14 Wochen Baby M. – 14 Wochen zu Viert!

Die letzte Woche war seltsam. Erstens: es war gefühlt die schnellste Woche in meinem ganzen Leben. Keine Ahnung warum, aber diese sieben Tage waren ein einziger Wimpernschlag. Schwups, war die Woche rum. Einfach war es nicht, denn…Zweitens: Baby M. begann wieder mit Schreien. Aber nur abends.. und auch nicht immer. Teilweise begann das Drama schon gegen 16 oder 17 Uhr. Für Mama war das natürlich wieder ein ziemlicher Drahtseilakt mit Großkind und so. Ansonsten ist Baby M. ziemlich oookay drauf, wenn man das so sagen kann. Kinderwagenrunden klappen aktuell nur mit Fön-App und Schnuller. Das Abholen vom Kindlein aus der Kita gestaltet sich mal teilweise echt schwierig.. ansonsten haben wir mal wieder schöne Bilder gezaubert. Hach, dieses Laub!

Kurz mal fürs Bild abgelegt von der bösen Mama 😉

Skills:

  • auf die Seite drehen klappt besser – vom Bauch auf den Rücken nach wie vor tadellos
  • du wurdest das erste Mal ein paar Meter von deiner großen Schwester durch die Gegend getragen
  • wir waren 2x je 30 Minuten mit dem Kinderwagen im Wald unterwegs und du warst dabei wach!
  • Du hast das erste Mal abgepumpte Muttermilch getrunken. Freu!

Das magst du:

  • wenn man mit dir vor dem Spiegel Quatsch macht
  • du magst es sehr gern vor dem warmen Kamin nackig massiert zu werden
  • die bunten Bäume im Wald anschauen
  • Kinderwagenrunden werden eh immer besser.. zwar immer noch viel Gemotze, aber hey.. kein Einschreien mehr

Das Kindlein will Blätter für Baby M. regnen lassen. 

Das magst du nicht:

  • Abends zur Ruhe kommen ist aktuell mal mehr und mal weniger ein Problem
  • müde sein.. die alte Geschichte. Oft bist du nach 20 Minuten schon wieder so dermaßen unleidlich, dass Mama dir ins nächste Traumland hilft

Ansonsten gibt es aktuell nicht so viel von Baby M. zu berichten. Sie übt fleißig das Greifen, ebenso das Drehen – egal in welche Richtung. Sie schläft, lacht, ist jeden Tag wenigstens eine Runde draußen und liebt es immer noch sehr, wenn die Schwester ihr etwas vor tanzt. Sie ernährt sich liebend gerne von Muttermilch! Und: ich habe das erste Mal abgepumpt! Jawohl! Ich war mit dem Kindlein beim Schwimmkurs und habe vorsichtshalber – denn – man – weiß – ja – nie lieber etwas abgepumpt. Und siehe da, der Schwimmkurs zog sich ewig hin und Baby M. bekam tatsächlich Hunger. UND: man mag es nicht glauben, aber sie hat die Flasche angenommen. Ein Umstand, der beim Kindlein niemals hätte eintreten können. Und dann nimmt das Baby die Flasche. Mir fiel ein Stein vom Herzen. Dem Frisörbesuch nächstes Wochenende steht nix mehr im Weg. Hach!

Oktober 2018 – Rückblick Kindlein

Schwups, Oktober rum. Ging ziemlich zackig, was wohl nicht zuletzt am tollen Wetter lag. Die größte Veränderung für das Kindlein im Oktober war wohl die Entdeckung des ersten Wackelzahnes.. auf die direkt die Entdeckung des zweiten folgte. Nun wackeln da im Unterkiefer zwei Zähne echt übel.. und das Kindlein ist selbstverständlich mächtig stolz. Ansonsten ist sie nach wie vor die wohl allerbeste tollste große Schwester der Welt. Aber dazu unten mehr. Der Oktober war nämlich – entgegen der Erwartungen zu Beginn – recht ereignisreich. Und jetzt ab damit.. großes tolles Kindlein.

Freundin links, Kindlein rechts, Drachen in der Luft.

Beste Schwester von Welt

Kann man nicht anders sagen. Das Kindlein ist und bleibt einfach die beste Schwester der Welt. Bisher hatten wir bei ihr noch keinerlei negative Assoziationen mit Baby M. Ganz im Gegenteil. Sie wird nach wie vor gekuschelt, abgeknutscht und über alles geliebt. Das Kindlein ist dabei manchmal etwas stürmisch, aber ich denke, das ist Jammern auf sehr hohem Niveau. Es gab einen Tag, an dem ich ziemlich am Ende war und das Baby anmotzte.. das Kindlein holte mich dann ziemlich fix in die Realität zurück. Sie meinte nur „Mama, ich glaube Baby M. ist einfach nur traurig.“ Könnte man heulen, ne? Wenn Baby M. quengelt, dann versucht das Kindlein sie nach wie vor aufzuheitern. Sie tanzt für sie, sie singt, macht Späße und bringt das Baby damit immer wieder zum Lachen. Sie ist wirklich eine super tolle große Schwester mit einem dicken Herz.

Hoch oben im Baum klettern.

