Fastnacht, Fasching, Karneval und ein glückliches Kindlein

Geschafft. Irgendwie. Sie ist rum. Also für mich. Die „ich-verkleide-mich-Saison“. Sie begann irgendwann vor etlichen Wochen mit den typischen Kostüm-Abteilungen, die mir nichts dir nichts im Supermarkt zwischen die eh schon engen Reihen gequetscht wurden. Und sie endete vor ein paar Tagen – mit dem Kinderfasching in der Kita. Mögen Masken, Make-up und Co. noch länger im Supermarkt verweilen, für mich ist Schluss.

Darf ich etwas verraten? Ich bin so überhaupt nicht der Karnevalstyp. Die Musik, das Schrille, das ganze Gehabe drum herum. Das macht mich fertig. Ich bekomme regelrecht schlechte Laune. Und im selben Atemzug frage ich mich: warum eigentlich? Denn denkt man an die eigene Kindheit zurück, so war und ist Verkleiden doch eigentlich eine riesige Sache. Die Kinder fiebern der so genannten fünften Jahreszeit wochenlang entgegen, lieben ALLES was damit zu tun hat. Bunte Gesichter, lustige Frisuren, Kostüme, Feste, Süßigkeiten. Was habe ich es geliebt. Und genauso liebt unser Kindlein Karneval und Co.

Dieses Jahr wurde das Ganze dreifach zelebriert. Zunächst läuteten wir die Saison mit der so genannten Fastnacht ein. Auf dem Dorf. Zwischen Kühen und jeder Menge Dung wird an einem kalten Januarwochenende zunächst Abends hart gefeiert… nur um sich einen Tag später zu verkleiden. Dann zieht man mit einer Blaskapelle von Haus zu Haus, isst, trinkt und singt allerlei Lieder. Ich gebe zu: ist eher etwas für die Erwachsenen. Aber auch Kinder laufen mit und sind so schon früh Teil dieser merkwürdigen Tradition namens Zempern / Zimpern. Könnt ihr googeln, da steht alles weitere ;). Jedenfalls ist mein Mann hier immer ganz vorn mit dabei, auch nachdem wir das kleine Mininest verlassen und in eine Kleinstadt gezogen sind.

Letzte Woche ging es dann für das Kindlein das erste Mal so richtig ums Verkleiden. Also ich meine für 2018. Ist jetzt nicht so, dass wir unserem Kind bisher alle Aktivitäten dieser Art vorenthalten hätten (auch wenn ich manchmal vielleicht tatsächlich keine Lust auf all den Spuk hatte). Im Ort wurde wie gesagt letzte Woche der Kinderkarneval veranstaltet. Mein Plan: Mann und Kind dahin. Mama auf der Couch mit ihrem aus der Versenkung geholtem Super Nintendo. Mein Plan ging auf. Das Kindlein ging als Eulette von den PJMask, ihre Freundin passend dazu als Gecko. Leider habe ich von der Veranstaltung direkt keine Bilder, da es laut Herzmann super dunkel war für die ganze Show drum herum. Aber ich habe mein Mädchen vorab abgelichtet – meine kleine Fledermaus. Sie war so stolz auf ihr Kostüm und sah so zuckersüß aus. Tränen in den Augen – wie so oft, seit wir Eltern sind.

Jedenfalls meinte mein Mann: „Kind betrat die Tanzfläche und war nie wieder gesehen.“ Sie sauste mit besagter Freundin davon und traf ihren Papa nur noch zum ordern von Pommes und Limo an. Mein Mädchen, ganz die Mama. Hehe. Nach drei Stunden war der Spuk dann vorbei und das Kindlein trat neben 800 Elsas und Annas den Heimweg an. Nur einen Tag später dann: Fasching in der Kita. Wir Eltern waren angehalten Konfetti und Ballons mitzubringen. Kindlein hat Luftballons ausgesucht. Ausschließlich in lila, pink und rosa. Nun ja. Soll sie. Hier entschied sie sich allerdings für ein anderes Kostüm. Mein Baby ging als Minnie Maus. Passend dazu bastelte ich ihr die Haare und zog ihr allerlei Zeug in den passenden Farben drunter. Ihre beste Kitafreundin trug exakt das gleiche Outfit.

Für Kinder in dem Alter bedeutet das ja – nicht wie bei uns Erwachsenen – der Supergau. Im Gegenteil: sie freuen sich und lachen sich kaputt. Kindlein war also mächtig glücklich und verschwand beim Abgeben auf nimmer Wiedersehen. Nachmittags holte ich ein fröhliches und aufgedrehtes kleines Mädchen ab. Sie lief noch den ganzen restlichen Tag in ihrem hippen Outfit herum. Und was soll ich sagen? Unsere Kostümsammlung erfreut sich nicht nur wachsender Beliebtheit, sie vergrößert sich auch gefühlt alle paar Wochen. Mittlerweile sind es ja nicht nur Fasching und Karneval. Selbst zu Halloween benötigt Kind ein entsprechendes Kostüm. Hat sie auch bekommen letztes Jahr. Aber gut, so führt eines zum anderes. Eigentlich ja auch nicht schlimm… Kindheitserinnerungen werden wach. Gab es damals schon eine Art Verkleidungskiste, so ist es bei uns heute eine Schublade. Kindlein sammelt darin allerlei Skurriles Verkleidungszeugs und macht Quatsch damit. Besonders wenn Besuch da ist.

Vorab hatte das Kindlein noch überlegt ihr Kostüm von Halloween zu reaktivieren… die Knochenprinzessin blieb uns dann aber glücklicherweise erspart. Und so blieb es dann bei der Minnie Maus. Ach ja… ich bin übrigens immer wieder auf der Suche nach sehr originellen Kostümen. Leider macht mir das Kindlein da oft einen Strich durch die Rechnung, da es auf die Klassiker steht – alles was man eben so im Fernsehen sieht. Tolle Anregungen hole ich mir trotzdem, schon mal an die nächsten Jahre denken.

Denn: die Kinder wachsen ja wie verrückt. Und nachdem wir letztes Jahr schon unser episches Drachenkostüm aussortieren mussten, wird es wohl nun die Minnie Maus erwischen. Auch wenn das Kindlein ja eher zur dünneren Sorte gehört, lang wird sie nicht mehr in diesen roten Traum aus Tüll und Satin passen. Und so landen die guten Stücke dann irgendwie in einer der vielen Boxen in der Garage und warten auf Kind Nummer zwei. Ihr seht: ein möglicher Junge als Nachfolger ist keine Option.

Was wäre unsere Kindheit ohne eine Verkleidungskiste? Hach.. Wehmut und so. Und wenn wir zurück schauen.. in unsere Fotoalben… was wird immer besonders gern betrachtet? Genau! Die Faschingsbilder aus der Kindergartenzeit. Das sind irgendwie so ganz besondere Gruppenbilder. Mein Mann durfte/musste/konnte sich im Kiga mal als Rotkäppchen verkleiden. Ein Bild für die Götter. Und so fülle ich auch die Fotoalben unseres Kindleins herzensgern mit diesen Bildern. Kindheitserinnerungen. Zu schön.

Endlich – wir haben ein Hörspielkind!

Die Überschrift des Blogbeitrages sagt alles aus: endlich endlich endlich haben wir hier ein Hörspielkindlein. Und ja, das war ein langer Prozess. Der Papa ist hier nämlich riesiger Fan von Hörspielen aller Art. Er bevorzugt jedoch so Sachen wie „Die drei Fragezeichen“ – was ja nun doch etwas zu viel für unser Mäuschen wäre. Zumindest im jetzigen Alter. Aber ich mag mal von vorn anfangen.

Liebste Hörspiel-Heldin: Bibi!

Ich selbst bin ein absolutes Hörspiel Kind. Aus dieser Liebe zu „Abgespieltem“ entwickelte sich sicherlich auch zu einem Teil meine große Liebe zur Musik. Es ist eigentlich egal wo ich bin und was ich mache. Ich brauche Musik oder zumindest eben ein Hörspiel um mich herum. Meine Generation war die Bibi Blocksberg Generation. Hinzu kamen natürlich Bibi und Tina und diverse andere Kassetten. Ja, Kassetten. Und die habe ich noch aus meiner Kindheit… fast alles aufgehoben, einen Teil bei einem größeren Umzug entsorgt (an dieser Stelle schüttelt mein Mann sicherlich ganz eifrig den Kopf, weil er das für sooooo dumm hält). Nun liegen meine kleinen Kindheitsschätze im Zimmer des Kindleins und warten darauf, abgespielt zu werden. Oft mit interessanten Folgen, wie die Collage zeigt. Bandsalat – so nannten wir das schon früher.

Jedenfalls wollte das Kindlein mit zwei oder auch drei Jahren nicht viel wissen von Hörspielen. Ich glaube, sie war einfach noch zu klein/jung. Musik ging schon immer.. da fegte sie auch in „jungen Jahren“ schon über die Tanzfläche. Aber einer ganzen Geschichte folgen? Maximal eine Kurzgeschichte.. und die auch nur vorgelesen aus einem Buch. Die große Liebe zu Hörspielen entstand erst vor ungefähr einem halben Jahr. Also mit vier Jahren. Keine Ahnung ob das ein passendes Alter ist. Visuellen Dingen konnte sie vorher schon eine weitaus höhere Aufmerksamkeitsspanne schenken. Aber da können die Augen ja auch alles einfach mitverfolgen. Anders, wenn man sich nur auf die Ohren konzentrieren muss. Jedenfalls sind Hörspiele nicht mehr weg zu denken – was uns, ganz nebenbei, mehr als freut.

