob ich vorab lang gelaufen bin oder nicht.

UND DAS KINDLEIN

Tja.. unser süßes Mäuschen ist ja eigentlich ein Freund von „zu Hause“. Sie mag es sehr gerne in ihrer gewohnten Umgebung zu sein und äußert das auch sehr klar. In so manchen Urlauben oder auch während Ausflügen kamen immer mal wieder die Worte „ich will nach Hause“ über ihre Lippen. Doch dieses Mal… nix. Ich denke das lag an verschiedenen Dingen. Zunächst einmal hatten wir die Oma zum Bespaßen dabei. Das hilft, wenn Mama und Papa ihr zu langweilig werden. Oma ist immer noch unangefochtene Rollenspielkönigin und steht beim Kindlein sehr hoch im Kurs. Auf der anderen Seite waren unsere Tage wirklich ziemlich spannend. Es gab quasi keinen Leerlauf und das kleine Mädchen war nicht zuletzt durch diese wirklich schöne Hotelanlage rundum beschäftigt. Aber ihr reichen diese paar Tage allemal. Erst heute haben wir über den Urlaub nächstes Jahr gesprochen, der wieder etwas größer ausfallen soll… und was sagt das Mädchen? „Schon wieder Urlaub? Nicht jetzt! Wir waren doch erst an der Ostsee!“ Bescheidenes kleines Ding.

Dank allgemeiner Anfälligkeit des Kindleins kam es natürlich wie es kommen musste. Das Äffchen nieste die ersten zwei Tage fleißig vor sich hin, nachdem es ein Bad mit den Füßen im Meer genommen hatte. Hinzu kamen die Nutzung des Innenpools und viel Wind. Am letzten Tag hustete sie schon. Aber gut, wir kennen es nicht anders und haben es auch gar nicht anders erwartet. Aber nun, wenige Tage später ist alles wieder gut und das Kindlein hatte nicht mal Fieber oder andre Begleiterscheinungen.

WAS HABEN WIR UNTERNOMMEN?

Ja also wie ich schon erwähnt habe, haben wir den ersten Stop auf der Hinreise auf einem der vielen Karls Erlebnisdörfern gemacht. Und ich muss wirklich sagen: ich war total positiv überrascht. Das Kindlein hatte rundum seinen Spaß, es war nicht zu voll und nicht zu leer. Dennoch wollten wir ja dann irgendwann unser eigentlich Ziel – die Insel Usedom – erreichen und machten uns daher nach nicht allzu kurzer Zeit auf den Weg in Richtung Wasser.

Auf der Insel Usedom gibt es ja allerhand zu entdecken. Ich glaube ich habe am ersten Tag im Hotel eine Tonne Flyer mit aufs Zimmer getragen und zusätzlich parallel im Netz geschaut, was es da so gibt. Die Angebote wie Schmetterlingsfarm und schiefes Haus klangen allesamt super. Waren aber auch – für unser Empfinden – wahnsinnig überteuert. Und so investierten wir unser Geld lieber in Eisbecher, Autofahrten zum nächsten Strand oder in Aktivitäten für das Kindlein. Letztlich hätte wohl auch die Zeit für mehr gefehlt. Das Wetter und die Anlage waren einfach zu schön. Man war für die wenigen Tage vollends beschäftigt. Am liebsten war das Kindlein eh im Innenpool des Hotels. Tja, kannste nix machen, ne?

Auf dem Rückweg hielten wir dann noch im viel ausgeschilderten „Wald der Sinne“ an. Vorsicht wer das vorab googeln möchte. Es gibt einen Naturlehrpfad, der in Österreich ist und exakt den selben Namen trägt. Habe ich zwar schnell bemerkt.. änderte aber nichts daran, dass man das verwechseln kann. Denn wirklich gute Bewertungen hat der Naturlehrpfad oder auch Wald der Sinne nicht verdient. Das Ganze ist kurz und knapp und recht ungepflegt. Ein Wald der Sinne ist es jedenfalls nicht. Vielleicht bin ich auch von unserem Naturlehrpfad in Bayern verwöhnt, keine Ahnung. Letztlich hätten wir mal lieber die zwei Pfade näher am Meer besucht, die auf unserer Hotelkarte ausgewiesen waren. Egal, wir haben es uns angeschaut und sind danach ganz entspannt nach Hause gefahren.

Ansonsten waren wir wie gesagt vor allem am Meer. Das Kindlein hatte Spaß im und am Meer oder hopste in einem dieser Trampoline, die man gerne überteuert für einige Minuten aufsuchen kann. Sie jagte Möwen oder rannte mit Oma ins Wasser. Überhaupt war Oma der perfekte Spielkamerad. Papa konnte dadurch immer mal wieder in der Strandmuschel einschlafen und Mama durfte Bilder knipsen. Alles so wie es sein sollte.

KLEINES FAZIT

Das war er nun wohl. Der letzte kleine Miniurlaub vor der Geburt. Ich kann mir – körperlich gesehen – nicht vorstellen in vier Wochen oder später noch mal eine Reise zu unternehmen. Eine der vielen Dinge, die dieses Mal so anders sind als in der Schwangerschaft mit dem Kindlein. Da lag ich kurz vor der Geburt noch äußerst entspannt im Pool oder arbeitete im Garten, ging mit dem Hund spazieren oder putzte irgendetwas. Dieses Mal bin ich.. ein ziemliches Wrack… was den Körper angeht. Rund, murmelig, kugelig, schwer, unbeweglich und von etlichen Schmerzen begleitet. Und das jeden einzelnen Tag.

Das Herz sagt natürlich etwas anderes. Das möchte hinaus in die weite Welt. Nach Bali, Florida oder auf die Seychellen. Aber das muss warten. Bis mindestens nächstes Jahr. Und auch da werden wir uns wohl etwas zum Entspannen suchen. Es wird der letzte Urlaub vor der Einschulung des Kindleins und das mit Mini Kleinkind. Wir werden sehen wo es hingeht. Fest steht: so eine kleine Auszeit kann richtig richtig gut tun. Und das hat sie. Ich fühle mich gut, bin aber auch froh wieder zu Hause zu sein. Das haben das Kindlein und ich dann doch gemeinsam: wir mögen unser zu Hause und alles Drumherum. Bis zum nächsten Mal du schönes Meer.

Mittendrin – im Pailletten Hype

Eigentlich fehlt in der Überschrift dieser lustige Emoji Affe, der die Hände vor die Augen schlägt. So recht weiß ich nämlich nicht, ob ich dieses Thema lachend oder weinend angehen soll. Aber ich muss einfach diesen Post schreiben… das Thema „Paillette“ ist hier nämlich schwer angesagt. Und mit schwer meine ich natürlich nach wie vor nicht das Kindlein. Das ist nämlich auch mit fast fünf Jahren noch dünn wie eh und je. Aber das ist ja nicht das Thema.

My little Pony zum Wenden auf einer riesigen Fläche. Da muss man schon Kraft aufwenden zum Drehen der Pailletten. 