Großereignis Wackelzahn

Ich hatte glaube ich in einem der anderen Rückblicke hatte ich schon erwähnt, wie sehr sich das Mädchen einen Wackelzahn wünscht. Seit die ersten Kinder in der Kita Zahnlücken oder eben wackelnde Zähne haben, ist das ein ganz großes Thema. Sie feierte Wackelzahnpartys und sprach in einer Tour von dem bevorstehenden Zahnverlust. Sie war auch immer der festen Meinung bereits mehrere Wackelzähne zu haben. War natürlich nicht der Fall. Eines abends kam sie zu mir und sagte:

„Mama, da ist was komisch im Mund!“

Ich dachte als erstes an ein so nerviges Bläschen im Mund, was ja mehr als unangenehm ist. Habe einmal in den Mund geschaut, ein zweites Mal, gefragt wo es komisch ist. Da stieß sie dann mit der Zunge unten gegen die Zähne und ich fand, dass diese plötzlich so verschoben aussahen. Also hab ich dran gewackelt. Und siehe da. Der rechte untere/mittlere Schneidezahn wackelte schon ordentlich. Das Kindlein natürlich voller Freude und ein Grinsen auf den Lippen. Beim näheren Betrachten sah man, dass auch der Schneidezahn direkt daneben mit wackelte. Nun wartet das Kindlein sehnsüchtig auf die Zahnfee und ihren ersten Goldtaler. Ich habe mir schon eine Kleinigkeit überlegt, die sie beim Verlust des ersten Zahnes bekommen soll/darf. Hach ja. Bald Schulkind und so.

Drachen in die Luft werfen.

Gesprochen

Mama: „Wir suchen das Buch erst, wenn du angezogen bist!“
Kindlein: „Das ist Erpressen!“
Mama: „Aääää, stimmt!“
Kindlein: „Echt? Habe ich echt recht?“

Papa wie immer zu spät mit dem Kindlein in der Kita.
Papa: „Du bist die Zuspätkomm-Königin!“
Kindlein: „Ohne Zuspät. Ich bin nur die Königin!“

Mama und Papa unterhalten sich über Fischstäbchen.
Kindlein: „Wo ihr euch gerade über Fischstäbchen unterhaltet….“

„Hach, langsam wird’s Zeit, dass ich in die Schule gehe!“

Kindlein blättert mit der Freundin einen Spielzeugkatalog durch.
Kindlein: „Du R., wünschen wir uns Sachen zu Ostern oder zum Nikolaus?“
Freundin: „Weihnachten!“
Kindlein: „Oh für Weihnachten habe ich schon so viele Wünsche. Aber dann schreibst du meine Wünsche auf deinen Zettel und gibst sie dann mir!“

Versunken in die Spielewelt.

Lieblingsbeschäftigungen?

Aktuell ganz klar: malen und basteln. Ich müsste wohl noch TV aufschreiben, aber abgesehen davon malt und bastelt sie wirklich für ihr Leben gern. Stifte haben hier aktuell keine lange Lebensdauer, da sie im Nu aufgebraucht sind. Ich spitze mir an manchen Tagen echt die Finger wund. Zu Halloween haben wir einiges gebastelt, was sie stolz an die Fenster und Türen geklebt hat. Ein besonderes Highlight war die „Kinderzeitung“, die sie mir gebastelt hat. Darin zu finden waren:

Labyrinth
Waffelrezept
Ausmalbild
Poster

Die Idee hat sie mit Papa umgesetzt und mir dann geschenkt. Überhaupt sind Geschenke für sie momentan das non plus ultra. Der Vorrat an Geschenkpapier ist gefährlich dünn geworden, da das Kindlein selbst eigens gemalte Bilder darin verpackt und sie anschließend beispielsweise an Omi oder Papa verschenkt. Mittlerweile schafft sie mit einer Schere auch so niedliche Kringel in das Geschenkband.

Was war sonst noch?

  • hat aufgehört Fingernägel zu kauen
  • war 1x krank mit leicht erhöhter Temperatur und bösem Husten (zusammen mit Papa)
  • der Schwimmkurs/Seepferdchenkurs hat begonnen
  • wir waren mit der Kita zum Herbstfest auf einem schönen Waldspielplatz
  • das Kindlein war mit der Kita zum Theaterbesuch in der nächsten Stadt
  • das Kindlein hat die Feuerwehr besucht
  • Papa war für 3 Tage nicht da und Mama mit 3 Stunden Schlaf nachts ziemlich am Limit
  • wir waren Drachen steigen

13 Wochen Baby M. – 13 Wochen zu Viert!

So.. das Baby ist jetzt drei Monate. 3! D-R-E-I! Ich mag nicht das übliche „Zeit rast und vergeht zu schnell“ Geplapper bringen.. aber leider ist das die aktuelle Realität. Ich genieße die Zeit, aber ich genieße auch die kleinen Fortschritte. Die letzte Woche war eigentlich ganz nett. Baby M. war sehr angenehm, entdeckt immer mehr die Händchen und erkundet fleißig weiter die Umwelt. Leider hatten wir exakt zu Halloween einen Schreirückfall. Wir verbrachten den Nachmittag und Abend bei Freunden – exakt eine Straße weiter. Also sehr nah.. für den Fall der Fälle.. der dann auch eintrat. Das Baby war von Anfang an nölig, war offensichtlich total geplättet von der fremden Umgebung und schrie sich am Ende das erste Mal seit Wochen wieder ein. Das Ende der Geschichte: Mama flüchtete mit samt Baby schnell nach Hause. Ich werde wohl demnächst noch mal extra berichten, was diese Situation mit dem Baby, aber auch mit mir gemacht hat.

Ich find‘ den Spielbogen ja gruselig bunt, aber Baby M. liebt ihn!

