Meine Missed Abortion – die Geschichte einer Fehlgeburt

Wie angekündigt. Ich möchte unserer Fehlgeburt einen eigenen Post widmen. Warum? Hm… vermutlich ist das „mein“ Weg es ein Stück mehr zu verarbeiten, um es festzuhalten.. und auch um dem kleinen Etwas einen Raum zu geben. Immerhin existierte es. Es war da… das Herz klopfte, es bewegte sich. Und dann war da plötzlich nichts mehr. Ein Loch, ein ganz tiefes und dunkles Loch. Ich bin ganz tief gefallen, aber nicht aufgeprallt. Ich hing und hänge in den Seilen und die erneute Schwangerschaft befördert mich wie ein Aufzug Stück für Stück nach oben Richtung Hoffnung.

Nach der Fehlgeburt und vor allem nach meinem offenen Umgang damit (ich habe es nicht für mich behalten, sondern habe es erzählt) erhielt ich plötzlich von ganz vielen Frauen ähnliche Geschichten. Ich hörte hier und dort von soooo vielen Fehlgeburten. Erzähl ich dir meins, erzählst du mir deins. So ähnlich fühlte es sich an. Und plötzlich fielen so viele Mauern und Masken und Tränen flossen und überhaupt fühlte es sich an wie „Schweigen brechen“. Nicht falsch verstehen… man muss es nicht in die Welt hinaus schreien. Es gibt bestimmt jede Menge Frauen, die es nur mit sich ausmachen wollen und können. Es ist ihr Weg. Ich spreche eigentlich vor allem deswegen so offen darüber… weil ich sagen möchte… ihr seid nicht allein. Auch wenn man weiß, dass es vielen Frauen passiert. So dachte ich dennoch „aber nicht bei uns.“ Und dann kam alles anders. Und es ist eben doch genau uns passiert.

Riesige Vorfreude für einen kurzen Moment

Was ist passiert?

Irgendwann im August 2017 habe ich positiv getestet. Nach nur sehr kurzer Zeit des aktiven Übens, wenn ich das hier so sagen darf. Ja darf ich, denke ich. Ist ja auch egal. Ich hielt diesen Test in der Hand und konnte es nicht so recht glauben. Mai sollte der Termin sein.. die Vorfreude stieg mit dem zweiten Test, der genauso deutlich war. Hinterher schob ich noch einen weiteren Test mit Wochenbestimmung. Und auch dieser war so wie es sein sollte. Der erste Termin bei der Gyn zeigte die Fruchthöhle und den Dottersack, beim zweiten Termin konnte ich schon das Herz schlagen sehen. Bezüglich der Größe stufte sie das Murkelchen einige Tage zurück. Wir dachten uns beide nix dabei. Warum auch? Es sah alles so aus, wie es aussehen soll. Und so zogen die ersten Wochen ins Land.. die Übelkeit begann. Aber war so anders wie bei der Schwangerschaft mit dem Kindlein. Die Brüste wuchsen. Alles schien sich auf Schwangerschaft einzustellen. Ich bildete mir einen kleinen Bauch ein. Dann im September fuhren wir in den Urlaub – nach Mallorca. Am Flughafen bat ich darum nicht durch den Detektor gehen zu müssen… Strahlung und so. Ich dachte mir nix, alles schien gut. Der Urlaub war toll, was in erster Linie an der Vorfreude und der nicht so starken Übelkeit lag.

Habe ich etwas geahnt?

Ja wo war sie nur, diese markerschütternde Übelkeit? Beim Kindlein lag ich zu dieser Zeit längst im Krankenhaus… extremer Gewichtsverlust und Flüssigkeitsmangel ließen nichts anderes mehr zu. Und dieses Mal? Irgendwann hatte ich das Gefühl, dass sich alle Anzeichen eher zurück zogen als „wuchsen“. Eine seltsame innere Unruhe machte sich breit. Immer wenn ich mich mit jemanden über die Schwangerschaft unterhielt, sagte ich „Wenn denn alles gut geht, dann….“ und bekam immer die gleichen Antworten.

„Was soll denn da schief gehen?“
„Du wirst schon sehen, alles wird gut!“
„Denk doch mal positiv!“

Im Nachhinein waren das genau die falschen Sätze. Denn: niemand nahm meine Ängste und Sorgen wahr oder ernst. Ich kam mir kurz vor dem Kontrolltermin bei der Gyn vor wie ein Psycho, da meine innere Unruhe eher wuchs, als das sie nachließ. Und dann, ja dann… kam der Tag der Tage.

„Das sieht leider nicht normal aus.“

Ich weiß noch wie heute, ich ging zur Gyn rein und sie fragte wie es mir ginge. Und meine Antwort war: „Ich fühle mich nicht schwanger, ich glaube irgendwas stimmt nicht.“ Es war das erste Mal, dass ich das so einfach aussprechen konnte. Vorher hatte ich immer noch diese komische Hoffnung in mir, dass ich mir alles nur einbilde und dieses Mal einfach Glück habe. Weniger Übelkeit – das muss doch ein Geschenk sein… eine Art Wiedergutmachung und Versöhnung mit dieser ersten so anstrengenden Schwangerschaft.

„Gut, bevor wir weiter machen schauen wir lieber gleich nach.“ Die Gyn nahm meine Sorgen sofort ernst und setzte mich unverzüglich auf den Stuhl. Und dann schallte sie. Und ich schaute. Und sie schallte. Und ich sah nicht viel. Musste mich fix orientieren. Es herrschte Stille. Und dann sagte sie: „Das sieht leider nicht normal aus.“ und ganz plötzlich hatte ich ihre warme, stärkende Hand auf meinem Oberschenkel. Ein Blitz jagte durch meinen Körper. Ein markerschütternder Blitz. Es war, als ob mir jemand die Luft abdrückte. Nur ganz kurz, aber sehr intensiv. Ich sagte nur „Hm. Ich habe es geahnt.“ Die Gyn redete noch.. aber ich hörte schon nix mehr. Keine Ahnung, was sie noch sagte. Ich verschwand anschließend wieder in der Umkleide… da wollten dann die ersten Tränen aus den Augen fallen. Ich stoppte sie, schluckte den Kloß in meinem Hals herunter und ging zurück ins Sprechzimmer. Die Gyn war noch nicht da. Ich zückte also sofort mein Handy und schrieb meinem Mann, dass kein Herzschlag mehr da ist und das es auch nicht weiter gewachsen ist. Er macht sich gleich auf den Weg.. irgendwas in die Richtung schrieb er zurück.

Dann kam die Gyn und ich weiß noch, dass das erste was ich sagte „Ich würde gerne um eine Ausschabung drum herum kommen“ war. Wir besprachen die Möglichkeiten, die ich hatte. Sie war sehr einfühlsam und sagte Dinge, die man eben so sagt in dieser Situation. Es waren gute Dinge. Richtige Dinge. Nichts wie:

„Sie haben doch schon ein Kind.“
„Beim nächsten Mal klappt es bestimmt!“
„Das passiert soooo vielen.“

Das sind Sätze, die kein Mensch braucht, auch wenn sie sicherlich lieb gemeint sind. Auch ich habe sie gehört. Und ich weiß, dass die Menschen, die sie sagen, nicht böse meinen. Das sie aufbauen, helfen und bestärken möchten, nur eben nicht wissen wie. Trotzdem: ich habe schon von vielen Bekannten mit Fehlgeburten dieses Feedback bekommen. Das eben diese Worte nicht helfen. Denn: ja, es kann schnell wieder klappen. Aber was ist die Konsequenz? Und ja, ich habe schon ein Kind. Aber ich wünschte mir auch dieses Zweite, was soeben wie eine Seifenblase zerplatzt ist. Dann lieber ein „Es tut mir so leid für Euch.“ Auch das habe ich gehört und es war gut für die Seele.

Nach dem Termin bin ich ziemlich überstürzt aus der Praxis gerannt. Die Sprechstundenschwester rief mir noch hinterher, ob wir einen neuen Termin brauchen, doch ich schüttelte nur den Kopf. Draußen, kurz bevor ich mein Auto erreichte, konnten sie dann endlich rollen: die Tränen. Ich setzte mich, startete den Motor und rief als erstes meinen Mann an. Ich heulte wie verrückt, konnte mich aber auch fix wieder beruhigen. Wir redeten eine Weile und es war kurz wieder ok. Dann fuhrt ich los und rief auf halber Strecke meine Mutter an. Sie wusste schon von der Existenz des Minis. Und verstand erst nicht als ich da so los plapperte, die Tränen immerhin schon nicht mehr in Bächen laufend. Ich weiß noch wie sie ganz entsetzt sagte „Dann ist es ja tot!“ und ich antwortete „na wenn du das so sagen willst, dann ja.“ Sie entschuldigte sich im Nachhinein dafür, rechnete aber so gar nicht damit und war derart erschüttert, dass nichts anderes aus ihrem Mund flog. Ich nahm es ihr nicht übel.. an ihren Worten und der Stimmlage hörte ich, wie heftig das auch für sie war.

Wie sind wir vorgegangen? Was waren die Auswirkungen?

Emotional

Scheiße, ich habe so viel geweint. Abends, auf dem Klo im Kreißsaal, im Auto, heimlich nachts, im Arm von meinen Mann, mit dem Kindlein im Arm, welches ganz durch den Wind war wegen dieser ganzen Sache. Jetzt wo ich diesen Text schreibe kommen sie seit langem mal wieder. Diese Tränen, die so ein treuer Begleiter waren in den ersten Tagen. Dieses furchtbar lähmende Gefühl ebbte allerdings auch schnell wieder ab. Ich sagte immer mal wieder: „Schatz, ich habe unser Baby verloren“ zu meinem Mann. Aber die Tränen gesellten sich nicht mehr wie zu Beginn pauschal dazu. Ich schlief erstaunlich gut, war nur unendlich traurig. So unendlich, dass man es nicht in Worte fassen kann. Trotzdem: ich berappelte mich erstaunlich schnell. Das Tal war sehr tief, aber auch sehr kurz. Die Wochen danach waren dennoch hart. Was mir Halt gab: die gesunde Tochter. Ich wusste: ich kann es, mein Körper kann es. Das war emotional die größte Stütze. Der Rest des Umfeldes wollte Gutes tun, bekam es aber nicht so recht hin. Ich glaube bis heute, dass jemand, der es nicht selbst erlebt hat, es auch nicht so recht nachfühlen kann. Der Austausch mit Frauen, denen ähnliches passiert ist, half mir da schon mehr.

Medizinisch

Laut Ärztin war das Baby schon seit dem letzten Termin kein Stück mehr gewachsen. Das bedeutete, es muss schon etwa seit vier Wochen ohne Herzschlag in mir geschwommen sein. Vier Wochen, in denen nix passiert ist. Mein Ziel war es, um eine Ausschabung drum herum zu kommen. Ich hatte in meinem OP-Einsatz im Zuge der Hebammen Ausbildung viele Ausschabungen gesehen. Und ich wusste: das will ich nicht. Auf der anderen Seite waren da schon diese 4 vergangenen Wochen, in denen nichts passiert ist. Ich besprach mich mit meiner Hebamme, die gleichzeitig in einer gynäkologischen Praxis arbeitet. Sie bot mir einen Termin dort an. Mittlerweile waren 5 Wochen vergangen und allmählich wurde mir die psychische Belastung zu groß. Ich nahm den Termin also an und wir schallten noch einmal. Ergebnis: Plazenta arbeitet, alles ist auf Versorgung des kleinen Wurms eingestellt. Auch wenn dieser nicht mehr lebte. Es gab keinerlei Anzeichen für einen natürlichen Abgang. Ich war verzweifelt. Ich wollte einfach nur noch, dass es vorbei war. Sofort. Es überrollte mich förmlich. Auch wenn ich keine Ausschabung wollte, so wollte ich einfach auch nicht mehr mit diesem kleinen toten Wesen in mir in der Welt herum laufen. Ich las noch viel im Internet… teilweise war von drei bis sechs Monaten die Rede, wenn man auf eine kleine Geburt warten wollte. Zu viel für mich und mein inneres Gefühl. Zudem die Angst vor heftigen Blutungen bei dieser kleinen Geburt, von der ich im Bekanntenkreis genau zu dieser Zeit hörte. Ich wollte auf meinen Körper hören und ihm vertrauen, dennoch war mein Kopf und das Bedürfnis nach einem „Ende“ größer. Die Ärztin, die mich schallte, würde auch die Ausschabung in einer kleinen Tagesklinik durchführen. Sie klärte mich auf und ich war sehr „positiv“ überrascht, da sie eine schonendere Methode anwenden würde als ich sie gesehen habe. Zudem wusste ich, wer mich da operieren würde. Und so fasste ich mit meinem Mann gemeinsam den Entschluss: doch eine Ausschabung.