Wann hat der Hype um diese Pailletten auf Kinderkleidung eigentlich angefangen? Ich glaube das erste Mal habe ich auf Facebook davon gelesen, es ist auf jeden Fall schon etliche Monate her. Oder war es Instagram? Es war in jedem Fall in Social Media Kanal, so viel ist sicher. Irgendwann erreichte der Hype um diese Kleidung dann seinen Höhepunkt und das Kindlein zeitgleich ein Alter, in dem man selbst über seine Kleidungsstücke entscheiden möchte. Nun ja. Man merkt recht schnell: keine Chance, wir mussten/müssen da auch durch. Wie – vermutlich – die meisten Kinder findet das Kindlein vor allem Wendebilder mit Pailletten aller Art wie so ziemlich den Himmel auf Erden. Überhaupt ist sie ein ziemliches Mädchen. Hatte ich glaube ich schon einmal geschrieben, aber man wird ja nicht müde das zu betonen. Sie liebt pink, lila und Glitzer bis der Arzt kommt. Erst gestern haben wir über einen möglichen neuen Fahrradhelm gesprochen und wie dieser aussehen soll. Zitat des Kindleins: „rosa mit lila Glitzer.“ Und du als Mutter stehst daneben und denkst dir: wann ist das denn jetzt wieder passiert? Neulich wollte ich ihr den weltschönsten blau weiß gestreiften Badeanzug andrehen. Keine Chance. Der kleine süße Stupszeigefinger wanderte sehr zielgerichtet zu dem rosa Modell, verziert mit lila und pinken Elementen. So ein richtiges Horrormodell im Stil von Colourblocking. Da passte nix zusammen. Aber das Kindlein liebte es. Stehste‘ halt daneben und weiß nicht was du machen sollst. Na und nun sind es eben diese Pailletten. Überall. Rock, T-Shirt, Kleid, Hosen.. sogar Hüte, Basecaps, jedes verdammte Teil, was man so an seinen Körper klatschen kann ist damit versehen. Und wehe man kann die Pailletten nicht „wischen“. Gibt ja auch fixierte Varianten. Diese werden mit heftigem Kopfschütteln links liegen gelassen. Braucht Madame nicht, kann man nicht wenden, ist doof, wird verschmäht.

Diesen tollen Herzenpullover, den das Kindlein über alles liebt, habe ich übrigens von P&C.

Und das gibt es eben diese Wendebilder. Da wird drüber gewischt bis die Hände glühen. Am besten postiert man sich vorab vor einem Spiegel, so kann man das Geschehen am besten überblicken. Ansonsten sieht unser Äffchen aufgrund des nicht vorhandenen Bäuchleins quasi nichts vom Gedrehe und Gewende der Glitzerplättchen auf dem Oberteil. Und das glitzert sich das Motiv von pink zu lila, von silber zu grell rosa oder gold. Oder einfach auch alles zusammen. Glitzerglänzeschock nenne ich das manchmal.

Ich glaube zu Beginn des Hypes gab es besonders einfach Motive mitten auf einem T-Shirt. Mittlerweile gibt es alles. Ja, alles. Und wer will dieses „alles“ haben? Ja selbstverständlich das Kindlein. Ich kann es ihr nicht übel nehmen. Dieses Gewische auf dem eigenen Körper inklusive Farbwechsel hat ja auch was für sich. Ich gebe an dieser Stelle zu: hätte ich als Kind auch ziemlich geil gefunden. Konsequenz daraus? Das Kindlein bekommt natürlich alles was glitzert und glänzt und auch nur annähernd aussieht wie eine Paillette. Und wenn man sich das mal ansieht ist es an sich eigentlich ziemlich innovativ. Zumal ich zu Beginn dachte, dass die entsprechenden Teile keine einzige Maschine überstehen würden. Und was ist? ich wasche das Zeug seit Wochen und Monaten und es passiert nichts. Nicht eine Paillette hat sich verabschiedet. Als wären sie mit Superzauberkleber befestigt. Ziemlich robust, dafür dass die entsprechenden Stücke die Lieblingsteile des Kindleins sind.. und entsprechend viel aushalten müssen. Und dann erst das Gewische und Gewende. Vermutlich auch sehr strapaziös. Ja und manchmal verhakt sich eine Paillette mit ihrer Nachbarin. Aber dann wischt man einmal zurück und alles ist wieder da wo es hingehört.

Am liebsten natürlich nur die Farben lila, rosa, pink, Glitzer (in Kindleins Augen definitiv eine Farbe)

Fazit? Tja.. wird wohl noch eine Weile anhalten dieser Hype. Und ja, auch irgendwie zu Recht. Ist ja nicht nur schön und hübsch anzusehen.. (ich meine, Himmel, was für geile Motive da zum Teil entstehen).. sondern macht auch echt Spaß. Herzmann und ich haben uns beide beim Drehen und Wenden erwischt. Und im Laden stehste auch da und wischt hin und her. Wie vermutlich schon 100 andere Menschen vor dir (an dieser Stelle sei erwähnt, dass ich immer eine Flasche Desinfektionsmittel in der Tasche habe.. mittlerweile ist die Influenza Saison ja Gott sei dank vorbei). Und so dreht und wendet man fleißig vor sich hin.

Ich habe bis auf ein T-Shirt bisher nur lange und dicke Sachen mit Pailletten für das Kindlein. Das soll sich natürlich auch ändern. Ich bin aktuell daher auf der Suche nach T-Shirts, die man so hübsch wenden kann. Und dann habe ich tatsächlich DAS T-Shirt gefunden. Warum genau das? Weil das Kindlein sich zum kommenden Geburtstag eine Einhorn Party wünscht. Ich bin diesbezüglich schon auf der Suche nach allerlei Zeug und musste mit erschrecken feststellen, dass Einhörner scheinbar nur mit Regenbogen in Kombination funktionieren. Egal ob auf Pinterest oder sonst wo. Einhorn = Regenbogen. Blöd nur, dass wir letztes Jahr eine Regenbogen Party hatten. Mittlerweile sehe ich es eher positiv. Im Sinne von: kannste‘ alles wieder verwenden. Das Kindlein wünscht sich jedenfalls dieses T-Shirt hier von P&C, welches man von einem Einhorn zu einem Regenbogen wenden kann. Ist das nicht irre? Zwei Fliegen mit einer Klappe sozusagen. Und ich bin quasi aus dem Schneider (Pst: ich versuche aktuell noch die so von einer Dschungel Party zu überzeugen um auch das andere Geschlecht am besagten Tag glücklich zu machen.. drei Mal darf man raten, was sie davon hält. Ganz genau: nichts.) Heute ist es nämlich scheinbar so, dass Kinder passend zur Mottoparty auch ein entsprechendes Outfit tragen. Habe ich zwischendurch gelernt. Was man halt so lernt als Mutter. Auf diversen Sozialen Medien und so. Ja ja. Und weil ich ihr nicht so einen (für mich teilweise sehr zweideutig aussehenden) Einhorn-Haarreifen auf den Kopf setzen wollte, wäre ein Outfit in diese Richtung eindeutig die einfachere Variante.

Aber wir werden sehen ob es bei den Einhörnern bleibt (ich befürchte ja). Sollte es sich doch ändern, so muss ich eben ein anderes Motiv mit Glitzer-Wende-Pailletten finden. Denn egal um was es bei der nächsten Party gehen wird: sie will diese Pailletten. Und die soll sie auch bekommen. Mein großes und doch noch so kleines Zaubermädchen.

Schwangerschafts-Update 21.-27. Schwangerschaftswoche

Du kleines aktives Wusel

Mal abgesehen davon, dass sich dieses kleine Wesen in mir bei sämtlichen Untersuchungen nicht zeigen möchte.. so ist es auch in Sachen Bewegungen sehr eigen. Am 10. April (ich habe diesen Tag extra fett markiert) schien eine kleine Party im Bauch zu sein. Mit DJ, Tanzfläche, Scheinwerfern und so. Es war ziemlich extrem und bisweilen sogar mal schmerzlich.. so sehr schlug dieses Wusel Purzelbäume in mir. Der Bauch schlug Wellen und vibrierte förmlich unter den kleinen Extremitäten.