Skills:

  • Das mit der Hand läuft.. du schlägst nicht mehr nur aktiv gegen Dinge, du versuchst auch gaaanz zaghaft danach zu greifen
  • die Windel knallst du momentan ein bis vier Mal täglich voll. Beachtliche Leistung!
  • Drehen tust du dich weiterhin vom Bauch auf den Rücken – in die andere Richtung denkst du nicht mal an einen kleinen Schritt.
  • du trägst weiterhin Größe 68!

Das magst du:

  • wir waren das erste Mal mit Trage und Tragejacke unterwegs. Hat etwas gedauert bis du eingeschlafen bist, aber dann war es ganz toll *herzchen und so*
  • die Fön-App rettet hier immer mehr Situationen – ist schon seltsam mit Kinderwagen und laufendem Fön darin umher zu laufen. Hehe.
  • Muttermilch – stillen.. mittlerweile schläfst du auch wieder beim Stillen ein. Eine echte Erleichterung und einfach nur wunderschön. Egal wie oft ich Dir das Stillen anbieten würde, du würdest NIE nein sagen.

Fixieren und dann – dagegen hauen!

Das magst du nicht:

  • fremde Leute, fremde Umgebung, fremde Stimmen? Unser Ausflug zu Freunden endete im Desaster. Du brauchtest über einen Tag Zeit um dich danach wieder zu „finden“.. :/ Wir bleiben – wie bisher – einfach nur zu Hause. Der tägliche Quengelausflug zur Kita reicht mir echt.
  • dich selbst schlagen und dann los heulen weil es doch ziemlich weh tut wenn da eine Faust mit voller Wucht auf den Bauch prallt.

Und sonst so?

U4

Genau, es stand mal wieder eine der vielen U’s an. Baby M. brachte dabei 6,4 kg auf die Waage. Das Kindlein hatte zur U4 damals 6,2 kg. Sie nähern sich also an.. langsam aber stetig. Die Größe war angeblich 62/63 cm.. dabei hatte ich die Tage zuvor schon mal eher 65/66cm gemessen. Aber darauf kommt es ja auch gar nicht an. Sonst ist alles schick, es ist alles gut. Du bist ein ziemlich großes Mädchen. Das Baby auf dem Wickeltisch nebenan hatte auch die U4 und sah neben unserem Baby M. wie ein Neugeborenes aus. War witzig als die Mutter mich fragte ob wie auch zur vierten Untersuchung da wären… als ich bejahte schaute sie recht ungläubig. Geimpft haben wir nicht, das werden wir wie schon beim Kindlein haben: impfen ja, aber erst später. Wir sind keine Gegner, wir mögen nur etwas warten.

Babywillkommensdienst

Hier in der Stadt kommt der Babywillkommensdienst. Das ist eine nette Geste, da die Dame wahnsinnig viele Geschenke und Gutscheine mitbringt. Von den örtlichen Apotheken, vom Frisör zum ersten Haarschnitt, vom Fotografen.. und und und. Es gibt selbst genähte Lätzchen, Kuscheltiere und gestrickte Söckchen, Schnuller und extrem viele Infos zu allem rund um Kinderkram in der Stadt. Außerdem kann man bei uns einen Baum für jedes geborene Baby pflanzen – eine sehr schöne Idee. Schon das Kindlein besitzt so einen Baum, den wir – zugegebenermaßen – viel zu selten besuchen. Baby M. besitzt nun allerhand neues Zeug, einiges nützlich, anderes weniger. Dennoch: ich mag diesen Besuch und die Idee dahinter.

12 Wochen Baby M. – 12 Wochen zu Viert!

Der Herbst ist da! Und mit ihm kommt zwangsläufig die Frage auf: was ziehe ich dem Baby bloß an? Wie gehe ich raus? Wie bekomme ich frische Luft an das Kind? Vielleicht widme ich dieser Frage irgendwann noch mal einen eigenen Post. Momentan stresst es mich zu sehr.. nichts scheint richtig. Nerv. Ansonsten war ich letzte Woche drei Tage ohne den Mann und auf mich gestellt. Es war hart. Zwei Nächte mit 3 1/2 Stunden Schlaf. Nicht am Stück versteht sich. Nun ist der Herzmann wieder da und mit ihm auch das eingespielte Team in der Nacht, auf das ich verzichten musste. Sonst ist bei Baby M. wirklich der Knoten geplatzt. Kein Einschreien mehr. Maximal Gequengel auf hohem Niveau. Es ist so schön.

Du machst so gerne Tollwut-Schaumblasen 😉

Skills:

  • du hast so richtig laut gelacht! Seelenbalsam!
  • überhaupt spielst du immer mehr mit der Lautstärke deiner Stimme
  • Die Sache mit deinen Händen wird immer besser.. du schlägst aktiv gegen Dinge. Nur das Greifen müssen wir noch üben.
  • 3 Knallwindeln binnen einer Stunde. Rekord!
  • du hast „ei“ gesagt… hehe
  • Größe 68 sitzt perfekt – die 74 kann kommen
  • Windelgröße 3 ist jetzt Standard – ich vermute die 4er lassen nicht lang auf sich warten
  • dein Köpfchen muss man eigentlich nur noch sehr selten halten

Ganz doll bei Mama festhalten!