Beruflich

Die OP an sich war nicht schlimm. Und auch das Danach war auszuhalten. Ich brauchte keine Schmerztabletten und stand nur 3 Tage später wieder im Kreißsaal auf der Arbeit. Die Ablenkung war gut. Sie half mir. Ich hatte zu keiner Zeit Probleme mit den Familien, die dort mit ihren glücklichen Babies die Räume verließen. Stattdessen konnte ich nun Frauen mit vorausgegangenen Fehlgeburten viel besser verstehen.. ihre Ängste, ihre Sorgen. Es war wie ein Spiegel. Beruflich hat mich diese Erfahrung zu 100% nach vorn katapultiert. Ich sehe es im Nachhinein manchmal fast als „positive“ Erfahrung. Im Sinne der Betreuung für Frauen und deren Familien. Es hat mir hier total viel gegeben. Wenn eine Frau sagte „ich hatte schon eine Fehlgeburt, ich habe so Angst.“ konnte ich tatsächlich antworten: „ich weiß genau wie sie sich fühlen!“ und dann wurde ich mit großen Augen angeschaut und man konnte sich auf „Augenhöhe“ unterhalten – auch wenn das jetzt erst mal grotesk klingt. Aber ich fühlte, was sie fühlten. Und das ist beinahe wie ein Geschenk für meine Arbeit als angehende Hebamme.

Was macht eine Fehlgeburt mit Dir/Mir?

Diese Missed Abortion hat für mich leider langfristige Auswirkungen. Die aktuelle Schwangerschaft kann ich kein Stück genießen. Ich halte dieses Kind nach wie vor künstlich auf Abstand. Es ist furchtbar und beängstigend.. ich versuche dagegen anzukämpfen. Aber was geschehen ist, ist geschehen. Und ich kann es ganz schwer an mich heran lassen. Schon zu Beginn dieser dritten Schwangerschaft eignete ich mir daher eine „alles oder nichts“ Einstellung an. Als ich am Abend des zweiten Testes Schmierblutungen bekam, überrollte es mich nicht gleich wieder.. einfach weil ich innerlich keinerlei Gefühle zu diesem Zelhaufen zuließ. Nicht noch einmal würde mich das so packen und mir einmal das Herz aus der Brust reißen um es danach unvollständig wieder rein zu stecken. Nix da! Doch die Blutungen gingen.. und die Wochen vergingen. Und in der neunten Woche waren plötzlich wieder alle Anzeichen wie verpufft. Panik stieg in mir auf… ich wollte der Gyn nicht gleich wieder auf den Keks gehen. Ich wusste – Herztöne mit dem Dopton zu hören in der neunten Woche, das ist zu früh. Verzweiflung machte sich dann doch wieder breit. Ich hatte einfach keine Lust, dass alles noch ein zweites Mal erleben zu müssen.

Eine meiner guten Freundinnen ist Tierärztin.. und sie besitzt ein portables Ultraschallgerät für Tiere. Und jetzt darf man 3x raten was wir gemacht haben? Ich habe mich mit meiner Freundin getroffen und sie hat mich abdominal geschallt. Und da sahen wir dieses kleine Mucki und auch ganz deutlich den Herzschlag. So verrückt muss man erst mal sein? Verrückt? Ist es das richtige Wort? Ich war einfach so panisch und ängstlich – ich wäre bis zum nächsten Gyn Termin innerlich zerbrochen. Da hilft mir weder das Wissen rund um die Hebammenausbildung und erst recht nicht dieses ganze „Hab Vertrauen in dich und deinen Körper..“ ich konnte und wollte so was einfach nicht hören. Immerhin hatten sich all die Besserwissermenschen schon einmal geirrt mit ihrem „Alles wird gut.“ Niemand meinte das böse, das weiß ich und ich bin dankbar für die Anteilnahme und die Hilfe und all das Kümmern. Und trotzdem konnte ich das nicht gebrauchen. Denn: ich hatte kein Vertrauen mehr in meinen Körper. Kaputt, futsch. Er hatte es schon einmal nicht geschafft, auch wenn ich wusste, dass solche Gedanken Unsinn sind. Man hat sie trotzdem. Auch als angehende Hebamme… für mich, die von der Physiologie der Geburt überzeugt ist.

Und irgendwann in der zehnten Woche kaufte ich mir einen Fetal Doppler.. ein Dopton.. um die Herztöne des Kindes zu hören. Und es funktionierte. Jeden Tag hörte ich die Herztöne des kleinen Wesens. Teilweise bis zu drei Mal am Tag trug ich ein wenig Ultraschallgel auf und schallte, bis ich das Herzchen schlagen hörte. Das war schon ziemlich psycho.. um es mal salopp zu sagen. Aber ich denke kaum einer, der das nicht erlebt hat, kann sich diese Panik und Angst vorstellen, die man hat. Da ist dieses Wissen.. das es ein weiteres Mal passieren kann. Seit ich die Bewegungen (16. Woche) des kleinen Wurmes in mir spüre, schalle ich deutlich weniger. Zum heutigen Tag kann ich sagen, dass ich bestimmt schon über eine Woche nicht mehr Herztöne gehört habe. Das lag auch an den regelmäßigen Arztterminen zwischendurch. Frühe Feindiagnostik, Vorsorge bei der Gyn, eigentliche Feindiagnostik… und immer dieses kräftig schlagende Herz auf dem Bildschirm. Das half mir unwahrscheinlich. Auch wenn wir Hebammen immer über die übermäßig durchgeführten Ultraschalltermine meckern. In meinem Fall war es ganz genau das, was ich brauchte. Bestätigung, dass dieses Kind noch lebt.

Nun bin ich wieder schwanger. In der 25. Schwangerschaftswoche. Und ich spüre dieses 31cm lange Menschlein jeden Tag in mir wuseln. Es gibt mir Halt. Und endlich haben wir auch die Grenze zur Überlebensfähigkeit überschritten. Dennoch. Angst und Panik bleiben. Jeden einzelnen Tag. Ich kommuniziere das nicht mehr so häufig an mein Umfeld. Aber Anspannung ist da. Eine Anspannung die sich vielleicht erst mit der Geburt legen wird. Ich weiß es nicht. Vielleicht wird es auch danach nicht besser. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass sich meine Gefühle diesbezüglich noch ändern und ich etwas mehr Vertrauen in mich und auch in das Baby habe.

Und wie geht es mir jetzt damit?

Hm.. ich weiß nicht. Ich glaube, dass es gut war, so schnell wieder schwanger geworden zu sein. Denn so hatte ich ja quasi nur eine kleine Unterbrechung und es fühlt sich an, als wäre ich seit August durchgehend schwanger. Ich muss nicht mehr weinen wegen diesem verlorenen Kind. Ich brauche keinen Altar, kein Grab, ich denke nicht mehr jeden Tag daran. Aber ich glaube das liegt in erster Linie an der jetzigen, bis jetzt toi toi toi, intakten Schwangerschaft. Ich konzentriere mich auf dieses dritte Kind. Ich habe von Nummer 2 noch einen Eintrag im Mutterpass und ein Ultraschallbild. Und ich habe Bilder von den positiven Schwangerschaftstests. Und ich habe die Erinnerung. An diese Vorfreude. Die da mal war. Aber auch an das, was danach kam. Ich habe damit glaube ich dennoch nicht abgeschlossen. Und ich frage mich, ob ich damit jemals abschließen kann. Das wird mir oft als Ratschlag gegeben. „Du musst es endlich abschließen.“ und ich denke mir: muss ich das? Gehört es nicht auf Lebenszeit dazu? Totschweigen, nie wieder drüber reden? Undenkbar. Und so ist es einfach ein Teil unserer Geschichte, unserer Familie geworden. Das jetzige Baby in meinem Bauch ist ganz selbstverständlich das dritte Baby, welches heran wächst. Nummer 2 hat es einfach nicht geschafft. Aber es war da. Und es bleibt im Herzen und im Kopf. Für immer.

März 2018 – Rückblick

März. Nun ja. Der steht ja bekanntlich für Frühling. Also rein theoretisch. In der Praxis hatten wir mehr Schnee als den ganzen Winter über. Und auch jede Menge kalte Temperaturen. Himmel. Von Frühling keine Spur. Aus dem letzten Jahr habe ich T-Shirt-März-Bilder. Dieses Jahr ist es dann zum größten Teil doch der Schneeanzug geworden. Das Kindlein war im März nicht besonders viel in der Kita. Zum einen weil sie krank war und zum anderen weil sie nicht gehen wollte. Wir nehmen das ernst.. und so durfte sie viel Zeit mit uns verbringen. *herz* Für die nächsten Monate stehen viele tolle Dinge an… Vorfreude.. zunächst einmal auf besseres Wetter.

Kalt, kälter – mit Oma auf dem See.

Krank

Tja.. Januar gesund. Februar gesund. Check. Und dann krachte es im März doch noch einmal ordentlich. Dabei haben wir wirklich alles versucht um all die Viren und Bakterien von unserem Mädchen fern zu halten. Und dann kam es doch wie es kommen musste und sie steckte sich scheinbar irgendwo an. 41,0 war unser bester Freund und 3 Tage hohes Fieber zogen nicht spurlos an ihr vorbei. Sie hat wieder etwas an Gewicht verloren und hing einige Tagen wie ein Häufchen Elend in der Ecke. Aber geschafft ist geschafft. Dank Abstand und anhaltender Desinfektion meiner Hände bin ich in der Schwangerschaft drum herum gekommen. Nun ist das Kindlein wieder gesund. Und wenn denn jetzt endlich mal besseres Wetter kommt hält dieser Zustand hoffentlich auch eine Weile an.

Ostern

Die Wettervorhersage für Ostern war ja… nun ja… Der Freitag war wunderschön. Viel Sonne und es war richtig warm. Das Kindlein holte mit ihrer Freundin in voller Vorfreude sogar das Planschbecken aus dem Schuppen. Mussten wir erst einmal erklären, dass die Temperatur doch noch nicht ganz ausreicht. Da für Samstag Regen und für Sonntag sogar Schnee mit kalten Temperaturen angesagt war, haben wir unsere Geschenksuche fix auf Freitag verschoben. Wir nehmen es da nicht so genau.. hatten echt keine Lust im Schnee Eier zu suchen. Und so durfte sich das Kindlein schon am Freitag über ihre Ostersachen freuen.

Was gab es denn da so schönes vom Osterhasen?
Ostergeschenke sind mit Affiliate-Links versehen

Toniebox
Viele können den Hype ja nicht verstehen. Ich auch nicht so recht… aber nachdem unser Kindlein mehr und mehr auf Hörspiele steht, dachten wir – warum nicht? Und so ergatterten wir durch viel Glück und einen Zufall eine der Boxen kurz vor Ostern. Die sind ja nach wie vor irgendwie überall ausverkauft und man bekommt selten die Wunschfarbe. Wie dem auch sei: das Kindlein liebt das Teil. Es war und ist das beste Geschenk und hat daher demnächst auch noch einen eigenen Post verdient!

Tonies
Passend zur Box gab es auch direkt 3 Tonies. Einen Kreativ-Tonie zum selbst bespielen und zwei weitere kleine Hörspiele. Kindlein lässt sich aktuell am liebsten vom Papa jeden Abend eine neue Geschichte auf den Kreativ-Tonie spielen. Mal sehen wie lang das noch so weiter geht.
Es gab:
Mia and me – Mia und die Elfen Tonie
Benjamin Blümchen – ein Törö für alle Fälle Tonie
Kreativ Tonie Sängerin

Buntstifte
Ja, denn hier wird in letzter Zeit soooo viel gemalt. Mittlerweile waren einige Buntstifte so kurz, dass man sie kaum noch in der Hand halten konnte. Also mussten neue her… das Kindlein mag sie sehr gerne. Und ich auch. Bei Buntstiften kann man ja auch mal ziemlich daneben liegen (ich mag die vom Ikea zum Beispiel gar nicht, krümeln mir zu sehr.)