Und wie viel hat sie von dem Hörspiel-Zeug? Eigentlich besitzt das Kindlein von allem zu viel – so auch von CD’s und Co. Aber: Mama und Papa holen ja mit dem Kauf von Spielsachen nach wie vor ein Stück Kindheit nach (ist nicht so, dass wir keine hatten, aber kaufen macht Spaß)… und weil ich nicht im Geld schwimme, nutze ich Flohmärkte. Und ja, da bekomme ich eine Benjamin Blümchen Kassette manchmal für 0,50€… verrückt oder? Die gesamte Heidi-Sammlung habe ich da mal erstanden und noch zig andere Folgen. Kurzum: wir schwimmen hier in einem kleinen See aus CD’s und Kassetten.

Nun haben wir zwar einige Kassetten und CD’s hier rumfliegen und dank Familienflohmärkten sorge ich auch immer fleissig für Nachschub. Aber Abends… wenn das Mädchen mit ihrem Papa ins Bettchen geht, dann schaut sie zunächst ihren Sandmann auf dem iPad. Und danach möchte sie unbedingt ein Hörspiel hören. Und schläft dann dabei ganz entspannt und seelig ein. Ist das nicht toll? Wie Mama und Papa früher. Viel besser als bei Stille zu liegen… und auf den Schlaf zu warten. Und ja, sie schläft sehr verlässlich bei Benjamin und Co. ein. Jedenfalls braucht sie manchmal zwei Hörspiele bis sie tatsächlich mit Peter Pan um die Wette fliegen kann. Und ihr CD Player steht im Kinderzimmer. Daher nutzt der Papa das iPad für Hörspiele aller Art. Das Kind sucht sich selbst etwas, zum Beispiel bei Audible, aus und schwups, es geht los. Und es ist nicht nur das bloße „ich lasse mich in den Schlaf berieseln“ .. morgens spricht sie nicht selten über die erzählten Geschichten und diskutiert das ein oder andere Thema mit uns.

Kindlein ist versunken in ihre Bibi-Welt

Nun überlege ich, was ich zukünftig noch so machen kann. In den letzten Monaten kursierten ja vor allem die Tonieboxen und dazu gehörigen Figuren durch das Netz. Überall konnte man so ein Ding gewinnen, im Einzelhandel waren und sind sie wohl nach wie vor oft ausverkauft. Keine Ahnung, ob das etwas für das Kindlein wäre. Hören ist ja hören, ob nun am CD-Player oder mit so einer Box. Klar, sie sieht toll aus, aber das Geld kann ich auch in viiiiiiele neue Kassetten und CD’s investieren. Ich weiß daher noch nicht so recht wie es weitergehen soll. Erst einmal müssen wir noch eine andere Hürde nehmen: das Umdrehen einer Kassette.

CD’s einlegen? Kein Problem… aber das mit den Kassetten und den verschiedenen Seiten.. jaaa…. das müssen wir noch mal üben. Aber das ist ja auch das, was den alten Charme ausmacht. Ich weiß noch wie heute, wie ich in meinem Bett lag und Abends regelmäßig die Kassettenseite wechseln musste. Da wird einem ganz warm um das Herz. Und nun haben wir hier ein Kindlein, welches Hörspiele genauso gerne hört wie ihre Eltern. Und wir? Sind mächtig stolz und happy. Kann gerne so weiter gehen.

Mamas alte Hörspiel Schätze

 

Dezember 2017 – Rückblick

Ach ja, du seltsames 2017. Brachtest so viele Tränen mit… aber auch ganz viel Lächeln. Das war wirklich wirklich nicht unser Jahr. Warum, darüber werde ich ganz bald berichten. Ich war froh, dass das Jahr sich endlich dem Ende neigte. Silvester verbrachte ich mit dem Kindlein im Bettchen, während Papa arbeitete. Zuvor hatten wir ein komisches Weihnachten gefeiert und waren anschließend etliche Kilometer zur Familie gefahren um auch dort zu feiern. So richtig feiern wollte ich nie, aber gut, gehört ja irgendwie dazu. Und nun beenden wir 2017 mit diesem Monatsrückblick. Tschüssi 2017, ich bin froh, dass du vorbei bist!

Mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt – inklusive Spielplatz. 

Weihnachten im Geiste von Magen-Darm

Nein, uns hatte es nicht erwischt. Aber einen Teil der Familie. Wir wollten Weihnachten 2017 nämlich etwas größer feiern.. mit der Familie des Freundes meiner Schwester. Alles war einkauft, es kam aber wie es kommen musste. Der Freund meiner Schwester holte sich einen Tag vor Weihnachten einen Magen-Darm-Infekt. Als Mutter denkst du da nur noch: weg mit Euch. Ich muss dazu sagen, dass wir eigentlich mindestens einmal im Jahr so einen Infekt/Virus abgreifen. Ich kenne es nicht anders. Immer so um September oder Oktober rum öffnen sich im wahrsten Sinne des Wortes alle Schleusen. Und so blieb mir nur eines übrig, nachdem wir 2017 scheinbar wirklich bisher verschont geblieben waren: abzusagen. Ja, wir sagten ab.. all denjenigen, die eben Kontakt mit ihm hatten. Und so wurde es eine kleine, aber feine Runde. Nur wohin mit all dem Essen? Wir vereinbarten eine Art Übergabe, die mit viel Sterilium unter widrigsten Bedingungen erfolgte. Meine Schwester kam vorbei und holte sich die Hälfte von Gans und Co. In einer Art Schleuse… vielleicht schaffen wir es ja dann 2018 mal alle zusammen zu kommen.

2017 – DER VERSUCH EINES RÜCKBLICKES

Hach ja.. du seltsames 2017. Das hier soll gar kein langer Rückblick werden. Es war zusammengefasst nicht so ganz unser Jahr. Für mich bedeutete das sich zu Ende neigende Jahr vor allem ein Endspurt in Sachen Studium zur Hebamme. Zwei Urlaube verbrachten wir jeweils in Italien und einmal wieder auf der tollen Insel Mallorca. Das Kindlein hatte einen schweren Unfall in der Kita und musste operiert werden. Ich erlitt einen schweren persönlichen Verlust, über den ich bald mehr schreiben mag. Der Sommer war vom Wetter furchtbar… ich sehe es an meinen Bildern. Nicht einmal Freibad und auch die Besuche am See kann ich an einer Hand abzählen. Das Kindlein wurde 4, was wir mit zwei großen Feiern so richtig zelebrierten. Es wäre müßig alles aufzuschreiben, einige Dinge gehören nach wie vor einzeln verbloggt. Wenn denn mal mehr Zeit ist. 2018 kann kommen, ich freue mich so wahnsinnig auf dieses Jahr. Denn: es kann nur besser werden.

ALLE GESUND

Was ist da los möchte man meinen. Und ja, tatsächlich. Wir sind hier alle nach wie vor echt gesund. Ich glaube in der Wintersaison 2017 hat es das Kindlein bisher einmal so richtig erwischt. Im Vergleich zum Vorjahr ist das viiiiiiiel weniger. Wir halten uns wacker.. sogar der Ehemann, der es sonst auch ziemlich heftig mit Lunge und Co. zu tun hat. Mich erwischt es ja eher seltener, aber wenn, dann richtig. Dafür hatte ich mit anderen körperlichen Wehwechen zu kämpfen – dazu aber später mehr.

Das sind übrigens Bibi und Tina auf ihren Pferden.

Das sind alles meine Freunde

Das Kindlein hat ja so eine Art imaginäre Ansammlung von Freunden. Es ist jetzt nicht so, dass sie den ganzen Tag mit ihnen spielt oder spricht. Sie erwähnt sie hin und wieder. Jedenfalls wird die Anzahl allmählich mehr. Zeit, mal alle aufzuführen. Man kann dazu sagen, dass sie sich bei den Charakteren an Dingen orientiert, die sie kennt. So wohnen einige von ihnen an Orten, an denen auch reale Freunde wohnen. Es ist irgendwie ganz zauberhaft. Sorgen mache ich mir keine. Eben weil sie sie nicht so häufig erwähnt. Um folgende Personen handelt es sich:

Carrence
Apple Jack
Felice
Melona
Igor

Carrence ist dabei die gefühlte Nummer 1. Er (ja, eine männliche Person) wurde als erster benannt und kommt in all ihren Erzählungen auch am häufigsten vor. Ich glaube Felice und Apple Jack (natürlich bei my little Pony abgeschaut) sind momentan gleichauf. Melona stiess zusammen mit Igor als letztes hinzu.

Mit der besten Kitafreundin unterwegs.

QUASSELMAUS

Kindlein: „Darf ich Fernsehen gucken?“
Mama: „Lass uns doch lieber etwas basteln!“
Kindlein: “ Au ja, lass uns einen Fernseher basteln damit wir Fernsehen gucken können.“

Beim Anschnallen im Auto drückt sie dem Papa von allein einen Knutschi auf.
Papa: „Warum bist du denn heute so gut drauf?“
Kindlein: „Weil ich so aufgeregt bin!“
Papa: „Warum das denn?“
Kindlein: „Weil ich die Musikschule so maaaaag!“

Papa: „Du darfst noch Fernsehen gucken!“
Kindlein: „Yeah yeah! Ihr seid die besten Eltern der Welt!“

Nach einem Streit:
„Du bist drobsdem noch der beste Papa!“
Ich liebe es einfach wie sie stur dieses Wort so niedlich ausspricht!