Das magst du:

  • wenn man sich mit dir in deiner Sprache „unterhält“
  • Musik
  • die Kamera… neulich hast du immer genau dann gelacht, wenn sie über dir war
  • Bauchlage ist kein Problem – zurück auf den Rücken drehst du dich weiterhin fleißig
  • liegen, liegen, liegen

Das magst du nicht:

  • Neulich beim Abholen der großen Schwester in der Kita platzte ein Ballon im Gruppenraum. Erst Schippchen und dann Sirene.
  • die Babyschale und Autofahren – ich glaube das wird keine Liebe mehr – sehr zu unserem Leidwesen
  • wenn Mama dir dicke Sachen zum raus gehen anzieht – wäääähhhh Alarm

In der warmen Jacke bereits zum raus gehen!

Und sonst so?

Haare

Deine Haare wachsen immer mehr. Wie schon bei deiner Schwester verlierst du nicht ein einziges Haar. Ganz im Gegenteil: das, was da ist, wächst fleißig weiter. Nur eben dieses Mal in einer anderen Farbe. Statt schwarz ist hier gleich von Beginn an alles blond. Mein Blondie *hach*. Oben kann ich schon beinahe kleine Zöpfe flechten und am Hinterkopf würden – rein theoretisch – auch schon Spangen halten. Natürlich warten wir damit noch, aber was da ist, ist da. Ganz so weit wie deine große Schwester bist du noch nicht.. für die muss ich endlich mal wieder einen Frisörtermin machen… elend lange Zotteln hat dieses Mädchen. Himmel!

 

11 Wochen Baby M. – 11 Wochen zu Viert

Hach.. ich habe gute Nachrichten. Baby M. scheint über den Schreiberg.. wie auch immer sie das gemacht hat. Gewandert, mitm Fahrrad, per Gondel.. uns egal. Hauptsache es ist vorbei. Zumindest fast. Sie meckert noch.. allerdings in einem Rahmen, der echt zu ertragen ist. Sie quiekt und quakt und lacht.. es ist beinahe paradiesisch. Noch trauen wir dem Braten nicht so recht.. zu hart waren die letzten acht Wochen. Wer weiß, was da noch kommt. Denn: schlimmer geht immer. Habe ich in den fünf Jahren Kindlein zwischenzeitlich monatlich feststellen dürfen. Also, abwarten und Tee trinken.

Endlich kühler – endlich neue Outfits 🙂

Skills

  • das Schreien ist viiiiiel besser/weniger!!! Party, Jackpot, Weihnachten!
  • du drehst dich weiterhin fleißig vom Bauch auf den Rücken
  • du unterhältst dich mittlerweile ganz gut mit uns.. Brabbelsprache versteht sich.
  • Du lachst viel mehr und öfter
  • Du streckst die Zunge raus, wenn wir es dir vormachen.
  • Das mit der Faust in den Mund geht hier den ganzen Tag
  • Kopfumfang 39cm
  • Du entdeckst soooo gaaaaanz langsam doch deine Hände und bist total irritiert über diesen Umstand

Milchschorf in the making!

Das magst Du:

  • endlich nicht mehr so viel mit dem Bauch zu tun!
  • habe Dir das erste Mal die Fußnägel geschnitten – kein Problem!
  • nackig vor dem warmen Kamin liegen

Das magst Du nicht:

  • nach wie vor und kaum verändert: auf dem Arm… liegen ist so viel schöner. Komisches Baby.
  • momentan ist die Trage nicht dein Freund.. ich könnte heulen und hoffe, dass sich das ganz schnell wieder ändert
  • Autofahren ist hier nach wie vor eher semi. Ein Hoch auf die Schwester, die den Schnuller schnell genug in den Mund steckt.

Das süße Mündchen ist zu – kein Geschrei! Woohoooo!

Nägel über Nägel.

Habe Baby M. nun das erste Mal auch die Fußnägel geschnitten. Zumindest schon mal die großen Zehen. Die Fingernägel schneide ich – gefühlt – jeden Tag. Ich weiß auch nicht, aber diese scharfkantigen Teile wachsen wie irre. Gerne malträtiert sich Baby M. damit quer durchs niedliche Gesicht und hinterlässt so blutige Schrammen. Handschuhe sind für uns absolut keine Option.. erstens hat sie dafür schon zu sehr ihre Hände entdeckt und zweitens bin ich nicht so der Freund von bewegungseinschränkenden Maßnahmen.

Man liest ja so oft: habe dem Baby die Nägel geschnitten und kann nun Bombem entschärfen. Das würde ich jetzt tatsächlich noch nicht behaupten. Allerdings ist es schon ein ziemlicher Drahtseilakt, das stimmt wohl. Das Baby schläft selten ruhig irgendwo im Bett (de facto: gar nicht!), so dass ich die Nägel schon irgendwie unter Einsatz meines Lebens im wachen Zustand schneide. Wach bezieht sich natürlich aufs Baby. Ich bekomme es ganz gut hin.. am besten natürlich wenn der Herzmann das Baby durch seltsame Geräusche ablenkt.

Aus dem Leben mit einem Schreibaby…

(Werbung da Verlinkung) Ich habe lang hin und her überlegt. Haben wir wirklich ein Schreibaby? Zunächst habe ich den Gedanken immer wieder verworfen.. und dachte mir: schlimmer geht immer. Aber mit der Zeit kamen Zweifel. Und eben immer wieder die Bezeichnung Schreibaby. Was viele als totalen Schwachsinn und neumodischen Kram abstempeln, erlebe ich gerade hautnah.