Plitsch-Platsch-Pinguin
Bei real,- sind ja aktuell dann Treuemarken-Aktion einige Spiele im Angebot. Und so landete Plitsch-Platsch-Pinguin in unserem Einkaufskorb. Das Kindlein ist aktuell noch so semi-begeistert. Zumal sie es nicht so witzig findet, wenn bei ihr die Pinguine abstürzen – verständlicherweise. Aber gut, was nicht ist, kann ja an Begeisterung noch werden.

Schokolade
Brauche ich nicht viel zu sagen, oder?

Ja ist denn heute schon Weihnachten?

Du kleiner Wüterich

Manchmal. Tja.. manchmal da kann ich unser Mäuschen ganz schwer einschätzen. Beispiel: sie möchte Gurke, ich schneide welche auf und will als Überraschung noch ein paar Stücken Paprika mit auf den Teller legen. In ihrer aktuellen Gefühlslage habe ich nun mit zwei Reaktionsmöglichkeiten zu rechen. Erstens: strahlendes Gesicht, ein dickes „Danke Mama!“ und schwupp ist das Essen im Bauchi verschwunden. Tja.. aber es kann auch folgendes passieren. Zweitens: Kind sieht die Paprika und eskaliert dezent. „Ich wollte doch keine Paprika. Ich habe Gurke gesagt!“ und dazu ein weinerliches Gesicht mit jammerndem Unterton. Dann wird die Gurke nicht von dem Teller gegessen weil da eben diese rote Paprika mit drauf lag und überhaupt sollte Muddi am besten wieder ganz von vorn anfangen. Wirste nicht schlau draus, ne? Das macht es unberechenbar und.. hm.. spannend ist vielleicht das falsche Wort.. interessant trifft es gegebenenfalls eher. Aber wir reden ruhig mit ihr.. und es hilft. Eskalationen gibt es hier wirklich ganz ganz selten. Na und geschrien wird sowieso nicht.

Ein paar Kindlein Fakten

110 cm
fast 17 kg
Schuhgröße 29
zählt rückwärts
schläft 10-12 Stunden, braucht selten einen Mittagsschlaf
baut am liebsten aus allerlei Kram kleine Häuser und Höhlen und spielt dabei Rollenspiele
isst wieder schlechter und noch ausgewählter (wenn das überhaupt möglich ist)
groooooße Vorfreude auf das Geschwisterchen, nach wie vor

Mit der Freundin im Sand.

Gequatsche im März

„Ich spreche leider kein Italisch.“

„Mama, weißt du wie lieb ich Dich hab‘?“
„Wie lieb?“
„Bis nach Bayern!“

„Kindlein, möchtest Du auf dem Weg zur Oma im Auto einschlafen?“
„Ach Mama, wir werden doch sehen ob ich einschlafe!“

„Mama, du behandelst mich wie ein Baby!“
Ja, weil du auch immer mein Baby bleiben wirst. Punkt!

Sitzt am Tisch und fängt an zu essen, bevor alle anderen da sind.
Mama: „Mausi, wir warten eigentlich bis alle am Tisch sind.“
Kindlein: „Dann habt ihr wohl Pech gehabt!“
Ähm.

„Weißt Du Mama, der Schlitten vom Weihnachtsmann muss ja ganz schön schnell sein, wenn er in einer Nacht die ganze Welt bereist. Das ganze Berlin, das ganze Paris und das ganze Afrika!“

„Mama, woraus wird Farbe gemacht?“
Dinge, die ich erst mal googlen muss.

„Manno, jetzt ist mir meine Meinung ausgefallen. Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich machen wollte!“

 

Hallo Du drittes Wunder!

Pssst… ich mag heute ein kleines Geheimnis mit der ganzen Welt teilen. Eigentlich zwei Geheimnisse. Wobei sie in meinem Umfeld gar keine Geheimnisse mehr sind. Das Kindlein wird große Schwester. Endlich. Nach einem – für uns – langem Leidensweg bin ich aktuell in der 21. Schwangerschaftswoche. Für mich ist damit meine persönliche, magische Grenze von 28 Wochen noch nicht erreicht. Und so beherrscht Angst mein Leben. Warum? Das sagt der Titel.. „drittes Wunder“.. letztes Jahr im Oktober haben wir unser zweites Krümelchen verloren. Wann genau, das kann ich eigentlich gar nicht sagen. Festgestellt wurde es Ende der zehnten Woche.. es muss jedoch schon länger nicht mehr gewachsen sein. Ich möchte diesem zweiten Krümel einen Extra Post widmen. Und mich nun ganz auf Nummer 3 konzentrieren.

Denn: Ja, wir sind wieder schwanger!!!

Zweiter Strich nun ganz deutlich. 

Anfang Dezember habe ich positiv getestet. Ich stand ziemlich perplex da. Immerhin war es der erste Monat nach meiner Ausschabung und dem Ende der Fehlgeburt. Und schwups, war ich plötzlich wieder schwanger.. und bin es geblieben. Nummer 3 hat sich fest gekrallt. Ganz fest. Die ersten Wochen beherrschten pure Angst und Verzweiflung meine Tage. Ich rechnete fest mit einem erneuten Abgang. Warum? Schon am Abend des zweiten Testes habe ich plötzlich Schmierblutungen bekommen. Da stand für mich fest: auch dieses kleine Etwas verabschiedet sich. Ich nahm es sogar noch gelassen. Denn: wo nix gewachsen ist, muss nix ausgeschabt bzw. muss nicht auf eine kleine Geburt gewartet werden. Doch die Schmierblutungen gingen nach 3 Tagen wieder. Die Ärztin wollte dennoch wissen, was da los war und schallte.. es war Ende der 5. Woche. Doch außer der hoch aufgebauten Schleimhaut war so kurz vor Weihnachten nichts zu sehen.  In der Schwangerschaft davor hatten wir zu diesem Zeitpunkt schon ganz deutlich die Fruchthöhle sehen können. Nach langem Schallen fanden wir doch etwas. Es war schwarz, sah aber von der Form und Größe nicht aus wie die typische Höhle in der unser Baby wachsen sollte. Es war nach wie vor ein Hämatom, welches nach der Ausschabung einfach nicht verschwinden wollte. Die Zeichen standen also nicht so besonders. Und so wollte mich die Ärztin – auch um eine Eileiterschwangerschaft ausschließen zu können – wenige Tage später noch einmal sehen. Und da war sie dann: die kleine schwarze Höhle. Das Hämatom hatte sich plötzlich verkleinert.. aber war nach wie vor übermächtig gegen diese kleine schwarze Höhle unseres Babys.

In der 15. Schwangerschaftswoche schon so eine Murmel. 

Doch beim nächsten Termin war es fast ganz verschwunden. Auch diesen musste ich wieder außerplanmäßig wahr nehmen. Warum? Hallo Übelkeit.. ich erinnere nur zu gern an meine erste Schwangerschaft. Bereits in der 8./9. Schwangerschaftswoche lag ich für eine Woche im Krankenhaus, da ich es einfach nicht schaffte etwas zu essen oder gar zu trinken. Übergeben musste ich mich nie. Aber es ging eben nix rein und so konnte ich bald nicht mehr aufstehen oder irgendetwas machen. Und auch in dieser dritten Schwangerschaft ging es ganz schnell in diese Richtung, so dass ich noch mal den Rat meiner Ärztin hören wollte… bezüglich von Medikamenten. Alles andere weiß ich aufgrund der Ausbildung zur Hebamme ja eh. Ich hatte noch einen Einsatz im Kreißsaal abzuschließen und überlebte dieses halbwegs gut mit Medikamenten. Der anschließende Einsatz im OP endete allerdings schon an Tag 1.. mein Körper rebellierte und ich kollabierte auf der Toilette. Also ab nach Hause, krank geschrieben.. weiß nicht ob das so gut war, die Arbeit lenkte doch immer etwas ab. Und so Begann ein Marathon auf der Couch. Ich vegetierte auf dieser vor mich hin, immer den Eimer in der Hand, falls doch was oben raus will. Aber es kam schon wie beim letzten Mal nix.

Heute in der 21. Woche leide ich nach wie vor unter Übelkeit… aber nur noch Abends. Leider lässt sich diese fast ausschließlich mit Essen bekämpfen was sich auch in meinem Gewicht niederschlägt. Ich würde mich gern mehr bewegen, habe aber leider auch immer wieder Wehen seit der 19. Woche. Und so schone ich mich und lege mich bei Wehen rasch hin. Nicht so leicht mit krankem Kind. Ich habe rückblickend ein paar für uns wichtige Daten und Fakten zusammen getragen. Immerhin möchte auch Nummer 2 ein tolles Fotobuch mit entsprechenden Einträgen haben. Und so sammelt Mama fleißig.

Meilensteine

07.12.2017 – ich teste positiv – Deine Tante erfährt nach deinem Papa als erste von deiner Existenz
08.12.2017 – ich teste ein zweites Mal positiv – der Strich ist noch viel stärker

14.12.2017 – die Übelkeit setzt so richtig ein – früh wie eh und je

23.12.2017 – die Übelkeit erreicht besonders Abends echte „Höhepunkte“

03.01.2018 – Gyn- Termin – dein Herz blubbert ganz kräftig, -4kg in 2 Wochen dank Übelkeit

16.01.2018 – Arzttermin – ich sehe das erste Mal deine Arme rudern

07.02.2018 – Wir erfahren dank Bluttest welches Geschlecht Du haben wirst
14.02.2018 – Frühe Feindiagnostik – wir erzählen dem Kindlein von deiner Existenz – ein besonderer Moment

16. Woche – ich spüre dich endlich täglich in mir wuseln
22.03.2018 – Papa spürt dich das erste Mal von außen

20. Woche – ich habe immer wieder erste Kontraktionen und muss mich mehr schonen
28.03.2018 – Ende 20. Schwangerschaftswoche Gyn Termin. Du wiegst ungefähr 360g und bist 28cm groß. Es ist alles so wie es sein soll.

Ich erinnere mich noch an einen meiner letzten Posts, in dem ich ganz klar kommuniziert hatte, dass ich erst das Studium/Ausbildung zur Hebamme beenden möchte.. und dann nachlegen mag. Nun ja.. das Herz hat meinen beziehungsweise unseren Kopf überstimmt. Und dann kam diese Fehlgeburt. Und ich dachte: ein Zeichen, du solltest es erst zu Ende machen. Und dann war da plötzlich wieder dieser – völlig unerwartet – positive Test. Und jetzt ist nach diesen furchtbar bangen Wochen plötzlich alles in Ordnung. Und doch bleibt diese Angst. Davor, dass wieder etwas schief gehen wird. Aber das werde ich in einem Post über unsere Missed Abortion noch mal ganz genau auffassen. Bis dahin mag ich gerne weiterhin über meine Schwangerschaft berichten. Denn so langsam stellt sich ein kleines bisschen Vorfreude ein. Nur ein bisschen, aber immerhin. Sie ist da. Diese Freude auf ein zweites kleines Menschlein.

Ausflugtipp Mallorca – Playa des Coll Baix mit Kind und Familie

Der Frühling lässt ja auf sich warten. Und was gibt es da besseres als sich die Zeit mit herrlichen Bildern mit viel Sonnenschein zu vertreiben? Ich wollte ja schon lange die Ausflugsziele unseres letzten Mallorca Trips verbloggen.. aber bisher fehlte ja immer die Zeit. Nun möchte ich aber ein absolutes Highlight zeigen. In vielerlei Hinsicht.

Der Playa des Coll baix

Diese Bucht stand schon für unseren vorletzten Mallorca Urlaub auf dem Programm, aber damals trauten wir uns noch nicht. Warum? Weil der Weg dorthin einfach total heftig ist. Das hat verschiedene Gründe. Erstens läuft man eine ganze Weile und zweitens ist es sehr gefährlich. Aber mal ganz von vorn.

Der Weg zum „Gipfel“ – ab da erst mal nur noch bergab zum Meer

Der Weg zum Playa des Coll Baix. 