„Der Muffin schmeckt wie ein Stern in der Badewanne!“

Beim Spielen etwas aggro:
„Versteck Dich jetzt oder ich werf‘ Dich in den Müll.“

Ist mit Papa auf dem Dorf unterwegs, umringt von fremden Leuten. Sagt darauf hin zu Papa:
„Es gibt ein riesiges Problem. Apple Jack, Felice, Igor, Carrence und Melona sind ja Geister. Nicht, dass sich hier alle erschrecken, wenn die kommen!“

Es geschehen noch Zeichen und Wunder:
„Duplo spielen macht mehr Spaß als Fersehgucken!“

Und wie schon so oft in den letzten Wochen macht ihr das Thema „Tod“ sehr zu schaffen.
„Wenn ihr sterbt, wer sind dann meine Eltern?“

„Ich will nicht, dass ihr mal sterbt!“

„Wenn ich mal sterbe, kann ich gar kein Fernsehen mehr gucken!“

„Wenn ihr gestorben seid, gucke ich dann die ganze Zeit eure Bilder an.“

Jeder braucht doch eine kleine Elsa…

Der Titel des Beitrages ist etwas trügerisch. Denn: so habe ich nicht immer gedacht. Ehrlich gesagt… ich gehör(t)e eher zu der Fraktion: nerv. Ich meine. Anna und Elsa. Die sind einfach überall. Und mit überall meine ich Ü-B-E-R-A-L-L. Es gibt nichts, was man nicht mit den Gesichtern der beiden Hauptprotagonisten bekleben kann. Das ist so irre. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Essbares, Bespielbares, Abspielbares, Verschließbares. Dosen, Stifte, Taschen, Kleider, Bücher.. es gleicht einer Invasion. Einer blauen, eisigen Invasion. Nicht mal mehr einen Stinknormalen Discounter kann man betreten, ohne damit konfrotiert zu werden. Denn: selbst bei Hygieneartikeln kann man den Stempel „Frozen“ drauf etikettieren. Es gibt Zahnpasta, Zahnbürsten, Duschgel. Man kommt nicht dran vorbei. Und so kauft Muddi dann natürlich das völlig überteuerte Duschgel.. weil… ja weil da das Gesicht von dem blonden animierten Mädel drauf ist. Kann ja schwer nein sagen und so. Lieb das Kind und so. Sehr und so.

Kindlein zum Geburtstag in Elsa-Action

Ich erinnere mich an einen Besuch im Spielzeuggeschäft. Dort gab es eine eigene Abteilung zum Thema Eiskönigin. Ja, ich wiederhole gern: Abteilung. Das Kind also vor den Regalen. Ich total entspannt: „Was möchtest Du denn haben?“ Glitzern in den Augen meines Kindleins. Hinzu kam ein Funkeln, welches seines Gleichen sucht. Es war, als hätte ihr jemand auf die Schnelle Diamanten implantiert. Oder gut gemachte Kontaktlinsen? „Alles!“ war die Antwort. Ok. Da fällt mir dann auch nix mehr ein. Letztlich konnte sich das Kind dann doch entscheiden. Nichts desto trotz wird bei jedem Produkt, auf dem die Charaktere abgebildet sind laut „Da ist Elsa/Anna/Olaf!“ geschrien. Dann wird es in die Hand genommen. Und dann mit den Augen geklimpert. Da sind sie dann wieder, die Diamanten. Wenn es ganz hart kommt, dann legt sie ihren Kopf schief. Dann ist sowieso alles vorbei. Das gespielte Lächeln hat sie auch ziemlich gut drauf. Und Mama wird schwach. Papa war schon ne halbe Stunde vorher schwach.

Das Ding ist nur: ich find‘ den Film echt ziemlich gut. Ein Spaß für jung und alt. Die Musik ist toll, die Story nicht komplett doof und ich schalte den TV anschließend seelig lächelnd ab. Was willste‘ also machen? Ich kann es ihr nicht übel nehmen und bin der Meinung: Kinder lieben ihre kleinen und großen Helden. Und für unser Kindlein ist diese in ein blaues Gewand gehüllte Blondine eben eine kleine Superheldin. Und sie möchte so sein wie sie. Mit Zauberkräften. Mit Haut und Haaren. Und natürlich auch den Outfits. Und ich denke mir: jeder sollte doch eine kleine Elsa haben. Oder eine Anna. Oder einen Olaf. Oder sonst was.

Elsa an den Füßen

Zum letzten Geburtstag erfüllte die Tante dem Kindlein dann einen großen, großen Wunsch: sie bekam ein Elsa Kleid. Und was für eins. Es hat eine Schleppe. Ja, eine Schleppe. Und auf der Schleppe ist Glitzer. Viel Glitzer. Und überhaupt ist das ganze Teil voll mit schönen Details und die Kohle hat sich einfach echt gelohnt. Gut, sie liebt es. Und die Sache ist die: ich sehe mein Äffchen gerne glücklich. Und wenn das bedeutet, dass sie den halben Tag in dem Kostüm rum rennt, dann soll es eben so sein. Und ja, sie hat es oft an. Es hat das Minnie-Maus und das Prinzessin Sofia Kleid um Längen geschlagen. Hängen alle drei im Schrank nebeneinander. Die Wahl fällt trotzdem meistens auf das blaue Etwas.

Glückliches kleines Elsa Mädchen

Weihnachten hat nun den Vogel vollends abgeschossen. Das Kind wünschte sich sehnlichst blaue Glitzerschuhe. Es kam wie es kommen musste. Die völlg verstrahlten Schuhe landeten auf dem Wunschzettel und so letztlich auch unter der grünen, selbst geschlagenen Tanne. Das Kind läuft seitdem sehr viel mehr – immerhin haben wir hier einen Laufmuffel. Die Sache ist nur die: unser Haus ist größtenteils mit Fliesen ausgelegt. Und diese Schuhe.. die klackern auf dem Boden. Und das findet das Kind ganz zauberhaft. Unsere Ohren eher… nicht so. Aber erinnert sich hier jemand daran, wie wir das früher fanden? Ich liebte die hohen Schuhe meiner Mutter und lief stundenlang damit herum. Hauptsache sie machten dieses typische Geräusch. Ich habe also durchaus so etwas wie mädchenhaftes Verständnis für mein kleines Kindlein. Und ihr Lächeln überwiegt. Habe der nächsten Schuhgröße dennoch selten so entgegen gefiebert…

Königin Elsa mit Gefolge

Aber es gibt ja nicht nur das Kleid und die Schuhe. Wie praktisch, dass das diesjährige Motto im Kinderkarneval „Disney“ ist. Es gibt ja so viel mehr. Es gibt Haarteile, Zauberstäbe, Stulpen für die Arme, es gibt Schmuck für Körper und Haar, Tattoos, es gibt einfach alles. Guckt mal, glitzernde Elsa-Accessoires holen wir uns dieses Jahr hier. Obwohl unser Kindlein ja die perfekten langen und auch blonden Haare hat, ist es leider nicht das typische Elsa-blond. Und damit sie so richtig richtig nach Elsa aussieht, wird es wohl eine Perücke. Beim Zauberstab bin ich noch skeptisch. Habe Angst, dass der erstens schnell verlegt und zweitens schnell von anderen Rabauken zerstört wird. Ich vermute auch, dass das Kindlein nicht die einzige Elsa auf der Party sein wird. Aber ist ja auch egal, oder? Hauptsache sie ist happy. Und das wird sie sein. (Falls nicht ziehe ich ihr alles vom nicht vorhandenen Taschengeld ab!!!)

Wann wird die Phase wohl vorbei gehen? Ich denke die Hoffnung kann ich schnell beiseite schieben. Soweit ich gehört habe, soll Ende 2019 der zweite Teil ins Kino kommen. Und man weiß ja, was das bedeutet. Neue Story, neue Kleider, neue Musik, neue Fan-Artikel, neue Goodies. Vermutlich auch komplett neue Outfits? Also neue Kostüme, die die Kinder haben wollen. 2019 ist das Kindlein dann sechs. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Hype da vorbei sein wird. Vermutlich findet sie das alles erst mit Einsetzen der Pubertät ätzend. Oder auch nicht. Ich jedenfalls freue mich total auf den zweiten Teil und hoffe auf eine (für einen zweiten Teil ja oft ungewöhnlich) knackige tolle Fortsetzung.

November 2017 – Rückblick

Nun haben wir schon Ende Dezember und Weihnachten steht unmittelbar vor der Tür. Das ist so verrückt.. 2017 war echt nicht mein/unser Jahr und irgendwie freue ich mich auch, dass dieses Jahr sich nun endlich dem Ende neigt. „Ende“ ist auch ein echtes Stichwort… Das Kindlein beschäftigte sich im November ganz viel mit dem Thema „Tod“… einfach so, von einem Tag auf den anderen. Ansonsten war der November aber ein recht entspannter Monat, auch wenn das Kindlein den ein oder anderen Tag eher ungemütlich war. Sie ist hin und wieder eine richtig kleine Motzkönigin, wobei hin und wieder manchmal untertrieben ist. Aber nun ab mit dem November.

DER TOD UND SO

Das Kindlein beschäftigt sich plötzlich mit dem Tod. Es kam relativ plötzlich… ich habe im Nachhinein noch versucht einen bestimmten Moment auszumachen, der eine Art Auslöser war. Kann mich aber an nichts erinnern. Es passierte einfach. In erster Linie macht sie sich Gedanken um die Endlichkeit, spürt, dass Menschen älter werden… auch dass sie selbst älter wird. Und sie weiß, dass es ganz junge und ganz alte Menschen gibt. Neulich sagte sie Folgendes zu mir:

Kindlein: „Mama, sterben alle Leute irgendwann?“
Mama: „Ja, irgendwann ja. Man kann nicht ewig leben.“
Kindlein: „Dann stirbt meine Uroma bald. Sie ist nämlich schon richtig alt.“

Da hatte ich natürlich erst einmal einen ganz dicken Kloß im Hals. Ja, ihre Uroma ist wirklich schon alt. Und sie kann auch nicht mehr so richtig gut laufen. Aber das Gespräch ging dann noch weiter. Das Kindlein wollte ziemlich wissbegierig wissen, ob denn ihre Uroma noch arbeitet. Papa erklärte ihr darauf hin den Begriff „Rentner“, was schon ziemlich niedlich war. Jedenfalls rissen die Gedanken um das Thema Vergehen, Sterben und Tod nicht ab. Ich hätte in wenigen Wochen ein kleines Heftchen mit all den sprüchen füllen können. Wir sind gespannt, wie das Kindlein weiterhin damit umgeht.