Zunächst einmal ganz kurz die Definition Schreibaby:

Grundsätzlich lässt sich sagen: ein Baby, welches über das normale Maß hinaus schreit. Nun ja. An dieser Stelle tut sich mir die Frage auf: was ist denn normal? Und ist Schreien denn auch gleich Schreien? Wir erleben hier nämlich aktuell mehrere Stufen des Schreiens. Vom normalen leichten Geschrei bis hin zur Sirene ist alles dabei. Um Spekulationen vorzubeugen, gibt es eine Definition die zumindest die Dauer des Schreiens bei einem Schreikind relativ klar definiert. Dabei handelt es sich um die so genannte 3-er Regel.

Man spricht also von einem Schreibaby oder Schreikind wenn:

  1. es an mindestens drei Tagen die Woche
  2. mehr als drei Stunden täglich
  3. und insgesamt mehr als drei Wochen am Stück schreit.

So. Punkt 1: komplett erfüllt. Baby M. schreit jeden einzelnen Tag. Natürlich mal mehr und mal weniger. Aber es vergeht kein Tag ohne weg brüllen, wie ich es so liebevoll nenne. Punkt 2: ja, ebenso erfüllt. Wobei ich mich hier immer frage ob drei Stunden am Stück oder drei Stunden über den Tag verteilt gemeint sind. Ich glaube 3 Stunden am Stück hat sie noch nicht ganz geschafft. Was aber in erster Linie daran liegt, dass wir sie mit allerlei Hilfsmitteln nach einer gewissen Zeit aus ihrer Schreispirale befreien können. Über den ganzen Tag verteilt schafft sie drei Stunden aber definitiv. Und das nicht nur an drei Tagen in der Woche. Punkt 3: Jackpot. Baby M. war die ersten zwei Wochen ja relativ entspannt. Schlief überall ein, trank Muttermilch wie ein Loch und war auch sonst recht zufrieden. Das änderte sich alles irgendwie in Woche 3. Wo wir wieder bei der drei wären. Ist gerade nicht so meine Lieblingszahl.. wenn ich das so sagen kann.

Babys Gesicht, kurz bevor die Sirene richtig angeht.

Seit Lebenswoche drei haben wir hier unser Brülläffchen. Es fing langsam an. Erst schlief sie plötzlich nur noch in der Wiege.. einschlafen an der Brust? Das war einmal! Überhaupt war sie sehr wach und aufmerksam. Das hält bis heute an. Sie schläft – schaut man sich so Schlafbedarf für ihr Alter an – viel zu wenig. Aber jedes Kind ist nun mal anders (kann man ja nicht oft genug sagen) und daher mache ich mir da nicht allzu viele Gedanken. Auch weil dann plötzlich mitten in der Woche ein völlig verschlafener Tag dabei ist. Nun ist das Baby zehn Wochen alt. Sieben bis scht Wochen geht das also schon. Verrückt. Verrückt wie schnell die Zeit vergeht und verrückt, wie lang wir schon durchhalten.

Jedenfalls: laut Definition haben wir den Jackpot abgegriffen. Schreikind. Schreibaby. Ding! Ding! Ding!

Was also beschreibt meinen Tages- und Nachtablauf am besten?

Ich schlafe nicht – ich wache.

Das mit dem Schlafen ist echt so eine Sache. Auch im Schlaf, wenn man meinen Zustand überhaupt Schlaf nennen kann, bin ich immer in einer Halbacht-Stellung. Wenn das Baby auch nur einen Mucks macht bin ich sofort hellwach. Auch in meinem tiefsten Traum höre ich sie. Durch Türen und Wände. Das ist gut so, das fühlt sich richtig an. Aber es ist auch verdammt anstrengend. Keine Frage. Momentan wechseln uns der Mann und ich nachts ab. Ich habe sie einige Stunden bei mir, wird sie unruhig geht es zum Papa hoch in die Wiege, da sie hier verlässlich wieder einschläft und wir so nachts quasi null Wachphasen haben. Es ist vermutlich so ein Mutterding.. dieses Wachen.. über die kleinen Mäuse. Ich bin müde, ja. Aber ich bin auch gestärkt durch das Gefühl mein Baby gut behütet durch die Nacht zu begleiten.

Baby in der Wiege. Letzte Rettung bei Schreialarm!

Ich esse nicht – ich schlinge.

Ich habe nach dieser dritten Schwangerschaft (Nummer zwei endetet als Fehlgeburt) definitiv einige Kilos, die hängen geblieben sind. Nach Schwangerschaft eins war dem nicht so.. ich war sogar ganz schnell unter dem Ausgangsgewicht und freute mich ziemlich darüber. Nun ja.. anderes Baby, andere Endsituation. Jedenfalls esse ich durch den Umstand des Schreibabys sehr oft sehr falsche Dinge. Nicht zuletzt, da ich nicht mal dazu komme, mir eine gesunde Mahlzeit zu kochen. Lieber schnell ein Brot geschmiert, als am Ende gar nichts im Bauchi. Oft mache ich mir etwas zu essen und es landet gar nicht im Magen.. nein, es vegetiert in der Küche vor sich und wartet darauf, verspeist zu werden. Trotzdem lassen die Kilos nicht von mir ab. Eben weil es nicht das Richtige ist, was ich da esse. Grummel.

Ich bade nicht – ich dusche, verdammt schnell.