Also. Zunächst einmal fährt man ein ganzes Stückchen mit dem Auto. Fragt mich nicht mehr, wie wir dorthin gefunden haben. Ich glaube letztlich haben wir einfach die Koordinaten des Playa des Coll baix gegoogelt und diese dann per Navi gesucht und auch gefunden. Es gibt aber auch etliche Beschreibungen, die man im Internet ergooglen kann. Der Anfang der Straße ist noch gut asphaltiert. Doch das ändert sich recht schnell. Irgendwann schafft es dann auch der beste Mietwagen nicht mehr weiter. Wann genau, sieht man eigentlich ganz gut. Einfach da parken, wo auch der Rest am Wegesrand steht. Die Autos lassen sich ganz gut im Schatten parken. Von dort aus geht ein Weg zunächst bergauf – zu Fuß versteht sich. Nicht zu steil und im Schutz von etlichen Bäumen. Festes Schuhwerk ist hier noch nicht erforderlich, wird aber für den weiteren Weg unabdingbar. Zwischendurch trifft man immer wieder auf Ziegen, die aber friedlich irgendwo fressen oder durch die Gegend laufen. Kamera nicht vergessen! Ich glaube vom Auto zur Anhöhe haben wir etwa 20 Minuten gebraucht, vielleicht auch weniger. Der Weg ab der Spitze des Berges bis zum Strand selbst dauerte trotz gutem Schuhwerk ein bisschen, nicht zuletzt weil wir jetzt keine Ausdauersportler sind. Vermutlich sind wir noch mal so 30-40 Minuten gewandert und geklettert.

Die Aussicht auf dem Weg nach „unten“

Von der Anhöhe abwärts

Ganz oben angekommen führt ein schmaler Weg rechts in eine Art Wald. Hier sollte man sich immer rechts halten, auch wenn einem das erst mal komisch vorkommt, weil man quasi von der Bucht und dem Strand weg läuft. Sollte man nicht so geübt sein, kein perfektes Schuhwerk oder gar Kinder dabei haben.. immer auf dem Hauptweg halten! Zwischendurch schlängeln sich immer wieder kleine Wege links vom Hauptweg ab. Die gehen sicherlich schneller nach unten, sind aber unsagbar steil und den ein oder anderen legte es mächtig auf die Nase. Also immer rechts halten… irgendwann macht der Weg dann kehrt und man läuft wieder nach links. Man kann es quasi nicht verpassen. Der Hauptweg ist ordentlich ausgetrampelt und eigentlich trifft man immer den ein oder anderen Wanderer.

Über steile Klippen – sehr gefährlich!

Irgendwann erreicht man dann die Klippen. Und tja… das ein oder andere Mal steht man davor und denkt sich: hier kann es nicht weiter gehen. Hier kann kein Mensch rüber kommen. Und doch musste es ja irgendwie weiter gehen. Also zack: rüber geklettert. Mein Vater meinte nur immer: „Ihr seid doch irre!“ – letztlich war es das Klettern aber wert und das eigentliche Highlight. Spätestens bei den Felsen sind gute Schuhe wichtig. FlipFlops und Co. haben wir nix zu suchen, sieht man aber trotzdem immer wieder. Vor allem bei dem jungen Publikum. Die Steine sind mitunter schon etwas glatt.. uns ist nix passiert. Aber der Abgrund war zum Teil schon sehr tief, die Wellen peitschen gegen die Felsen und man war froh, wenn man die heftigsten Hindernisse ohne Probleme meisterte. Wir sahen etliche Leute umdrehen, vor allem aber die, die keine vernünftigen Schuhe an hatten. Ich wiederhole mich: Wasser und Schuhe sind hier das A und O!

Glasklares Wasser, kaum Menschen, wenige Boote

Und mit Kindern?

Tja also eigentlich sollte man am besten nur da hin kraxeln wenn man gar keine Kinder hat. Das ist auch der Grundtenor, den man so liest oder aus Gesprächen mit bekommt. Denn: es ist einfach krass gefährlich. Einem selbst kann dort fix was passieren. Mit Kindern ist das Ganze noch mal eine ganz andere Hausnummer. Uns war klar: wenn wir dort hin wandern und klettern, dann nur wenn das Kindlein in der Trage ist. Nun war sie zum Zeitpunkt des Urlaubes 4 Jahre alt und wog etwa 15 kg. Auszuhalten – am besten in der Manduca mit Stegverbreiterer. Dennoch: festes Schuhwerk ist unabdingbar. Besonders, wenn man noch einen kleinen Passgier auf dem Rücken trägt. Die Klippen waren teilweise schwer zu überwinden und man brauchte ein Minimum an Ausdauer und Können um da rüber zu können. Ich habe dort sonst kaum Kinder gesehen… es gab welche, keine Frage…aber die meisten wurden wirklich mit Tragesystemen dorthin transportiert. Alles andere ist fahrlässig. Im Nachhinein fand ich es ziemlich grenzwertig, trotz dieser atemberaubenden Erlebnisse dorthin und direkt vor Ort.

Wanderung nach „unten“

Dennoch würde ich rückblickend eher von der Wanderung mit kleinen Kindern abraten. Auch bei größeren Kindern frage ich mich, wie sie das packen. Sollte doch etwas passieren, so kann man nicht mal eben jemanden anrufen… es gibt keine Rettungswacht oder ähnliches. Bis zum Auto dauert es ewig, der Handyempfang ist super schlecht. Es ist und bleibt gefährlich. Sollte es zu viel werden, zwischendurch lieber noch mal umdrehen.

Highlights des Playa des Coll Baix

1. Ruhe

Ein Geheimtipp ist die Bucht schon lange nicht mehr. Aber was ist das schon auf Mallorca? Mittlerweile ist dort alles recht überlaufen und selbst kleinste Buchten sind bekannt und überlaufen. Wir hatten im September immerhin den Vorteil der Nebensaison. Dennoch war die Insel voll. Nicht aber so die Playa des Coll baix. Dies hat vor allem zwei Gründe. Erstens ist der Weg dorthin so heftig, dass viele umgedreht sind oder es gar nicht erst versucht haben. Zweitens gibt es keinen reinen Sandstrand. Vielmehr kleine Minikiesel säumen dieses schöne Fleckchen Erde. Egal. Jedenfalls sorgten diese zwei Gründe für eine sehr leere Bucht. Menschen waren anwesend, keine Frage, aber es war sooo viel Platz und überhaupt nicht überfüllt. Es war ruhig und entspannt. Hin und wieder kam ein Touri Boot vorbei, schmiss einmal 30 Menschen ins Wasser und zog nach weniger als einer Stunde wieder ab.

Papa und das Kindlein

2. Ziegen

Auf dem Weg zur Bucht trifft man ja schon wie beschrieben die ein oder andere Ziege. Aber in der Bucht wird es dann etwas… nun ja… persönlicher. Wenn man das so sagen kann. Die Ziegen dort sind sehr sehr penetrant. In vielen Bewertungen habe ich das als harsche Kritik an der Bucht gelesen. Wir sahen das nicht so. Es war einfach ein Highlight so auf Tuchfühlung mit den einheimischen Tieren zu gehen. Man muss allerdings wachsam sein. Essen und Getränke sollten gut beaufsichtigt oder sehr sehr gut verpackt sein. Die Ziegen schrecken auch nicht davor zurück in Beuteln und Rucksäcken zu kramen. Haben wir alles erlebt. Das Kindlein fand die Tiere natürlich super spannend. Und auch wir empfanden sie eher als Bereicherung und nicht als störend. Sie sind leicht weg zu scheuchen und waren zu keinem Zeitpunkt aggressiv.

3. Landschaft und Co.

Hach… also diese Aussicht. Sie beginnt schon beim Abstieg zur Bucht. Zwischendurch musste ich immer und immer wieder anhalten um die Kamera zu zücken. Es war einfach zu schön. Der Tag war nicht komplett windstill, aber auch nicht super stürmisch. Das Wasser schlug dennoch keine Wellen und lag ganz flach und glasklar vor uns. Diese Farben. Es war atemberaubend schön. Noch auf dem höchsten Punkt der Wanderung ist man ganz hin und weg. Unten angekommen bleibt es dabei. Das Wasser ist klar, herrlich sauber und wir hatten an dem Tag keine einzige Welle. Gerade bezüglich Wellengang liest man im Internet sehr unterschiedliches. Bei uns jedenfalls war alles ruhig. Für kleine Minikinder ohne Schwimmärmel ist der Strand zumindest zum seichten Hineinlaufen ins Wasser nicht geeignet. Es geht recht schnell recht steil ins Wasser. Das Kindlein zeigte sich mit 4 Jahren ziemlich unbeeindruckt davon. Die mitgebrachte Luftmatratze wurde hinein geworfen und los ging der Spaß. Der Strand hat wie gesagt keinen feinen Sand – die Kieselchen sind ziemlich heiß wenn die Sonne mit voller Wucht drauf scheint. Da rennt man auch schon mal zum Wasser. Badeschuhe würde ich trotzdem nicht unbedingt empfehlen. Das Kindlein jedenfalls lief ohne Probleme umher.

Und sonst so?

Handyempfang

Tja.. also das mit dem Empfang.. das kann man da unten getrost vergessen. Zumindest fast. Schon während ich beim Absteigen zur Bucht die ersten Bilder an diverse Familienchats versenden wollte, merkte ich.. das wird so schnell nix. Entweder hatte ich gar keinen Empfang oder nur sehr sehr spärlichen, der kaum zum Versand von einem Bild reichte. Unten in der Bucht wurde es nicht besser. Eher schlechter. Wir hatten an dem Tag noch zwei Nachkümmlinge zu verbuchen, die sich etwas schwer taten den Weg zu finden. Und so wirklich kommunizieren konnten wir nicht. Die meiste Zeit war der Empfang komplett weg. telefonieren kann man quasi gleich streichen. Wer also kaltes Bier und Co. ordern will, der sollte auf eine Brieftaube umsteigen oder wie viele der Besucher von einer Ecke in die nächste laufen, immer mit der Hoffnung auch nur einen Balken Empfang zu erhaschen.

Das Bild ist eigentlich noch harmlos – Klettern über die Felsen – Kindlein auf dem Rücken

Verpflegung und Co.

Es gibt weder eine Verpflegung vor Ort, noch sanitäre Einrichtungen. Auf der Anhöhe, kurz vor dem eigentlichen Abstieg gab es ein kleines Toilettenhäuschen – wenn ich mich jetzt recht erinnere. Mehr aber nicht. Man kann nichts zu Essen und nichts zu Trinken kaufen. Wichtig also: alles mitschleppen! Vor allem an Wasser sollte man nicht sparen, nicht zuletzt weil der Aufstieg zum Schluss wieder echt heftig wird. So manch einer kam mit knallrotem Kopf wieder auf der Anhöhe an. Mir inklusive – so ganz by the way. Mein Kreislauf wollte zwischendurch sogar mal kurz nicht mehr und ich musste mich hin und wieder hinsetzen. Wieder oben auf der Anhöhe angekommen, geht es ganz entspannt zurück bergab zum Auto. Der deutlich entspanntere Teil.

Fazit Playa des Coll baix mit Kind

Wenn ich mir all die gemachten Bilder so ansehe.. kommen diese dennoch nicht annähernd an diese beeindruckende Landschaft heran. Die Dimensionen wirken auf den Bildern immer so „falsch“.. diese Bucht war wirklich groß und imposant und der Weg dorthin war ein echtes Abenteuer mit der ganzen Familie. Es machte riesig Spaß, es entstanden tolle Bilder und vor allem: Geschichten, über die man sich noch Jahre unterhalten kann. Nie werden wir diesen Ausflug vergessen. Zu krass war das Klettern und diese berauschende Natur auf dem Weg zur und in der Bucht selbst. Wie oben beschrieben: mit kleinen Kindern würde ich es vermutlich nicht noch mal machen… es ist schon sehr gefährlich. Sobald die Kinder älter sind (ich habe hier leider keine Erfahrung) könnten sie selbst klettern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, steuert die Bucht per Boot an, auch das ist möglich. Tolles Erlebnis, sehr sehenswert!