Ende April hatte das kleine Menschlein in mir dann ein paar sehr ruhige Tage. Und mein Kopf war voller Sorgen und Ängste… zum Glück habe ich meinen Fetaldoppler und kann in solchen Situationen Herztöne hören. Das beruhigt mich sofort. Und siehe da.. Anfang Mai ging es direkt mit Sport im Bauch los. Trampolin hüpfen war angesagt und wurde in etlichen Videos festgehalten. Das hat sich nun bis heute nicht mehr geändert. Ich wache jeden morgen mit Bewegungen in mir auf und schlafe auch mit diesen ein. Kindlein Nummer drei ist sehr aktiv und neulich hätte ich schwören können, einen kleinen Fuß an meiner Hand gespürt zu haben. Legen Leute ihre Hände auf den Bauch, so wird es oft sehr ruhig. Daher muss der Papa als Beruhiger mit seinen großen Pranken hin und wieder herhalten und eine Weile neben mir sitzend verbringen. Natürlich nur wenn es wieder zu arg wird, versteht sich.

Das Geschlecht

Oh das Geschlecht… Junge oder Mädchen. Für mich DIE Frage zu Beginn der Schwangerschaft. Ich würde es nie aushalten, es mir bis zum Ende nicht sagen zu lassen. Ich ziehe meinen Hut vor Eltern, die dieser Neugierde widerstehen können. Ich erinnere mich an einen Kaiserschnitt bei dem die Eltern sich auch überraschen lassen wollten und wir nach der Geburt des Köpfchens alle sofort erkannten: ein Junge. Das war sooo aufregend und die Stimmung im Operationssaal war wunderschön, erfüllt vor Neugierde und Bewunderung. Jedenfalls haben wir uns im Zuge der beginnenden Schwangerschaft unter anderem für die Durchführung des Harmony Tests entschieden. Bei diesem Test hat man die Möglichkeit das Geschlecht gleich mit bestimmen zu lassen. Was wir auch getan haben.

Und nun Trommelwirbel… wir erwarten erneut ein Mädchen. Damit geht ein riesiger Herzenswunsch von mir in Erfüllung… denn: ja, ich habe mir ein weiteres Mädchen gewünscht. Warum? Hm.. keine Ahnung. Es war einfach so ein tief sitzender Wunsch in mir. Und jeder der schreit: das Geschlecht ist doch egal, Hauptsache gesund. Ja, das ist richtig. Aber ich habe mich schon immer gefragt, weshalb man Frauen für ihre Wünsche bezüglich des Geschlechtes verurteilt. Jeder darf doch träumen und tief in sich zu etwas tendieren. Aber das ist ein ganz anderes Thema. Jedenfalls wünschte ich es mir, vielleicht auch deshalb, weil wir mit unserem Kindlein so wahnsinnig glücklich sind.

Was hinzu kommt: meine ganz tiefe Intuition. Es ist schon seltsam. Ich hatte beinahe vom ersten Tag an das Gefühl, dass da ein kleines Mädchen in mir wächst. Und diese seltsame Gefühl sollte sich bestätigen. Woher mag sie kommen, diese schon so tiefe und doch so zarte Verbindung? Im Grunde ist es ja auch egal. Als ich da schwarz auf weiß las, dass das Geschlecht weiblich ist, war ich den Tränen nahe und hatte für den Rest des Tages ein extrem breites Grinsen auf den Lippen. Anschließend wurden all diejenigen abtelefoniert, die bereits von der Existenz des dritten Babys in mir wussten. Die meisten erkannten anhand meiner aufgeregten und äußerst positiven Fragestellung bereits, dass wir wieder eine kleine Maus bekommen würden. „Na so wie du dich freust, wird es doch wieder ein Mädchen.“ meinte meine Mama am Telefon. Und sie sollte Recht behalten. Ich kann abschließend nur sagen: ich bin hier die glücklichste werdende Mama. Und meinem persönlichen Jackpot möchte ich bald noch mal einen eigenen Post widmen.

Mein persönlicher Jackpot: ein zweites Mädchen im Bauchi. 

Die Feindiagnostik

Schon Mitte April war dann die Feindiagnostik. Meine Mama wollte dieses Mal unbedingt dabei sein. Doch die Zeigefreudigkeit dieses Mädchens zog sich wie ein roter Faden durch sämtliche Ultraschalltermine: sie wollte sich einfach nicht so recht zeigen. „Zusammengerollt wie ein kleiner Igel“ resümierte der Arzt und wir mussten alle kichern. Trotzdem habe ich – für mich – atemberaubende Videos. Videos auf denen das kleine Mädchen Fruchtwasser schluckt und ganz süß die Lippen spitzt. Das begeisterte meine Mama dann immerhin… dennoch: vom Kindlein hatten wir damals beinahe gestochen scharfe 3D Bilder, die nicht mal nach Alien aussahen. Dieses Mal – nun ja. Das Kindlein hatten wir übrigens auch dabei, obwohl ausdrücklich gesagt wird, Kinder unter sieben Jahren sollten eher nicht dabei sein. An dem Tag mit der Uhrzeit und der Entfernung passte es leider nicht und so nahmen wir sie mit. Bei solchen Terminen ist sie ja immer total entspannt. Sie saß auf Papas Schoß, lauschte den Worten des Arztes und freute sich, dass sie ihre kleine Schwester auf dem überdimensionalen Bildschirm sah.

Fazit: alles gut, alles schick. Alles so, wie es sein soll. Betrachtet man die Perzentilen, so liegt das Kind gaaaanz oben auf. Groß, schwer, lang. Der Arzt sagte dazu gar nichts, was ich auch eher als beruhigend empfand. Wieder zu Hause, verglich ich die Werte mit denen des Kindleins. Sie stimmten beinahe exakt überein. Auch das Kindlein wurde immer als zu groß und zu schwer geschätzt und erblickte letztlich mit durchschnittlichen 52cm und 3590g das Licht der Welt. Baby M. in meinem Bauch wurde am Tag der Feindiagnostik auf 610g und 30cm geschätzt.

Nach wie vor große Vorfreude der baldigen Schwester.

Die Lage des Kindes

Ja, in meiner aktuellen Schwangerschaftswoche kann man beinahe noch nicht von Lage sprechen. Wie sagte meine Gyn so niedlich: „Sie schwimmt doch noch!“ Und auch wenn ich eine Beckenendlage spontan versuchen würde, so mache ich mir natürlich meine Gedanken. Das liegt in erster Linie wieder daran, dass erneut alles anders ist. Schaue ich in meinen Mutterpass vom Kindlein, so lese ich bei Lage ausschließlich SL.. also Schädellage. Das Kindlein lag irgendwie gefühlt die gesamte Schwangerschaft schon so, wie ein Baby zum Ende hin in Mamas Bauch liegen sollte. Und dieses zweite Mädchen.. nun ja. Die dreht sich binnen weniger Stunden von A nach B und zurück. Woher ich das weiß? Ich hatte beispielsweise zwei Ultraschalltermine dicht beieinander. Und da hatte sie sich schon wieder von Schädellage in Beckenendlage gedreht. Was ich nicht gewohnt bin: Tritte da unten. An der Blase. Und überhaupt. Dieses Getrampele da unten. Das ist ganz seltsam und ich muss mich daran erst mal gewöhnen. Ganz aktuell liegt sie vermutlich wieder mit dem Kopf nach unten. Ich kann das selbst durch gewisse Handgriffe eigentlich ganz gut ertasten. Und ihre Tritte sind ja verräterisch. Aber ich glaube an dieses kleine Mädchen da drin. Und wie auch immer sie liegen möchte… sie wird auf die Welt kommen.