Duschen. Oh welch‘ leidiges Thema. Wenn wir morgens alle zu lang in den Federn liegen, dann schaffe ich es nicht mehr unter die Dusche bevor Papa mit dem Kindlein das Haus verlässt. Also muss ich es irgendwie schaffen, während ich ja mit Baby M. allein zu Hause bin. Ich nutze daher einen ihrer vielen Naps und hechte unter die Dusche. Sobald ich das Bad verlasse, zappelt das Baby schon wieder in der Wiege. Während ich mich anziehe, brüllt sie zumeist schon wieder. Baden? Wo denkt ihr hin.. den kommenden Nap nutze ich dann für Make up und gegebenenfalls eine kleine Mahlzeit. Mehr Zeit bleibt mir nicht. Hab mir selten die Haare unter der Dusche so schnell gewaschen. Der arme Conditioner. Gammelt allein in der Dusche vor sich hin, da Mama keine Zeit für ihn hat.

Ich schiebe nicht – ich trage.

Das ist eigentlich nicht ganz richtig. Ich schiebe schon auch. Aber deutlich weniger als ich trage. Das mit dem Kinderwagen läuft hier nämlich aktuell so: das Baby wird unruhig da es müde ist. Ich bereite hektisch den Kinderwagen vor. Packe das Baby in seinen Overall und ziehe mich an. An dieser Stelle brauche ich aufgrund des Posttitels vermutlich nicht erwähnen, dass das Baby schon brüllt? Sind wir beide fertig, nehme ich das Baby auf den Arm und wiege es hoch und runter, hin und her. Irgendwann klappen die Augen endlich zu. Dann lege ich es extrem schnell in den Kinderwagen und düse zu den nächst gelegenen Huckeln… in unserem Fall der Rasen. Ist das Baby gnädig, so schläft es relativ entspannt ein. Ist es eher nicht so gut drauf, brüllt es drauf los und ich kann von vorn beginnen. Selten rettet der Schnuller die Situation. Wenn ich keine Lust auf all das Drama habe, nehme ich sie direkt in die Trage. Wirkt Wunder und geht schnell.

Bei Mama in der Trage.

WAS HILFT?

Hier sei vorweg gesagt: das ist unsere persönliche Erfahrung. Dinge, die uns helfen, sind bei anderen vielleicht unbrauchbar. Vorab hatten wir zwei Osteopathen durch, zig Dinge für/gegen die Verdauung und was weiß ich nicht noch alles. Nachdem all diese Dinge im Grunde NICHTS brachten, sind wir wieder zurück zu anderen Helferlein. Hier gibt es ganz klar drei Favoriten, die uns die Tage retten:

  1. Tragen
  2. Wippen
  3. Wiegen

Doch was hilft nun am verlässlichsten? Ich glaube es ist eine gute Mischung aus allen drei Sachen. Tragen geht jedenfalls immer.. aber eben nicht immer für mich. Es gibt Momente, da kann ich einfach nicht mehr und da ist eine Wiege die letzte Rettung. An manchen Tagen schaffe ich es kaum, ein Glas Wasser zu trinken. Das klingt total bescheuert.. aber mit so einem Brüllbaby ist der ganze Tag ein einziger Spießrutenlauf. Und so sind Wiegen und Wippen hier meine stetigen Begleiter. Ich kann sie nur jedem ans Herz legen.. würde mich diesbezüglich aber gar nicht auf eine bestimmte Marke oder ein Modell festlegen. Hauptsache es wiegt und wippt. Ihr braucht etwas? Schaut hier nach Wippen und Wiegen, die euch vielleicht das Leben erleichtern.

Baby M. in der Wippe. Nie wieder ohne!

Ansonsten halte ich es ganz oft so: kommt Zeit, kommt Veränderung. Ja, auch diese Gedanken helfen mir. Ich glaube fest daran, dass es sich mit Baby M. ein bisschen wie mit einer Erkältung verhält: es wird einfach irgendwann besser. Und das ist es vielleicht jetzt schon. Auch wenn der Herzmann und ich vermuten, dass wir uns eigentlich nur an die Situation gewöhnt haben. Es graut uns nach wie vor vor allen vor den abendlichen Stunden, in welchen Baby M. noch mal so richtig aufdreht und eine extra Schreirunde absolviert. Mein Puls steigt ebenso, nicht selten möchte ich mit dem Baby mitweinen. Aber es kommen auch andere Zeiten.. so wie es jetzt schon ganz individuelle Tage und Nächte gibt. Den einen Tag schreit sie mehr, den anderen eben weniger. Mal schreit sie extrem schrill, ist klatschnass und die Tränen kullern. Und mal ist das Schreien deutlich gedämpfter. Es ist wie es ist. Wir akzeptieren die Situation, wir akzeptieren unser Baby M… wir haben sie so oder so viel zu lieb. Da kann sie schreien wie sie will: sie wird geliebt bis zum Mond und zurück!

10 Wochen Baby M. – 10 Wochen zu Viert

10! Verrückt! Zehn! Z-e-h-n! Irgendwie ist in den letzten ein bis zwei Wochen noch mal einiges passiert. Ich habe das Gefühl, dass es besser wird. Auf welcher Ebene auch immer. Aber wir sind vorsichtig mit Prognosen.. auch weil wir vermuten, dass wir uns eigentlich nur an die Umstände des Schreiens gewöhnt haben.. es aber eigentlich gar nicht besser ist. Eine Sache ist deutlich besser: der Bauch von Baby M. Endlich endlich. Das dauerhafte Gekrampfe im Bauch, das Überstrecken in alle Richtungen und diese Geräusche beim Schlafen aufgrund von Schmerzen bei der Verdauung haben erst einmal ein Ende. Zumindest fast. Gibt immer noch mal Tage, an denen es doch schmerzt. Aber toi toi toi… eine Baustelle fast fertig!