Februar 2018 – Rückblick

Oh man, was bin ich froh, dass wir endlich März haben. Der Februar und ich – das ist nix und das wird auch nie was werden. Im Februar lechzen alle nach Wärme, Sonne und dem Frühling… so ergeht es mir auch. Ich hab einfach keine Lust mehr auf Winter, Regen, Schnee, grau, Matsch und kalt. Der Februar bedeutet für mich immer das ersehnte Ende einer langen Durststrecke auf dem Weg in den Frühling und den Sommer. Endlich wird es länger hell und man bekommt wieder bessere Laune. Aber dieser Februar… es war so verdammt kalt. Sonne, ja, die hatten wir zu Genüge. Aber wenn man es trotz derer und langer Unterwäsche kaum länger als eine Stunde auf dem Spielplatz aushält, dann macht das auch keinen Sinn. Ich bin jedenfalls einfach nur froh, dass dieser ätzend kalte Monat endlich ein Ende hat. Punkt.

KALT KÄLTER FEBRUAR

Ich habe es ja schon oben geschrieben. Februar – wer braucht dich? Abgesehen von der ätzenden Krankheitswelle, die in diesem bescheidenen Monat jährlich ihren Höhepunkt erreicht (dieses Jahr Gott sei dank nur um uns herum), war es einfach so richtig richtig kalt. Arschkalt um genau zu sein. Es war beinahe die Überlegung wert, das Auto mal in die Garage zu stellen, da der Diesel ja ab einer bestimmten Temperatur einzufrieren droht. Der Ofen/Kamin im Haus war jeden Tag an und der Blick in die Wetterapp schon gefühlt stündliche Routine. Man zählte die Tage, bis endlich der Februar vorbei war. Gut, dass der eh nur 28 Tage hat. Meine Mama hat im Februar Geburtstag und was soll ich sagen? Sie hasst es…aber gut, ist ja nicht Thema. Jedenfalls bin ich ja ein Mensch der Wärme.. das Kindlein auch. Sie friert schnell, ganz die Mama.

INFLUENZA FÜR ALLE?

Da holst du nichts ahnend dein Kind aus der Kita… wochenlang wurde die Einrichtung verschont.. und dann hing er doch da. Dieser Zettel. Influenza Typ B.  Man kann ja wirklich so fast alles gebrauchen.. aber das nicht! Die Konsequenz? Wir nahmen das Kind aus der Kita. Für über eine Woche. Und es war scheinbar die richtige Entscheidung. Etwa 10 Kinder hatten letztlich nachgewiesen die echte Grippe, keine Ahnung wie viele es noch inoffiziell betraf. Andere Eltern erzählten mir nur von leer gefegten Räumen.. Neben der richtigen Influenza grassierte wohl noch ein anderer grippaler Infekt. Auch davon wurden wir im Februar komplett verschont. Der ganze Monat lief ohne irgendwelche Krankheiten ab. Das ist für uns ja eher untypisch.. für das Kindlein jedoch Balsam für den Körper. Wenn ich da so an die letzte Wintersaison denke, wird mir ganz schlecht. Ständige Infekte, die sich dank mehrfach durchlebter RSV Erkrankung immer auf die Lunge legten, schafften unser Mädchen zusehends. Sie nahm ab, war blass und schlitterte von einer Erkrankung zur nächsten. Dieses Jahr ist das ganz anders. Das Mädchen hat endlich endlich etwas zugenommen und der sonst ständige Begleiter namens Husten war nur ganz selten zu Besuch. Man kann ihr richtig dabei zusehen, wie sie sich erholt und ihr Körper stärker wird.

REDEN KANN SIE

„Ich muss für heute Nacht noch ein paar wichtige Dinge einpacken!“
Packt Holzpommes in eine Tasche.
„Falls ich Hunger habe!“
Man kann ja nie wissen.

Mama zum Kindlein: „Wir haben doch gestern erst Ordnung gemacht und hier alles frei geräumt. Und du räumst alles wieder hin und man kann nirgendwo mehr lang laufen!“
Kindlein: „Tja, so ist das halt!“
Was rege ich mich eigentlich auch so auf?

„Papa, du heißt Majo und Mama heißt Ketchup. Und ich bin Pommes.“
Wenn sie nur wüsste. Hehe.

„Papa, darf ich runter gehen und Mama einen Kuss geben?“

Mama und Kindlein malen ein Bild aus. Mama hat vorab die Haare von der Maus hübsch gemacht.
Mama: „Du musst dir gleich noch deine Haare im Spiegel ansehen!“
Kindlein: „Aber ich kann jetzt hier nicht meine Zukunft im Stich lassen. Ich will vielleicht Malerin werden!“

„Vielleicht kann ich ja, wenn ich groß bin, eine Schlauköpferin werden. Weil ich weiß ja ganz viel!“

Papa: „Wollen wir vor der Kita noch ne Runde Schlitten fahren?“
Kindlein hockt an der Duplo-Kiste: „Nein, ich muss das Haus noch fertig bauen.“

NEUES HOBBY? SCHWIMMBAD!

Ja wer hätte das gedacht? Das Kindlein steht auf Wasser! In letzter Zeit fragte sie immer mehr von allein nach einem Schwimmkurs und möchte mit Papa bevorzugt ins Schwimmbad. Da war sie mit ihm nun auch in den letzten Wochen das ein oder andere Mal. Sie ist nach wie vor zögerlich und macht nur die Dinge, die sie kennt. Neues auszuprobieren benötigt viel Zeit und Überredungskunst. Hat sie sich dann doch getraut, ist natürlich alles super und sie will gleich noch mal. Ihr Ziel ist das Seepferdchen.. Da sehen der Mann und ich noch schwarz, da sie selbst mit Taucherbrille nicht so richtig unter Wasser geht. Aber erst mal soll sie richtig schwimmen lernen. Das Seepferdchen hat ja auch noch Zeit und für uns absolut keine Eile.

Kindlein – 4. Geburtstag – Rückblick, Melancholie und Geschenkideen

Ähm… der vierte Geburtstag war im Juli letzten Jahres. Und doch bin ich erst jetzt dazu gekommen, den Beitrag zu beenden. Gründe gibt es viele… aber da es sehr umfangreich geworden ist, hat es einfach gedauert. Nun aber – nach etlichen Monaten – Kindleins vierter Geburtstag.

***

Hurra Hurra, unser Mädchen ist 4. Dieses Jahr wurde der Geburtstag so groß zelebriert, dass er einen extra Blogpost verdient hat. Aber zunächst mal zu den wirklich wichtigen Dingen des Lebens und der Frage: wann ist dieses Kind so groß geworden. Und vor allem: was ist mit den letzten 4 Jahren passiert? Jaaaa, ich weiß schon, dass diese Jahre existiert haben… und auch, dass das Kindlein wächst und mal klein war. Aber wisst ihr was ich ganz ganz schrecklich finde? Dass meine Erinnerungen verblassen. Erinnerungen an sie. Wie hat sie sich benommen mit 2? Was hat sie gesprochen? Wie ist sie gelaufen? Gut, ich habe alles aufgeschrieben, viele viele Details in Worten festgehalten, ich habe Videos und ungefähr 3 Millarden Fotos. Dennoch: ich vermisse mehr Erinnerungen… Dinge, die man nicht auf Bildern und Videos festhalten kann… Erinnerungen an ihren Geruch, als sie ein Baby war… an das Gewicht ihres Körpers auf meinem – schlafend… an das Haut auf Haut Gefühl mit einem zarten Baby… an das Glücksgefühl bei den ersten Schritten… und psssst… was ich auch vermisse (aber nur ein bisschen): schlaflose Nächte.. warum? Einmal noch dieses Mama-Baby-Still-nah-an-nah-Gefühl haben. Hach, ja, das wäre es. Aber nun machen wir uns auf… auf zu neuen Abenteuern. Es folgen neue, andere Dinge. Dinge, bei denen sie mich nicht mehr braucht. Wie sagte sie neulich so schön? „Mama, dafür brauche ich dich nicht mehr!“ Ein Stich. Mitten durch die Herzkammer. Gleichzeitiges Hochglücksgefühl und Stolz über das eigene Kind. Und immer dabei: die innere Zerrissenheit über all die Fortschritte und der tiefe, innige Wunsch die Zeit anhalten zu können (und ja, trotz verregneter kaugummiziehender Nachmittage vor der Glotze). Mein Kindlein: bald wirst du 5. Und wir? Wir können es einfach nicht fassen. Aber nun zurück zur 4. Die war nämlich auch toll. Ich habe alles, was man so finden konnte verlinkt.. für den Fall, dass noch jemand eine Regenbogen-Party feiern möchte und nach allerlei Zubehör oder auch Geschenkideen sucht.

PARTY 1

Party Nummer 1 war eigentlich keine richtige Party. Den Freitag vor ihrem eigentlichen Geburtstag nutzten wir aber schon für ein ausgiebiges Essen mit den ersten Gästen. Was muss, das muss. Und so starteten wir ganz entspannt mit der ganzen Familie in dieses doch recht anstrengende Wochenende. Von Mücken verspeist, ließen wir es uns auf der Terrasse eines sehr guten Lokals gut gehen, quatschten, aßen, tranken und lauschten dem Genöle des Kindleins. Das fand die Essensorgie nämlich vor allem eines: blöd. Ich war Freitags noch arbeiten und musste so unweigerlich viele Vorbereitungen aus der Hand geben. Eigentlich ist das ja nicht so mein Ding, ich mache grundsätzlich im Leben lieber alles selbst. Aber solche Tagen erden: denn es war alles sehr gut vorbereitet, der Kuchen gebacken, die Möbel aufgestellt. Alles war entspannt und so konnte ich bereits mit dem Basteln der Deko beginnen. Die (vor)letzten Pakete von Herrn Amazon waren auch eingetroffen. Es war also alles vorbereitet für die erste große Geburtstagssause am kommenden Tag.

PARTY 2

Am eigentlichen Tag des Purzeltages feierten wir mit Freunden und der Familie. Erst einen Tag darauf sollte die zweite Fete steigen – dieses Mal mit den Kita-Kindern. Die Wettervorhersage sollte uns viel Glück bescheren: für unsere zwei anberaumten Partytage war Sonne angesagt, erst danach sollte es wieder (wie im Juli und dem Sommer überhaupt) weiterhin regnen. Der Geburtstag mit Familie und Freunden stand – im Gegensatz zur Party mit den Kita-Freunden – unter keinem speziellen Motto. Wir haben einfach drauf los gefeiert.

Deko und Co. zum 4. Geburtstag!

Geschenke zum vierten Geburtstag – eine Auswahl

Anna und Elsa Schloss
Immer wenn ich das Kindlein fragte: „Was wünscht du dir zu deinem Geburtstag?“ kam ganz klar die Antwort: „Ich wünsche mir ein Anna und Elsa Schloss!“ IMMER! Ich konnte noch so oft fragen, keine Chance. Was blieb mir also übrig? Richtig: nix. Ich begab mich auf die Suche nach einem Schloss. War nicht so leicht, darf ich das mal vorweg nehmen? Es gibt eines von Lego.. da wäre sie eher so semi begeistert gewesen. Dann gab es so ein überdimensionales Schloss. Geil anzusehen, etwa 2x so groß wie unser Mädchen und so dermaßen überteuert, dass es einem die Tränen in die Augen schoss. Daher wichen wir auf das unten abgebildete Objekt aus. Immerhin waren da die Figuren dabei, das Teil spielt Musik und leuchtet etwas. Mehr kann es aber auch nicht. Aber es reicht, das Kind war und ist glücklich damit. In Anbetracht der mangelnden Alternativen sind wir sehr froh über das Schloss.

Anna und Elsa Kleid
Ich wusste es: der Tag würde kommen. Nachdem über einige Monate hier schon Kleider in Form von Minnie Maus und Prinzessin Sofia eingezogen waren, war es nur noch eine Frage der Zeit, bis das blaue Etwas hier landet. Und die Tante erfüllte dem Kindlein nun zum Geburtstag einen lang gehegten Traum: ein blaues Anna und Elsa Kleid. Wobei es ja eigentlich nur ein Elsa Kleid ist. Aber sie wollte es so. Das Kleid ist schon ne ziemlich krasse Sache. Es glitzert, es hat eine silberfarbene Brosche und besitzt eine Schleppe. Ja genau, eine Schleppe. Mit noch mehr Glitzer. Die fand das Kindlein natürlich mega. Ach was heißt hier ‚fand‘.. findet sie bis heute geil und rennt gern in dem Fummel rum. Habe übrigens ewig amazon nach einem guten Kleid abgegrast und bin hier bei dem hängen geblieben. Bisher wurden wir nicht enttäuscht. Habe es sogar schon gewaschen, blieb alles so, wie es war! Daumen hoch!