Die Freude des Kindleins

Ach ja, unser erstes Kindlein ist schon eine Maus. Ich hatte es erst neulich geschrieben: jeden Morgen und jeden Abend, gerne auch zwischendurch erhält Baby M. einen Kuss, eine kleine Geschichte, eine Berührung oder aber zumindest ein Lächeln voller Vorfreude. Das mag alles verdammt kitschig klingen, ist es vermutlich auch. Aber es nicht nur auf die schönen Schwangerschaftshormone zurück zu führen. Denn: all das passiert wirklich. Ich zwinge das Kindlein zu gar nichts… sie tut all diese Gesten ganz von allein. Und mein Mamaherz strahlt natürlich wie ein Komet in der Umlaufbahn. Liebe und so. So lang hatte sie sich ein Geschwisterchen gewünscht. Und nun wird dieser Traum wahr. Wenn da nur nicht diese wie Kaugummi ziehende Zeit wäre.. dieses zähe Warten auf den Tag der Geburt. Für das Kindlein ist das glaube ich manchmal besser auszuhalten als für uns.

Muttertag – 27. Schwangerschaftswoche – der Bauchi wächst in der Sonne

Kreislauf, Wehen und Co. 

Ach ja… also diese dritte Schwangerschaft hat es schon in sich. In vielerlei Hinsicht. Ich weiß auch nicht. Was ist da los? Ist es das Alter? Bin eben keine 26/27 mehr.. sondern 31/32. Da hat man schon ein paar Jahre mehr auf dem Buckel.. und wird.. hm… eingeschränkter? Gott, wie das klingt. Aber ich habe wirklich mit allerlei Dingen zu kämpfen, die ich so aus der ersten Schwangerschaft gar nicht kenne. Oder zumindest nicht so sehr.

Schmerzen

Oje… diese Schmerzen. Und nein, ich bilde sie mir nicht ein. Und nein, da helfen auch keine Sprüche wie „Schwangerschaften sind doch keine Krankheiten.“ Was man diesen Leuten manchmal sagen möchte, behält man besser für sich. Wie dem auch sei. Schon seit Wochen plagen mich Schmerzen in den Leisten an den Beinen. Sie sind jeden Tag da, morgens, mittags, abends. Nach Bewegung viel schlimmer und Abends oft nur im Liegen zu ertragen. Und selbst in dieser Position oft sehr übel. Da es bei einseitiger Belastung eines Beines extrem wird, dachten meine Hebi und ich recht schnell an eine Symphysenlockerung. Die Gyn hat darauf hin alles geschallt, aber nichts in der Richtung feststellen können. Und so wird es wohl eine Mischung aus allem Möglichen sein. Schnelle Schwangerschaftsfolge von zwei auf drei, viel Liegen bei Nummer drei zu Beginn, dadurch Verkürzung von Sehnen und Bändern und nun in Folge von mehr Bewegung eben Schmerzen. Keine Ahnung was es nun genau ist, aber es tut weh. Ich habe hier allerlei Hilfsmittel, die aber auch nicht helfen. Und so habe ich komischerweise gelernt damit zu leben. Was es nicht besser macht. Aber ich versuche mir natürlich auch zu sagen: das ist es wert. Ja, das ist es sicherlich. Dennoch macht es meinen Alltag sehr sehr beschwerlich. Und viele kleine Träume wie Ausflüge und kleinere Urlaube zerplatzen am Himmel wie frisch gepustete Seifenblasen. Dadurch bleibt übrigens auch wieder viel am Mann kleben. Selbst den Einkauf in die Küche tragen ertrage ich zumeist nur mit Zähne zusammen beißen. Schlimm diese Wehwehchen.

Wehen

Seit der 19. Schwangerschaftswoche habe ich Kontraktionen, die ich – leider leider – sehr deutlich spüre. Bisher sind diese Wehen nicht muttermundswirksam. Aber es ist ein Alarmsignal. Ich futtere fleißig Magnesium. Parallel schaut sich die Gyn immer den Gebärmutterhals an. Bisher hat sich hier aber wie gesagt nichts getan, worüber ich/wir sehr glücklich bin/sind. Nichts desto trotz mache ich mir natürlich meine Gedanken.. die aber schon positiver ausfallen, als zur 19. Woche. Immerhin sind wir jetzt in einer Phase der Schwangerschaft, in welcher Baby M. sehr gute Überlebenschancen hätte. So kann ich – was diese Wehen angeht – deutlich entspannter in die Tage starten. Für mich bedeuten die Kontraktionen in erster Linie: schonen, schonen und noch einmal schonen. Ich versuche viel zu liegen, nicht zu viel zu tragen und herum zu wuseln, was gar nicht so einfach ist. Der Papa muss – vor allem an den Wochenenden – öfter das Kindlein nehmen und überhaupt bleibt eine Menge an ihm hängen. Ich versuche es im Rahmen zu halten und mache öfter verbotene Dinge.. wie den Rasen zu mähen. Aufgrund dieser Tätigkeit lag ich schon in der ersten Schwangerschaft mit vorzeitigen Wehen in der 36. Schwangerschaftswoche im Krankenhaus. Aber dieses Mal weiß ich es besser. Der Herzmann achtet penibel darauf, dass ich nicht zu viel mache..Beispiele: ich leere den Mäher nicht mehr und von den fünf möglichen Geschwindigkeitsstufen des Gefährtes darf ich nur noch Nummer eins wählen. Ich gehe also nicht mal richtig hinter dem selbst fahrenden Teil hinterher. Ich schneckele eher, wenn man das so sagen kann. Es ist extrem langsam, dadurch aber fast entspannend. Und so ganz ohne Bewegung geht es auch in dieser Schwangerschaft nicht. Nach dem langen Muttertagswochenende mit viel Trubel und Besuch hatte ich dann pünktlich Sonntag Abend – nachdem all die Anspannung weg war – alle 2-3 Minuten sehr regelmäßige Wehen. Das macht mir ernsthaft Sorgen. Bin dann ganz schnell ins Bett gehuscht und habe versucht zu schlafen, was mir aktuell aber auch eher misslingt. Den Tag darauf war es etwas besser.. die Wehen kommen und gehen dennoch wie sie wollen und mir bleibt nix anderes übrig als mich weiter zu schonen.

Kreislauf

Ach ja. Der liebe Kreislauf. Was ist da nur los? Liegt es an der Hitze.. dieser ungewöhnlichen Hitze für April und Mai? Keine Ahnung. Und ehrlich gesagt habe ich mit solchen Temperaturen eigentlich kein Problem. Ganz im Gegenteil: ich liebe Hitze, Wärme, Sonne. Es kann für mich nicht warm genau sein. Und dennoch ist es mir passiert. Ich hatte einen körperlichen Totalausfall. Und das in einer sehr ungünstigen Situation. Nämlich beim Kindlein abholen. Ausgerechnet an diesem Tag holte ich sie mit dem Fahrrad ab und wir wollten anschließend ganz entspannt noch ein Eis essen gehen. Daraus wurde nichts, denn schon wenige Meter, nachdem wir in der Kita los gefahren waren spürte ich meinen Kreislauf. Ich will gar nicht alles aufzählen, aber es ging extrem schnell und war extrem schlimm. Meine Beine sackten weg, mir wurde schwarz vor Augen und zu allem Überfluss musste ich mit dem Kindlein eine brenzliche Situation meistern um mich irgendwo hinzulegen, bevor ich schwanger umfallen würde. Ich rettete mich in einen Laden, rief meinen Mann an und beruhigte sowohl mich selbst als auch das Kindlein. Das war nämlich ziemlich durch den Wind. Verständlicherweise. Es war ziemlich unschön und ich selbst fix und fertig, als ich da schwitzend und schwer keuchend auf dem Boden eines Fahrradladens lag und auf Besserung hoffte.