Bei Mama ganz fest in der Trage.

Skills:

  • du brabbelst jetzt regelmäßig
  • deine Hand findet jetzt zielsicher den Mund
  • du hast das erste Mal einen Finger abgespreizt und in den Mund gesteckt
  • deine Verdauung ist endlich eingependelt – große Freude!
  • du hast dich das erste mal auf die Seite gedreht – ob das nur ein Zufall war? Wer weiß…

Das Mobile anstarren.

Das magst du:

  • Anmerkung am Rande: gewickelt werden findest du mittlerweile super
  • auf deinem Hochstuhl liegen und schauen – beste Investition!
  • die Trage wird hier immer beliebter – mittlerweile bist du auch wach ganz zufrieden darin

Das magst du nicht:

  • Das Thema Müdigkeit raubt mir echt den letzten Nerv. Denn: in den meisten Fällen ist das der Grund, weshalb du so schlecht drauf bist und dich weg brüllst. Du findest einfach nicht in den Schlaf. In der Trage muss ich dich – gefühlt immer nahe einem Schütteltrauma – so krass auf und ab wiegen, damit du halbwegs die Augen schließt. Da wird mir Angst und Bange. Echt.

Schauen, schauen, schauen.

Größe + Gewicht

Ich habe einen Tag zum Spass das Maßband genommen und die Länge / Größe von Baby M. gemessen. Mehrmals nahm ich Maß und kam immer wieder auf 65-66cm. Das hat mich ehrlich gesagt total erschrocken. Ja, Baby M. war mit ihren 55cm schon zur Geburt nicht besonders klein. Aber 10cm in 10 Wochen? Ob ich mich vermessen habe? Hmm… kann schon sein. Aber selbst wenn es einige Zentimeter weniger wären. Verrückte Sache.

Gewogen haben wir das Baby auch.. allerdings mit einer ziemlich fehleranfälligen Methode. Erst sich selbst wiegen und dann noch mal mit Baby M. Hat der Papa übernommen. Ich mag mein Gewicht nämlich aktuell gar nicht wissen. Laut dem Wiegen hat Baby M. nun mittlerweile 6,4 kg. Und das mit zwei Monaten. Bin gespannt was die Waage bei der Kinderärztin zur U4 Ende Oktober so anzeigt. Speckig ist sie jedenfalls.. ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Hach.

Neun Wochen Baby M. – Neun Wochen zu Viert!

Die letzte Woche war mal wieder eine Runde Berg und eine Runde Tal. Wir hatten einen wirklich guten Tag an dem ich echt Bäume hätte ausreißen können. 4 Stunden Schlaf am Stück in der Nacht und den Tag darauf war das Kind zwar fast durchgehend wach, aber echt gut drauf. Kaum Geschrei, kein Einbrüllen. Ich jubelte drauf los: lass uns ins Möbelhaus und ins Shoppingcenter. Nun ja. Fragt nicht nach dem Tag danach. Überhaupt hat sich Baby M. nun seltsam eingependelt.. einen Tag ist sie 12 Stunden „wach“ (mit 4-5 Naps à 15-30 Minuten) und den Tag darauf verschläft sie quasi komplett. Und so geht das immer so weiter.

Die Mama immer mit den nervigen Küsschen.

Skills:

  • orale Phase hallo: du hast deine Faust aktiv zum Lutschen und Ansabbern entdeckt
  • wir knallen nun – nach vielen Tagen Abstinenz – die Windel endlich wieder fast täglich voll
  • das muss jetzt auch mal gesagt werden: du schaffst es ziemlich gut uns in den Wahnsinn zu treiben
  • Popelqueen – Luft holen ist manchmal echt schwer
  • deine Haare wachsen ziemlich schnell – bald kann ich Zöpfchen flechten
  • Kleidergröße 68! 62 wird hier nun aussortiert

Das magst Du:

  • tanzende Menschen vor Deiner Nase
  • Spielebogen erfolgreich eingeweiht
  • von Mama in den Schlaf gewippt werden
  • wenn jemand mit einem Spucktuch vor deinem Gesicht wedelt

Kuscheln mit Mama

Das magst Du nicht:

  • Müde sein und Verdauungsbeschwerden – die alte Geschichte

Merke:

  • auf einen wachen folgt stets ein verschlafener Tag
  • auf einen guten folgt stets ein schlechter Tag
  • ein Spaziergang darf maximal 20 Minuten dauern, sonst hört das andere Ende der Stadt, dass du mal wieder versuchst mit dem Baby eine Runde zu drehen

Spielebogenliebe – wird langsam.

September 2018 – Rückblick Kindlein

SEPTEMBER 2018 – KINDLEIN – 5 JAHRE UND 2 MONATE

Ach ja.. wir haben die letzten Sommertage so gut es ging versucht zu genießen. Das ist mit Schreibaby M. nicht so einfach und geht auch am Kindlein nicht spurlos vorbei. Unser Mädchen ist nämlich auch hin und wieder genervt vom Gebrüll der kleinen Schwester. Kann man ihr nicht verübeln. Wenn nix mehr geht, darf sie mit Kopfhörern Fernsehen schauen. Was willste‘ auch sonst machen? Ansonsten war das Kindlein im September auf 2 Kindergeburtstagen, mit der Kita viel wandern und mit Opa im Wald Rehe durch’s Fernglas beobachten. Es ist momentan nicht soooo leicht ihr gerecht zu werden. Sie fordert nicht wirklich etwas ein, dennoch hat man durch Baby M. immer das Gefühl, dass sie zu kurz kommt. Was in ihren Augen vermutlich gar nicht der Fall ist – dennoch, schlechtes Gewissen bei den Eltern und so.