„Ich sterbe noch nicht, ich bin ja noch viel zu jung. Aber meine Uroma, die wird nicht mehr lange leben.“

BRRRR…. SO KALT

Was war der November kalt? Jaaaa… so richtig kalt kalt. Weihnachten sind fast 10 Grad in unserer Region angesagt, aber der November.. der hatte es echt in sich. Auch wenn meine Collagen und Bilder mal wieder trügen. Die meiste Zeit tollte sie eben nicht in der Fleece-Jacke, sondern vielmehr schon im Schneeanzug die Gegend. Außerdem war es trist und grau – meistens. Der Dezember ist ja bisher auch nicht viel besser. So langsam merkt mein Körper auch das fehlende Tageslicht. Es wird Zeit für Sonne und Frühling. Oder?

LIEDER – KANN SIE

Unser Mäuschen hatte ja schon immer eine ziemlich.. hm… interessante Fantasie. Neben kleinen Geschichten, denkt sie sich mittlerweile auch Songtexte aus und komponiert in ihrem Köpfchen dazu eine kleine Melodie. Eine Melodie, die vermutlich weit von einer eigentlichen Melodie entfernt ist, aber wen interessiert das schon? Mich jedenfalls nicht *hehe*.. und so durfte ich mir neulich folgenden Song anhören (und auch gleich aufschreiben weil schön und so):

„Wir sind eine Familie,
tralallalaaa…
wir werden uns niemals trennen…
ihr seid die besten Eltern…
tralalalaaallaaaaa“

QUASSELSCHNUTE

Bekommt den Strampler der Puppe nicht zu:
„So, ich schmeiße die blöde Baby Born jetzt in den Mülleimer.“
Geht anschließend in die Küche und will sie tatsächlich wegschmeißen.

Wirft noch hinterher:
„Baby Born gehört nicht mehr zur Familie!“
Aha.

Wir spielen Arzt. Kindlein kuschelt lieber an Mamas Oberweite.
Mama: „Frau Ärztin, sie kuscheln ja nur an der Brust, was sind sie denn für eine Ärztin?“
Kindlein: „Ich bin eine Brustärztin, ich behandle Brüste.“

„Lieber guter Nikolaus, liefer mich nicht aus!“

„Gib die Gitarre her, weil ich bin hier die Bestimmerin!!!!“

Ist sehr sehr sehr sehr wütend:
„Ihr seid gar nicht die richtigen Eltern! Ihr habt euch nur so verkleidet.“

„Papi, man kann Pippi, strulllllln oder Pullern sagen.“
Synonyme kann sie.

„Mama, wenn man Profis Profis Profis Profis Profis Profis sagt… dann wird der Mund ganz trocken.“

Tragen bis der Schulbus kommt…

Das Kindlein ist ein Tragekind. Keine Frage. Ja, sie ist. Keine Vergangenheit… nix „sie war“. Und das, obwohl sie bereits vier einhalb Jahre ist. Ja, ich trage sie hin und wieder immer noch. Ich musste dem Tragen im Kleinkindalter jetzt einfach mal einen Blogbeitrag widmen… ich lese und sehe dazu echt wenig. Gefühlt ist die Grenze immer so bei zwei Jahren. Da sind wir ja schon weit drüber. Und weil ich zeigen möchte: hey, es geht auch noch viel länger… muss ich darüber einfach schreiben. In unserem letzten Urlaub im September standen wir nämlich wieder vor der Trage: Tragen, ja nur wie? Ich habe das ganze Internet nach Tragen für ältere Kleinkinder durchforstet, bin aber nicht wirklich fündig geworden. Unser Ergebnis könnt ihr weiter unten lesen. Nur so viel: es ist machbar für eine gewisse Zeit. Wir haben ja hier eher ein Leichtgewicht – etwa 15 kg mit 4 1/2 Jahren. So wird es nicht so schnell anstrengend oder sogar anstrengend für uns Eltern. Bevor ich nun dazu komme, wie wir sie gerade im letzten Urlaub von A nach B geschleppt haben… kurz noch einmal von vorn:

Bei Mama auf dem Rücken – Strand: Playa de Muro – Land: Spanien – Insel: Mallorca

Das Kindlein wurde geboren. Ich hatte den weltschönsten Kinderwagen von Emmaljunga gekauft und damit ziemlich viel Kohle verprasst. Viel ist fast noch untertrieben. Bei manch‘ einem Autohändler wäre ich mit dem Budget wohl fündig geworden. Verrückt. Nach wenigen Wochen signalisierte uns das Kindlein bereits deutlich, dass es von einem Kinderwagen nicht viel hält. Es schrie, brüllte und wedelte mit den niedlichen Minispeckärmchen. Es schrie wirklich den ganzen Wald zusammen.. Äste fielen, Menschen drehten sich nach uns um und immer und immer wieder die Frage: „Was hat sie denn bloß?“.

Zu Beginn konnte ich die Frage selbst nicht beantworten… wobei es nach kurzer Zeit auf der Hand lag: das Kindlein fand den Kinderwagen einfach ziemlich blöd. Plan B musste her. Ich hatte schon seit etwa Mitte der Schwangerschaft eine Manduca im Schrank liegen, die dann auch recht schnell zum Einsatz kam. Viele Gespräche mit der Hebamme und einige Zeit bei google und Co. später war klar: ist jetzt für ein Neugeborenes auch nicht so die ideale Tragehilfe. Trageberaterinnen schlagen bei frischen Neugeborenen in der Manduca gerne mal die Hände über dem Kopf zusammen. Nach einiger Recherche verstand ich auch weshalb. Fazit: ich habe mir ein Tragetuch zugelegt. Nun ja. Den ersten Versuch startete ich mit meiner Hebamme. Ergebnis: Kind saß toll darin, genoß es sichtlich und ich fühlte mich frei und beweglich. Den nächsten Trageversuch startete ich allein. Was soll ich sagen? An dem Tag loderte der Kamin und ich war so wenige Millisekunden davor, das Tuch (natürlich ohne Kind) in den Kamin zu pferffern und es dort jämmerlich zugrunde gehen zu lassen. Ich heulte und rief meine Schwester zur Hilfe. Zusammen schafften wir es irgendwann. Aber die Prozedur fand das Kind natürlich auch nicht so berauschend und schrie nach spätestens 5 Minuten das ganze Haus zusammen. (An dieser Stelle ein Halleluja an unser Eigenheim – nicht auszudenken was mögliche sehr nahe Nachbarn gedacht hätten.)

Bei Papa auf dem Rücken – unter anderem Playa de Coll Baix, Parc Natural de Mondrago, Boquer Valley

Nach einigen Versuchen wurde es deutlich besser und es war klar: die Routine macht den Meister. Nach einigen Wochen konnte ich die Bindetechnik im Schlaf, wo immer wir waren, das Tragetuch war dabei. Ich glaube ich habe das schon einmal verbloggt, aber es wiederhole es gern: es gab einen Tag, an dem wir mit Kind ins Shopping-Center fuhren und erst auf der Autobahn merkten, dass wir das Tragetuch vergessen hatten. Ich bekam einen halben Herzinfarkt und wollte umdrehen. Ihr seht die Bedeutung von unserem Tragetuch. Das Kind lebte darin. Es liebte das Tragetuch, wir liebten das Tuch. Ohne das Tuch hätte ich gefühlt den ein oder anderen Tag nicht geschafft.

Nun ja, einmal angefangen entwickelte sich das Tragen wie gesagt ganz schnell zu einem Selbstläufer. Wir trugen das Kind einfach immer und überall. Rückblickend gesehen, hat sie wohl den Großteil ihrer ersten beiden Lebensjahre im Tuch und später in der Manduca verbracht. Und auch danach wurde es quasi nur semi weniger. Mit 10 Monaten laufen, aber danach nur noch getragen werden. Ja ja, das sind mir die Richtigen. Mit etwas über 2 1/2 haben wir uns dann eine größere Rucksacktrage zugelegt. War auf jeden Fall eine gute Investition. Rucksack mit Sitzplatz fürs Kind. Vor allem im Urlaub war das sehr angenehm.

Im Urlaub sind Tragen für uns unabdingbar. Wir wandern gerne kleine Strecken so um die ein bis vier Kilometer bis zu einem Highlight. Das Kindlein läuft so etwas in der Regel eher weniger. Hinzu kommen oft Lustlosigkeit und vor allem: Müdigkeit. Das Hauptproblem Nummer 1. Man kann diese Phasen leider nicht immer zu 100% abpassen. Die Folgen können bei Kindern ja ziemlich verheerend sein: Grummeligkeit bis zum Ausrasten. Für alle Seiten. Das Kind knatscht sich durch den Tag und wir Erwachsenen drehen alle durch. Jeder hat einen Ratschlag, jeder weiß es besser. Letztlich hilft bei uns ja auch nur eines: schlafen. Danach geht es besser. Und das geht unterwegs in einer Trage nun mal am besten. Was natürlich im Urlaub auch nicht unwichtig ist: Sicherheit. Wir wandern ja sehr gerne unwegsames Gelände und auch an etwas tieferen Schluchten entlang. Da ist es mir lieber wenn das Kind auf dem Rücken, anstatt nur an der Hand läuft. Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht – keine Ahnung. Aber ich habe zumindest ein sicheres Gefühl, wenn ich sie ganz fest bei mir am Rücken spüre.