Leider passierte mir das Ganze anschließend noch mal. Im gut temperierten Lidl. Da spürte ich allerdings, dass es wohl am zu schnell sinkenden Blutzuckerspiegel lag. Also aß ich während meines Einkaufes fleißig vor mich hin und es besserte sich zumindest minimal. Dennoch: die Lebensmittel packte ich schwitzend aufs Band und war froh mich kurz darauf in meinen riesigen Kofferraum legen zu können. Wieder kam das Ganze sehr plötzlich, wurde aber nicht so schlimm wie beim ersten Mal. Gott sei Dank. Meine Gyn meinte nur: das liegt an der Schwangerschaft und ordnete Schonen an. Und ich fühle mich wie so ein Krüppel. Ich kenne das einfach so nicht und fühle mich körperlich ziemlich von mir selbst im Stich gelassen. Es ist seltsam, so machtlos zu sein. Und nicht schön. Die Konsequenz ist jedenfalls: wenn möglich immer jemanden bei mir zu haben. Für den Notfall. Das Kindlein wird also nicht mehr zu Fuß oder mit dem Fahrrad aus der Kita geholt, sondern nur noch mit dem Auto. Weite Strecken laufe ich nur noch mit Herzmann oder wem anderes aus der Familie, der zur Not Hilfe holen kann. Das nervt ziemlich, ist aber nicht zu ändern. In diesem Sinne: schlimmer geht immer, wird es aber hoffentlich nicht.

April 2018 – Rückblick

Oh du geiler April.. anders kann man es ja nicht ausdrücken, oder? Letztes Jahr noch der kälteste April seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, dieses Jahr der wärmste. Es war einfach herrlich. Entsprechend waren wir viel draußen, unter anderem schon direkt am See und überall und nirgendwo. Nach dem eiskalten März kam der Wechsel ziemlich überraschend, war aber dafür umso mehr ein Ausgleich für den langsamen Beginn des Frühlings. Das Kindlein ist momentan sehr angenehm, aber ich glaube, das schreibe ich schon seit den letzten Monaten immer wieder. Aber nun ab, mit dem April.

Das Kindlein

Ach ja. Das Kindlein. Nun schon bald fünf Jahre alt. Nicht mehr lang und mein Mädchen wird wieder ein Jahr älter. In den letzten Tagen und Wochen sind mein Mann und ich gefühlt noch verliebter in diesen kleinen Menschen. Keine Ahnung ob das an den Schwangerschaftshormonen liegt… jedenfalls ist sie einfach so ein tolles Mädchen, dass wir unser Glück nicht selten kaum fassen können. Wird das mal anders? Hehe… Sie ist emphatisch, liebenswürdig, vorsichtig, einfühlsam.. nimmt sich vieles sehr zu Herzen, was uns hin und wieder wiederum unsere Herzen bricht. Aber gut, das ist leider das Leben. Wir bestärken sie so gut es geht. Sie darf/muss sich sehr oft anhören, wie sehr wie sie lieb haben und das sie für uns das tollste Mädchen der Welt ist.

Sie freut sich nach wie vor sehr auf das kleine Baby, welches da noch in Mamas Bauch wuselt. Jeden Morgen beim Abschied und Abends vor dem Bettchen gehen bekommt mein Bauchi ungefragt einen Kussi. Sie ist sehr vorsichtig, dennoch bekommt meine Wanne beim Spielen hin und wieder einen Kick ab, der aber nicht weiter schlimm ist. So, und jetzt fasse ich das Wichtigste noch mal schnell zusammen.

ist am liebsten zu Hause
draußen sein ist ok, aber nicht ihr Favorit
Rollenspiele sind nach wie vor der Hit
sie verwüstet das Haus binnen weniger Sekunden
und räumt es nicht wieder auf
zählt bis 40
schreibt etliche Namen
malt neuerdings Giraffen und Affen und andere tolle Dinge
trägt fast ausschließlich 122/128
Schuhgröße 29
Haare kämmen ist kein Problem mehr
guckt Papa gerne beim Fussball spielen zu
liebt es zu tanzen

Eine neue Sache muss noch extra erwähnt werden: sie bindet sich seit kurzem selbst Zöpfe. Das ist so niedlich, dass Mama und Papa immer nur grinsend daneben stehen wenn sie ihre Haare zu einem Zopf formt und sich so niedlich die Strähnen nach hinten zieht. Sie schafft es tatsächlich einen Haargummi um den Zopf zu binden.. und dieser hält auch. Anfangs war sie ziemlich schnell frustriert. Mittlerweile weiß sie (und äußert das selbst auch so), dass sie nur Ruhe und Geduld braucht. Großes, kleines tolles Zaubermädchen.

Noch eine neue Sache hat sie gelernt, bzeiehungsweise sich getraut: Eier aufschlagen. Bei jedem Kuchen, der hier gebacken wurde, weigerte sie sich, die Eier aus der Schale zu schlagen. Irgendwann traute sie sich dann doch und was soll ich sagen: seitdem muss jedes Ei von ihr kaputt geschlagen werden. Sie war mächtig stolz auf sich und wir natürlich auch auf sie. So neue Sachen sind ja nach wie vor nicht ihr Ding und es bedarf immer einiges an Überzeugungsarbeit, bis sie sich etwas traut.

Ansonsten waren wir im April einfach wahnsinnig oft draußen. Am See, bei Opa auf dem Geburtstag, regelmäßig auf Spielplätzen. Es wurde gegrillt, gefeiert und gefuttert. Wir haben die Oma viel besucht, die sich am Fuß operieren hat lassen und daher ziemlich in ihrer Mobilität eingeschränkt war. Die Sonne in diesem April tat einfach richtig gut und erfreute vor allem mein Herz. Ich bin doch so ein Wettermensch. Schlechtes Wetter schlägt mir arg aufs Gemüt. Und so entschädigte der April für diesen mistigen Anfang des Jahres. Es war einfach herrlich.

Scharlach für alle

Ach ja.. Herr Scharlach stattete uns auch noch einen Besuch ab. Nachdem der letzte Fall in der Kita bereits über einen Monat zurück lag machte ich mir eigentlich keine Gedanken mehr.. und dann wachte das Kind irgendwie warm, aber gut gelaunt auf. Das Thermometer zeigte 37,7.. das war für mich eh schon ein Grund sie zu Hause zu lassen. Dann aber klagte sie zusätzlich noch über Halsschmerzen. Und ja, wir haben oft Husten, aber nie nie Halsschmerzen. Meine Alarmglocken klingelten und ich schickte den Mann mit Kind zur Ärztin. Ich wollte mich schwanger nicht in die Keimhölle setzen. Ergebnis: Streptokokken A positiv. Das kann ja grundsätzlich erst mal vieles sein.. eine Angina, aber eben auch Scharlach, auf das ich eher tippte. Zwei Tage nach dem Arztbesuch bildete ich mir jede Menge Punkte auf ihrem Bauch und Oberkörper ein und fühlte mich mit Scharlach ziemlich bestätigt. Jedenfalls stieg das Fieber dann fleißig an, das Antibiotikum tat allerdings sein Übriges und es ging ihr schnell besser. Ich ließ sie zur Vorsicht noch lang zu hause, so dass sie sich richtig erholen konnte. Insgesamt war die Krankheitswelle 2018 bisher sehr human, wofür wir sehr dankbar sind.