Das wohl letzte Mal nackig rum rennen

SCHULE UND SO

„Wenn ich neun bin, dann ist Baby M. vier Jahre alt!“

Tja, dann stehst du als Eltern erst mal da und schaust wie ein Auto in der Gegend herum. Ja, sie zählt. und ja, sie rechnet auch schon ein bisschen. Aber für Zusammenhänge solcher Art muss ja sogar ich mein Hirn anstrengen. Mathe war nie so mein Ding *hust* Mathe ist hier Papas Sache. Genauso wie die Küche. Aber ich schweife ab. Das Kindlein zählt ja schon ewig, mittlerweile ist das Ganze in aktives Rechnen übergegangen. Vier plus Vier und Fünf minus Zwei? Hier alles kein Thema mehr. Überhaupt ist so langsam alles auf Schule eingestellt. Erst letzte Woche hat uns die Location zum Essen gehen nach der feierlichen Zeremonie kontaktiert und wollte eine Bestätigung für unsere Reservierung. Die Kita plant eifrig schon das Abschlussfest ihrer Gruppe. Und wenn Oma im November ihren Urlaub einreicht, dann müssen hier tatsächlich schon die Herbstferien 2019 bedacht werden. Es ist plötzlich alles sehr real. So nah. Wir schauen auch hin und wieder nach Schultüten und Schulranzen.. was es so gibt, was es kostet (hust, da wird einem ja schlecht) und was sie sich so wünscht. Nicht mehr lang und wir haben hier tatsächlich ein richtiges Schulkind. Das wird eine riesige Umstellung für alle.

Tschüssi warmer Sommer!

GESPROCHEN

„M wie Motorboot!“ Aha.

„Papa, gibt es einen echten Weihnachtsmann?“
Oh oh, fängt das jetzt schon an?

Kinder rennen mit Bastelscheren durch die Gegend.
Mama: „Kindlein, was wollt ihr mit den Scheren schneiden?“
Kindlein: „Mama, ich rede gerade mit R., da kannst du nicht einfach dazwischen quatschen!“
Ähm. Nun ja. 

Süßester Versprecher.
„Das sind Papas Ladebatschen!“

„Baby M, liebes Baby M. du bist ja so süß. Du machst uns so glücklich!“
Ist sie nicht toll?

Mama tobt sich in den Haaren aus – kuscheln und spielen mit Baby M. – schreiben üben

DEIN ERSTES TELEFONAT

Ach ja. Dieses Telefon. Bisher hat das Kindlein am Festnetztelefon mehr zugehört als selbst gesprochen. Wenn sie etwas bejahte, dann nickte sie.. und verstand nicht sofort, dass die Person am anderen Ende der Leitung dies ja gar nicht sieht. Nun ist sie ja im Juli fünf Jahre alt geworden.. und auch hier hat sich einiges getan. Neulich hat sie tatsächlich ihr allererstes Telefonat geführt. Papa und ich haben danach fast geheult vor Rührung. Ich habe Papas Nummer gewählt und ihr den Hörer gegeben, den sie an ihr Ohr hielt. Anschließend folgte die erste via Telefon geführte Unterhaltung mit dem Papa. Es war soooo sooooo süß. Sie beendete es mit den Worten:

„Ich überreiche Dich jetzt an Mama, Papa!“

Anschließend gab sie mir das Telefon, an dem mich der säuselnde Papa erwartete. Er war hin und weg von seiner Maus und freute sich wie ein Keks über diese kurze Unterhaltung. Ich sage Euch. Morgen macht sie den Führerschein und übermorgen zieht sie aus. Ich weiß schon ganz genau, weshalb wir noch ein drittes Kind möchten.

GEDICHT VOM DRACHEN

Neulich kam das Kindlein nach Hause und begann mit dem Aufsagen eines Gedichtes. Einfach so. Von gleich auf jetzt. Ich war etwas perplex.. erstens weil es so plötzlich kam.. und zweitens weil es so lang war. Viele Strophen..so gefühlt. Es ist natürlich nicht das erste Gedicht, welches das Kindlein kann. Aber eben das erste längere mit etlichen Reimen. Nachdem ich beinahe eine Träne verdrückt habe, musste sie sich von ihrer rührseligen Mutter mal wieder anhören, wie toll sie ist und wie stolz wir alle auf sie sind. Da das Gedicht so schön zum Herbst passt, anbei die Zeilen, welche nun beinahe alle Familienmitglieder mindestens einmal gehört haben.

Einen Drachen bau ich mir
aus vier Leisten und Papier.
Male ihm mit Tusche bunt
einen riesengroßen Mund.
Auch die Augen fehlen nicht
und die Nase im Gesicht.

Troddeln hat er, wunderschön,
wie zwei Ohren anzusehn.
Hinten hängt ein Schwänzchen dran,
dass er richtig steuern kann.
Und am Ende knüpf ich auch
eine Schnur an seinen Bauch.

Wenn das Wetter mir gefällt,
trag ich ihn hinaus aufs Feld.
Wo die ersten Hügel sind,
spürt mein Drachen schon den Wind.
Ganz allein im Blauen nur
schwebt mein Drachen an der Schnur.