Bei Papa auf dem Rücken vor der Playa des Coll Baix

Nun fragt man sich ja vor allem: Tragen mit vier Jahren? Welche Trage nehme ich denn da am besten? Die Kraxe war für uns da nicht mehr optimal. Man tendierte immer sehr dazu, das Teil noch total zu beladen, so dass es mit Kind zusammen einfach viel zu schwer wurde. Wir tragen also seit sie etwa drei Jahre ist fast ausschließlich mit der Manduca. Auf dem Rücken versteht sich. Alles andere wäre viel zu schwer. Mittlerweile sitzt das Kindlein – unschwer auf den Bildern zu erkennen – fast wie im Spagat am Rücken. Unabdingbar für uns und auch für das Kindlein mittlerweile: Der Stegverbreiter für die Manuca. Tragezubehör findet ihr übrigens unter anderem in meiner Verlinkung. Die Manduca ist ja schon aus angenehmen Stoff und ich hatte nie das Gefühl, dass das Ding in irgendeiner Art und Weise in die Beinchen einschneiden würde. Allerdings hing sie schon etwas schief drin und es sah nicht wirklich bequem aus. Also investierte ich letztlich doch die paar Taler in das Teil und wurde nicht enttäuscht. Die „Installation“ (wenn man das so nennen kann) war kinderleicht und das Kindlein hat dadurch auf jeder Seite wirklich etliche Zentimeter gewonnen. Sie sitzt deutlich besser und die Beine baumeln nicht mehr so seitlich durch die Luft.

Und wisst ihr was? Sollte irgendwann Mal Nummer zwei bei uns einziehen… dann freue ich mich unter anderem am meisten auf das Tragen. Ich liebte und liebe es. Das Mäuschen so nah bei mir zu haben, auch heute noch. Es gibt ihr und auch uns ein unheimliches Gefühl von Sicherheit, Nähe und natürlich gaaaanz viel Liebe. Bisher hatten wir dadurch nur Vorteile – in jeglicher Hinsicht. Hach, was wäre es schön, diesen Weg noch einmal gehen zu dürfen.

Oktober 2017 – Rückblick

Der Oktober 2017 war kein schöner Monat. Dazu vielleicht irgendwann mal mehr. Mein Fünkchen Hoffnung in der Zeit: die Kreißsaal-Arbeit begann wieder. Und ich wurde nicht enttäuscht… ein neuer, deutlich kleinerer Saal wartete auf mich und trotz einjähriger Abwesenheit kam ich ganz schnell wieder rein und fühlte mich im Team sehr sehr wohl. Es machte unheimlich Spaß, die Frauen und Familien zu begleiten und ich bin dankbar für viele viele tolle Erfahrungen und Momente.

Auch beim Kindlein tut sich momentan ganz viel. Sie geht ziemlich ab was Zahlen und Buchstaben angeht… saugt alles auf wie so ein kleiner Spongebob. Und ich sitze etwas hilflos mit dem Mann daneben und weiß nicht so recht, wie ich sie bei dieser von ihr gewünschten Lernphase helfen kann. Ich durchstöbere schon fleißig das Netz nach entsprechenden Materialien.. so recht fündig werde ich aber nicht. Nun gut, jetzt aber erst mal der Oktober.

KINDLEIN UND DIE ZAHLEN UND BUCHSTABEN

Das Äffchen ist so ziemlich vernarrt in alles, was auch nur ansatzweise wie ein Buchstabe oder wie eine Zahl aussieht. Ihren Namen schreibt sie nun schon seit Wochen einwandfrei in Großbuchstaben, vertauscht hier auch keine Buchstaben mehr. Mittlerweile kann sie noch Mama, Papa und die Namen von zwei Freundinnen aus der Kita schreiben. Es kommen also immer mehr Wörter hinzu.. was auch ganz niedlich ist: sobald sie irgendwo einen Buchstaben sieht, den sie aktiv als Teil dieser bereits geschriebenen Wörter erkennt, zeigt sie drauf und sagt: „Guck mal, das kommt in meinem Namen vor!“ Sie erkennt also den Buchstaben als solchen und malt nicht nur was vor sich hin. Darf ich hinzufügen, dass ich stolz bin und so? Hehe.

Mit den Zahlen ist es ähnlich. Sie rechnet jetzt seit Wochen fröhlich vor sich hin. Man kann ihr kleine Rechenaufgaben stellen, die sie ziemlich easy löst. Sie zählt fröhlich vor sich hin… neuerdings in Zwillingsschritten. „Zwillinge, Drillinge, Vierlinge, Fünflinge…“ keine Ahnung, wo sie das schon wieder her hat. Abgesehen vom Rechnen an sich, fängt sie jetzt auch an, die Zahlen zu schreiben. Ach und sie erkennt diese an sich. Beispiel: wir machen einen Spaziergang mit der Omi und laufen an einem Haus vorbei. Am Pfeiler vom Zaun ist ein Schild mit der Hausnummer. Kindlein: „Das ist Haus Nummer 5.“ Stimmte.

LATERNE LATERNE

Der diesjährige Laternenumzug in der Kita stand an. Und Papa war nicht da. Der weilte auf Messe weit weit weg von uns. Immerhin Oma unterstützte das Kindlein und mich. Wir haben uns den Bauch ziemlich krass mit Kürbissuppe voll geschlagen. Kindlein hat davon natürlich – wie soll es anders sein – nichts gegessen. Hat sich statt dessen eine Scheibe Brot geschnappt und zweimal dran geknabbert. Das war’s. Ansonsten war ich dieses Mal bezüglich Laterne und so weitaus besser vorbereitet. Letztes Jahr habe ich ja den Fail des Jahrhunderts gelandet: Ich habe dem Kind einfach so ein Set aus Leuchtstab und Anna und Elsa Laterne zum Aufklappen gekauft. Wollte Zeit und Nerven sparen. Nun nieselte es letztes Jahr zum Umzug. Ich glaube ungefähr drei Tropfen hat diese Laterne überlebt.. und fiel dann wie so ein Zellstofftaschentuch in sich zusammen. Kindlein flennte und lief anschließend nur noch mit dem Stab durch die Gegend. Nur einen Tag später bastelten wir also letztes Jahr die Laterne für 2017. Stabil. Die würde einen Schneesturm überleben. Ich pimpte das Teil noch am Tag des Umzuges und schnitt ziemlich komplizierte Blattschablonen aus. Das Kindlein war jedenfalls ziemlich happy. So muss das.

LIEBLINGSMENSCH KINDLEIN

Mein liebes Kindlein
Geduld ist momentan nicht Deine Stärke
Du gehst sehr schnell und vor allem sehr gerne an die Decke
und sagst auf jegliche Kritik nur noch:
„Ist mir doch egal“
verschränkst dabei ganz niedlich die Arme 
und guckst zur Seite
du kleiner Stinkstiefel
bist momentan selten zufrieden zu stellen
und antwortest entsprechend mit deinen Lieblingssätzen
„Das ist langweilig“ oder wahlweise
„Das ist doch dumm und doof“
nur um eine Sekunde später der größte Mauseschatz zu sein
der gerne malt, bastelt und singt
Bücher nicht so toll, den Fernseher umso toller findet *augenroll*
sich nach wie vor Geschichten ausdenkt
und in kleine Zauberwelten mit Spielzeugen versinkt
keinen Mittagsschlaf mehr in der Kita macht
und noch beim Einschlafen „Ich bin nicht müde“ sagt
Du bist und bleibst die Liebe unseres Lebens

QUATSCHERZÄHLERIN

Das Kindlein ist momentan etwas cholerisch. Jaaa… Geduld ist nicht ihre Stärke. Entsprechend ist diesen Monat auch die Ausbeute an sprachlichen Highlights. Ähm. Tja. Oftmals ohne Worte. Hat sie natürlich alles nicht von uns. Natürlich nicht! Hust. Aber sie kann auch ganz zauberhaft sein, siehe Zitate. Herzmädchen.

„Ihr seid die tollsten Eltern! Bis in den Weltraum!“

Sieht ein Bild von Paris:
„Guck mal, der Eichelturm. Der Ist im Paradis!“

Zur Oma:
„Du bist ne‘ alte Sterbeoma.“
Nun ja… ähm…

Spielt mit ihren Puppen.
„Das ist so doof. Dieses scheiß dumme Mädchen!“

„Verdammte Hühnerkacke!“

Guckt Abends im Bett den Sandmann, das Internet ist langsam und der Film stoppt.
„Dieses scheiß Internet! Warum geht das nicht?“

Sieht wie Papa seine guten Schuhe, passend zum Anzug, einpackt.
„Was sind denn das für nutzlose Schuhe?“

Kindlein: „Ich habe Hunger!“
Mama: „Was möchtest du denn essen?“
Kindlein: „Gehst du mal zum Kühlschrank und bietest mir was an?“

Papa schlägt dem Kindlein vor, baden zu gehen.
Papa: „Dann schnuppert die Mama an Dir und sagt: Oh, wer riecht denn hier so frisch?“
Kindlein: „Nein, ich will nicht baden. Dann schnuppert die Mama an mir und sagt: Oh, wer riecht denn hier nach Käse? Ich mag Käse!“

September 2017 – Rückblick

Der September war 2017 wie eine Hassliebe… warum?… dazu vielleicht später irgendwann mal mehr. Grundsätzlich war er aber ganz schön, nicht zuletzt weil wir mit der ganzen Familie in den Urlaub fuhren und immerhin ein paar Tage entspannen konnten. Ich hatte zudem 4!!! Wochen Urlaub… die ich auch dazu nutzte, so viel Zeit mit dem Kindlein wie möglich zu verbringen. Großes Mädchen! Immerhin steht ja bald das Examen zur Hebamme an und die kommenden Monate werden vor allem eines: anstrengend. Und nun gar nicht viel weiter reden.. September 2017!