Quasselschnutchen

Isst einen riesigen Stapel Gurkenscheiben, die übereinander liegen.
Mama: „Was machst du denn da?“
Kindlein: „Schweinerei!“

Sie sieht das neueste Bild des Geschwisterchens ihrer guten Freundin:
„Ohhhh, ich will auch so einen süßen Fratz haben!“

„Ich träume, dass eine Zombiefrau in ein Flugzeug steigt und Seifenlauge in Bayern ausschüttet.“
Wir haben lange versucht dieses Zitat zu deuten, gelungen ist es uns nicht.

„Warte doch nicht so lang du altes Angsthühnchen!“

„Papa, ich habe die Polizei gesehen, also nicht so schnell fahren!“

Papa: „Und hattest du viel Spaß auf dem Spielplatz?“
Kindlein: „Viel mehr Spaß als wenn man auf dem Mond die Schwerkraft überwindet.“

„Mein Knopf geht nicht zu. Aber ich brauche einfach nur Geduld und Ruhe.“

Meine Missed Abortion – die Geschichte einer Fehlgeburt

Wie angekündigt. Ich möchte unserer Fehlgeburt einen eigenen Post widmen. Warum? Hm… vermutlich ist das „mein“ Weg es ein Stück mehr zu verarbeiten, um es festzuhalten.. und auch um dem kleinen Etwas einen Raum zu geben. Immerhin existierte es. Es war da… das Herz klopfte, es bewegte sich. Und dann war da plötzlich nichts mehr. Ein Loch, ein ganz tiefes und dunkles Loch. Ich bin ganz tief gefallen, aber nicht aufgeprallt. Ich hing und hänge in den Seilen und die erneute Schwangerschaft befördert mich wie ein Aufzug Stück für Stück nach oben Richtung Hoffnung.

Nach der Fehlgeburt und vor allem nach meinem offenen Umgang damit (ich habe es nicht für mich behalten, sondern habe es erzählt) erhielt ich plötzlich von ganz vielen Frauen ähnliche Geschichten. Ich hörte hier und dort von soooo vielen Fehlgeburten. Erzähl ich dir meins, erzählst du mir deins. So ähnlich fühlte es sich an. Und plötzlich fielen so viele Mauern und Masken und Tränen flossen und überhaupt fühlte es sich an wie „Schweigen brechen“. Nicht falsch verstehen… man muss es nicht in die Welt hinaus schreien. Es gibt bestimmt jede Menge Frauen, die es nur mit sich ausmachen wollen und können. Es ist ihr Weg. Ich spreche eigentlich vor allem deswegen so offen darüber… weil ich sagen möchte… ihr seid nicht allein. Auch wenn man weiß, dass es vielen Frauen passiert. So dachte ich dennoch „aber nicht bei uns.“ Und dann kam alles anders. Und es ist eben doch genau uns passiert.

Riesige Vorfreude für einen kurzen Moment

Was ist passiert?

Irgendwann im August 2017 habe ich positiv getestet. Nach nur sehr kurzer Zeit des aktiven Übens, wenn ich das hier so sagen darf. Ja darf ich, denke ich. Ist ja auch egal. Ich hielt diesen Test in der Hand und konnte es nicht so recht glauben. Mai sollte der Termin sein.. die Vorfreude stieg mit dem zweiten Test, der genauso deutlich war. Hinterher schob ich noch einen weiteren Test mit Wochenbestimmung. Und auch dieser war so wie es sein sollte. Der erste Termin bei der Gyn zeigte die Fruchthöhle und den Dottersack, beim zweiten Termin konnte ich schon das Herz schlagen sehen. Bezüglich der Größe stufte sie das Murkelchen einige Tage zurück. Wir dachten uns beide nix dabei. Warum auch? Es sah alles so aus, wie es aussehen soll. Und so zogen die ersten Wochen ins Land.. die Übelkeit begann. Aber war so anders wie bei der Schwangerschaft mit dem Kindlein. Die Brüste wuchsen. Alles schien sich auf Schwangerschaft einzustellen. Ich bildete mir einen kleinen Bauch ein. Dann im September fuhren wir in den Urlaub – nach Mallorca. Am Flughafen bat ich darum nicht durch den Detektor gehen zu müssen… Strahlung und so. Ich dachte mir nix, alles schien gut. Der Urlaub war toll, was in erster Linie an der Vorfreude und der nicht so starken Übelkeit lag.

Habe ich etwas geahnt?

Ja wo war sie nur, diese markerschütternde Übelkeit? Beim Kindlein lag ich zu dieser Zeit längst im Krankenhaus… extremer Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel ließen nichts anderes mehr zu. Und dieses Mal? Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sich alle Anzeichen eher zurück zogen als „wuchsen“. Eine seltsame innere Unruhe machte sich breit. Immer wenn ich mich mit jemanden über die Schwangerschaft unterhielt, sagte ich „Wenn denn alles gut geht, dann….“ und bekam immer die gleichen Antworten.

„Was soll denn da schief gehen?“
„Du wirst schon sehen, alles wird gut!“
„Denk doch mal positiv!“

Im Nachhinein waren das genau die falschen Sätze. Denn: niemand nahm meine Ängste und Sorgen wahr oder ernst. Ich kam mir kurz vor dem Kontrolltermin bei der Gyn vor wie ein Psycho, da meine innere Unruhe eher wuchs, als das sie nachließ. Und dann, ja dann… kam der Tag der Tage.

„Das sieht leider nicht normal aus.“

Ich weiß noch wie heute, ich ging zur Gyn rein und sie fragte wie es mir ginge. Und meine Antwort war: „Ich fühle mich nicht schwanger, ich glaube irgendwas stimmt nicht.“ Es war das erste Mal, dass ich das so einfach aussprechen konnte. Vorher hatte ich immer noch diese komische Hoffnung in mir, dass ich mir alles nur einbilde und dieses Mal einfach Glück habe. Weniger Übelkeit – das muss doch ein Geschenk sein… eine Art Wiedergutmachung und Versöhnung mit dieser ersten so anstrengenden Schwangerschaft.

„Gut, bevor wir weiter machen schauen wir lieber gleich nach.“ Die Gyn nahm meine Sorgen sofort ernst und setzte mich unverzüglich auf den Stuhl. Und dann schallte sie. Und ich schaute. Und sie schallte. Und ich sah nicht viel. Musste mich fix orientieren. Es herrschte Stille. Und dann sagte sie: „Das sieht leider nicht normal aus.“ und ganz plötzlich hatte ich ihre warme, stärkende Hand auf meinem Oberschenkel. Ein Blitz jagte durch meinen Körper. Ein markerschütternder Blitz. Es war, als ob mir jemand die Luft abdrückte. Nur ganz kurz, aber sehr intensiv. Ich sagte nur „Hm. Ich habe es geahnt.“ Die Gyn redete noch.. aber ich hörte schon nix mehr. Keine Ahnung, was sie noch sagte. Ich verschwand anschließend wieder in der Umkleide… da wollten dann die ersten Tränen aus den Augen fallen. Ich stoppte sie, schluckte den Kloß in meinem Hals herunter und ging zurück ins Sprechzimmer. Die Gyn war noch nicht da. Ich zückte also sofort mein Handy und schrieb meinem Mann, dass kein Herzschlag mehr da ist und das es auch nicht weiter gewachsen ist. Er macht sich gleich auf den Weg.. irgendwas in die Richtung schrieb er zurück.