Playmobil
Irgendwann sind mir bei der Frage „Was sollen wir schenken?“ tatsächlich die Ideen ausgegangen und ich habe nur noch „Irgendwas von Playmobil“ geantwortet. Ob das so schlau war, weiß ich noch nicht. Als Kind war ich eher von der Lego-Fraktion und hatte quasi null Playmobil Zeugs. Ich meine.. sind wir mal ehrlich: die Sets sind total detailgenau. Das ist toll, keine Frage. Aber der kleinteilige Scheiß liegt halt auch überall rum. Nun ja. Wir haben jetzt neben der Duplo, Lego und Holzbaustein-Kiste eine Playmobil Aufbewahrungsbox. Der Kram ist überall und ich vermute, dass wir ein Viertel schon an die Couch und den Schrank verloren haben. Die saugen das einfach ein und schwups, ist es weg. Jedenfalls erhielt unser Kindlein zum Geburtstag die folgenden Sets:
      

  

Prinzessin Lillifee Bücher
Die zwei Bücher habe ich extrem günstig auf dem Flohmarkt geschossen. Das Kindlein ist ja bekennender Feen-Glitzer-lila-Einhorn-Fantasy-Fan und steht daher auch auf diese Prinzessin namens Lillifee. Von den Büchern und ihren Geschichten sind wir aber so ziemlich angetan, dem Glitzer zum Trotz. Die Bücher haben besondere Oberflächen und unterscheiden sich so zumindest ein bisschen vom Einheitsbuchbrei.

PARTY 3 – die Regenbogengeburtstagssause

Party Nummer drei war ausschließlich den Kita-Kindern vorbehalten. Das Kindlein war mächtig fertig von der zweiten Party, freute sich aber dennoch riesig auf die neue Kinderschar. Wir hatten insgesamt sechs Kinder aus ihrer Gruppe eingeladen – mein Plan war ja eigentlich, dass mindestens zwei Kinder nicht kommen würden, immerhin hatten wir Ferien. Nun ja, der Plan blieb ein Plan, alle Kinder kamen. Nach allen Zusagen heuerte ich Schwester und Oma an, Freund der Schwester war ebenfalls noch von der letzten Party im Haus gestrandet. Und ach ja, der Ehemann war ja auch noch anwesend. Rückblickend war die Hilfe auch notwendig da die Kinder immer in kleinen Grüppchen irgendwo wuselten. Und dann kam doch der Augenblick der Augenblicke!!!

Die Kinder hatten scheinbar zuvor eine kleine Plastikende über den Zaun zum Nachbarn geworfen. Hatte keiner mitbekommen. Jedenfalls standen wir alle so da, quatschten, spielten… und bekamen nur wenige Sekunden einen kleinen Herzinfarkt. Zwei der Kinder hatten sich abgeseilt und standen auf einmal auf der andere Seite des grünen Maschendrahtzaunes. Meine Augen fielen aus meinem Gesicht. Sie holten ihr Entchen und traten den Rückzug an. 7!!!! Erwachsene hatten es nicht mitbekommen… ist das zu fassen? Es ist nicht wirklich dramatisch.. in unserer Straße fährt alle 2 Stunden mal ein Auto und das Grundstück war zu diesem Zeitpunkt einfach nur eine große Rasenfläche ohne Bewohner. Aber dennoch wird einem bewusst, wie schnell da mal einer entwischen kann. Habe mir fest vorgenommen beim nächsten Mal alle halbe Stunde durchzuzählen ob auch wirklich noch jeder da ist. Letztlich hat es jeder mit Humor genommen.. mir war trotzdem Angst und Bange.

Deko zum vierten Geburtstag – was muss, was muss! Regenbogengeburtstag

Mein Ziel: das Thema Regenbogen sollte sich auch in der Deko widerspiegeln. Und dazu graste ich Pinterest und Co. die ein oder andere Nacht ab. Ich mag euch gerne das Ergebnis vorstellen, da ich nicht ein Gesamtpaket bei irgendeinem Anbieter gekauft habe, sondern es individuell zusammen gestellt habe. Das war für uns genau das richtige, nicht zuletzt da mir bei jedem Paket immer das eine oder eben das andere fehlte.

Eine Girlande musste her 
Und was für eine! Wir wollten eine Girlande für draußen. Etwas robustes. Etwas, was auch ein bisschen Wind und im Notfall etwas Regen aushält. Und sie sollte lang sein. Nicht so ein zweiter Meter Ding… unser Grundstück ist groß und vom Haus bis zum nächsten Baum ist es ziemlich weit. Es wurde daher das gute und vor allem Regenbogen bunte Etwas hier. Das Material ist super wetterbeständig und man kann die Girlande in drei verschiedenen Längen bestellen. Für den nächsten Geburtstag bestelle ich noch ein paar dazu, dann ist der ganze Garten bunt und schön. 

Muffins und Co. 
Neben diversen Kuchenresten von Party Nummer 2 wollte das Kindlein natürlich auch Muffins haben. Und auch die mussten im entsprechenden farblichen Ambiente erstrahlen. Alsooooo.. gab es auch hier Regenbogen-Party taugliche „Verpackungen“.

Luftballons.
Muss ich da viel zu sagen? Ich finde es einfach unheimlich schwer gute Luftballons zu finden. Zumeist ist die Qualität nicht besonders hochwertig. Sie sind mickrig und gehen schnell kaputt. Ganz so schlimm war es bei uns dieses Jahr nicht.. aber superduper toll waren sie auch nicht. Falls jemand wirklich gute Ballons kennt, bitte sagen. Besonders das Thema Kosten/Nutzen finde ich hier schwer. Wir haben immer wirklich wirklich viele Ballons.. da mag ich nicht 50 Euro oder mehr für dieses Gummizeugs ausgeben. Wie gesagt: gerne her mit Tipps.

Regenbogen Party Set
Um dem Motto des Regenbogens komplett gerecht zu werden, musste natürlich auch entsprechende Tisch-Deko her. Ich bestellte das unten stehende Set, vor allem vor dem Hintergrund der Geschenktütchen, die da gleich enthalten und für die Schatzsuche herhalten mussten. Ich stellte das Set gleich zum Nachmittag – also zur Kuchen-Time auf. Der Wind war etwas übermächtig und wehte das ein oder andere Teil gleich mal von den Kindertischen. Ich hatte auch irgendwie nicht bedacht, dass das ja nur für eine Mahlzeit reicht und kramte dann für das Abendessen noch schnell die üblichen Ikea-Plastikteller heraus. Das Set war trotzdem schön, wenn auch nur kurz. 

Regenbogen Pusteschlangen
Ich hatte einen Plan. Ich wollte neben der oben genannten Girlande noch etwas mehr an Deko für draußen. Wäre ich mal bloß bei der Girlande geblieben *hihi* Jedenfalls betackerten (gibt es das Wort?) meine Schwester und ich eine lange Schnur mit eben diesem Kreppbändern. Die haben wir entsprechend vorab gekürzt. So ergab sich ein bunt flatterndes Etwas. War hübsch. Wehte im Wind. Es kam eine Regenhusche von 3 Minuten. Es war zerstört. Für drinnen bestimmt super optimal. Draußen zerbröselte das selbst gebastelte Etwas in seine Einzelteile. Regenbogen Rock für das Kindlein
Für den nächsten Geburtstag wünscht sich das Kindlein einen Einhorn-Geburtstag. Auch hierfür ist das passende Outfit schon gefunden. Für den 4. Geburtstag tat ich mich bezüglich Outfit echt schwer. Ich suchte verzweifelt nach einem schönen Regenbogen Kleid. Fand ich nicht. Oder ich war blind. Ist ja auch egal. Letztlich entschied ich mich für einen knallbunten Plastikrock. Baumwolle ist anders, ne? Aber hey, wir geben alles für das Motto. *hihi* Das Kindlein mochte ihn und trug ihn brav auf ihrem Regenbogengeburtstag. Und das wichtigste: obwohl unser Kindlein eher zur sehr dünnen Sorte gehört, rutsche nix, der Gummizug war nicht zu fest und nicht zu locker. Perfekt.

Geschenke von den Kitafreunden

My little Pony
Also dieses My little Pony ist ja auch wieder so eine Sache für sich. Habt ihr euch davon mal ein paar Folgen im Fernsehen angesehen? Das ist auf der einen Seite ziemlich lustig, aber eben auch sehr sehr spooky und ulkig. Hin und wieder weiß ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll. Jedenfalls wünschte sich das Kindlein ganz ausdrücklich etwas von My little Pony. Habe ich mal so weitergereicht. Und schwupp, gab es folgendes Geschenk:Pixi-Zeug
Pixi geht immer, oder? Jedenfalls haben wir jede Menge neue Pixi-Bücher bekommen. Der Clou: sie waren in einem selbst genähtem Stoffetui verpackt. Ich habe mal bei amazon ein ähnliches Stück heraus gesucht. Ich find‘ das nicht nur hübsch, sondern auch praktisch. Denn mal ehrlich: diese dünnen Heftchen fliegen einem einfach überall um die Ohren. Zumindest ist es hier so. Sie flattern im Auto und auch im Haus durch die Gegend. Überall. Mal hier, mal dort. Mit dem Etui ist alles hübsch verpackt.

Wimmelbuch
Ich weiß ehrlich gesagt gar nicht mehr, ob es tatsächlich dieses Wimmelbuch war… dazu gab es noch Holzbuchstaben, selbstverständlich den Namen des Kindleins und einen Holzzauberstab. Den haben wir hier mittlerweile auch mit Farbe verziert. Ich meine, dass auch in irgendeinem Blogpost fotografisch festgehalten zu haben. 

Stifte
Irgendwann wusste ich auf die Frage: Was mag sie haben? .. keine Antwort mehr und sagte wie oben beschrieben Playmobil oder eben Stifte. Heraus kamen viele viele Stifte. Ich habe mal nur ein Beispiel verlinkt. Ein gutes Beispiel. Wir haben nämlich auch viele Sorten bekommen, mit denen man so ziemlich alles furchtbar beschmieren kann, was nur geht. Hilfe! Ich rede von Gelstiften, die man bestenfalls noch nach oben schrauben kann (was natürlich auch sofort ausgiebig versucht wird), die dann abbrechen, breit getreten werden oder sich wie von Zauberhand an Möbelstücken verewigen. Gut, wir sind da ja nicht so und nehmen es als schöne Kindheitserinnerung. Aber das war echt anstrengend! Kindlein bekam auch einige Buntstifte, die nun heute – im März – fast aufgebraucht sind. Wahnsinn, wie viel Zeit man dann doch mit Malen verbringt. Und sonst noch so?
Auch sonst gab es noch Bücher, Sticker, diese verrückten Aquabeads (die mir echt so manchmal den Verstand raubten – überall diese ätzenden Perlen) und viele Süßigkeiten. Letztlich lässt sich eines aber sagen: die Geschenke waren nach all der Feierei nicht mehr das Wichtigste für das Kindlein. Vielmehr das Feiern, das Drumherum, die Party, die Freunde, all der Kuchen.. es ging um das Zusammensein.. das Genießen des Tages. Ihres Tages. Ihres Geburtstages. Für den fünften Geburtstag wünscht sich unser kleines großes Kindlein übrigens einen Einhorn Geburtstag. Habe ich schon erwähnt, dass meine amazon-Wunschliste aus allen Nähten platzt? Ojeeee….


BESCHÄFTIGUNG IST DIE HALBE MIETE

Regenbogen zum Ausmalen
Ich dachte so: malen kann auf so einem Kindergeburtstag ja nicht schaden. Und was liegt näher als ein Regenbogen auf einer Regenbogen Party? Was ich sehr interessant fand: von den 6 Gästen waren 4 Mädels und 2 Jungs anwesend. Die männlichen Gäste mieden das malen dabei konsequent, während die Mädels total aufblühten und fleißig malten. Gibt eben doch zwei Geschlechter und die Unterschiede fielen mir auf dem Geburtstag nicht nur beim malen auf ;).