URLAUB – HUCH, SCHON WIEDER MALLORCA

Der Plan für 2017 war ganz klar: Sardinien! Wooop wooop… doch der Plan blieb ein Plan, denn: wir hatten keine Lust auf Touribunker und wollten lieber wieder etwas individuelles. Verwöhnt durch die Möglichkeiten auf Mallorca, begann ich mit der Suche nach einem Haus und wurde.. hm.. schnell enttäuscht. Es gab nicht wirklich viele Angebote, die Flugverbindungen waren auch nicht so der Hit und auch sonst verlor ich immer mehr die Lust auf den geplanten Trip. Zum Spaß schaute ich auf der Webseite, auf der wir schon unsere erste Finca buchten… und was soll ich sagen? Es gab soooo tolle Häuser, so bezaubernde Anlagen… Zum Spaß sagten wir noch: „Ihr werdet schon sehen, wenn wir nix finden, dann fahren wir wieder nach Malle.“ Kollektives Augenrollen. Irgendwann wurden unsere Pläne konkreter, die Flüge günstiger.. es passte einfach alles. Und so haben wir es dann einfach gemacht… und nahmen uns vor den Rest der Insel zu erkunden. Und das haben wir auch gemacht. Das Verbloggen der – zum Teil sehr sehr abenteuerlichen – Ausflüge steht dann für die nächsten Wochen und Monate auf dem Programm.

URALUB – VIEL UNTERWEGS

Wie oben beschrieben, hatte ich vier Wochen am Stück Urlaub. Ein Hauch von Erholung. Und da das kommende Jahr besonders anstrengend wird, habe ich die Zeit mit der Minnimaus ganz intensiv verbracht. Klar, wir waren zusammen mit der Family eine Woche so richtig richtig im Urlaub. Aber auch sonst habe ich mir das Kindlein oft geschnappt und wir sind dann hier oder da hin gedüst. Oft nur wir zwei. So waren wir zum Beispiel in einer größeren Stadt und hatten einen sonst völlig überfüllten Spielplatz nur für uns. Enten haben wir da auch gefüttert (nein, nicht mit Brot) und haben noch zwei tolle neue Spielplätze entdeckt, die wir gar nicht kannten.

Außerdem wurde es Ende September Zeit für Kastanien. Die Dinger liegen mittlerweile total verstreut in unserem Garten und der Rasenmäher freut sich schon auf nächstes Jahr – nicht. Meine Bemühungen, die braunen Kugeln einzusammeln, endeten mit erneutem Verstreuen im Gras. Hab es aufgegeben. Ach und auf einem Mittelalterfest waren wir auch noch. War kalt und grau, regnete aber immerhin nicht. Kindlein und eine Freundin hatten entsprechend viel Spaß, wurden geschminkt, haben fleißig getanzt und genascht und fielen am Ende des Tages müde in ihre Betten. So muss das.

U8 PLUS IMPFUNG / Entwicklungsgespräch

Nach unserem Urlaub stand die U8 auf dem Plan… was soll ich sagen? In meinem zukünftigen Berufsstand der Hebamme werden diese U-Untersuchungen ja zum Teil heiß diskutiert. Ob zu Recht oder Unrecht, da will ich gar nicht urteilen. Ich bin jedenfalls ganz froh über diese Untersuchung, was vor allem daran liegt, dass ich grundsätzlich die Kinderärztin mal wieder sprechen kann. Wir sehen sie nämlich sonst kaum, da das Kindlein zumindest die letzten Monate (abgesehen vom Sturz) recht gesund war.

Man schaut sich auch mal wieder den Impfstatus an… das nächste Fass, was ich hier jetzt definitiv nicht öffnen mag. Ich habe schon einmal lang und breit über unsere Einstellung zum Thema Impfen gebloggt.. und diese Einstellung hat sich auch nicht geändert. Wir sind vorsichtig, warten lieber länger, impfen aber. Dieses Mal haben wir uns für die Meningokokken C Impfung entschieden. Das Kindlein hat diese wunderbar vertragen und zeigte keinerlei Nebenwirkungen. Wieder etwas auf der Checkliste abgehakt.

Und sonst so? Jaaa… also sonst war quasi nix zu beanstanden bei der U8. Das Kindlein meisterte alle an sie gestellten Anforderungen… Das wurde uns beim jährlichen Entwicklungsgespräch in der Kita ebenfalls so vor Augen geführt. Der Erzieherin war es sichtlich unangenehm uns zu erzählen, dass sie in vielen Dingen ihrem Alter weit voraus ist. „Ja also beim malen… also da zeichnet sie schon sehr genau.. und da ist sie schon.. ähm… am weitesten.“ Naja.. ist mir eigentlich schnuppe wie weit sie da ist. Ich denke vor allem an die Einschulung 2019 und daran, dass das Kindlein da erst knapp 6 Jahre sein wird. Immerhin wurden meine Sorgen durch die vielen positiven Entwicklungsschritte so ziemlich weg gepustet :).

UND SONST? FAKTEN!

Kindlein pfeift
Jaaaa, unser Mädchen kann tatsächlich pfeifen. Zu Beginn noch etwas zögerlich, dann immer mehr. Sie versuchte es selbst ganz spontan. Und dann plötzlich.. klappte es einfach. Mama ist natürlich mächtig stolz. Das hat auch einen guten Grund: ich selbst kann bis heute ausschließlich nach innen pfeifen, und das auch nicht besonders gut. Nach außen pfeifen – bekomme ich nicht hin. Und nun kann mein Mädchen schon pfeifen. Verrückte Sache.

Kindlein schnaubt
Ist das zu fassen? Mit etwas mehr als vier Jahren kann das Kindlein endlich endlich schnauben. Ja, es ist noch zögerlich und sicherlich nicht mit 100% voller Power. Aber sie holt ganz doll Luft, hält diese inne und drückt alles fleißig durch die Nase nach draußen. Das ist für uns echt ein Meilenstein. All die Infekte, in denen ihre Nase leicht verstopft war.. was stand ich stundenlang mit ihr in der Duschkabine… der Wasserdampf löste immer ganz gut den Schnodder. Und nun ist das Thema endlich durch. Wir freuen uns.

Kindlein wächst
Und wie sie wächst! Wir messen hier jetzt einen Meter und sechs Zentimeter: 106cm!!! Die Füße wachsen auch ganz fleißig nach vorn – allerdings auch nur nach vorn. Sie hat sehr schmale Füße, da ist nichts mit Breite. Das aktuelle Gewicht weiß ich gar nicht, allerdings isst sie in letzter Zeit deutlich mehr. Die Auswahl hat sich nicht verändert, dafür allerdings die Portionsgrößen. Hebe ich das Kindlein hoch, so spürt man deutlich, dass da nun etwas mehr Gewicht ist. Wird Zeit, mal wieder die Waage raus zu holen.

QUASSELMAUS

„Das hat relativ doll weh getan!“

„Warum wissen Eltern immer, dass es schon hell ist?“

„Tante J., weißt du, ich hab Dir noch gar nicht gesagt, dass ich Dich lieb hab‘!“

„Meine Kacka-Wurst hat sich angehört wie ein Fleischklops.“
Humor hat sie.

„Papa, darf ich auch mal alleine in einem Bett schlafen, ohne Euch?“
(Anm. d. Red.: ist nie passiert, hehe)

„Manno, das geht nicht! Dieses Scheiß-Ding!“
Geduld kann sie!

„Mama und Papa, ihr beide seid schon verliebt. Und ihr seid in mich verliebt.“

Papa: „Sollen wir aufstehen?“
Kindlein schüttelt mit dem Kopf: „Es ist so schön im Bett!“

„Ich mache eine Pier-Jurette.“
Es ist so niedlich, wie sie das ausspricht.

Eine Bank, ein Haken, viel Blut und eine Vollnarkose.

Bin unterwegs. Beruflich oder besser noch: der Ausbildung wegen. Fahre mit einer freiberuflichen Hebamme durch die Stadt, darf an Vor- und Nachsorgen teilnehmen. Die Sonne scheint an diesem Tag. Hell und warm. Kann mich an keine weiße Wolke erinnern, die sich am blauen Himmel entlang schiebt. Ein schöner Tag, ein warmer Tag.

Der letzte Termin. Ein Wochenbettbesuch. Ein toller Besuch bei einem tollen Paar. „Noch ein Eis?“ fragt die Hebamme. Überlege lang hin und her. Wäge Kalorien ab und lasse den bevorstehenden Genuss siegen. Entscheide mich entgegen aller Vorhaben für Schokolade mit Minze. Schlecke genüsslich an meiner Kugel Eis und werde durch einen After Eight Geschmack überrascht. Hatte das so nicht erwartet. Süssliche Frische in meinem Mund. Weinende Kinder an der Eisdiele. Wildes Treiben innen und außen. Fachsimpelei zwischen uns beiden. Frauen, die uns grüßen. Sonnenstrahlen auf der Haut, Eis auf der Zunge. Perfekter Abschluss.

Schlendern zum Auto. Der Motor startet. Krame mein Handy aus dem „Ohne Hebamme geht gar nix“ Stoffbeutel. Lasse das Telefon bei Besuchen immer im Auto. Aus allerlei Gründen. Sehe drei Millionen Nachrichten. Lese das Wort „Notaufnahme“. Herz stolpert. Sehe ein Bild. Herz rast. Lese Papas Satz „Lippenpiercing schief gegangen“. Schauriger Humor. Papa eben. Bringe kaum ganze Sätze heraus. Besorgtes Gesicht neben mir. Fahren eilig zu meinem Auto. Versuche den Mann telefonisch zu erreichen. Keine Chance. Schicke mindestens 1000 Nachrichten. Keine Antwort. Herz bleibt fast stehen. Starre wieder auf das Bild. Sehe Blut, eine angerissene Lippe, Kompressionen darauf, einen starren Blick meines Kindleins. Von „Nähen“ ist die Rede. Ich schlucke.