Dann kam die Gyn und ich weiß noch, dass das erste was ich sagte „Ich würde gerne um eine Ausschabung drum herum kommen“ war. Wir besprachen die Möglichkeiten, die ich hatte. Sie war sehr einfühlsam und sagte Dinge, die man eben so sagt in dieser Situation. Es waren gute Dinge. Richtige Dinge. Nichts wie:

„Sie haben doch schon ein Kind.“
„Beim nächsten Mal klappt es bestimmt!“
„Das passiert soooo vielen.“

Das sind Sätze, die kein Mensch braucht, auch wenn sie sicherlich lieb gemeint sind. Auch ich habe sie gehört. Und ich weiß, dass die Menschen, die sie sagen, nicht böse meinen. Das sie aufbauen, helfen und bestärken möchten, nur eben nicht wissen wie. Trotzdem: ich habe schon von vielen Bekannten mit Fehlgeburten dieses Feedback bekommen. Das eben diese Worte nicht helfen. Denn: ja, es kann schnell wieder klappen. Aber was ist die Konsequenz? Und ja, ich habe schon ein Kind. Aber ich wünschte mir auch dieses Zweite, was soeben wie eine Seifenblase zerplatzt ist. Dann lieber ein „Es tut mir so leid für Euch.“ Auch das habe ich gehört und es war gut für die Seele.

Nach dem Termin bin ich ziemlich überstürzt aus der Praxis gerannt. Die Sprechstundenschwester rief mir noch hinterher, ob wir einen neuen Termin brauchen, doch ich schüttelte nur den Kopf. Draußen, kurz bevor ich mein Auto erreichte, konnten sie dann endlich rollen: die Tränen. Ich setzte mich, startete den Motor und rief als erstes meinen Mann an. Ich heulte wie verrückt, konnte mich aber auch fix wieder beruhigen. Wir redeten eine Weile und es war kurz wieder ok. Dann fuhrt ich los und rief auf halber Strecke meine Mutter an. Sie wusste schon von der Existenz des Minis. Und verstand erst nicht als ich da so los plapperte, die Tränen immerhin schon nicht mehr in Bächen laufend. Ich weiß noch wie sie ganz entsetzt sagte „Dann ist es ja tot!“ und ich antwortete „na wenn du das so sagen willst, dann ja.“ Sie entschuldigte sich im Nachhinein dafür, rechnete aber so gar nicht damit und war derart erschüttert, dass nichts anderes aus ihrem Mund flog. Ich nahm es ihr nicht übel.. an ihren Worten und der Stimmlage hörte ich, wie heftig das auch für sie war.

Wie sind wir vorgegangen? Was waren die Auswirkungen?

Emotional

Scheiße, ich habe so viel geweint. Abends, auf dem Klo im Kreißsaal, im Auto, heimlich nachts, im Arm von meinen Mann, mit dem Kindlein im Arm, welches ganz durch den Wind war wegen dieser ganzen Sache. Jetzt wo ich diesen Text schreibe kommen sie seit langem mal wieder. Diese Tränen, die so ein treuer Begleiter waren in den ersten Tagen. Dieses furchtbar lähmende Gefühl ebbte allerdings auch schnell wieder ab. Ich sagte immer mal wieder: „Schatz, ich habe unser Baby verloren“ zu meinem Mann. Aber die Tränen gesellten sich nicht mehr wie zu Beginn pauschal dazu. Ich schlief erstaunlich gut, war nur unendlich traurig. So unendlich, dass man es nicht in Worte fassen kann. Trotzdem: ich berappelte mich erstaunlich schnell. Das Tal war sehr tief, aber auch sehr kurz. Die Wochen danach waren dennoch hart. Was mir Halt gab: die gesunde Tochter. Ich wusste: ich kann es, mein Körper kann es. Das war emotional die größte Stütze. Der Rest des Umfeldes wollte Gutes tun, bekam es aber nicht so recht hin. Ich glaube bis heute, dass jemand, der es nicht selbst erlebt hat, es auch nicht so recht nachfühlen kann. Der Austausch mit Frauen, denen ähnliches passiert ist, half mir da schon mehr.

Medizinisch

Laut Ärztin war das Baby schon seit dem letzten Termin kein Stück mehr gewachsen. Das bedeutete, es muss schon etwa seit vier Wochen ohne Herzschlag in mir geschwommen sein. Vier Wochen, in denen nix passiert ist. Mein Ziel war es, um eine Ausschabung drum herum zu kommen. Ich hatte in meinem OP-Einsatz im Zuge der Hebammen Ausbildung viele Ausschabungen gesehen. Und ich wusste: das will ich nicht. Auf der anderen Seite waren da schon diese 4 vergangenen Wochen, in denen nichts passiert ist. Ich besprach mich mit meiner Hebamme, die gleichzeitig in einer gynäkologischen Praxis arbeitet. Sie bot mir einen Termin dort an. Mittlerweile waren 5 Wochen vergangen und allmählich wurde mir die psychische Belastung zu groß. Ich nahm den Termin also an und wir schallten noch einmal. Ergebnis: Plazenta arbeitet, alles ist auf Versorgung des kleinen Wurms eingestellt. Auch wenn dieser nicht mehr lebte. Es gab keinerlei Anzeichen für einen natürlichen Abgang. Ich war verzweifelt. Ich wollte einfach nur noch, dass es vorbei war. Sofort. Es überrollte mich förmlich. Auch wenn ich keine Ausschabung wollte, so wollte ich einfach auch nicht mehr mit diesem kleinen toten Wesen in mir in der Welt herum laufen. Ich las noch viel im Internet… teilweise war von drei bis sechs Monaten die Rede, wenn man auf eine kleine Geburt warten wollte. Zu viel für mich und mein inneres Gefühl. Zudem die Angst vor heftigen Blutungen bei dieser kleinen Geburt, von der ich im Bekanntenkreis genau zu dieser Zeit hörte. Ich wollte auf meinen Körper hören und ihm vertrauen, dennoch war mein Kopf und das Bedürfnis nach einem „Ende“ größer. Die Ärztin, die mich schallte, würde auch die Ausschabung in einer kleinen Tagesklinik durchführen. Sie klärte mich auf und ich war sehr „positiv“ überrascht, da sie eine schonendere Methode anwenden würde als ich sie gesehen habe. Zudem wusste ich, wer mich da operieren würde. Und so fasste ich mit meinem Mann gemeinsam den Entschluss: doch eine Ausschabung.