Regebogen Piñata
Piñata – ein Muss für den Kindergeburtstag. Das stand irgendwie schon vorab fest, keine Ahnung warum. Auf der zweiten Party hatten wir eine Piñata in Form einer Eule, zum Kindergeburtstag musste es natürlich etwas in den Farben des Regenbogens sein. Linie beibehalten und so. Also füllte ich das gute Teil mit Süßigkeiten und viel Konfetti (Fehler!) und gab dem Kindlein den Stab. Erst einmal schaffte es die Maus nicht ansatzweise das Teil zu zerstören. Ist aber auch eine tolle Sache: so darf jeder der Kinder mal und es geht nicht sofort kaputt. Die Piñata ist schön stabil und hält einiges aus. Es muss schon ein Erwachsener mit ordentlicher Wucht drauf hauen, damit sie kaputt geht. Und so hatten die Kinder ihren Spaß. Nur das mit dem Konfetti lasse ich in Zukunft. Das Zeug liegt bis heute im Gras und wird weder durch den Rasenmäher abgetragen, noch vom Ragen davon geschwemmt. Es lebt jetzt einfach auf unserem Grundstück mit uns.

Regenbogen Schatzsuche
Eine Schatzsuche musste unbedingt sein. Ich fand das als Kind immer schon sooooo toll und wollte es dem Mäuschen daher auch ermöglichen. Da die Kinder zwischen drei und vier Jahren alt waren, wollte ich es auch möglichst einfach halten. Wir wohnen sehr abgeschieden am Waldesrand und haben daher auch quasi nicht befahrene Straßen um uns herum. Ich überlegte lang, wie ich die Kinder zum Schatz führe, habe mich letztlich – wieder aufgrund des Mottos Regenbogenparty – für eine Markierung aus vielen bunten Bällen entschieden. Das Kindlein besitzt ein Bällebad – die habe ich einfach genommen und in sehr kurzen Abständen am Weg verteilt. Mal sehr sichtbar, mal eher versteckt. So ging es nicht allzu schnell voran und die Kinder waren etwas beschäftigt. Letztlich musste sie in einer Sackgasse das Geschenk suchen, welches meine Mutter vorab versteckt hatte. Ziemlich gut, denn weder die Kinder noch ich fanden das Paket auf Anhieb. Ich überlegte schon, die Oma anzurufen, als ich es dann doch endlich fand. Inhalt: die Gastgeschenke. Die Kinder freuten sich, ich konnte wunderschöne Fotos machen und alle waren irgendwie happy.

Gastgeschenke zur Regenbogenparty
Tja.. ich habe ungefähr einen Monate das ganze Internet bezüglich Gastgeschenken abgegrast. Ziel: nicht nur die üblichen Seifenblasen und ein Stück Schokolade. Es sollte natürlich auch etwas mit dem Regenbigen Motto der Party zu haben. Und dann bin ich auf diese Bänder gestoßen. Sie waren nicht zuuuu teuer, sahen halbwegs nach Regenbogen aus und waren einfach mal etwas ganz anderes. Die Kinder fanden es toll, wir haben bis heute zwei von diesen Dinger hier rum fliegen. Nach einiger Zeit zerfleddern sie etwas, für den Moment und einige Wochen danach erfüllen sie aber total ihren Zweck.

Regenbogenkuchen
Ich hatte zum zweiten Geburtstag des Kindleins ja schon einmal einen Regenbogenkuchen gebacken. Das war allerdings eine extrem zeitaufwändige Aktion. Da wir nun insgesamt drei Partys hatten, fehlte mir die Zeit und so musste ein schneller Regenbogenkuchen her. Auf einer der Collagen oben seht ihr die Zubereitung. Super einfach, extrem schnell. Das Rezept hatte ich irgendwo gegoogelt, keine Ahnung wo. ABER: ich habe dieses Mal entgegen meiner Überzeugung vom letzten Regenbogenkuchen neue Farben bestellt. Und die waren noch viiiiiel besser als die Farben vom letzten Regenbogenkuchen zum zweiten Geburtstag. Es handelt sich um Gel-Farben… und ich sage Euch: die haben so was von rein gehauen. Kann ich nur empfehlen. Wirklich perfekt!

Regenbogen Kinderschminken
Schminken bei Kindern gehört ja grundsätzlich nicht zu meinen Stärken… aber erst einmal von vorn. Einen Tag vor der Party bestellte ich noch etwas übereilt das Schminkset (siehe Bild und Link). Und nun: es kam nicht an. Amazon versicherte mir zwar die Lieferung, aber – wie so oft – ging etwas schief und das Paket erreichte weder unsere Straße, noch unsere Haustür. Ich borgte mir also bei meiner Nachbarin Kinderschminkzeug und konnte so – mit einer weiteren Mama – die Kiddis bunt anmalen. Wieder hatten nur die Mädels Lust drauf, die Jungs blieben fast die ganze Zeit unter sich. Nun aber mal zurück zur Kinderschminke. Die kam dann nach dem Wochenende und wurde dann erst einmal in irgendeinem Schubfach verstaut. Ich hatte sie zu Halloween wieder raus geholt und muss immerhin sagen, dass die Schminke wirklich gut ist und man das Kind damit herrlich anmalen konnte. Half in dem Moment nix, aber gut. Regenbogen für alle!

 

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Januar 2018 – Rückblick

Husch husch… ganz schnell noch der Januar… bevor der Februar auch schon rum ist. Hier ist so viel passiert die letzten Wochen. Ich mag soooo viel erzählen und zeigen… bald bald. Wenn es die Zeit und mein Herz zulassen. Der Januar war ansonsten nichts besonderes. Ich quälte mich durch einen Praxiseinsatz im Kreißsaal, erlebte Aufregendes, war kaputt vom Schichtdienst und begann mit den ersten Vorbereitungen für das anstehende Examen. Das Kindlein macht es uns in den letzten Wochen und Monaten recht leicht. Kleiner fröhlicher Sonnenschein. Quasi nie krank diese Saison, gute Schläferin und Läuferin (jaaaa, siehe weiter unten). Macht uns glücklich, dieses Kind.

EIN PAAR NEUE FAKTEN UND ERRUNGENSCHAFTEN

Das Springseil und das Kindlein
In einer von diesen völlig überteuerten hässlichen Kinderzeitungen fand sich einen schönen Tages ein Springseil. Pink, glitzernd, Plastik. Kindlein wollte es, Kindlein bekam es. Das Teil diente lange Zeit vor allem als Absperrung diverser eigens kreierter Häuser und Höhlen. Hin und wieder versuchte sie ihr Glück mit dem Springseil springen, was allerdings mehr schlecht als recht funktionierte. Im Januar klappte es nun erstmals doch. Noch nicht so flüssig und oft peitscht sie das Teil ziemlich durchs Haus, aber hey… sie hüüft drüber und freut sich wie ein Keks.

Zählt – jetzt bis 30
Zählen tut sie ja schon lang‘. Aber neuerdings bis 30 und manchmal auch darüber hinaus. Ich vermute, sie hat das System durchschaut *hehe*… kleines tolles Mädchen. Steht einfach da beim verstecken spielen und zählt und zählt. Und dir als Eltern schlackern die Ohren und du fragst dich, wann sie das bitte alles gelernt hat. Neuerdings quatscht sie einen mit Rechenaufgaben zu.. „Mama, zwei plus zwei sind vier.“ Solche kleinen Aufgaben löst sie ja auch schon länger, thematisiert werden sie aber nun noch mehr.

Berufswunsch: Erzieherin
Ja, richtig. Sie möchte, wie sie es nennt – Kita-Erzieherin – werden. Schon ein paar Wochen manifestiert sich dieser Wunsch und ich bin gespannt, wann er sich ändert oder eben nicht. Ihre Tante ist ja auch Erzieherin, zudem geht das Kindlein momentan sehr gern in die Kita und liebt praktisch alles, was damit zu tun hat. Entsprechend handelt es sich hierbei um einen Herzenswunsch von unserem Mädchen.

Tragen? Nein danke.
Neulich meinte irgendwer wieder zu mir, dass es ja ach so doof wäre, dass unser Kindlein so schlecht und wenig läuft. Ich kam ins Grübeln. Vor ein paar Monaten hätte ich das komplett unterstrichen. Aber es ist einiges passiert. Und ich grübelte weiter und begann ein Gespräch mit dem Herzmann darüber. Und dabei fiel uns beiden auf, dass wir nicht einmal mitbekommen haben, dass das Kindlein eigentlich gar nicht mehr getragen wird. Wir schauten uns ziemlich bedeppert an. Früher, Shoppingcenter, nach 10 Metern wurden die Arme nach Mama oder Papa ausgestreckt. Immer und überall wollte sie irgendwann getragen werden. Wie, war ihr egal. Auf dem Arm, auf der Schulter, in der Trage, geschoben im Anhänger. Bloß nicht zu weit gehen. Aber das hat aufgehört. So schleichend, dass wir es selbst nicht mitbekommen haben. Ich kann mich, abgesehen vom letzten Urlaub, in dem sie auch schon 3km am Stück lief, an keinen Moment erinnern, an dem ich sie wirklich weit tragen musste. Es hat aufgehört. Verrückt. Unser Mädchen.

QUASSELMAUS

Kindlein: „Mama, hast Du ein Baby im Bauch?“
Mama: „Wie kommst du denn jetzt darauf?“
Kindlein: „Na weil du jetzt zum Arzt gehst.“
Kinderlogik.

Mama: „Mäuschen, bevor du deine Kramkiste raus holst, räum doch wenigstens dein Playmobil erst mal weg.“
Kindlein: „Nein, möchte ich nicht. Ich gucke wenigstens kein Fernsehen.“
Kinderlogik zwei Punkt Null.

Papa: „Maus, hast Du da gekleckert?“
Kindlein: „Ich weiß gar nicht, wovon Du sprichst!“

„Elmo, kommst du mit mir zur Verreisung?“

Zu Papa: „Heute ist Rasier-Verbot!“

Kindlein: „Mama, ich habe ein Geheimnis, das darfst Du Papa auch nicht erzählen!“
Mama: „Was denn?“
Kindlein, flüstert: „Ich habe eine Alles-Maschine. Die kann alles herstellen.“

Mit einem Stück Hähnchen in der Hand: „Das schmeckt nach geschossenem Schwein.“

„Ich spreche mit Carrence immer geistisch.“

„Machen wir jetzt ein Foto-Schnuting?“ Süßester Versprecher.

Mama: „Kindlein, wollen wir dieses Jahr in den Urlaub fahren?“
Kindlein: „Ja sofort!“
Mama: „Und wohin?“
Kindlein: „Ins Sauerland.“
Wir haben nicht den Hauch eines Schimmers, woher sie das hat.“

Mama singt bei einem Lied im TV mit: „Hör auf damit, du zerstörst mein Lied.“

Kindlein: „Ich will Peppa Wutz auf dem iPad gucken.“
Papa: „Aber wir gucken doch jetzt nicht vor der Kita Fernsehen.“
Kindlein: „So ist nun mal mein Leben.“

„Kann mir jemand helfen, sonst hab ich gleich die Schnauze voll!“

Genervt: „Ahhh, ich hab’s vermasselt.“

„Ich kann noch nicht mit einem Computer umgehen.“

Zu Mama: „Papa hat gesagt, ich darf kein Fernsehen… aber eigentlich bist du doch hier der Oberbestimmer.“

Fastnacht, Fasching, Karneval und ein glückliches Kindlein

Geschafft. Irgendwie. Sie ist rum. Also für mich. Die „ich-verkleide-mich-Saison“. Sie begann irgendwann vor etlichen Wochen mit den typischen Kostüm-Abteilungen, die mir nichts dir nichts im Supermarkt zwischen die eh schon engen Reihen gequetscht wurden. Und sie endete vor ein paar Tagen – mit dem Kinderfasching in der Kita. Mögen Masken, Make-up und Co. noch länger im Supermarkt verweilen, für mich ist Schluss.