Am Auto. Weiterhin viel Sorge der Hebamme, fragt sich ob ich überhaupt Auto fahren kann. Nicke, verspreche aufzupassen, hechte zum Auto. Bleifuß. Unterwegs immer wieder der Versuch den Mann zu erreichen. Irgendwann sprechen wir. Das Wort Vollnarkose fällt. Tränen in den Augen. Herz hoppelt weiter. Gedanken an alte Greys Anatomy Folgen, in denen die Patienten nicht mehr aufwachen. Erinnerungen an den letzten Einsatz im OP. Keine gute Erinnerungen. Kurz danach steht fest: Operation unter Vollnarkose ist unumgänglich. Wunde zu tief, als das es lokal betäubt werden könnte.

Fahre weiter, verfluche alle anderem Autofahrer. Will zu meinem Mädchen. Obwohl der Mann mir versichert hat: alles gut. Tränen laufen. Passiere endlich die Schranke zum Parkplatz der Kindernotaufnahme. Mann simst mir die Zimmernummer der Station. Renne die Auffahrt hoch, drücke den Knopf des Fahrstuhls 10x. Kann keine Treppe entdecken und bleibe daher gefrustet stehen. Erreiche die Station, erreiche das Zimmer. Endlich. Tür auf.

Sehe mein Mädchen. Kurze Umarmung mit dem Papa. Mädchen in die Arme genommen. Schaut TV, ist abgelenkt. Muss mich arg zusammen reißen. Ihr Shirt ist voll mit Blut, es läuft seitlich am Mund entlang. Ein Schauer auf mir. Erklärung vom Papa. Kindlein stand auf einer Bank, wollte ihren Schlüsselanhänger von einem Holzbrett abnehmen, rutschte ab, hing wie ein Fisch an einem der Haken. Wurde zu schwer, Haken in der Oberlippe, fiel, Haken riss diese durch. Kind war kein Fisch mehr. Bilder im Kopf. Zu viele. Gedanken an das Gefühl, das Geräusch, das Blut. Kindlein war wohl nicht leise nach dem Geschehen, verständlicherweise. Papa blieb nach eigenen Angaben ganz ruhig. Lange Abwägung mit den Erziehern ob ein Krankenwagen gerufen werden muss. Entscheidung dagegen.

Kindlein starrt stumm. Kann nicht reden mit dem Verband. Streichle ihren Kopf. Immer noch so viele Gedanken im Kopf. Schreibe eine Liste mit allem was wir für die Nacht und den nächsten Tag brauchen, schicke den Papa nach Hause. Papa packt Taschen, Mama bleibt beim Kind. Schreibe Nachrichten an die Familien. Alle so besorgt. Bin nach außen ruhig, innerlich nichts außer Sorge um das eigene kleine Kind. Fülle Formulare aus. „Ist ihr Kinder schwanger.“ Lachen oder weinen. Keine Entscheidung. Warten. Warten auf die OP. Sekunden,Minuten und Stunden vergehen. Papa wieder da. Bekommen Kleidung für das Kindlein. Viele bunte Teddybären auf dem Hemd. Lustige Socken oben drauf. Kindlein bekommt einen roten Saft. Beruhigung. Abschuss erster Güte. Und dann. Der Moment.

Wir fahren zum OP. Spät Abends. 21 Uhr oder so.. so langes Warten, so dass das Kindlein halbwegs nüchtern in die Operation starten kann. Kommen an. Alle sehr nett. Großer Fernseher im Aufwachraum. Mindestens 50 Zoll! Der Pfleger schaltet sofort aufs Kinderprogramm. Kindlein beginnt zu lallen und lacht. – da wirkt wohl der rote Saft! Mama beginnt fast zu weinen. Weg mit den Tränen, schnell. Noch nicht, später. Viele Gespräche mit dem Kindlein über den Ablauf. Dann Startschuss. Trennung. Kopf platzt. Beiße in meine Hand. Müssen gehen. Herzrasen, Sorgen, Kummer, Liebe. Tür hinter uns geht zu. Kalter, greller Warteraum. Vorher Umarmung mit dem Papa. Tränen. So viele Tränen. Wimperntusche am Shirt. Angst, Sorge, Wut, Trauer. Angst Angst Angst. Mutter sein ist scheiße. Papa geht zum Snackautomaten. Mein Blutzucker im Keller. Esse Schoki und trinke jede Menge Ungesundes. Warten. Warten. Warten. Drehe meine Runden in dem kleinen Raum, erkunde jede kleine Ecke, wo es nichts zu erkunden gibt. Dunkelheit draußen. Immer wieder Tränen und Angst. Kein Halten mehr. Laufe auf dem Flur auf und ab.

Tür geht auf und die Kinderchirurgin steht vor uns. „Alles gut, Narben bleiben.“ Freude und Trauer zugleich. Postieren uns vor der großen Schleuse. Warten. Dann endlich, Tür auf. Leichtes Winken einer Schwester. Gehen. Schnell. Am Bett. Kindlein an Monitoren, alles piepst. Sie schläft, ihre Wunde ist säuberlich verklebt. Stühle werden gebracht, es ist fast komplett leer in den vielen Operationssälen. Streichle ihren Haaransatz, Küsse überall. Mein starkes Mädchen. „Sie muss einmal aufwachen“ heisst es. Zeit vergeht. Viel Zeit. Kuscheln, reden, kitzeln. Irgendwann offene blaue Augen. Verzerrtes Gesicht. Versuche des Kindleins, sich alle Kabel zu entreißen. Tränen. Auf allen Seiten. Kindlein wird bald ruhiger, das Kinderprogrammschafft minimal Abhilfe. Neben unserem Mädchen liegt ein am Bein operierter Mann – er ist abgeschossen mit dem guten Zeug. Sagt der Schwester, er möchte sie heiraten. Räumt im nächsten Satz ein, wie high er noch ist. Macht Spaß mit dem Kindlein. Schwester reicht der Maus eine Tapferkeitsurkunde. Kindlein ignoriert sie. Nach einer Ewigkeit des Wartens endlich Abholung durch die Schwester. Zurück auf die Station. Ansagen. Kuscheln. Bettfertig. Papa fährt nach Hause. Kindlein schlürft Wasser durch einen Strohhalm. Klagt über Hunger. Trinkt Babybrei durch den gleichen Strohhalm. Danach noch mehr kuscheln im Bettchen. Kindlein schläft geklammert an mich ein. Gedanken rattern. Erschöpfung überall. Doch kein Schlaf, stattdessen so viel Demut. Über diese Kleinigkeit. Kopfgedanken an andere Kinder mit anderen Schicksalen.

Finde nicht recht in den Schlaf und schaffe so vielleicht zwei oder drei Stunden. Höre die Nachtschwester. Nachts um 4: Kindlein muss auf die Toilette, will die Infusionen los werden. Schleppe uns ins grelle Neonlicht. Danach zurück in den vermeintlichen Schlaf. Irgendwann ist endlich der nächste Morgen. Kindlein matschig, außen und innen. Mama noch erschöpfter als am Tag zuvor. Müdes Reiben der Augen. Gedanken an einen Traum? Dann endlich nach dem Frühstück, bei dem das Kindlein nichts isst, die Visite. Ärztin gibt letzte Anweisungen für die nächsten Tage. Papa ist schon da. Hat Geschenke dabei. Fürs Kindlein. Tapferkeit und so. Werden offiziell entlassen. Packen alles zusammen. Nehmen das Kindlein fest zu uns. Tragen es fest an uns zum Auto. Fahren nach Hause und packen die großen Playmobil Geschenke aus. Langsam kommt das Realisieren. Spannungsabfall. Zwischendurch verdrängen. Zurückgeholt werden durch den Anblick des Kindleins. Ihre Lippen sind stark geschwollen und sollen es auch noch die nächsten Tage bleiben. Am Tag darauf geht es zur Kinderärztin. Alles gut, top genäht, so ihre Aussage. Kindlein knabbert schon wieder kleine Sachen und macht nur Quatsch.

Schnell passiert, schnell vorbei? Monate vergehen. Narben bleiben.. und ja, bis heute sieht man den Unfall. Wir hoffen, dass es sich irgendwann verwächst. 2017 war und ist irgendwie nicht unser Jahr.. herrje..  und daher nehmen wir uns fest vor: keine Unfälle mehr in 2018.

August 2017 – Rückblick

AUGUST 2017 – RÜCKBLICK

Der August war… ich weiß nicht so recht. Mir fehlen die Worte. Es ist sehr viel passiert. Nicht alles kann und will ich hier offen legen. Irgendwann vielleicht? Ich weiß es nicht. Ein Ereignis bekommt ganz bald einen eigenen Blogpost: der Unfall des Kindleins. Vollnarkose und so. Ja genau. Die andere Sache versuche ich gerade erfolgreich zu verarbeiten – oder auch zu verdrängen? Ich wiederhole mich: ich weiß es nicht. Aber nun kommen wir mal zum August. Ein Monat den ich – abgesehen von dem was ich da so andeute – sehr gern hatte. Ich war noch im Externat und es gefiel mir immer besser. Außerdem stand der Urlaub schon mit einem Bein in der Tür.  Im September stehen vier Wochen Urlaub auf dem Programm. Flüge gebucht, Haus gebucht, Mietwagen auch am Start. Vorfreude und so. Und nun ab damit:

NEUE NACHBARN BRAUCHT DAS KINDLEIN

Ich glaube ich hatte noch zu keiner Zeit erwähnt das wir neue Nachbarn bekommen. Ja richtig – das noch unbebaute Grundstück neben uns wird endlich ein Haus bekommen. Das wirklich Schöne: die Bauherrin kenne ich noch von der Schule, den Bauherren eigentlich auch. Und das Wunderschöne: Ihre Tochter ist nur ein halbes Jahr jünger als unsere. Und nun das wahrlich Zauberhafte: die Kinder verstehen sich ausgesprochen gut. Sie bezeichnen sich mittlerweile selbst als Zwillinge. Gut, sie sind beide blond. Das war es aber rein optisch auch schon. Demnächst teilen sie sich eine Straße, das gibt einen Punkt mehr auf der Zwillings-Skala – oder? Wie dem auch sei… ich fotografiere brav den Baufortschritt und habe unendlich viele Bilder von den Kindern zusammen, da die künftigen Nachbarn oft auf ihrem Grundstück werkeln. Gut für uns: das Kindlein ist beschäftigt. Allein spielen ist schon hin und wieder drin. Dennoch ist es noch mal etwas anderes, wenn ein anderes Kind dabei ist. Eltern wissen was ich meine. Hoffentlich (!!!!). Jedenfalls stehen uns aufregende Monate bevor, nächstes Jahr wird Einzug sein. Wir sind gespannt und das Kindlein ist mega happy mit ihrer neuen ganz festen Freundin.