Beruflich

Die OP an sich war nicht schlimm. Und auch das Danach war auszuhalten. Ich brauchte keine Schmerztabletten und stand nur 3 Tage später wieder im Kreißsaal auf der Arbeit. Die Ablenkung war gut. Sie half mir. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme mit den Familien, die dort mit ihren glücklichen Babies die Räume verließen. Stattdessen konnte ich nun Frauen mit vorausgegangenen Fehlgeburten viel besser verstehen.. ihre Ängste, ihre Sorgen. Es war wie ein Spiegel. Beruflich hat mich diese Erfahrung zu 100% nach vorn katapultiert. Ich sehe es im Nachhinein manchmal fast als „positive“ Erfahrung. Im Sinne der Betreuung für Frauen und deren Familien. Es hat mir hier total viel gegeben. Wenn eine Frau sagte „ich hatte schon eine Fehlgeburt, ich habe so Angst.“ konnte ich tatsächlich antworten: „ich weiß genau wie sie sich fühlen!“ und dann wurde ich mit großen Augen angeschaut und man konnte sich auf „Augenhöhe“ unterhalten – auch wenn das jetzt erst mal grotesk klingt. Aber ich fühlte, was sie fühlten. Und das ist beinahe wie ein Geschenk für meine Arbeit als angehende Hebamme.

Was macht eine Fehlgeburt mit Dir/Mir?

Diese Missed Abortion hat für mich leider langfristige Auswirkungen. Die aktuelle Schwangerschaft kann ich kein Stück genießen. Ich halte dieses Kind nach wie vor künstlich auf Abstand. Es ist furchtbar und beängstigend.. ich versuche dagegen anzukämpfen. Aber was geschehen ist, ist geschehen. Und ich kann es ganz schwer an mich heran lassen. Schon zu Beginn dieser dritten Schwangerschaft eignete ich mir daher eine „alles oder nichts“ Einstellung an. Als ich am Abend des zweiten Testes Schmierblutungen bekam, überrollte es mich nicht gleich wieder.. einfach weil ich innerlich keinerlei Gefühle zu diesem Zelhaufen zuließ. Nicht noch einmal würde mich das so packen und mir einmal das Herz aus der Brust reißen um es danach unvollständig wieder rein zu stecken. Nix da! Doch die Blutungen gingen.. und die Wochen vergingen. Und in der neunten Woche waren plötzlich wieder alle Anzeichen wie verpufft. Panik stieg in mir auf… ich wollte der Gyn nicht gleich wieder auf den Keks gehen. Ich wusste – Herztöne mit dem Dopton zu hören in der neunten Woche, das ist zu früh. Verzweiflung machte sich dann doch wieder breit. Ich hatte einfach keine Lust, dass alles noch ein zweites Mal erleben zu müssen.

Eine meiner guten Freundinnen ist Tierärztin.. und sie besitzt ein portables Ultraschallgerät für Tiere. Und jetzt darf man 3x raten was wir gemacht haben? Ich habe mich mit meiner Freundin getroffen und sie hat mich abdominal geschallt. Und da sahen wir dieses kleine Mucki und auch ganz deutlich den Herzschlag. So verrückt muss man erst mal sein? Verrückt? Ist es das richtige Wort? Ich war einfach so panisch und ängstlich – ich wäre bis zum nächsten Gyn Termin innerlich zerbrochen. Da hilft mir weder das Wissen rund um die Hebammenausbildung und erst recht nicht dieses ganze „Hab Vertrauen in dich und deinen Körper..“ ich konnte und wollte so was einfach nicht hören. Immerhin hatten sich all die Besserwissermenschen schon einmal geirrt mit ihrem „Alles wird gut.“ Niemand meinte das böse, das weiß ich und ich bin dankbar für die Anteilnahme und die Hilfe und all das Kümmern. Und trotzdem konnte ich das nicht gebrauchen. Denn: ich hatte kein Vertrauen mehr in meinen Körper. Kaputt, futsch. Er hatte es schon einmal nicht geschafft, auch wenn ich wusste, dass solche Gedanken Unsinn sind. Man hat sie trotzdem. Auch als angehende Hebamme… für mich, die von der Physiologie der Geburt überzeugt ist.

Und irgendwann in der zehnten Woche kaufte ich mir einen Fetal Doppler.. ein Dopton.. um die Herztöne des Kindes zu hören. Und es funktionierte. Jeden Tag hörte ich die Herztöne des kleinen Wesens. Teilweise bis zu drei Mal am Tag trug ich ein wenig Ultraschallgel auf und schallte, bis ich das Herzchen schlagen hörte. Das war schon ziemlich psycho.. um es mal salopp zu sagen. Aber ich denke kaum einer, der das nicht erlebt hat, kann sich diese Panik und Angst vorstellen, die man hat. Da ist dieses Wissen.. das es ein weiteres Mal passieren kann. Seit ich die Bewegungen (16. Woche) des kleinen Wurmes in mir spüre, schalle ich deutlich weniger. Zum heutigen Tag kann ich sagen, dass ich bestimmt schon über eine Woche nicht mehr Herztöne gehört habe. Das lag auch an den regelmäßigen Arztterminen zwischendurch. Frühe Feindiagnostik, Vorsorge bei der Gyn, eigentliche Feindiagnostik… und immer dieses kräftig schlagende Herz auf dem Bildschirm. Das half mir unwahrscheinlich. Auch wenn wir Hebammen immer über die übermäßig durchgeführten Ultraschalltermine meckern. In meinem Fall war es ganz genau das, was ich brauchte. Bestätigung, dass dieses Kind noch lebt.

Nun bin ich wieder schwanger. In der 25. Schwangerschaftswoche. Und ich spüre dieses 31cm lange Menschlein jeden Tag in mir wuseln. Es gibt mir Halt. Und endlich haben wir auch die Grenze zur Überlebensfähigkeit überschritten. Dennoch. Angst und Panik bleiben. Jeden einzelnen Tag. Ich kommuniziere das nicht mehr so häufig an mein Umfeld. Aber Anspannung ist da. Eine Anspannung die sich vielleicht erst mit der Geburt legen wird. Ich weiß es nicht. Vielleicht wird es auch danach nicht besser. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich meine Gefühle diesbezüglich noch ändern und ich etwas mehr Vertrauen in mich und auch in das Baby habe.

Und wie geht es mir jetzt damit?

Hm.. ich weiß nicht. Ich glaube, dass es gut war, so schnell wieder schwanger geworden zu sein. Denn so hatte ich ja quasi nur eine kleine Unterbrechung und es fühlt sich an, als wäre ich seit August durchgehend schwanger. Ich muss nicht mehr weinen wegen diesem verlorenen Kind. Ich brauche keinen Altar, kein Grab, ich denke nicht mehr jeden Tag daran. Aber ich glaube das liegt in erster Linie an der jetzigen, bis jetzt toi toi toi, intakten Schwangerschaft. Ich konzentriere mich auf dieses dritte Kind. Ich habe von Nummer 2 noch einen Eintrag im Mutterpass und ein Ultraschallbild. Und ich habe Bilder von den positiven Schwangerschaftstests. Und ich habe die Erinnerung. An diese Vorfreude. Die da mal war. Aber auch an das, was danach kam. Ich habe damit glaube ich dennoch nicht abgeschlossen. Und ich frage mich, ob ich damit jemals abschließen kann. Das wird mir oft als Ratschlag gegeben. „Du musst es endlich abschließen.“ und ich denke mir: muss ich das? Gehört es nicht auf Lebenszeit dazu? Totschweigen, nie wieder drüber reden? Undenkbar. Und so ist es einfach ein Teil unserer Geschichte, unserer Familie geworden. Das jetzige Baby in meinem Bauch ist ganz selbstverständlich das dritte Baby, welches heran wächst. Nummer 2 hat es einfach nicht geschafft. Aber es war da. Und es bleibt im Herzen und im Kopf. Für immer.