Darf ich etwas verraten? Ich bin so überhaupt nicht der Karnevalstyp. Die Musik, das Schrille, das ganze Gehabe drum herum. Das macht mich fertig. Ich bekomme regelrecht schlechte Laune. Und im selben Atemzug frage ich mich: warum eigentlich? Denn denkt man an die eigene Kindheit zurück, so war und ist Verkleiden doch eigentlich eine riesige Sache. Die Kinder fiebern der so genannten fünften Jahreszeit wochenlang entgegen, lieben ALLES was damit zu tun hat. Bunte Gesichter, lustige Frisuren, Kostüme, Feste, Süßigkeiten. Was habe ich es geliebt. Und genauso liebt unser Kindlein Karneval und Co.

Dieses Jahr wurde das Ganze dreifach zelebriert. Zunächst läuteten wir die Saison mit der so genannten Fastnacht ein. Auf dem Dorf. Zwischen Kühen und jeder Menge Dung wird an einem kalten Januarwochenende zunächst Abends hart gefeiert… nur um sich einen Tag später zu verkleiden. Dann zieht man mit einer Blaskapelle von Haus zu Haus, isst, trinkt und singt allerlei Lieder. Ich gebe zu: ist eher etwas für die Erwachsenen. Aber auch Kinder laufen mit und sind so schon früh Teil dieser merkwürdigen Tradition namens Zempern / Zimpern. Könnt ihr googeln, da steht alles weitere ;). Jedenfalls ist mein Mann hier immer ganz vorn mit dabei, auch nachdem wir das kleine Mininest verlassen und in eine Kleinstadt gezogen sind.

Letzte Woche ging es dann für das Kindlein das erste Mal so richtig ums Verkleiden. Also ich meine für 2018. Ist jetzt nicht so, dass wir unserem Kind bisher alle Aktivitäten dieser Art vorenthalten hätten (auch wenn ich manchmal vielleicht tatsächlich keine Lust auf all den Spuk hatte). Im Ort wurde wie gesagt letzte Woche der Kinderkarneval veranstaltet. Mein Plan: Mann und Kind dahin. Mama auf der Couch mit ihrem aus der Versenkung geholtem Super Nintendo. Mein Plan ging auf. Das Kindlein ging als Eulette von den PJMask, ihre Freundin passend dazu als Gecko. Leider habe ich von der Veranstaltung direkt keine Bilder, da es laut Herzmann super dunkel war für die ganze Show drum herum. Aber ich habe mein Mädchen vorab abgelichtet – meine kleine Fledermaus. Sie war so stolz auf ihr Kostüm und sah so zuckersüß aus. Tränen in den Augen – wie so oft, seit wir Eltern sind.

Jedenfalls meinte mein Mann: „Kind betrat die Tanzfläche und war nie wieder gesehen.“ Sie sauste mit besagter Freundin davon und traf ihren Papa nur noch zum ordern von Pommes und Limo an. Mein Mädchen, ganz die Mama. Hehe. Nach drei Stunden war der Spuk dann vorbei und das Kindlein trat neben 800 Elsas und Annas den Heimweg an. Nur einen Tag später dann: Fasching in der Kita. Wir Eltern waren angehalten Konfetti und Ballons mitzubringen. Kindlein hat Luftballons ausgesucht. Ausschließlich in lila, pink und rosa. Nun ja. Soll sie. Hier entschied sie sich allerdings für ein anderes Kostüm. Mein Baby ging als Minnie Maus. Passend dazu bastelte ich ihr die Haare und zog ihr allerlei Zeug in den passenden Farben drunter. Ihre beste Kitafreundin trug exakt das gleiche Outfit.

Für Kinder in dem Alter bedeutet das ja – nicht wie bei uns Erwachsenen – der Supergau. Im Gegenteil: sie freuen sich und lachen sich kaputt. Kindlein war also mächtig glücklich und verschwand beim Abgeben auf nimmer Wiedersehen. Nachmittags holte ich ein fröhliches und aufgedrehtes kleines Mädchen ab. Sie lief noch den ganzen restlichen Tag in ihrem hippen Outfit herum. Und was soll ich sagen? Unsere Kostümsammlung erfreut sich nicht nur wachsender Beliebtheit, sie vergrößert sich auch gefühlt alle paar Wochen. Mittlerweile sind es ja nicht nur Fasching und Karneval. Selbst zu Halloween benötigt Kind ein entsprechendes Kostüm. Hat sie auch bekommen letztes Jahr. Aber gut, so führt eines zum anderes. Eigentlich ja auch nicht schlimm… Kindheitserinnerungen werden wach. Gab es damals schon eine Art Verkleidungskiste, so ist es bei uns heute eine Schublade. Kindlein sammelt darin allerlei Skurriles Verkleidungszeugs und macht Quatsch damit. Besonders wenn Besuch da ist.

Vorab hatte das Kindlein noch überlegt ihr Kostüm von Halloween zu reaktivieren… die Knochenprinzessin blieb uns dann aber glücklicherweise erspart. Und so blieb es dann bei der Minnie Maus. Ach ja… ich bin übrigens immer wieder auf der Suche nach sehr originellen Kostümen. Leider macht mir das Kindlein da oft einen Strich durch die Rechnung, da es auf die Klassiker steht – alles was man eben so im Fernsehen sieht. Tolle Anregungen hole ich mir trotzdem, schon mal an die nächsten Jahre denken.

Denn: die Kinder wachsen ja wie verrückt. Und nachdem wir letztes Jahr schon unser episches Drachenkostüm aussortieren mussten, wird es wohl nun die Minnie Maus erwischen. Auch wenn das Kindlein ja eher zur dünneren Sorte gehört, lang wird sie nicht mehr in diesen roten Traum aus Tüll und Satin passen. Und so landen die guten Stücke dann irgendwie in einer der vielen Boxen in der Garage und warten auf Kind Nummer zwei. Ihr seht: ein möglicher Junge als Nachfolger ist keine Option.

Was wäre unsere Kindheit ohne eine Verkleidungskiste? Hach.. Wehmut und so. Und wenn wir zurück schauen.. in unsere Fotoalben… was wird immer besonders gern betrachtet? Genau! Die Faschingsbilder aus der Kindergartenzeit. Das sind irgendwie so ganz besondere Gruppenbilder. Mein Mann durfte/musste/konnte sich im Kiga mal als Rotkäppchen verkleiden. Ein Bild für die Götter. Und so fülle ich auch die Fotoalben unseres Kindleins herzensgern mit diesen Bildern. Kindheitserinnerungen. Zu schön.

Endlich – wir haben ein Hörspielkind!

Die Überschrift des Blogbeitrages sagt alles aus: endlich endlich endlich haben wir hier ein Hörspielkindlein. Und ja, das war ein langer Prozess. Der Papa ist hier nämlich riesiger Fan von Hörspielen aller Art. Er bevorzugt jedoch so Sachen wie „Die drei Fragezeichen“ – was ja nun doch etwas zu viel für unser Mäuschen wäre. Zumindest im jetzigen Alter. Aber ich mag mal von vorn anfangen.

Liebste Hörspiel-Heldin: Bibi!

Ich selbst bin ein absolutes Hörspiel Kind. Aus dieser Liebe zu „Abgespieltem“ entwickelte sich sicherlich auch zu einem Teil meine große Liebe zur Musik. Es ist eigentlich egal wo ich bin und was ich mache. Ich brauche Musik oder zumindest eben ein Hörspiel um mich herum. Meine Generation war die Bibi Blocksberg Generation. Hinzu kamen natürlich Bibi und Tina und diverse andere Kassetten. Ja, Kassetten. Und die habe ich noch aus meiner Kindheit… fast alles aufgehoben, einen Teil bei einem größeren Umzug entsorgt (an dieser Stelle schüttelt mein Mann sicherlich ganz eifrig den Kopf, weil er das für sooooo dumm hält). Nun liegen meine kleinen Kindheitsschätze im Zimmer des Kindleins und warten darauf, abgespielt zu werden. Oft mit interessanten Folgen, wie die Collage zeigt. Bandsalat – so nannten wir das schon früher.

Jedenfalls wollte das Kindlein mit zwei oder auch drei Jahren nicht viel wissen von Hörspielen. Ich glaube, sie war einfach noch zu klein/jung. Musik ging schon immer.. da fegte sie auch in „jungen Jahren“ schon über die Tanzfläche. Aber einer ganzen Geschichte folgen? Maximal eine Kurzgeschichte.. und die auch nur vorgelesen aus einem Buch. Die große Liebe zu Hörspielen entstand erst vor ungefähr einem halben Jahr. Also mit vier Jahren. Keine Ahnung ob das ein passendes Alter ist. Visuellen Dingen konnte sie vorher schon eine weitaus höhere Aufmerksamkeitsspanne schenken. Aber da können die Augen ja auch alles einfach mitverfolgen. Anders, wenn man sich nur auf die Ohren konzentrieren muss. Jedenfalls sind Hörspiele nicht mehr weg zu denken – was uns, ganz nebenbei, mehr als freut.

Und wie viel hat sie von dem Hörspiel-Zeug? Eigentlich besitzt das Kindlein von allem zu viel – so auch von CD’s und Co. Aber: Mama und Papa holen ja mit dem Kauf von Spielsachen nach wie vor ein Stück Kindheit nach (ist nicht so, dass wir keine hatten, aber kaufen macht Spaß)… und weil ich nicht im Geld schwimme, nutze ich Flohmärkte. Und ja, da bekomme ich eine Benjamin Blümchen Kassette manchmal für 0,50€… verrückt oder? Die gesamte Heidi-Sammlung habe ich da mal erstanden und noch zig andere Folgen. Kurzum: wir schwimmen hier in einem kleinen See aus CD’s und Kassetten.

Nun haben wir zwar einige Kassetten und CD’s hier rumfliegen und dank Familienflohmärkten sorge ich auch immer fleissig für Nachschub. Aber Abends… wenn das Mädchen mit ihrem Papa ins Bettchen geht, dann schaut sie zunächst ihren Sandmann auf dem iPad. Und danach möchte sie unbedingt ein Hörspiel hören. Und schläft dann dabei ganz entspannt und seelig ein. Ist das nicht toll? Wie Mama und Papa früher. Viel besser als bei Stille zu liegen… und auf den Schlaf zu warten. Und ja, sie schläft sehr verlässlich bei Benjamin und Co. ein. Jedenfalls braucht sie manchmal zwei Hörspiele bis sie tatsächlich mit Peter Pan um die Wette fliegen kann. Und ihr CD Player steht im Kinderzimmer. Daher nutzt der Papa das iPad für Hörspiele aller Art. Das Kind sucht sich selbst etwas, zum Beispiel bei Audible, aus und schwups, es geht los. Und es ist nicht nur das bloße „ich lasse mich in den Schlaf berieseln“ .. morgens spricht sie nicht selten über die erzählten Geschichten und diskutiert das ein oder andere Thema mit uns.

Kindlein ist versunken in ihre Bibi-Welt

Nun überlege ich, was ich zukünftig noch so machen kann. In den letzten Monaten kursierten ja vor allem die Tonieboxen und dazu gehörigen Figuren durch das Netz. Überall konnte man so ein Ding gewinnen, im Einzelhandel waren und sind sie wohl nach wie vor oft ausverkauft. Keine Ahnung, ob das etwas für das Kindlein wäre. Hören ist ja hören, ob nun am CD-Player oder mit so einer Box. Klar, sie sieht toll aus, aber das Geld kann ich auch in viiiiiiele neue Kassetten und CD’s investieren. Ich weiß daher noch nicht so recht wie es weitergehen soll. Erst einmal müssen wir noch eine andere Hürde nehmen: das Umdrehen einer Kassette.

CD’s einlegen? Kein Problem… aber das mit den Kassetten und den verschiedenen Seiten.. jaaa…. das müssen wir noch mal üben. Aber das ist ja auch das, was den alten Charme ausmacht. Ich weiß noch wie heute, wie ich in meinem Bett lag und Abends regelmäßig die Kassettenseite wechseln musste. Da wird einem ganz warm um das Herz. Und nun haben wir hier ein Kindlein, welches Hörspiele genauso gerne hört wie ihre Eltern. Und wir? Sind mächtig stolz und happy. Kann gerne so weiter gehen.

Mamas alte Hörspiel Schätze