BRITZER GARTEN

Anfang August haben wir in der Hauptstadt den Britzer Garten besucht. Ich meine mich zu erinnern, dass die Sonne schien. Die Bilder bestätigen das. Ich weiß aber auch noch, wie verdammt stürmisch es war. Stand man in der falschen Wundschneise, konnte man sich schon mal ne‘ Winterjacke drüber werfen. Das Kindlein schlief jedenfalls irgendwann nach der zweiten Runde Eis und Waffeln erschöpft im Buggy ein. Zuvor hatten wir noch Spaß auf dem Wasserspielplatz und einen kleingroßen Eklat, da das Babybrüderchen unseres Spielbegleiters es wagte ihr soeben eigenhändig verstautes Sandspielzeug wieder auszuräumen. Oje. Und das auch noch müde. E-s-k-a-l-a-t-i-o-n. Viele Tränen auf der zuckersüßen Wange und 10 Minuten später entflog mein Äffchen ins Traumland. Der Papa zog derweil mit seiner Firma von einer Straße in die andere. Die Frauen hatten also viel Zeit zum Vergnügen, besuchten das Chaos der Männer noch kurz und entflohen dann weiter in Richtung Grill. Den schmissen wir schon mal an und warteten anschließend auf die männlichen Grillmeister. Gelungener Tag, gelungener Abschluss eines aufregenden Tages.

UNFALL – MIT GANZ VIEL HERZRASEN

Der Vorgang bekommt einen eigenen Blogpost. Daher nur kurz. Unfall in der Kita. Beim Abholen durch den Papa. Mama in einer anderen Stadt. Handy im Auto, Mama am Eisstand, plaudernd. Erstarrt zu Eis – welch Ironie – beim Blick auf das Handy. Notaufnahme, Ärzte, Blut, Gedanken an Narben, sichtbare Narben. Naht. Entschluss zur OP. Unter, ja.. unter Vollnarkose. Blick auf das Foto vom Papa. Tausend Gedanken, aufsteigende Tränen, Bleifuß. Rennen rennen rennen. Tür auf, Kind in die Arme. Warten auf die OP. Herzrasen. Abgabe im OP. Tür zu. Mama weinend in Papas Armen. Snackautomat mit viel Schoki. Essen, Trinken, weinen. Reden mit der Kinderchirurgin. Narben bleiben. Kindlein wohlauf. Tür auf. Gehen wird zum schnellen Laufen. Am Bett. Ganz viele Gedanken im Kopf und doch nur Leere. Hand halten vom Kindlein. Monitore, Piepsen, Atmung, schlafendes Mädchen. Völlig von der Narkose abgeschossener liebevoller Kerl neben ihr. Erst mal setzen. Starren, warten, kuscheln und vor allem: realisieren. Langsames Erwachen. Quengeln. Tränen auf allen Seiten. Warten. Warten. Lieben. Zurück auf die Station. Schlaflose Nacht. Kopfkino. Kindlein im Arm, so fest im Arm. Nächster Morgen. Papa endlich zurück, vereint. Nur noch raus raus raus. Entlassung. Und doch ist nichts mehr so wie es war. Narben erinnern. Angst, immer diese Angst. Aber so viel Demut vor anderen Schicksalen. Und nun: nur noch bergauf.

ETWAS SONNE – ERLEBTES

Im Waldbad und am See

Im August gab es hin und wieder etwas Sonne. Hin und wieder trifft es glaube ich auch ganz gut. Und jetzt wieder: Wetter ganz weit weg aus meinen Gedanken schieben. Jedenfalls schafften wir es an kleinen, vereinzelten Tagen mal in Richtung Wasser. Einmal ins Waldbad. Das ist aber immer so kalt, dass das Kind danach wie auf Knopfdruck krank wird. Ich glaube dieses Mal hatten wir fleißig Husten und Schnupfen. Ich schaffe es kaum mit der Hacke in das Wasser, da planscht mein Kind schon quer durch die Anlage. Oma ist ebenfalls deutlich härter im Nehmen und hüpft hinterher, während ich versuche mich von spritzenden Kindern fern zu halten und mich Zentimeter für Zentimeter Richtung Bauchnabel vor kämpfe. Da ist dann meistens eh Schluss. Da könnte ja auch die Kamera nass werden. Also bleibe ich stehen, beobachte das rege Treiben, mache ein paar Bilder und winke dem Mädchen. So muss das. So ist das gut.

Am See sieht es schon anders aus. Da geht es ganz ganz langsam ins Tiefe. Das Wasser ist seicht und auch deutlich wärmer. Hier habe ich andere Aufgaben. Aufgrund des Sandes darf ich Burgen bauen und buddeln. Ist ja auch nicht schlecht. Macht auch Spaß. Dennoch: 2017 war bisher das Jahr mit den wenigsten Seebesuchen ever. Seitdem das Kind auf der Welt ist versteht sich. Davor habe ich heiße Tage glaube ich auch favorisiert zu Hause auf der Couch verbracht. Mit kaltem Eistee und der Fernbedienung in der Hand. Was waren das Zeiten. Andere, keine schlechteren. Nun rennt man mit anderen Mamas durch den Sand und versucht den Wasserkanonen gekonnt auszuweichen. Ich vermisse den See und alles, was mit ihm einhergeht. 2018 wird hoffentlich wieder mehr zu unserem See- und Wasserjahr.

Auf dem Barfußpfad

Wir haben hier in der Nähe einen tollen Barfußpark. Ich glaube in den letzten Wochen haben wir ihn um die 3x besucht. Es macht auch wirklich viel Spaß… Ende August habe ich den Papa mit Kindlein und deren bester Kitafreundin samt Anhang dorthin verfrachtet. Ich versuche mich zu erinnern, weshalb ich nicht dabei war. Aber mein Kopf mag das nicht rekonstruieren. Lernen schließe ich aus. Vielleicht musste ich arbeiten? Keine Ahnung… ist ja auch egal. Der Papa hatte die Kamera dabei. 90% verschwommen, aber mit Liebe gemacht, denke ich. Und so konnte ich anhand der Bilder doch irgendwie dabei sein, so ein bisschen. Die Kinder hatten definitiv Spaß und matschten mit ihren süßen Füßen über und durch allerlei Zeug. An dieser Stelle muss ich wieder aufpassen, dass ich nicht abdrifte in eine Lobeshymne auf die süßen kleinen großen Füßchen vom Kindlein. Trotz Stinkesocken sind es immer noch die besten und niedlichsten Füße der Welt, an denen ich sie so gern kitzle. Hach. Ist es nicht schön?

Auf Geburtstagen

Ach ja, auf Geburtstagen waren wir auch noch. Da gibt es eigentlich auch nicht so viel zu berichten. Außer: Kuchen, Sonne, Kinder, Spaß. Gerne wieder, bald. So, es ist schon spät. Bilder bearbeite ich morgen und dann geht auch dieser Blogpost endlich raus.

Uroma wurde 90

Am Tag unserer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde Kindleins Uroma 90. Und die Familie war ziemlich weit angereist. Tja.. da stehst du dann vor der Entscheidung: mitgehen, ja oder nein? Und das einen Tag nach der OP – die ja erst sehr spät Abends war. Die Verwandtschaft wusste noch nicht mal Bescheid. Ich brachte es nicht übers Herz meine Oma nicht zu sehen und fuhr mit dem Kindlein hin. Papa folgte von Arbeit mit einem zweiten Auto. So hatten wir stets die Option: sofort gehen. Und die wurde auch nach einer Stunde genutzt. Das Kindlein war nicht gut drauf – verständlicherweise. Die Narkose und die unruhige Nacht hingen ihr noch nach (nach mir hat ja eh keiner gefragt). Papa machte sich also auf den Weg und wir blieben noch. Mir war nicht wohl dabei. Aber ich war zerrissen. Meiner Omi geht es schon lang nicht mehr so gut und man weiß nie wo und wann der Weg endet. „Froh sein“ ist gar kein Ausdruck wenn ich über mein Gefühl spreche, welches ich beim erneuten In den Arm nehmen des Kindleins hatte. Wieder zu hause, alles geschafft. Endlich.

QUASSELTANTCHEN – BEST of AUGUST 2017

Die Sache mit der Möhre:

„Ich hab Opa R. gaaaaanz lieb. Noch lieber als wenn eine Möhre in der Pfanne gewendet wird!“

Mama: „Vielen Dank für Deine Geduld.“
Kindlein: „Gerne doch.“

Mädchen im Schwimmbad: „Willst Du meine Freundin sein?“
Kindlein. „Nö.“

Papa: „Aus welchen Farben mischt man grün?“
Kindlein: „Gelllllb und bllllllau.“

Auf dem Weg nach Bayern: „Hier stinkt’s so in Bayern.“

Und ehe ich es vergesse: sie malt Herzen und schneidet diese auch recht genau aus.